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Von bösen Ownern und armen Wildschweinen

Allgemeiner Austausch zum Thema Geocaching.

Moderator: jmsanta

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KunstDieb
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Re: Von bösen Ownern und armen Wildschweinen

Beitrag von KunstDieb » Di 28. Mai 2013, 08:31

Ich finde das Ganze ist wieder ein Paradebeispiel für die immer größer werdende Diskrepanz zwischen dem was das Spiel eigentlich sein soll (interessante Orte zeigen und Spass bereiten) und dem was manche daraus machen.
 
Hier hat ein Geocacher einen Cache versteckt. Nicht für sich selbst, sondern für andere. Damit andere sich mit einem Ziel in die Natur begeben können. Soweit so gut und nicht ungewöhnlich. Allerdings ist ihm ein Fehler unterlaufen, was zur Abweichung der Koordinaten geführt hat. Dabei ist es egal, ob nun Tipp- oder Messfehler. Fakt ist, er hat es nicht absichtlich getan, um möglichst viele Leute zu ärgern.
 
Nun kommt aber das aus meiner Sicht weit aus ärgerliche. Nicht, dass nun Leute dem Owner folgen und auf die Suche gehen. Nein! Das Problem liegt darin, dass keiner "umsonst" in der Natur gewesen sein will. Vom FTF einmal ganz abgesehen. Da wird nicht mit Bedacht gesucht, sondern alle möglichen und unmöglichen Stellen umgegraben, schließlich macht es weder Spass noch Sinn ohne einen Fund sich in der Natur bewegt zu haben.
 
Etwas gesunden Menschenverstand vorausgesetzt, sollte es völlig egal sein, ob es nun einen Hint gibt oder nicht.
Denn ein fehlender Hint oder falsche Koordinaten sind KEIN Grund um eine Location auf links zu drehen!
Jetzt könnte man nach Hause gehen, sagen: "Es war trotzdem gut draußen gewesen zu sein." Aber nein... ab nun ist der Tag völlig im Eimer weil der "blöde Owner zu dumm war uns eine richte Freude zu machen. Der sollte sich was schämen..."
Auf jede kluge Frage gibt es auch eine blöde Antwort :D

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MadCatERZ
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Re: Von bösen Ownern und armen Wildschweinen

Beitrag von MadCatERZ » Di 28. Mai 2013, 08:53

Selbst wenn die Abweichung absichtlich eingetragen wurde, um die Sucher zu ärgern, oder das Teil irgendwo an x-beliebiger Stelle unterm Moos versteckt ist, rechtfertigt das keine Randale im Wald.
Diese Anspruchsdenke mancher Sucher, unterhalten und dafür, die Couch verlassen zu haben, belohnt zu werden(Stichwort Downtrade), ist schon echt erstaunlich.
Ich wiederhole mich, wenn ich sage, dass neben möglichst genauen Koordinaten und eindeutigen Hints, Schweiss die Suchschäden begrenzt, soll heissen: Ein paar hundert Meter Fußweg bringen schon viel.

Mark
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Re: Von bösen Ownern und armen Wildschweinen

Beitrag von Mark » Di 28. Mai 2013, 09:33

Hach, wie ich solche Caches ohne Hint mag... Klar, man muß nicht alles umgraben. Aber selbst wenn man vorsichtig alle "klassischen" Verstecke absucht, wird man das nachher merken. Das muß einfach nicht sein, da kann man einen Hint geben und gut.

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Re: Von bösen Ownern und armen Wildschweinen

Beitrag von Die Riedrinder » Di 28. Mai 2013, 10:08

Naja, DNF zu loggen ist ja eine Stufe vor dem absolut Bösen - dem NA... da kann man verstehen, dass man als Sucher sich alle Mühe gibt, diese Schmach zu vermeiden und dann doch noch den einen entscheidenden Punkt zu machen...

Wir haben vorgestern auch eine böse Mail einer Ownerin incl. einer Loglöschung für einen DNF bekommen - es ging um einen Mystery-Multi, bei dem das Final in einem Gebiet voller Gärtnereiabfälle (verwelkte Blumen, angeschimmelte Unkrautvlies-Folien, zerbrochene PE-Trays (die Dinger, in denen die einzelnen Pflanzen angeboten werden)) lag und trotz Suche nicht gefunden werden konnte. Auch wenn meine Frau und ich nicht sonderlich zimperlich sind, was das "Hände-Schmutzig-Machen" angeht, haben wir hier nach ein paar Minuten uns für einen Abbruch entschieden, weil hier sicherlich keine tolle Location oder keine tolle Dose zu erwarten war. Das haben wir dann auch ehrlich so geschrieben, was nun (nach immerhin 7 Wochen, in denen das DNF zu lesen war) zu einer erbosten Reaktion, "was denn die Frechheit soll" geführt hat - Loglöschung wie erwähnt inclusive.

Bei solchen Reaktionen neigt man als harmoniesüchtiger und friedfertiger* Mensch dann sicherlich dazu, alles dranzusetzen, auf der "hellen Seite der Macht" zu stehen und jede Dose zu finden.

* Leider fehlen mit manchmal diese Eigenschaften - deshalb bin ich ein konfliktbereiter DNF-Logger und ein Höllenrind...
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Re: Von bösen Ownern und armen Wildschweinen

Beitrag von Börkumer » Di 28. Mai 2013, 10:15

Die Riedrinder hat geschrieben:Bei solchen Reaktionen neigt man als harmoniesüchtiger und friedfertiger* Mensch dann sicherlich dazu, alles dranzusetzen, auf der "hellen Seite der Macht" zu stehen und jede Dose zu finden.
Link bitte, ich möchte da auch wahrheitsgemäß DNF loggen :D
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Re: Von bösen Ownern und armen Wildschweinen

Beitrag von eifriger Leser » Di 28. Mai 2013, 10:17

Was wird denn hier wieder über irgendwelche Trockensteinmauern "philosophiert"? :irre: Der Cache ist wohl in einem ganz normalen kleinen (Nutz?)Wald versteckt in dem auch immer wieder Kinder spielen (vielleicht sogar Hütten bauen, Holzlatten mit Nägeln an Bäumen befestigen, Löcher graben, Totholz umschmeissen :D ). In den letzten Tagen hat es vermutlich auch dort kräftig geregnet, so dass Getrampel halt auch stärker auffällt. Irgendwann bekommt man noch eine Anzeige weil man eine Mücke an der Autoscheibe kleben hat. :roll:
Eine Diskussion ist oft genug Brainstorming ohne Brain.
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Re: Von bösen Ownern und armen Wildschweinen

Beitrag von Zweiauge » Di 28. Mai 2013, 10:22

ich finde im konkreten Fall das "zertrampeln" auch nicht so wild. Aber die Reaktion der Sucher ist wirklich erschreckend. Als wäre es ihr Recht, den Wald auseinanderzunehmen, bis der cache gefunden ist.
Sieht man ja auch im urbanen Raum oft genug. Ich hab schon aufgeschnittene (!) Zaunkappen gesehen, herausgerissene Kabeln, abmontierte Schilder.. Für den Punkt machen die meisten vor gar nichts Halt.
Selbsterkenntnis ist auch ungefähr Null (es ist die Schuld vom Owner, dass wir uns so aufführen, hätte er doch...)

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Re: Von bösen Ownern und armen Wildschweinen

Beitrag von ChrizRe » Di 28. Mai 2013, 10:43

Ich les hier immer wieder dass es den Leuten nur um diesen sinnlosen Gummipunkt geht.. das is doch banal. Ich führ mich doch nicht auf wie die Axt im Walde (wie passend) weil ich nen Punkt haben will ... das ist der Ehrgeiz der aufkeimt. Glaub jeder von uns stand schon mal vor einem Cacheversteck und hat sich selbst für unfähig gehalten, weil das kleine Mistding nach 30 Minuten einfach immer noch nicht aufzufinden war... ganz normal, oder?
Nun, ich schätze manche können sich dann einfach nicht bremsen und müssen sich und dem Cache beweisen, dass sie ihn "bezwungen" und das ach so gute Versteck gefunden haben.

Hier liegt doch eher eine Persönlichkeitsschwäche und die Unfähigkeit mit Versagen umzugehen vor als der unbedingte Wille einen +1 zu loggen..
vllt ist das auch einfach unserer Leistungsgesellschaft anzulasten, dass man selbst beim Hobby immer Vollgas geben muss statt mal runterzukommen.

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Die Riedrinder
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Re: Von bösen Ownern und armen Wildschweinen

Beitrag von Die Riedrinder » Di 28. Mai 2013, 10:51

@ChrizRe:

Ich sehe die von Dir angeführte Persönlichkeitsschwäche durchaus im Einklang mit der "Sucht nach dem Punkt": Immerhin hat man sich ja aufgerafft und ist in den Wald oder woauchimmerhin geeilt und hat den Owner mit seiner Suche "beehrt", also muss doch jetzt unbedingt ein Punkt rausspringen - und den bekomm ich nur durch das Log...

Aber da ja Geocaching im "kollektiven Bewusstsein" mit Listing runterladen, Handy/GPS ein, Dose suchen, Dose finden, Loggen" verknüpft ist, scheint es schwierig zu sein, wenn man zugeben muss, auch mal was nicht gefunden zu haben. Das ist vielleicht auch der Punkt, an dem der eine oder andere "übermotivierte" Cacher in den Keiler-Modus umschaltet (um bei der Wildschweinanalogie zu bleiben)...

Und das Vollgas-Geben, auch beim Hobby, gewöhnt man sich hoffentlich noch vor dem ersten Burnout ab...
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Re: Von bösen Ownern und armen Wildschweinen

Beitrag von MadCatERZ » Di 28. Mai 2013, 11:25

Und eben weil sich viele beim DNF zieren ist es wichtig, diese zu loggen, dann fällt es anderen leichter. Wobei es im konkreten Fall ja durchaus DNFs gab.

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