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Demnächst 11 Naturschutzgebiete ohne Caches

Allgemeiner Austausch zum Thema Geocaching.

Moderator: jmsanta

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Zappo
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Re: Demnächst 11 Naturschutzgebiete ohne Caches

Beitrag von Zappo » Do 4. Jul 2013, 18:14

JoergWausW hat geschrieben:
Zappo hat geschrieben: aber ich hab auch gelernt, das alles mit einem blinden Fleck zu überdecken.
Auch das verstehe ich nicht eindeutig - was genau ist "das alles", was hier überdeckt wird? Da waren mehrere Aspekte in dem Absatz (und dem davor), die sehr verschieden einen Sinn ergeben würden - oder eben einen eher abwegigen. Bevor ich etwas falsch verstehe, möchte ich gerne nachfragen.
Da kann geholfen werden:

Unter "das alles" meine ich die m.E. stattgefundene Fehlentwicklung und Verflachung des Hobbys - ob das nun die PTs, die Matritzen, die Loslösung des Cachens von Location und Erlebnis, wasauchimmer ist. Einschließlich des Hypes, des Fangehabes und der Hypertraktivität der Kollegen - meist gepaart mit absoluter Anspruchslosigkeit.

Da kann kann sich aufregen und sich die an sich gute Sache vermiesen lassen, oder das versuchen zu ignorieren und eine "Nichthinsehmechanik" zu entwickeln. Im täglichen Cacherleben ist das auch einfach - ich mach und hab nur richtige Caches und im Wald denk ich nicht am Powertrails und Cacherfahnen.
Im Forum und auf Events geht das weniger - da hab ich aber auch keine Probleme, meine Meinung zu sagen. Meist höflich. Die da lautet: "Das ist nicht gut, was Ihr da macht".

gruß Zappo
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Re: Demnächst 11 Naturschutzgebiete ohne Caches

Beitrag von radioscout » Do 4. Jul 2013, 23:26

JoergWausW hat geschrieben: Nein, so hieß es nie. Aber sehr ähnlich ("The sport where you are the search engine" oder auch nur "You are the search engine" - mit "there" sehe ich es zum ersten Mal).

Leider bin ich mir abgesehen von der sachlich offensichtlichen Fragestellung nicht sicher, welchen Sinn dieser Beitrag haben soll. Könnte in mehrere Richtungen gehen... vielleicht sollte der Autor etwas ausführlicher schreiben, um Missverständnisse zu vermeiden.
Das kommt dabei raus, wenn im Büro die Klimaanlage ausgefallen ist und man bei großer Hitze etwas mit dem Händi schreibt während man schon hört, wie die Chefin mit ihren Fußzerstören den Boden zerstört und jederzeit ins Büro kommen kann.

Ein paar Beiträge höher wurde mehrfach der Begriff "sportlich" verwendet.
Wen wundert es, wenn Geocaching offiziell als Sport bezeichnet wird oder wurde? Leistung und Wettbewerb sind im Sport allgemein üblich.
Bild
Wir hätten nie uns getraut doofe Dosen anzumelden schon aus Respekt vor diesem geheimnisvollen Spiel (Dosenfischer, Die goldenen Jahre)

Schrottie

Re: AW: Demnächst 11 Naturschutzgebiete ohne Caches

Beitrag von Schrottie » Fr 5. Jul 2013, 06:23

radioscout hat geschrieben:Das kommt dabei raus, wenn im Büro die Klimaanlage ausgefallen ist und man bei großer Hitze etwas mit dem Händi schreibt während man schon hört, wie die Chefin mit ihren Fußzerstören den Boden zerstört und jederzeit ins Büro kommen kann.
Klingt ganz so, als wolle Deine Chefin nicht, das Du Dich auf Arbeit in Foren herumtreibst. In diesem Falle solltest Du, im Interesse aller Beteiligten, einfach diesem Wunsch nachkommen. :)

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Re: Demnächst 11 Naturschutzgebiete ohne Caches

Beitrag von argus1972 » Fr 5. Jul 2013, 07:25

Marschkompasszahl hat geschrieben:...
Interessanter Beitrag, dem ich zustimme!
Unser "Problem" sind eben die Dosen, die wir auf fremdem Grund deponieren, damit Spuren unseres Tuns hinterlassen, was eben der Radfahrer oder der Wanderer in dieser Form nicht macht. Wahrscheinlich rührt daher auch der Wunsch vieler Cacher, mit der Waldfraktion eine Art Konsens zu erzielen, damit die Caches nicht weg kommen und dazu nimmt man in Cacherkreisen auch gerne den einen oder anderen Kotau hin. Die anderen Freizeitler haben solche Sperenzchen schlichtweg nicht nötig, weil es nichts gibt, was sie angreifbar machen könnte und/oder zu persönlichen Nachteilen (in Form gemuggelter und verbotener Dosen) führen könnte.

Dummerweise haben wir in Form des Webportals auch einen "Dachverband", über den die Landowner ihre Fluren von den Caches säubern können und es mit zunehmender Tendenz auch machen, seit sie kapiert haben, wie das geht.

Da wir außer "Schabernack und Spaß an der Freude" keine Argumentationsgrundlage für unser Tun haben, zieht man in Cacherkreisen eben gerne den Naturschutzgedanken aus dem Hut, der natürlich vollkommener Unfug ist, denn wir schützen genauso wenig wie die anderen Freizeitler oder die Holzindustrie.
Ich finde es auch mehr als krampfhaft, in Form von Citos oder ähnlichen Dingen das Image verbessern zu wollen, ganz davon abgesehen, dass es in der Regel zu nichts führt.

Da wäre es eher angebracht, Vernunft und Selbstbeschränkung zu üben, denn die Probleme resultieren in erster Linie aus einer um den Faktor 20 überhöhten Dosenzahl und massenhaft Aktiven, was die Sache nicht gerade dezent wirken lässt.

Vielleicht hat das Hobby seinen Boom ja auch bald mal hinter sich und die Kurve der Aktivität fällt mal irgendwann beizeiten wieder ab, so dass der gegnerischen Seite mangels Masse nicht mehr die Kinnlade herunter klappt, wenn sie auf die Cachekarte sehen.
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Re: Demnächst 11 Naturschutzgebiete ohne Caches

Beitrag von Cachebär » Fr 5. Jul 2013, 09:06

Grundsätzlich einer Meinung, Argus, bis auf die letzten zwei Absätze.
Da gehst Du leider über in den Bereich des Selbstschlechtmachens, was ja bei einigen Cachern hier "Programm" ist.
Da wäre es eher angebracht, Vernunft und Selbstbeschränkung zu üben, denn die Probleme resultieren in erster Linie aus einer um den Faktor 20 überhöhten Dosenzahl und massenhaft Aktiven, was die Sache nicht gerade dezent wirken lässt.
Weder gibt es im realen Leben eine 20fach überhöhte Dosenzahl (in Relation zu was ???), noch massenhaft Aktive (in Relation zu was ???). Es gibt Leute die dieser Freizeitbeschäftigung nachgehen, und im Vergleich zu anderen Aktivitäten eine lobbylose Minderheit darstellen - auch im Bezug auf Kollateralschäden. Nichts also, was eine kollektive (Borg ?) Selbstbeschränkung rechtfertigen würde.
Wie soll zudem diese Selbstbeschränkung aussehen ? Oberreviewer für die Reviewer - das wäre dann aber eine Beschränkung und keine Selbstbeschränkung.
...so dass der gegnerischen Seite mangels Masse nicht mehr die Kinnlade herunter klappt, wenn sie auf die Cachekarte sehen.
Vergleichbares ließt man hier des Öfteren, und das ist und bleibt Quatsch. Wenn einigen Mitforisten oder "Gegnern" beim Anblick der Karte die Kinnlade runterfällt ist es schlichtweg mangelndes Wissen des betreffenden.
Offenbar fehlt bei jenen ein räumliches Vorstellungsvermögen. Selbst wo sich Mega-PTs kreuzen, ist die Cachedichte sehr gering - wir erinnern uns an die übertriebene 161m-Regel.

Nehme ich eine 1:100.000-Karte, sieht es aufgrund der Darstellung in der Tat so aus, als wäre der Boden flächendeckend mit Dosen belegt, in Wahrheit ist es halt eine Falschdarstellung, da die Dosen im realen Leben keine Kantenlänge von 700m haben. Aber eine realistische Darstellung würde bedeuten, dass eine Brotdose nur 0,0015 Millimeter groß dargestellt wird.
Also sind "voll grüne Dosenkarten" nur ein Maßstabs- und Darstellungsproblem, darüber muss man Unwissende eben aufklären, dann hält auch die Kinnlade...
LG, Thorsten

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Re: Demnächst 11 Naturschutzgebiete ohne Caches

Beitrag von argus1972 » Fr 5. Jul 2013, 10:17

Es ist aber trotzdem Fakt, dass der erste Eindruck zählt und welchen erhält man als Waldbesitzer denn bei einem Blick auf die Karte? Voll, voll, voll, voller als voll.

Und gerade weil da eben Sachen dargestellt werden, die wir auf fremder Leute Boden platziert haben, finde ich eventuelle negative Reaktionen der Landowner auch vollkommen nachvollziehbar.
Dieser Eindruck der mit Dosen gesättigten Fluren in Kombination mit den leider nicht so vollkommen unzutreffenden Vorurteilen in Sachen "Naturschädigung" liefern eben einen vortrefflichen Aufhänger für die Gegner.
Ich mache die Cacherszene nicht schlecht, denn ICH cache diskret und umgebungskonform, nehme mir aber das Recht, nachweislich bestehende Tatsachen wie Rüpelcacherei, Gedankenlosigkeit, nächtliche DriveIns im Wald und andere auf Punktegier basierende Verfehlungen, die ich selbst immer wieder erlebe, beim Namen zu nennen.

Und ich finde tatsächlich die Dosenzahl um ein Vielfaches überhöht, gerade wenn man die Grundgedanken "Erlebniswert" und "Location" gedanklich mit einbezieht, denn für meine Begriffe bieten das nur die wenigsten Caches.
Als es noch bei weitem nicht so viele Dosen und Cacher gab, war das Hobby derart dezent und unauffällig, dass praktisch niemand von außerhalb der Szene auch nur einen Gedanken daran verschwendete, Geocaching als störend oder negativ zu empfinden. War auch nicht nötig, weil es so dezent lief, dass es keinerlei Schwierigkeiten machte, auch wenn es mal meilenweit querfeldein ging, weil es überhaupt nicht auffiel.
Dann kam die Dosenschwemme und plötzlich wurde auch die Öffentlichkeit wach und die Gegenreaktionen begannen. Das war nach meinem Empfinden so etwa ab 2010, wo die Cacher es schafften, die kritische Masse für Indiskretion zu erreichen und im gestreckten Galopp zu überwinden.

Aufklärung - schön und gut, aber sieht man mal von manigfestierten Vorurteilen ab, die sich die Szene leider selbst zuzuschreiben hat, weil jedes Vorurteil irgendwie ja doch auf einem mehr als wahren Kern basiert, gibt es auch immer noch den inzwischen sogar öffentlich geäußerten Wunsch der Waldlobby, die Ackerflächen für nachwachsende Rohstoffe von Publikum zu säubern, das möglicherweise hinterblickt, dass die Wirtschaftsweise sich nicht gerade durch Nachhaltigkeit auszeichnet, wenn das auch so gerne propagiert wird.
Dass an Betretungsverboten nicht nur für Cacher gebastelt wird, sehen wir bundesweit. Leider sind die Geocacher die einzige Hobbygruppe im Wald mit "Dachverband" in Form der Portale und damit (an)greifbar.
Und angegriffen werden wir immer öfter.
Nach meinem Empfinden natürlich nicht auf Basis real durch Geocaching entstandener Naturschädigungen, denn selbst nach einer Querfeldeineinlage im NSG richtet sich das Gras nach meiner persönlichen Erfahrung normalerweise wieder auf :p , sondern einfach, weil wir eben aus oben genannten Gründen angreifbar sind und es deshalb geht!

Und gerade DAS finde ich offen gesagt zum Bild!

Aber was tun?
Mir ist noch keine wirklich griffige Lösung begegnet.
Dass die Geocacher nicht die Geißel der Restnatur sind, ist ja mal Fakt, nur glaubt uns das eh keiner mehr, weil die Räumaktion halt irgendwo ansetzen muss und die Cacher sich so gut anbieten. Auch der Biker im Wald schadet natürlich nicht. Trotzdem würde man ihn in weiten Lodenkreisen auch gerne los, aber der hat eben keinen Häuptling, bei dem man ihn SBA loggen könnte, das ist sein Vorteil.

Ich glaube, die Geocacher sind inzwischen viel zu organisiert, weil sich das Hobby praktisch zentralisiert über ein bis zwei relevante Anbieter abspielt und das ist unser Nachteil.
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Re: Demnächst 11 Naturschutzgebiete ohne Caches

Beitrag von kiozen » Fr 5. Jul 2013, 10:21

Unser "Problem" sind eben die Dosen, die wir auf fremdem Grund deponieren, damit Spuren unseres Tuns hinterlassen, was eben der Radfahrer oder der Wanderer in dieser Form nicht macht. Wahrscheinlich rührt daher auch der Wunsch vieler Cacher, mit der Waldfraktion eine Art Konsens zu erzielen, damit die Caches nicht weg kommen und dazu nimmt man in Cacherkreisen auch gerne den einen oder anderen Kotau hin. Die anderen Freizeitler haben solche Sperenzchen schlichtweg nicht nötig, weil es nichts gibt, was sie angreifbar machen könnte und/oder zu persönlichen Nachteilen (in Form gemuggelter und verbotener Dosen) führen könnte.
Auch andere Freizeitler haben ihre "Probleme" im Wald und in den NSGs. Vor einem Jahr ging der große Aufschrei herum, weil die Bundesländer anfangen Radfahrer auf die Forststraßen zu verbannen. Und in den NSGs werden Touristenautobahnen mit allerlei Pseudobildungs-Trallala am Wegrand angelegt und dafür alte historische Wanderwege stillgelegt. Meistens ohne Kompromiss und mit saftigen Strafen.

Warum? Weil es zuviel wird. Wo früher ein paar Leute durch den Busch stapften und vor lauter Freude, wenn sie jemanden trafen, grüßten und einen Schwatz hielten, steht man heute in den landschaftlich reizvollen Gebieten Schlange. Und wer nicht warten will, verlässt den Weg und geht am alles blockierenden Großstadtwalross vorbei. Die Folge ist eine Trasse der Verwüstung, die nur mit einem breiten, gekieselten Weg mit ausreichend Bänken in den Griff zu bekommen ist.

Und wo früher ein Klappern einen erstaunt umschauen lassen hat, bricht heute ein Rudel Hardcorepedalritter durch das Grün. Ohne Rücksicht auf Verluste. Wer bei drei nicht auf dem Baum ist hat verloren.

Ist halt so. Der urbane Mensch hat heute feste Freizeit und will diese optimal in schöner Umgebung verbringen. Und so ergießen sich die Großstädte am Wochenende in die Natur. Aber bitte dort wo es besonder schön ist.

Wir Geocacher bilden hier keine Ausnahme. Es ist halt witzig nach Dosen zu suchen. Und ja, Kinder gehen lieber auf Schatzsuche, anstatt zu wandern. Wir wollen alle unsere Dosen an schönen Platzen verstecken und suchen. Solange das ein paar Leute machen, ist es ein harmloser Spaß. Weil sich inzwischen aber viele dafür begeistern können, entwickelt das Ganze eine Dynamic, von der mancher Cachebesitzer nie geträumt hat.

Und was soll, bzw kann der Staat machen, damit die schönen Ecken im Land nicht vor die Hunde gehen? Er kann verbieten und Regeln aufstellen. Passt mir persönlich auch nicht, aber hat wer einen besseren Vorschlag? Nationalparks abriegeln und mit hohem Eintritt belegen? Das würde bestimmt helfen. Will ich das? Nein. Massenhaft Ranger in die Natur stellen, um alle Bekloppten zu verhaften? Bestimmt ein Schauspiel. Will ich das? Nein.

Da finde ich verbieten, erstmal aufräumen und nach Absprache tolerieren doch eine gute Vorgehensweise.

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Re: Demnächst 11 Naturschutzgebiete ohne Caches

Beitrag von Zappo » Fr 5. Jul 2013, 10:51

kiozen hat geschrieben:....Da finde ich verbieten, erstmal aufräumen und nach Absprache tolerieren doch eine gute Vorgehensweise.
WENN nach dem "verbieten" dann ein "tolerieren" käme, wäre das ja auch ok. Auch ich könnte damit leben, daß sich die Zahl der Caches um den Faktor 20 reduziert - ich hab lieber alle 5 km einen Cache als diese Belanglos-Dosen an jeder Ecke - und zwar auch aus anderen Gründen als als Erschrecken des Waldmanns.
Aber verboten ist verboten - da wird sich nix ändern. Das wäre das erste Gesetz, das bei veränderter Lage zurückgenommen würde*. Da bin ich eher skeptisch.

Gruß Zappo

*wenn ich richtig informiert bin, zahlen wir immer noch mit der Sektsteuer für die kaiserliche Flotte, die seit 1919 in Scapa Flow auf dem Meeresgrund vor sich hinrostet.
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Re: Demnächst 11 Naturschutzgebiete ohne Caches

Beitrag von kiozen » Fr 5. Jul 2013, 11:13

Das entspricht nicht meiner Erfahrung in NSGs. Wenn ich dort einen Mitarbeiter des Parks treffe sind diese Leute immer sehr freundlich. Man merkt im Gespräch auch immer, dass sie ihren Job darin sehen, eine Balance herzustellen zwischen dem Naturschutz und dem Recht Natur frei und ungezwungen zu genießen. Man kann mit den Leuten reden und wenn sie was verbieten, meistens ist das erstmal eine freundliche Bitte, dann haben sie immer sehr gute Gründe genannt.

Wie bei allem zählt hier die soziale Kompetenz. Die Mitarbeiter haben diese in der Regel. Bei den Besuchern bin ich mir oft nicht sicher. Wenn ich als Tourist in die Parkverwaltung breche und den "Chef" sprechen möchte, weil ich eine Dose ablassen will, dann ist die Antwort zurecht "Nein". Wenn ich dort in der Nähe wohne, die Leute öfter im Park treffe, oder sogar privat kenne und dann vorschlage man könnte doch an diesem schönen Platz, wo es keinen stört, einen Cache legen, dann stehen die Chancen gut.

Und mal ehrlich, wenn es sowas wie ein "Recht" gibt einen Cache zu legen, dann haben dass die Leute die dort wohnen. Einen Cache legt man, weil man anderen einen schönen Ort in seiner direkten Heimat näherbringen will. Ich habe bisher nur einen Cache außerhalb meiner direkten Umgebung gelegt. Und der ist mir bis heute peinlich. Die Dose war nach der nächsten Schneeschmelze weg. Die Wartung hat leider fast ein Jahr gedauert. Die anderen "Finder" haben zwischenzeitlich einfach ein paar Zettel in einer rostigen Konservendose hinterlassen. Es war nur noch ein Müllhaufen. Im Nationalpark. Leider. Wirklich peinlich.

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Re: Demnächst 11 Naturschutzgebiete ohne Caches

Beitrag von Marschkompasszahl » Fr 5. Jul 2013, 11:28

Gegen ein vernünftiges Abwägen, was liegen bleiben soll und darf, habe ich nichts einzuwenden. Auch nicht gegen das Aufräumen, mit der "Gefahr" die Zahl der jetzigen Dosen erheblich zu reduzieren.
Nur wer will das festlegen? Der Förster? Der Geocaching-Verein Klein-Posemuckel e.V.?

Nötig wäre für den Fall eine Art übergreifende "Geocaching-Charta". Die Selbstverpflichtung der GESAMTEN Szene, Caches nur unter Einhaltung von Naturschutz, Eigentumsrechten zuzulassen; nur Caches zu veröffentlichen, die nachweislich (weil vor Ort überprüft) auch diese Bestimmungen einhalten; die ein Mindestmaß an Qualität und Location bieten, usw.

Nur diese Charta wird es nicht geben. Schon alleine weil GS als Platzhirsch sich damit das Geschäft versauen würde (wer braucht schon PQs für so wenig Caches).

Doch so wie es jetzt läuft, sind es verzweifelte Versuche, das völlig aus dem Ruder gelaufene System irgendwie in Bahnen zu pressen. Denn selbst wenn sich der GC-Verein mit dem Förster einigt und man sich auf eine Handvoll Locations/ Caches einigt, hindert es niemanden daran, weitere Dosen zu legen.
Das führt sicher zu Verdruss bei den Aktivisten, die sich da engagiert haben und mag auch ggü. Eigentümern/ Verwaltern als Vertrauensbruch angesehen werden. Aber wer will etwas dagegen unternehmen?

Der Fisch stinkt vom Kopf. Und solange der Marktführer weiter auf Expansionskurs ist, können sich lokale Geocacher noch so sehr abstrampeln und sich den Mund fusselig reden.
Doch solange habe ich auch wenig Lust, mich ggü. Behörden zu engagieren, noch mich davon abhalten zu lassen, Caches zu suchen und anzulegen.

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