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Demnächst 11 Naturschutzgebiete ohne Caches

Allgemeiner Austausch zum Thema Geocaching.

Moderator: jmsanta

kiozen
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Re: Demnächst 11 Naturschutzgebiete ohne Caches

Beitrag von kiozen » Fr 5. Jul 2013, 11:56

Gegen ein vernünftiges Abwägen, was liegen bleiben soll und darf, habe ich nichts einzuwenden. Auch nicht gegen das Aufräumen, mit der "Gefahr" die Zahl der jetzigen Dosen erheblich zu reduzieren.
Nur wer will das festlegen? Der Förster? Der Geocaching-Verein Klein-Posemuckel e.V.?
Wie üblich, immer wer Herr im Haus ist. Jeder Quadratmeter gehört jemanden. Und wenn dieser jemand irgendwann "Schluss jetzt" sagt, dann müssen wir das akzeptieren. Im Fall von NSGs ist das der Staat, repräsentiert von Parkverwaltung, Forstverwaltung und was weiß ich. Ist ja für jedes ein wenig anders.

Sollte es nach dem "Schluss" berechtigtes Interesse geben, dass weiterhin der eine oder andere Cache erhalten bleiben soll, schließt man sich zu einer lokalen Gruppe zusammen und sucht das Gespräch. Das erfordert einiges an Diplomatie. Gut wenn man vorher schon ein paar freundliche Worte miteinander gewechselt hat und sich ein wenig kennt. Das macht die Sache bedeutend einfacher.

Und wenn alle Stricke reißen: Man kann die Dose auch außerhalb vom NSG ablegen, den Cache als Multi aber im NSG ablaufen lassen. Es geht bei schöner Landschaft ja schließlich darum diese zu präsentieren, und nicht darum irgendwelche Dinge in der Natur zu verstecken. Und wer einen Cache mit dicken Aufgaben, Gimmiks und was weiß ich noch für tollen Sachen machen will, macht das auf einem Gelände wo es nicht stört. Bei so einem Cache geht es doch gar nicht mehr um den Ort an sich sondern um die Spielerei. Man muss nicht immer alles überall machen wollen tun müssen.

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Zappo
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Re: Demnächst 11 Naturschutzgebiete ohne Caches

Beitrag von Zappo » Fr 5. Jul 2013, 12:38

kiozen hat geschrieben:Und wenn alle Stricke reißen: Man kann die Dose auch außerhalb vom NSG ablegen, den Cache als Multi aber im NSG ablaufen lassen. ......
Naja, streng genommen nicht. Verboten ist ja nicht die Dose, sondern "Geocaching". Was immer das beinhaltet. Wahrscheinlich auch das Integrieren des 4. Wortes von oben auf dem Infoschild in eine Multiabfrage.

Ich brauch keine Caches abseits der Wege im NSG, aber ich mach mein Ding, das nicht stört. Wenn natürlich unsere regelungswütige Gesellschaft resp. Verwaltung meint, mir das aus fadenscheinigen Gründen verbieten zu wollen, anstatt ihrer - vom Bürger aufgetragener und finanzierter - Pflicht nachzukommen und für einen ordentlichen Betrieb zu sorgen, kann ich da nix dagegen machen. Richtiger wirds trotzdem nicht. Es gibt definitiv ein Gesetz, das das Betretenn der NSGs außerhalb der Wege untersagt. Das reicht - alle anderen kann man verhaften :D . Ob ich auf dem Weg dann fotografiere, pfeife, OSM-Daten aufnehme, Geocache oder mich am Sack kratze kann der Verwaltung bitte egal sein.

Ich empfinde diese Bevormundungen als Rücksturz in totalitäre resp. monarchische Zeiten. Das Auftreten der Betreffenden entspricht dem auch. Wobei ich den Eindruck habe, das hat sich in den letzten 10 Jahren massivst verschlechtert.

Gruß Zappo
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Re: Demnächst 11 Naturschutzgebiete ohne Caches

Beitrag von kiozen » Fr 5. Jul 2013, 13:27

Es gibt definitiv ein Gesetz, das das Betretenn der NSGs außerhalb der Wege untersagt. Das reicht - alle anderen kann man verhaften :D . Ob ich auf dem Weg dann fotografiere, pfeife, OSM-Daten aufnehme, Geocache oder mich am Sack kratze kann der Verwaltung bitte egal sein.
Ist der Verwaltung auch egal. Die reagieren doch erst, wenn etwas auffällt. Wenn plötzlich Spuren neben dem Weg auftauchen. Dann fragen die mit gutem Recht "Wieso?". Und in Zukunft werden sie wohl zur Kontrolle auch auf ein Pocket Query schauen. Klar, da sieht man auch die "question to answer" im NSG, wenn sie mit Koordinaten abgelegt wurde. Aber das kann man doch nun wirklich erklären und aus der Welt schaffen [1]. Man sollte dabei aber nicht von "totalitäre resp. monarchische Zeiten" sprechen, weil sonst der Wille zum Dialog gleich vorbei ist.





[1] Kluge Menschen machen das so, dass überhaupt keine Koordinate im NSG als Klartext da steht. Das ist dann zugleich der Deppenfilter und macht die Sache zum hübschen Rätselraten, welches wir alle lieben.

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Re: Demnächst 11 Naturschutzgebiete ohne Caches

Beitrag von Marschkompasszahl » Fr 5. Jul 2013, 14:14

Den Ratehaken aufs NSG zu legen und nicht auch noch (neben den fünf Tradis, den zwei Multis und der Webcam) auf die Ortschaft Klein-Posemuckel hat zumindest den Vorteil, dass es auch bei kleinem Maßstab auf der Karte besser zu lesen/ sehen ist.
:^^:

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Re: Demnächst 11 Naturschutzgebiete ohne Caches

Beitrag von kiozen » Fr 5. Jul 2013, 14:41

Fällt er bestimmt (unangenehm) auf :D

Ich mein die Sache ist aber auch gemein. Die guten problemlosen Stellen sind schon seit Jahren weg und die Alteingesessenen sitzen wie Glucken auf den Koordinaten und denken gar nicht daran den Platz zu räumen. Tja und was machen die Neuen? Die wollen auch mal nur einen Cache legen. Denen bleiben nur die scheiß Stellen, oder die, bei denen die Alteingesessenen Skrupel hatten, übrig. Und weil Ungeduld gepaart mit Unvernunft eine sehr menschliche Kombination ist, gibt es immer mehr Caches die den eigentlichen Grundbesitzern übel aufstoßen.

Aber so ist das. Im richtigen Leben baue ich ja auch nicht ins NSG, nur weil die schönen Grundstücke daneben schon vergeben sind. Und auch dort muss der Staat als Kontrollinstanz wirken, sonst würden es einige doch fertig bringen. Mir bleibt also nichts anderes übrig als zu warten, oder wo anders zu bauen. Begreift jeder. Nur nicht beim Dosenlegen.

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Re: Demnächst 11 Naturschutzgebiete ohne Caches

Beitrag von Cachebär » Fr 5. Jul 2013, 14:58

Es ist aber trotzdem Fakt, dass der erste Eindruck zählt und welchen erhält man als Waldbesitzer denn bei einem Blick auf die Karte? Voll, voll, voll, voller als voll.
Und gerade weil da eben Sachen dargestellt werden, die wir auf fremder Leute Boden platziert haben, finde ich eventuelle negative Reaktionen der Landowner auch vollkommen nachvollziehbar.
Die fehlende Kompetenz, zu erkennen, dass die Karte und die abgebildeten Caches nicht maßstabsgerecht sind, erzeugt vielleicht einen falschen Eindruck - dann wäre es aber die Aufgabe eines Cachers, seine "Gegenseite" darauf hinzuweisen, anstatt den Kopf in den Sand zu stecken. Abgesehen davon bezweifle ich, dass wirklich jemand annimmt, so eine grüne Dose sei größer wie die daneben liegende Talsperre...

Der Sache mit "auf fremder Leute Boden" widerspreche ich ! Dieser Topic behandelt NSG, und die gehören der Allgemeinheit bzw. sind für die Allgemeinheit gedacht, und nicht zuletzt kosten sie uns auch Geld - auch uns Cachern. Mit "fremder Leute Boden" braucht mir da keiner kommen.

PS : Keiner meiner Caches befindet sich auf Privatgrund.
LG, Thorsten

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Re: Demnächst 11 Naturschutzgebiete ohne Caches

Beitrag von D-Thorolf » Fr 5. Jul 2013, 15:27

Zappo hat geschrieben: Verboten ist ja nicht die Dose, sondern "Geocaching". Was immer das beinhaltet.
Eben - das ist das Problem. Was soll die Exekutive vor Ort denn nun gegen mich verbieten wenn ich mit GPS (also heutzutage mit Smartphone :roll: ) durchs NSG auf den Wegen latsche und von einem Aufkleber an der Infotafel Koordinaten ablese? Vor allem: Sieht der zuständige Förster o.ä. vor Ort es ebenfalls als Problem an? Gibt es in NSG überhaupt so ein Problem? Ich denke eher nicht. Die Caches, die "negative Schlagzeilen" machen sind meiner Wahrnehmung nach nicht in NSGs zu finden. Bei den bisherigen Fällen wurde doch präventiv von GC der Schwanz eingerollt...

Grundlegend schwirrt da aus meiner Sicht verzweifelte Regelungswut einzelner Behörden bzw. überforderter Sachbearbeiter und inkompetenten Amtsleitern durch den Wald die irgendeiner Lobby folgen damit sie Ruhe vor ihr haben.

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Re: Demnächst 11 Naturschutzgebiete ohne Caches

Beitrag von kiozen » Fr 5. Jul 2013, 15:52

Der Sache mit "auf fremder Leute Boden" widerspreche ich ! Dieser Topic behandelt NSG, und die gehören der Allgemeinheit bzw. sind für die Allgemeinheit gedacht, und nicht zuletzt kosten sie uns auch Geld - auch uns Cachern.
Und weil es ein besonders schöner, aber auch empfindlicher Fleck Erde ist, der allen Menschen erhalten bleiben soll, steht das allgemeine Interesse dieses Gebiet zu schützen über dem Recht des Einzelnen, dort tun und lassen zu können was er will. Man darf da nicht nur die eigenen Interessen sehen, sonder muss auch die der anderen gelten lassen. Und auf der anderen Seite gibt es genügend Menschen,die lieber die Natur als solches genießen wollen und dabei nicht laufend irgendwelche Freaks mit GPS vor der Nase herumschleichen haben wollen, die auffällig unauffällig sich neben den Wegen herumdrücken und alles zertrampeln.

In einem NSG steht die Natur und deren Erhalt im Vordergrund. Und nicht deren Bereitstellung für irgendwelche komischen Freizeitspielchen. Wobei, genügend Vernunft vorausgesetzt, sich beides nicht kategorisch ausschließt. Mit ein wenig Naturbewusstsein und Kreativität ist da vieles möglich. Also nicht jammern, sondern umsichtig handeln. Dann gibt es auch keinen Ärger. Ist ja nicht so, dass jeder Cache in Frage gestellt wird.
Grundlegend schwirrt da aus meiner Sicht verzweifelte Regelungswut einzelner Behörden bzw. überforderter Sachbearbeiter und inkompetenten Amtsleitern durch den Wald die irgendeiner Lobby folgen damit sie Ruhe vor ihr haben.
Das Problem ist doch eher: Was nicht verboten ist, ist grundsätzlich erlaubt. Damit ist das Ablegen der Dose erstmal ok. Die muss aber nur doof liegen, dann schwärmen die Leute aus und brechen unter anderem die Regel den Weg nicht zu verlassen. Oder rupfen Moos von den Steine und fangen das Buddeln an. Alles schon erlebt. Der Cachebesitzer begeht diese Regelwidrigkeiten nicht und ist auch nicht für das rüpelhafte Verhalten der anderen zur Verantwortung zu ziehen. Trotzdem löst er diese Probleme mit seiner Dose aus. Und wie soll jetzt die zuständige Stelle, deren vorrangige Aufgabe es ist dieses Gebiet zu erhalten und zu schützen, die Sache regeln? Hm?

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Re: Demnächst 11 Naturschutzgebiete ohne Caches

Beitrag von Marschkompasszahl » Fr 5. Jul 2013, 16:30

kiozen hat geschrieben: wie soll jetzt die zuständige Stelle, deren vorrangige Aufgabe es ist dieses Gebiet zu erhalten und zu schützen, die Sache regeln? Hm?
Kein pauschales Cacheverbot ausprechen.
Und für GC.com gilt ebenso: keine Pauschal-Archivierung durchführen, nur weil eine Dose aus dem Rahmen fällt oder der Förster sagt, er möchte in seinem Wald keine Caches.
Und ja, da sehe ich GC.com mit dem Reviewersystem wirklich in der Pflicht, die Dosen und die Wegstrecke tatsächlich vor Ort zu überprüfen und erst dann freizuschalten - gerade bei NSGs. Da gilt nun mal das Wegegebot.

Das schließt für mich aber nicht automatisch aus, Caches entlang des Weges zu verstecken und/oder suchen zu dürfen. ;)

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Re: Demnächst 11 Naturschutzgebiete ohne Caches

Beitrag von kiozen » Fr 5. Jul 2013, 17:12

Kein pauschales Cacheverbot ausprechen.
Und für GC.com gilt ebenso: keine Pauschal-Archivierung durchführen, nur weil eine Dose aus dem Rahmen fällt oder der Förster sagt, er möchte in seinem Wald keine Caches.
Ok, ich bin jetzt mal der kleine Parkangestellte und Du mein Chef. Man denke sich das Folgende bitte in Amtsdeutsch, dessen ich nicht mächtig bin ;)

Betreff: Geocaching

Wie im letzten Gespräch erwähnt, kommt es um den Cache wiederholt zur Schädigung der Fauna und Flora. Nach der letzten Regenperiode ist das Gras rund um den Container weiträumig zerstört und Schlammlöchern gewichen. Der Moosbestand wurde weiter geschädigt. Felsnischen, welche bisher wichtige Nistplätze waren, komplett ausgeräumt. Die Schäden sind inzwischen offensichtlich.

Wir haben Kontakt zum Besitzer der Dose aufgenommen und ihn gebeten den Cache zu entfernen. Dieser macht aber geltend, dass der Cache entsprechend der Nutzungsregeln des NSGs ohne den Weg zu verlassen erreichbar ist. Zudem verweist er deutlich in der Beschreibung auf http://www.GC.com/schlagmichtot darauf hin, dass zum Auffinden des Caches der Weg nicht verlassen werden muss.

Soweit ist das alles richtig, nur leider schädigt der durch den Cache erzeugte Andrang von Besuchern trotzdem das umliegende Gebiet. Wir haben aktuell keine Handhabe gegen das Legen von Caches und leider auch nicht den nötigen Personalstand, um die Besucher zu bewegen rund um den Cache die Regeln zum Schutz der Natur einzuhalten.

Ich bitte deswegen um Vorgaben für ein weiteres Vorgehen.

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