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Für (fast) umme ein Buch schreiben? Das neue Hoecker-Projekt

Allgemeiner Austausch zum Thema Geocaching.

Moderator: jmsanta

Radio_gott
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Für (fast) umme ein Buch schreiben? Das neue Hoecker-Projekt

Beitrag von Radio_gott » Mo 6. Mai 2013, 17:26

Huhu!

In Ermangelung eines eigenen Blogs (das dann das gefühlt 248te zum Thema Caching wäre) poste ich das einfach mal hier:

Demletzt fiel mir auch dass in meinem GC-Blogverzeichnis ungewohnt hohe Aktivität auf http://geocaching.traveldiary.de verzeichnet wurde. Dort werden interessante Geocaching-Geschichten für ein neues Buchprojekt von Bernhard Hoecker gesammelt.
Im Gegensatz zu einem gescheiterten Aufruf eines Bloggers vor einigen Monaten, lustige GC-Erlebnise zu schildern brummt der Laden.
Also habe ich mich mal zu den Teilnahmebedingungen durchklickt. Wer dort irgendetwas postet, willigt nicht nur ein, sämtliche Rechte an Texten und Fotos zu besitzen (logisch) sondern überträgt diese auch automatisch an den Verlag. Der ist nun in der traumhaften Lage, dass er quasi die Geschichten nur noch sammeln, formatieren und mit einer kleinen Rahmenhandlung von Hoecker drucken muss. Schönes Geschäftsmodell.
§ 4 Autorenhonorar
Der Anspruch des Autors auf ein Autorenhonorar ist im Rahmen der Ausschreibung durch die ausgelobten Prämien gemäß §6 der Ausschreibungsdetails abgegolten.
Zugegeben, es winkt eine Verlosung von 6 navis, 10 Freiexemplare des fertigen Buches je Autor und ein Meet&Greet mit Hoecker, aber meiner leienhafter Meinung nach dürfte das deutlich unter dem Honorar für ein ganzes Buch eines prominenten Autors liegen. Zumal man ja auch nicht weiß, ob die (doch ziemlich attraktiven) Navis dem Verlag evtl gesponsored wurden.

Das soll jetzt kein rant werden und es liegt mir fern, die Macher zu verteufeln, die Idee ist ja durchaus nachvollziehbar. Und es ist ja immerhin deutlich attraktiver, als z.B. eine Aktion wie: "Schickt uns Fotos von Euch mit unserem Produkt und wir drucken die Bilder zur Belohnung dann auf das Produkt!". Ich finde es halt einfach verwunderlich, dass es immer wieder Menschen gibt, die für umme viel Hirnschmalz, Zeit und Arbeitsleistung investieren, damit andere damit Geld machen können.

Obwohl: Geocacher dürften das Procedere ja schon kennen. Da soll es schließlich ein US-Unternehmen geben, das selbst keinen Content schafft, sondern sein Geld mit den Ideen anderer Leute "verdient" und diesen Leuten (die zu einem großen Teil sogar Geld dafür bezahlen) auch noch vorschreibt, wie die Ideen auszusehen haben. *pfiffel*

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Re: Für (fast) umme ein Buch schreiben? Das neue Hoecker-Pro

Beitrag von MadCatERZ » Mo 6. Mai 2013, 17:39

Meine Meinung zu Hoeckers(den ich als Comedian sehr schätze) Geocaching-PR-Aktionen:
:zensur:
Aber es soll ja Cacher geben, die begeistert bei dieser Selbstbeweihräucherung mitmachen.

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Chris Race
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Re: Für (fast) umme ein Buch schreiben? Das neue Hoecker-Pro

Beitrag von Chris Race » Mo 6. Mai 2013, 18:04

MadCatERZ hat geschrieben:Meine Meinung zu Hoeckers(den ich als Comedian sehr schätze) Geocaching-PR-Aktionen:
:zensur:
Aber es soll ja Cacher geben, die begeistert bei dieser Selbstbeweihräucherung mitmachen.
Das entspricht auch exakt meiner Meinung!
.
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Re: Für (fast) umme ein Buch schreiben? Das neue Hoecker-Pro

Beitrag von Freddax » Mo 6. Mai 2013, 18:33

Irgendwie will sich mir die clevere Idee hinter dem Buchprojekt noch nicht so ganz zeigen. Wenn die Geschichten sowieso vorher schon im Internet zu lesen sind, damit man per Sternchenwertung (kennen Cacher ja bestens) abstimmen kann, welche Geschichten ins Buch kommen, WARUM sollte man für das Buch noch Geld ausgeben!? Der Inhalt ist ja schon komplett bekannt und kostenlos im Netz verfügbar...

Aber gut, wer da mitmachen will, soll mitmachen. Für nen Non-Profit Projekt würd ich ne Geschichte spenden, aber für ne kommerzielle Aktion ist die Aussicht auf einen eventuellen Gewinn dann doch etwas mager.

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Re: Für (fast) umme ein Buch schreiben? Das neue Hoecker-Pro

Beitrag von 8812 » Mo 6. Mai 2013, 18:56

Freddax hat geschrieben:[...] Der Inhalt ist ja schon komplett bekannt und kostenlos im Netz verfügbar...
[...]
Wie man cacht ist auch weitgehend bekannt. Und dennoch werden die Erkenntnisse aus der Gründelzeit des Geocaching gegen Kohle verkauft. Dumpfbacken, die dafür Geld rauswerfen, gibt es immer wieder. :D

Frohes Jagen
Hans

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Re: Für (fast) umme ein Buch schreiben? Das neue Hoecker-Pro

Beitrag von Nicole » Mo 6. Mai 2013, 19:09

Ist Hoecker nicht auch Lost Place-Fan und klettert er nicht gerne?
Wenn er weiter so viel Staub aufwirbelt, kann er das aber zukünftig vergessen.
Aber auch hier das gleiche Spiel, Hauptsache die Kasse klingelt und alle machen mit :kopfwand:
LG Nicki

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Re: Für (fast) umme ein Buch schreiben? Das neue Hoecker-Pro

Beitrag von radioscout » Mo 6. Mai 2013, 19:52

Freddax hat geschrieben: Irgendwie will sich mir die clevere Idee hinter dem Buchprojekt noch nicht so ganz zeigen. Wenn die Geschichten sowieso vorher schon im Internet zu lesen sind, damit man per Sternchenwertung (kennen Cacher ja bestens) abstimmen kann, welche Geschichten ins Buch kommen, WARUM sollte man für das Buch noch Geld ausgeben!? Der Inhalt ist ja schon komplett bekannt und kostenlos im Netz verfügbar...
Weil man das Gesamtwerk haben will und nicht nur das Rohmaterial?
Ein Film ist auch mehr als Footage.

Und viele wollen einfach nur ein richtiges Buch haben.
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Wir hätten nie uns getraut doofe Dosen anzumelden schon aus Respekt vor diesem geheimnisvollen Spiel (Dosenfischer, Die goldenen Jahre)

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Re: Für (fast) umme ein Buch schreiben? Das neue Hoecker-Pro

Beitrag von radioscout » Mo 6. Mai 2013, 19:55

Radio_gott hat geschrieben: Schönes Geschäftsmodell.
Es gibt Leute, für die die Nennung ihre Namens in einem Buch mehr wert ist als ein paar Euro.
Radio_gott hat geschrieben: Obwohl: Geocacher dürften das Procedere ja schon kennen. Da soll es schließlich ein US-Unternehmen geben, das selbst keinen Content schafft, sondern sein Geld mit den Ideen anderer Leute "verdient" und diesen Leuten (die zu einem großen Teil sogar Geld dafür bezahlen) auch noch vorschreibt, wie die Ideen auszusehen haben. *pfiffel*
Kann es sein, daß man deren Dienste trotzdem gerne nutzt, weil ein Cache, der nicht dort gelistet ist, nicht wahrgenommen wird? Man liefert denen Content, bekommt dafür aber Werbung für seine Dose.
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Re: Für (fast) umme ein Buch schreiben? Das neue Hoecker-Pro

Beitrag von henny-r » Mo 6. Mai 2013, 20:59

Schönen Guten Abend!

Die deutsche Verlagslandschaft schmeißt jedes Jahr zigtausend Titel auf den Markt. Die Anzahl der Menschen die von ihren Buchpublikationen leben können ist zu der Anzahl der Neuerscheinungen gering. Wenn man dann noch sich den Markt anschaut, alles mit Druckkostenzuschuss durch den Autor, und Pauschalhonorare im niedrigen 4stelligen Bereich abzieht, dann kommt man mit 0 Euro Honorar für eine Kurzgeschichte gut weg, zumal wenn die Geschichte vielleicht schon geschrieben ist. Natürlich werden die beiden Herausgeber daran etwas verdienen, aber deren Aufwand ist da natürlich deutliche höher zu bewerten.

Was der Verlag daran verdient ist auch nicht die Welt. Bei einem Endverkaufspreis von 20 Euro gehen das erst mal 7% MWST ab, also sind wir bei 18,60 Euro. Der Buchhändler erhält einen Nachlass, beim Kauf übers Barsortiment von 20-30%. Der Einfachheit sagen wir 25%, der Nachlass geht auf den Endverkaufspreis. 5 Euro runter sind wir bei 13,60 Euro. Eine ähnliche Spanne geht noch mal für den Sortimneter drauf, sind wir bei 8,60. Bei einem Titel für 20 Euro bleibt also weniger als die Hälfte beim Verlag. Dafür muss er den Titel lektorieren, bewerben, herstellen und den Autor bezahlen. Wenn man in Deutschland nicht zu den Branchenriesen gehört die dem Buchhandel und den Sortimentern die Nachlässe diktieren kann, hat das Verlagswesen ganz wenig mit Geschäftsmodel aber viel mit Idealismus zu tun.

Eine Bereicherung sehe ich an der Stelle nicht, eher mal wieder der üblich Generalverdacht das andere Leute sich ja so schändlich bereichern. Es ist ja niemand gezwungen teilzunehmen.

Schönen Gruß

Henny-R
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Re: Für (fast) umme ein Buch schreiben? Das neue Hoecker-Pro

Beitrag von Marschkompasszahl » Mo 6. Mai 2013, 21:13

Okay - wer ein wenig länger unterwegs ist, hat sicherlich die ein oder andere Geschichte zu erzählen.

Ob nun
...das Ticket (oder Mecker vom Block.wart) für zu langes und nicht genehmigtes Parken...
...die vielleicht ein oder andere Begegnung mit der Polizei, dem Förster,.. oder wem auch immer...
...oder aber auch nur eine schöne und gut erzählte Geschichte zum letzten Multi...

Nun gehöre ich nicht unbedingt zu den Kurzloggern - selbst beim Statistik-Tradi weiß ich noch was zu erzählen...
Aber ich hätte keine Lust, damit anderen Leuten das Säckel vollzumachen.
und schon gar nicht bei Herrn Hoëcke!

Aus großer Euphorie ("hurra, ich bin jetzt auch Geocacher!") kaufte ich mir sein Erstlingswerk "Schnitzeljäger" bei Amazon als Hörbuch.

Zugegeben, ein paar Episoden waren auch ganz unterhaltsam. Beispielsweise die Geschichte, wo er auf dem Weg zum Auftritt nach Frankfurt/M. war und eigentlich noch einen Tradi auf dem Wege mitnehmen wollte, aber dann doch einen Abstecher zum Multi in den Taunus nahm und wegen diverser Widrigkeiten viele Stunden zu spät kam...

Aber es sind auch diese vielen Selbstgefälligkeiten, von denen er schreibt und mir die Figur/ den Cacher unsympatisch macht. Wie er herabschätzend über Cacher mit dem alten, gelben eTrex herzieht... oder wo er seinen Mitcacher "Tobi" bis aufs Hemd lächerlich macht oder ihn wie einen räudigen Hund vorführt (z.B. wo er bei Schietwetter im SUV mit Sitzheizung wartet, dass ihm das Logbuch durch den Spalt der Scheibe gereicht wird und Tobi nass und dreckverkrustet nicht mehr einsteigen darf und hinterher laufen muss...).

Sorry, das ist für mich weder Vorbild, noch "Messias".
Das ist einfach nur ein weiterer Cacher, mit dem ich nicht auf Tour gehen möchte.
Und dem ich ganz sicher nicht helfen werde, seinen Reichtum zu mehren.

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