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Cache-Verstecker haben Rechte

Allgemeiner Austausch zum Thema Geocaching.

Moderator: jmsanta

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Re: Cache-Verstecker haben Rechte

Beitrag von Zappo » Sa 25. Mai 2013, 18:21

...mal so am Rande finde ich bedenklich, daß es in Diskussionen öfters um "DIE" geht - DIE Jäger, DIE Geocacher, DIE Landwirte und die Frage, wie "DIE" ticken.

Ich meine, jedem Menschen, der im Leben steht, dürfte aus eigener Anschauung geläufig sein, daß es überall "solche und solche" gibt. Ich bin der Überzeugung, daß ich mich manchem Jäger näher und ähnlicher fühle als manchem Geocacher - im übrigen sicher auch näher manchem Teppichhändler in Timbuktu als manchem Regierungsmitglied :D .
Und umgekehrt. Die Betonung liegt auf dem Wort "manchem".

Die Zugehörigkeit zu irgendeiner Gruppe oder das Ausüben irgendeines Hobbys sagt mal grundsätzlich wenig über die Person aus. Alles andere sind Feindbilder - die sind zwar praktisch sind, wenn man zu faul zum Denken sein will, aber sonst auch nichts.

Und wenn die Vernünftigen der Fraktionen zusammenhalten, haben die Idioten der Fraktionen keine Chance. Es geht ja eigentlich nur um ein bisschen ziviles Miteinander da draußen in unserer Natur - das ist eine extrem bescheidene Aufgabe - das wird wohl zu schaffen sein.

Predigt aus. Heiligenschein wieder auf Stand-by.

Gruß Zappo
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Re: Cache-Verstecker haben Rechte

Beitrag von eifriger Leser » Sa 25. Mai 2013, 18:25

Heimo hat geschrieben:
eifriger Leser hat geschrieben:...Generell sollte das allgemeine Waldbetretungsrecht als wichtiges und schützenswertes Gut immer im Hinterkopf behalten werden und Sanktionen nur mit Augenmass vorgenommen werden.
Allgemeines Betretungsrecht bedeutet nicht allgemeines Dosenhinterlassungsrecht.
Hab ich das behauptet?
Heimo hat geschrieben:Kürzlich habe ich gelesen, dass in Hessen des nächstens nicht mehr von öffentlichen Wegen abgewichen darf. Die Gesetzesänderung soll eine Reaktion auf geocaching gewesen sein. Ich habe nicht nachgeprüft ob es stimmt aber ich halte so eine Vorschrift für sehr sinnvoll.
Ob sich die Jäger dran halten werden? :D
Eine Diskussion ist oft genug Brainstorming ohne Brain.
© Erhard Blanck (*1942), deutscher Heilpraktiker, Schriftsteller und Maler

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Re: Cache-Verstecker haben Rechte

Beitrag von Zappo » Sa 25. Mai 2013, 19:03

Heimo hat geschrieben:Allgemeines Betretungsrecht bedeutet nicht allgemeines Dosenhinterlassungsrecht.......
Aha, die Dose. Das ist jetzt nicht Ernst - oder? Eine Tupperdose ist ein Problem? Klar ist das mit dem Betretungsrecht nicht abgedeckt - NA UND? Die wenigsten sinnvollen Handlungen des Bürgers sind durch ein Gesetz abgedeckt*. Wenn der Rest verdienstvoll, gesellschaftlich sinnvoll und so weiter ist (ich bin das Herbeten von Stellungnahmen der Krankenkassen usw ein wenig leid) ist also die Dose ein Problem. Lächerlich. Spitzfindigst. Sorry, das ist ja hier kein Wettbewerb um die größmögliche gegen irgendeine Bestimmung von Verwaltungsorks :kopfwand: verstoßende Bagatelle. Dies ist ne Diskussion von Bürgern.

Ich versteh wirklich nicht, wo Du drauf rauswillst - Du hast ja auch Caches im Revier und duldest die. Warum - weil es wohl egal ist, ob da was liegt und weil es den Jagdbetrieb nicht stört. Und wenn es den stört - melden und weg damit. Da haben verständige Cacher wohl keine Probleme mit.
Heimo hat geschrieben:Kürzlich habe ich gelesen, dass in Hessen des nächstens nicht mehr von öffentlichen Wegen abgewichen darf. Die Gesetzesänderung soll eine Reaktion auf geocaching gewesen sein. Ich habe nicht nachgeprüft ob es stimmt aber ich halte so eine Vorschrift für sehr sinnvoll.
Das zeigt in erster Linie den Erfolg einer Lobbyarbeit - mehr nicht. Hier liegt ein Cache an einem Gedenkstein, der an die Tatsache erinnert, daß ab 1850 die normale Landbevölkerung unseren Wald betreten durfte - wie gnädig. Die Einführung von Pauschalbeschränkungen durch Verwaltungsrecht ist unter der "Demokratie" sowenig hinnehmbar wie unterm Absolutismus.

Daß ich von dem, der sich im Wald bewegt, sinnvolles Verhalten einfordere - klar, geschenkt. Dazu gehört sicher auch die Frage, ob ein Cache querfeldein (die WENIGSTEN - das ist eigentlich eine HunterLegend :D ) sein muß. Aber grundsätzlich ist das das Land des Bürgers. Und die Verwaltungen werden vom Bürger bezahlt, daß sie auftretende Fragen sinnvoll regeln. Und wenn sie das nicht machen, kommen sie weg.

Sorry, ich bin Badener - und gerade ein wenig "heckerisch".
http://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_Hecker

Gruß Zappo

*z.B. Parken halbseitig auf dem Gehweg: verboten. Ich bin sicher, ALLE außer Geocacher halten sich daran :D :D :D
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Re: Cache-Verstecker haben Rechte

Beitrag von peter5io » So 26. Mai 2013, 09:42

In der RNZ ist ein Artikel zu diesem Thema zu lesen.

http://www.rnz.de//HP_Eberbach/00_20130 ... s_blec.php

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Re: Cache-Verstecker haben Rechte

Beitrag von peter5io » So 26. Mai 2013, 10:30

Was wird wohl “Der Spiegel“ dazu schreiben?
Da bin ich ja mal sehr gespannt.

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Re: Cache-Verstecker haben Rechte

Beitrag von Heimo » So 26. Mai 2013, 10:54

peter5io hat geschrieben:In der RNZ ist ein Artikel zu diesem Thema zu lesen.

http://www.rnz.de//HP_Eberbach/00_20130 ... s_blec.php
Herzlichen Dank für den Link. Dieses Michelstadt bei Erbach ist wirklich eine verseuchte Gegend. ;)

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Re: Cache-Verstecker haben Rechte

Beitrag von Heimo » So 26. Mai 2013, 10:58

Zappo hat geschrieben:....Aha, die Dose. Das ist jetzt nicht Ernst - oder? Eine Tupperdose ist ein Problem? Klar ist das mit dem Betretungsrecht nicht abgedeckt - NA UND? ....
Keine Dose = kein cache = kein Geocacher ;) :D

Irgendwelche natürlichen Punkte werden ja nicht mehr gelistet.

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Re: Cache-Verstecker haben Rechte

Beitrag von eifriger Leser » So 26. Mai 2013, 11:13

Nach dem Lesen des Zeitungsartikels würde ich gerne folgendes über den konkreten Fall definitiv wissen, da es schon unterschwellig durch den Raum wabert:

1. War der Truhengeocache zuvor mit dem Waldbesitzer abgesprochen.
2. Wusste der Jäger vorab um den konkreten Cache.
3. War der Cache (ursprünglich) mit einer Kette gesichert oder nicht.

Stichwort teure Installation im Wald und selber schuld:
Mir sind schon öfter recht aufwändige Konstruktionen (Bastelarbeiten und Unikate) beim Cachen in die Finger gekommen. Das was beim Cachen was kaputtgeht oder von Muggels geklaut oder zerstört wird akzeptieren die Owner (sicher). Womit sie aber mühe haben werden ist, wenn ohne Hirn und Verstand bzw. mit brachialer Gewalt etwas kaputt gemacht wird und sie hinterher nicht einmal informiert werden.
Natürlich kann man jemandem Vorwerfen wenn er sein Fahrrad nicht abgeschlossen hat, aber der Dieb hat das Fahrrad aber trotzdem geklaut, oder? Der Umstand, daß ein Fahrrad nicht abgeschlossen wird ändert nichts an der grundsätzlichen Situation (Diebstahl), dürfte sich aber strafmindert auswirken.

Übrigens: Nicht ohne Grund unterscheidet das Gesetz zwischen Vorsatz und Fahrlässigkeit und schert nicht alle Streitereien über einen Kamm. :roll:
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Re: Cache-Verstecker haben Rechte

Beitrag von JackSkysegel » So 26. Mai 2013, 11:19

Also eine Beschneidung des Betretungsrechts ist für mich vollkommen indiskutabel. Ich würde mich aber auch nicht daran halten. Wenn ich das Bedürfniss habe querfeldein durch einen Wald zu wandern, dann mache ich das. Dabei sind auch schon des öfteren Rehe vor mir weggerannt und gestern sogar ein Fuchs. Beim Geocachen mußte ich bisher allerdings sehr selten weit von den Wegen weg. Ich lasse mir meine Bewegungsfreiheit nicht von einigen Jägerlobbyisten nehmen. Diese Wälder gehöhren mir!
Unechter Cacher (Tm)

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Re: AW: Cache-Verstecker haben Rechte

Beitrag von GEOrge LuCACHE » So 26. Mai 2013, 12:16

Richtig gehören (im Sinne von Eigentum) tun die streng genommen allen möglichen Leuten, aber nicht dir. Wobei ich persönlich bei Wald oder größeren Ländereien grundsätzlich von unrechtmäßiger Aneignung ausgehe. Irgend jemand hat da irgendwann gesagt "Das ist meins" und weil er das größere Schwert hatte, hat keiner was dagegen gesagt.
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