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Demnächst 11 Naturschutzgebiete ohne Caches

Allgemeiner Austausch zum Thema Geocaching.

Moderator: jmsanta

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Re: Demnächst 11 Naturschutzgebiete ohne Caches

Beitrag von Zappo » Di 2. Jul 2013, 18:49

JoergWausW hat geschrieben:....Mein Punkt war dieser: Wenn die Cacher-Autobahnen immer länger und länger werden, erst 10m, dann 150m... dann ärgert sich der Tolerante darüber, dass er über die ursprünglichen 5m hinweggesehen hat.
Mein Punkt ist der: DIESE Argumentation ist unlauter. Falsch. Genauso wie die Reiszwecke "und der Nächste schraubt die Bäume an". Das eine ist NICHT die Quelle des anderen.

Auch im Straßenverkehr gibts bei 3 km/h Überschreitung noch keinen Strafzettel, bei 10 aber wohl. Die Grauzone 3 Meter vom Weg oder "hinter das Erklärungsschild" treten hat für Menschen mit Augenmaß durchaus ihre Berechtigung. Daraus kann man keineswegs auf eine Berechtigung schließen, daraus mehr zu machen - aber auch nicht auf die Gefahr dessen.
JoergWausW hat geschrieben:....
Cachebär hat geschrieben:...Selbsthass...
ist sicherlich nicht der richtige Weg. Aber ein bisschen Demut ist auch nicht falsch.....
Bei Demut bin ich ganz vorne - aber "ein Schuft, der sein Licht unter den Scheffel stellt und seine Leistung nicht selbst anerkennt". Und die ist bei richtig und sinnvoll ausgeführtem Geocaching ein Zugewinn an Landschafts/Heimat/Geschichts/Naturkunde incl. gesunde Bewegung im Freien. Ich will da jetzt nicht wieder alles aufzählen - aber auf diese Leistung kann man stolz sein.

Daß das mittlerweile nicht mehr die Regel ist - geschenkt. Klar. Aber:

Lange Jahre war es so - und in weiten Teilen IST es auch noch so, und die -auch bei Dir- durchschimmernde Ansicht, Geocaching WÄRE naturschädlich (oder besser: Kein Zugewinn für die Gesellschaft) ist einfach unrichtig. Diese unrichtiges "Wissen" über das Hobby hat wohl auch die NSG-Verbote diktiert. Anstatt - und das ist der große Vorwurf (und da wäre ein bisschen Demut bei den Verantwortlichen wohl auch angesagt) die VERNÜNFTIGEN unter den Cachern zu stärken und zu unterstützen, werden Pauschalverbote ausgesprochen.

KEIN Geocaching ist aber ein Minusgeschäft - für Natur und Gesellschaft.
JoergWausW hat geschrieben:...Eines der wichtigsten Ziele sollte sein, dass Geocachen einen Nutzen für die Natur hat (z.B. CITO)*. Die vorhandenen extremen und auch die etwas weniger extremen Beispiele zeigen aber eher und plakativ das Gegenteil: Schäden an der Natur durch Geocaching. ...Aus meiner Sicht ist aktive Schadensbegrenzung angesagt: miteinander (unter Cachern) und miteinander (mit den zuständigen öffentlichen Stellen). Die Cacher-Community muss die Vorteile des Geocachens kommunizieren, und dafür sorgen, dass die Nachteile für die Natur nicht mehr auftreten.
Naja, ein bisschen schwillt mir schon der Kamm - Geocaching ist in weiten Teilen unstörend, unschädlich und verdienstvoll. Nicht die Geocacher müssen kommunizieren, sondern von Denen, die dem Bürger irgendwas verbieten wollen, kann man verlangen, daß sie sich erstmal kundig machen - und zwar über den GEDANKEN dahinter - nicht unbedingt über die negativen Auswüchse. Die würden wir zusammen sehr wohl in den Griff bekommen. Das mit den plakativen gegenteil ist einfach falsch oder böswillig.

Ein Blick auf die Karte und auf die Listings der Caches - oder wahlweise auf die beownten und gefundenen Caches von einigen der hier Mitschreibenden- und kein Mensch kann behaupten, wir tun was Böses, Unverträgliches oder whatever**

Gruß Zappo

*Ist es größtenteils - nur muß? Nöh. Auch klettern, wandern und Radfahren hat nicht unmittelbar einen Nutzen für die Natur.
**was doofes - vielleicht. Aber da sind die Cacher in guter Gesellschaft.
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Re: Demnächst 11 Naturschutzgebiete ohne Caches

Beitrag von JoergWausW » Di 2. Jul 2013, 21:07

Zappo hat geschrieben: und die -auch bei Dir- durchschimmernde Ansicht, Geocaching WÄRE naturschädlich (oder besser: Kein Zugewinn für die Gesellschaft) ist einfach unrichtig.

KEIN Geocaching ist aber ein Minusgeschäft - für Natur und Gesellschaft.
Ich weiß nicht, welchen Schimmer Du da siehst, denn ich stimme Dir in Deinen Aussagen grundsätzlich zu.

Das Problem ist nicht Geocaching an sich, sondern die wenigen, die glaubten und teilweise vielleicht immer noch glauben, dass der Graubereich unendlich sei und sich im Namen des Geocaching Dinge herausgenommen haben -- warum auch immer --, die dazu haben führen müssen, dass Geocaching ein FALSCHES Image bekommen hat, nämlich dieses, was ich beschrieben habe (ich habe nie sagen wollen, dass ich dieses Image als richtig ansehe!):
Zappo hat geschrieben:
JoergWausW hat geschrieben: Die vorhandenen extremen und auch die etwas weniger extremen Beispiele zeigen aber eher und plakativ das Gegenteil: Schäden an der Natur durch Geocaching.
...Aus meiner Sicht ist aktive Schadensbegrenzung angesagt: miteinander (unter Cachern) und miteinander (mit den zuständigen öffentlichen Stellen). Die Cacher-Community muss die Vorteile des Geocachens kommunizieren, und dafür sorgen, dass die Nachteile für die Natur nicht mehr auftreten.
(...) Nicht die Geocacher müssen kommunizieren, sondern von Denen, die dem Bürger irgendwas verbieten wollen, kann man verlangen, daß sie sich erstmal kundig machen - und zwar über den GEDANKEN dahinter - nicht unbedingt über die negativen Auswüchse. Die würden wir zusammen sehr wohl in den Griff bekommen. Das mit den plakativen gegenteil ist einfach falsch oder böswillig.
Man kann das verlangen, aber leider nicht erwarten.
Deshalb bringt Schmollen leider gar nichts.

Ich befürchte nämlich, dass deren Wahrnehmung nicht "Wir verbieten" ist, sondern "Wir tolerieren nicht mehr, es war ja nie erlaubt". Und sie haben ja vermutlich genug Arbeit mit den Auswüchsen weniger und deshalb gar keine Zeit sich mit dem guten Gedanken vieler zu beschäftigen. Daher kommt dann auch der falsche (aber ich glaube nicht böswillige) Eindruck auf der "anderen" Seite.
Ich finde es nicht richtig, dass es so ist (wenn es so ist, wie ich vermute)!

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Re: Demnächst 11 Naturschutzgebiete ohne Caches

Beitrag von Zappo » Mi 3. Jul 2013, 08:32

JoergWausW hat geschrieben:Das Problem ist nicht Geocaching an sich, sondern die wenigen, die glaubten und teilweise vielleicht immer noch glauben, dass der Graubereich unendlich sei und sich im Namen des Geocaching Dinge herausgenommen haben -- warum auch immer --, die dazu haben führen müssen, dass Geocaching ein FALSCHES Image bekommen hat, nämlich dieses, was ich beschrieben habe (ich habe nie sagen wollen, dass ich dieses Image als richtig ansehe!)
Die Frage sei erlaubt, WIE man dieses falsche Image loskriegt. Meiner Meinung nach wird das in weiten Teilen nicht funktionieren.
Einerseits, weil es niemals gelingen wird, ALLE Auswüchse, Fehlverhalten und Ungeschicktheiten zu vermeiden. So wie es NIE gelingen wird, auszuschließen, daß bei 100 Wanderern einer ne Bierflasche liegenläßt oder an die Burgruine pinkelt, bei 100 Motorradfahrern einer zu schnell fährt oder sich ein Kletterer einen Tag nach Beginn des Falkenschutzes in die Wand hängt.

Die Frage ist, inwieweit man gewillt ist, diese Auswüchse als Auswüchse zu sehen oder als Regel. Und da wären wir bei andererseits. Und beim "es-sich-bequemmachen" und verteufeln und pauschal verbieten. Und beim Pflegen von Vorurteilen. Und gegen bescheuerte Vorurteile kannst Du selbst mit superoptimalen Verhalten nix erreichen.

Sorry, von der Tatsache, daß Geocaching nicht das "Grundsätzlich-Querfeldein-Naturschädigungs" - Vergnügen ist, als das es oft angesehen ist, kann sich jeder überzeugen durch einen Blick auf Karte und Listings. Wer das aus Bosheit nicht macht, wird auch durch die bravste Cachercommunity nicht überzeugt werden.

Gruß Zappo
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Re: Demnächst 11 Naturschutzgebiete ohne Caches

Beitrag von argus1972 » Do 4. Jul 2013, 07:55

Es ist aber leider so, dass gerade das suboptimale Verhalten der Sucher und die suboptimalen Caches auffallen.
Natürlich ist der Anteil am Gesamthobby vergleichsweise gering, aber an manchen Stellen sehen Behörden, Gegner, die Jäger und Waldbesitzer halt völlig berechtigt alle Vorurteile bestätigt, wenn aus der Cacherunde notorisch ein DriveIn gemacht wird, weil die Waldautobahn bestens befahrbar und die Schranke immer offen ist, oder die lange Wegschleife aus Faulheit mitten durch die Fichtenschonung und die Wildruhezone abgekürzt wird. Das Ganze gerne auch bei Nacht, wenn die Cachetour mal wieder etwas länger gedauert hat und diese Dose gerade so an der Heimwegroute lag. DAS sind die Dinge, die auffallen und die Vorurteile manigfestieren.

Bei Caches, wo es geht und für Sucher auf der Punktejagd logistisch gesehen Sinn ergibt, WIRD (vielfach von erheblichen) Teilen der Community abgekürzt, gefahren, zertrampelt, das ist leider Fakt!

Leider gibt es noch keine Möglichkeit, das Cacherverhalten der Aktiven komplett zu eichen, um sowas zu verhindern und damit bekommen auch Vorurteile der Gegner immer wieder neue Nahrung.
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Re: Demnächst 11 Naturschutzgebiete ohne Caches

Beitrag von Zappo » Do 4. Jul 2013, 08:32

argus1972 hat geschrieben:....Bei Caches, wo es geht und für Sucher auf der Punktejagd logistisch gesehen Sinn ergibt, WIRD (vielfach von erheblichen) Teilen der Community abgekürzt, gefahren, zertrampelt, das ist leider Fakt....!
Ich tu mich da schwer, irgendwelche Einschätzungen mengenmäßig zu treffen - MEINE Erfahrung ist anders. Außer hier im Forum sind mir noch keine signifikanten notorischen Fehlleistungen untergekommen - weder aktiv noch passiv.
argus1972 hat geschrieben:....Leider gibt es noch keine Möglichkeit, das Cacherverhalten der Aktiven komplett zu eichen, um sowas zu verhindern und damit bekommen auch Vorurteile der Gegner immer wieder neue Nahrung.....
Das mag ja alles richtig sein - allerdings sehe ich Fehlverhalten bzw. Problematiken auch bei Mountainbiker, Kletterer, Wanderern usw. Anders als bei diesen wird aber beim Geocaching m.E. das grundsätzliche "Anliegen" nicht akzeptiert.
Wobei das bei vernünftigen Geocaches durchaus einfach zu vermitteln wäre - DA seh ich die Problematik.

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Re: Demnächst 11 Naturschutzgebiete ohne Caches

Beitrag von argus1972 » Do 4. Jul 2013, 10:21

Zappo hat geschrieben:Ich tu mich da schwer, irgendwelche Einschätzungen mengenmäßig zu treffen - MEINE Erfahrung ist anders. Außer hier im Forum sind mir noch keine signifikanten notorischen Fehlleistungen untergekommen - weder aktiv noch passiv.
Das kann ich für mich leider durch die persönlichen Erfahrungen des letzten Jahres mit befreundeten und nicht ganz so befreundeten Cachern nicht mehr bestätigen, wenn ich bekanntermaßen auch immer ein Verfechter der Theorie vom "guten Geocacher", der sich durch vernünftiges Verhalten auszeichnet, war. :(
Seit einiger Zeit meide ich deswegen den Großteil des Kollegenkreises und cache lieber wieder alleine und gerne auch in Gegenden, wo die Zahl der Aktiven recht klein und die Cachedichte vergleichsweise gering ist, es noch Dosen- und Cacherveteranen von vor 2005 gibt, wo man noch nicht komplett verlernt hat, wie man das macht, wie man vernünftige Dosen legt und sucht und damit Ärger garnicht erst aufkommen lässt.

Auch bei organisierten Cachergeselligkeiten erlebte ich schon offene Diskussionen, wo man auch mit dem normalen PKW bis an die Walddose kommt, wo fiese Förster in der Nähe ansässig sind, die von nächtlichen DriveIns wach werden, wo man "näher an der Dose" auf einem Waldweg parken kann und ähnliche Dinge, die ich auch bislang als "Einzelfälle" gesehen habe. Das sind aber offensichtlich keine, wie ich lernen musste!
Und das Interesse an diesen Infos war groß, es wurden von einer Reihe von Cachern sogar entsprechende Notizen gemacht und dann ratet mal, wie die betreffenden Caches wohl besucht wurden.
Man muss ja möglichst aufwandlos die Matrix füllen und da gibt es ja auch noch diesen "100-Funde-pro-Tag-Challengecache" ... :kopfwand:
Zappo hat geschrieben:... wird aber beim Geocaching m.E. das grundsätzliche "Anliegen" nicht akzeptiert.
Das stimmt allerdings! Die Vermittlung dieses Anliegens bei potenziellen Gegnern ist aber generell mindesten D4, da es bedauerlicherweise bekanntermaßen selbst von großen Teilen der aktiven Cacher nicht beherzigt wird, oder auch schlichtweg nicht bekannt ist.
Wir hier im Forum sind kein Maßstab, sondern eher eine inzwischen unbedeutende Randgruppe innerhalb der Szene. Der Rest geht Cachen und das möglichst sportlich und effizient! (Harte Worte, aber nach meiner Erfahrung leider wahr.)

Versuche in der betreffenden Region, mit den Landownern, der Jagd und den Förstern, die inzwischen regional bereits aus dem Hemd springen, wenn sie "Geocaching" nur hören, einen Konsens zu erzielen, waren enorm erfolglos, wenn auch lobenswerterweise der Versuch tatsächlich gemacht wurde. Man wunderte sich in Cacherkreisen aber allen Ernstes, WARUM man mit den Herrschaften überhaupt Schwierigkeiten hatte! Wie blind muss man eigentlich sein, nicht zu erkennen, dass diese hausgemacht sind und durch eigene Doofheit Fehlverhalten erst ausgelöst wurden????
Es wurde aber nicht erkannt!
Nicht mal ansatzweise!
"Wenn der Cache dauernd weg kommt, mach eben nen D5-Mystery daraus!"
Die Karte der Gegend ist inzwischen übrigens sehr, sehr blau und glänzt durch fulminante D-Wertungen! :roll:
Seit meinem vorsichtigen Hinweis, worauf die gesamte Problematik im Kern beruht, habe ich da in der betreffenden Region richtig viele neue Freunde... :p

Ich ernte in Cachergesellschaft auch sehr oft verständnislose Blicke, wenn ich auf den von Dir und mir gerne zitierten Punkt 1 der "To-Do´s" hinweise, weil den schlichtweg kaum einer kennt!
Die Bookmarkliste der Challengecaches, die Statistikwerkzeuge, die bundesweiten Extrem-Dosenanhäufungen und andere mathematische Nebenschauplätze sind aber gedankliches Allgemeingut, sportlich ambitionierten Dosensuchern bestens bekannt und man kann sogar in gewissen (garnicht mal so kleinen Kreisen) die aktuellen Lücken in den eigenen und auch fremden Statistiken auswendig und flüssig herunterbeten, schon alleine um die Rudelaktivitäten samt gelegentlichem Mitloggen bei getrennter Vorgehensweise, um schneller größere Gebiete zu plätten, effizient und mit schlankem Aufwand abzustimmen.
Wie gesagt - nach meiner Erfahrung bewegen sich erschreckend viele Dosensucher (ich sage bewusst nicht "Geocacher") im Bruteforcemodus, sehen das Hobby rein sportlich und haben die Grundgedanken, den guten Geschmack, das "richtige" Verhalten und das ursprüngliche Anliegen entweder verdrängt, oder nie gelernt.
Daher bin ich mittlerweile, zu meinem persönlichen Bedauern, so weit zu sagen, dass sich der gesamte Grundgedanke des Hobbies bei sehr weiten Teilen der Aktiven massiv hin zu einer rein sportlichen Sichtweise mit allen Begleiterscheinungen, mit denen man sich bei möglichen Gegnern nicht unbedingt Freunde macht, gewandelt haben muss, wovor ich scheinbar (zu) lange die Augen verschlossen habe. Somit sind Guidelines zu "richtigem" Verhalten und Forderungen, bzw. Wünsche nach einem gewissen Anspruch, die uns das Portal gut versteckt und daher meist ungelesen vermitteln will, inzwischen für große Teile der Sportler Cacher eher reine Lippenbekenntnisse, oder bestenfalls vage Vorschläge, so wie die 70-Schilder an Landstraßen :D , die man als Cacher beherzigen kann, oder auch nicht.
Es nicht zu tun ist einfacher und komfortabler, auch wegen der Matrix und des Challengecaches ...

Und jetzt mache man mal unter diesen Vorzeichen und Gegebenheiten einer Verwaltung klar, dass man als Geocacher sein Hobby als ein von Erholungsgedanken und Bildungsanspruch geprägtes Hobby sieht und es entsprechend ausübt ...
"Hyperaktivität" und "Masse um jeden Preis" wäre wohl leider richtiger!

Ernüchtert, aber mit immer noch viel Freude an Caches von vor 2005, grüßt

der argus!
:/
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Re: Demnächst 11 Naturschutzgebiete ohne Caches

Beitrag von Zappo » Do 4. Jul 2013, 10:57

Schöner Text :)
argus1972 hat geschrieben:....Seit einiger Zeit meide ich deswegen den Großteil des Kollegenkreises und cache lieber wieder alleine und gerne auch in Gegenden, wo die Zahl der Aktiven recht klein und die Cachedichte vergleichsweise gering ist, es noch Dosen- und Cacherveteranen von vor 2005 gibt, wo man noch nicht komplett verlernt hat, wie man das macht, wie man vernünftige Dosen legt und sucht und damit Ärger garnicht erst aufkommen lässt....
....Meiden tu ich jetzt niemanden - aber ich war schon immer meist allein* unterwegs. An wenig frequentierten Caches - und wenn man sich da trifft, sind das meist ähnlich denkende Leute.

Aber abgesehen vom Sitzplatz am falschen Tisch beim Event - die stattgefundene "feindliche Übernahme der Hyperaktiven" mitsamt den Nebenwirkungen findet bei mir und an meinen gesuchten und geownten Caches zum großen Teil nicht statt. Ich weiß, daß das ein wenig der Gegend und den Leuten geschuldet ist - aber ich hab auch gelernt, das alles mit einem blinden Fleck zu überdecken.

Simmt schon: beim Anblick so mancher Übersichtskarte braucht man beim Waldmann und der Verwaltung nichts mehr von Mehrwert, Verdienst und Sinnhaftigkeit zu plappern - das zeigt schon überdeutlich, daß es da um Privatvergnügen einiger Schmerzbefreiter geht, die sich gegenseitig sinnbefreite Dosen werfen.

Und das ist hausgemacht - von GC, die ohne Not die PTs zugelassen haben und die "Regel1" tief in Watte gepackt versteckt haben, den Alten, die sich "damals" ** nicht auf ein "Howto" einigen konnten - und denen, die noch heute der Anspruchslosigkeit das Wort reden. Anspruch gleich Null bedeutet aber automatisch, daß man die Menge der eventuell Teilnehmenden maximal hochtreibt - und deren "Qualität" runter - oder zumindest nicht einfordert.

Bleibt eben nur "Selbst anders machen".

Gruß Zappo

* vielleicht nimmt mich ja auch nur niemand mit..... :)
** es ist ja nicht so, daß man das nicht hätte kommen sehen - das Problem war ja schon vor 8 Jahren klar....
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Re: AW: Demnächst 11 Naturschutzgebiete ohne Caches

Beitrag von radioscout » Do 4. Jul 2013, 16:01

Hiess das nicht mal "The sport there you are the search engine"?
Bild
Wir hätten nie uns getraut doofe Dosen anzumelden schon aus Respekt vor diesem geheimnisvollen Spiel (Dosenfischer, Die goldenen Jahre)

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Re: Demnächst 11 Naturschutzgebiete ohne Caches

Beitrag von JoergWausW » Do 4. Jul 2013, 17:54

Völlig ohne Ironie oder Hintersinn habe ich zwei Verständnisfragen.
radioscout hat geschrieben:Hiess das nicht mal "The sport there you are the search engine"?
Nein, so hieß es nie. Aber sehr ähnlich ("The sport where you are the search engine" oder auch nur "You are the search engine" - mit "there" sehe ich es zum ersten Mal).

Leider bin ich mir abgesehen von der sachlich offensichtlichen Fragestellung nicht sicher, welchen Sinn dieser Beitrag haben soll. Könnte in mehrere Richtungen gehen... vielleicht sollte der Autor etwas ausführlicher schreiben, um Missverständnisse zu vermeiden.
Zappo hat geschrieben: aber ich hab auch gelernt, das alles mit einem blinden Fleck zu überdecken.
Auch das verstehe ich nicht eindeutig - was genau ist "das alles", was hier überdeckt wird? Da waren mehrere Aspekte in dem Absatz (und dem davor), die sehr verschieden einen Sinn ergeben würden - oder eben einen eher abwegigen.

Bevor ich etwas falsch verstehe, möchte ich gerne nachfragen.

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Re: Demnächst 11 Naturschutzgebiete ohne Caches

Beitrag von Marschkompasszahl » Do 4. Jul 2013, 18:08

JoergWausW hat geschrieben:...Eines der wichtigsten Ziele sollte sein, dass Geocachen einen Nutzen für die Natur hat (z.B. CITO)*. Die vorhandenen extremen und auch die etwas weniger extremen Beispiele zeigen aber eher und plakativ das Gegenteil: Schäden an der Natur durch Geocaching. ...Aus meiner Sicht ist aktive Schadensbegrenzung angesagt: miteinander (unter Cachern) und miteinander (mit den zuständigen öffentlichen Stellen). Die Cacher-Community muss die Vorteile des Geocachens kommunizieren, und dafür sorgen, dass die Nachteile für die Natur nicht mehr auftreten.
Nein. Welcher Mountainbiker, welcher Nordicwalker oder welcher Kletterer wirbt denn damit, dass sein Sport besonders "nachhaltig" und gut für die Natur wäre?
Treffen die sich alle paar Monate und räumen dem Förster den Wald auf? Wohl kaum!

Ich bin sehr wohl der Meinung, dass man sich nicht wie die Axt im Walde benehmen darf, aber es sollte sich auch nicht ins Gegenteil verkehren und dahin gehen, dass man kratzfüßig dem Grünrock in den Hintern kriecht, nur um dann vielleicht mal "bitte, bitte!" wieder ein Döslein legen zu dürfen.
Ein CITO pro Jahr finde ich okay (das machen die NABUs, die CVJM´ler, die Jugendgruppe der Freiw. Feuerwehr oder die Partei XYZ auch nicht öfter).

Der Wandel vom "Anarcho" zum demütigen Bittsteller gefällt mir nicht und wird uns auch nicht größere Chancen einräumen. Im Gegenteil, werden wir dadurch wohl noch mehr auf den Großmut angewiesen und der Willkür des Waldbesitzers, der Jägerschaft und den Naturschutzorganisationen (und vielleicht auch noch der UNESCO) ausgeliefert sein.

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