Muß man sich zum Cache-Vestecken durch founds qualifizieren?

Allgemeiner Austausch zum Thema Geocaching.

Moderator: jmsanta

familysearch
Geomaster
Beiträge: 694
Registriert: Mo 16. Mai 2005, 22:01

Muß man sich zum Cache-Vestecken durch founds qualifizieren?

Beitrag von familysearch » Fr 3. Feb 2006, 01:46

Ich mache einen neuen thread auf, obwohl dieser durch den thread zum Zeitungsartikel inspririert wurde. Ich konnte den Artikel nicht lesen, aber ein Punkt darin scheint in besonderer Weise diskussionwürdig zu sein.
Es ist dort zu lesen, dass nur erfahrene Finder (150 founds !) caches verstecken sollten.
Dieser Einschätzung möchte man (ich) sofort und unmittelbar widersprechen. Natürlich sind auch wenig erfahrene cacher in der Lage interessante caches zu verstecken. Es gibt da Naturtalente.

Allerdings, - zur Zeit ist es so, dass es in den meisten Regionen dieser Republik KEINE cache-Schwemme gibt.
THEORETISCH könnte ich mir vorstellen, dass viel mehr cacher auf die Idee kommen, dass Verstecken irgendwie mehr Spass macht, als Suchen. Ich gebe zu, dass ich - was diese Empfindung anbelangt - durchaus nicht ungefährdet bin.
Und ich halte es für nicht selbstverständlich, dass dieser Virus "Ich verstecke lieber, als dass ich suche", nicht vielleicht um sich greifen könnte.
Das mag lange gut gehen, zur Zeit genießen cache-Ausleger noch hohe Wertschätzung und empfangen Dank für ihren cache.
Ich könnte mir durchaus ein Szenario vorstellen, in dem es bei einer cache-Schwemme nicht an Caches-Auslegern mangelt, sondern an Suchern. Und ohne entsprechend viele Sucher geht der Reiz des cache-Auslegens doch völlig verloren.
Insofern, - also der Sicherstellung von genügende Suchern -, halte ich den Gedanken nicht für völlig abwegig, dass cache-Auslegen irgendwann einmal zum Privileg für Sucher wird.
Z.B.: Man darf nur alle zehn founds einen neuen cache auslegen.

Hiermit will ich keinesfalls cacher kritisieren, die mehr auslegen als suchen. Zur Zeit sind diese cacher höchst willkommen, und diese spezielle Unterart der cacher schaffen nicht selten besonders interessante caches.

Allerdings, ich könnte mir vorstellen, dass dieses Szenario des cache-Sucher-Mangels kein völlig absurder Gedanke ist.
Fröhliches Diskutieren
familysearch

Werbung:
Lion & Aquaria
Geowizard
Beiträge: 1002
Registriert: Mi 11. Aug 2004, 13:01
Wohnort: Aachen

Beitrag von Lion & Aquaria » Fr 3. Feb 2006, 05:17

um auf deine Titelfrage zurückzukommen:
von einer nötigen Qualifizierung zum Verstecken halte ich garnix.

Begründung:
Geocaching ist eine Freizeitbeschäftigung und keine Trainingscamp mit Reifeprüfung.

Es ist ein Hobby, daß Spaß machen soll und eigentlich keine Reglementierungen braucht.

Viele empfehlen in der Tat als "golderer Schnitt" das Verhältnis "10 zu 1". Dann hat man schon etwas Gespür für die Sache und hat vielleicht an anderen Caches schon verinnerlicht, wo die Tücken in der Praxis liegen können. Daraus aber eine Pflicht zu machen bzw. eine Mindestfound-Hürde einzuführen halte ich für groben Unnutz.

Auch glaube ich, daß dein Szenario "alle wollen nur noch verstecken und keiner sucht mehr" sehr unwahrscheinlich ist. (übrigens genauso das Komplementär)
Nach den Theorien der Gruppendynamik wird sich das Verhältnis zwischen Versteckenden und Suchenden immer wieder aufs Neue einpendeln (egal wie viele neue Caches versteckt werden, oder Cacher Caches suchen ;) )
Anm.:
Bei einer entstannten Denkphase bei Wein, Weib und Gesang kommt der gesunde Hausverstand aber auch zu dieser Ansicht 8-)

In diesem Sinne (mit einem entspannten Prost zu später Stund')

Lion

Benutzeravatar
Windi
Geoguru
Beiträge: 6338
Registriert: Fr 16. Jan 2004, 23:57
Kontaktdaten:

Beitrag von Windi » Fr 3. Feb 2006, 07:59

Bei mir war nach meinem ersten Found auch die Euphorie groß. Ich musste unbedingt einen Cache verstecken.
Da es im Urlaub in Italien war und ich von Guidelines noch keine blasse Ahnung hatte wurde dieser Cache glücklicherweise nicht approved.
Ich hatte mir noch dazu eine absolut langweilige Location ausgesucht (hauptsache der Cache ist versteckt). Nachdem ich dann in D weitere Caches gesucht habe konnte ich mir ein Bild machen worauf es bei einem guten Cacheversteck ankommt.
Meiner Meinung nach sollte man mit dem Verstecken schon warten bis man genug Erfahrung gesammelt hat. Ich denke man sollte etwa 20 - 30 Caches absolviert haben bevor man selber einen legt.
Bild

TKKR
Geoguru
Beiträge: 5498
Registriert: Mo 3. Mai 2004, 08:15
Ingress: Resistance
Kontaktdaten:

Beitrag von TKKR » Fr 3. Feb 2006, 08:18

Ab dem Augenblick an dem man sich selbst verinnerlicht hat, dass die Dose Nebensache ist sondern die Finallocation, der Weg dorthin oder die dazu erzählte Geschichte /Geschichten kann man gute Caches legen. Wenn dann noch etwas Kreativität bei der 'Auswahl der Baumwurzel' eingesetzt wird sind die wichtigsten Grundlagen vorhanden. Dann noch brav die Guidlines studiert und ein passables Erstlingswerk ist so gut wie sicher. Dazu muss niemand Caches gefunden haben, aber es erleichtert es natürlich ungemein.

Oliver
Geowizard
Beiträge: 1482
Registriert: Di 13. Sep 2005, 17:26

Re: Muß man sich zum Cache-Vestecken durch founds qualifizie

Beitrag von Oliver » Fr 3. Feb 2006, 08:38

familysearch hat geschrieben:THEORETISCH könnte ich mir vorstellen, dass viel mehr cacher auf die Idee kommen, dass Verstecken irgendwie mehr Spass macht, als Suchen. Ich gebe zu, dass ich - was diese Empfindung anbelangt - durchaus nicht ungefährdet bin.


leg 10 Caches aus ... alle 2 Wochen einen ... in der 22igsten Woche archivierst du den ersten und legst wieder einen Neuen dafür. Damit hat jeder fast ein halbes Jahr Zeit den Cache zu finden ...

... du kannst so viele Caches legen wie du willst, es werden nicht mehr
... du musst "nur" 10 Caches pflegen
... du kannst bei den neuen Caches auf mehr Feedback zurückgreifen

Falls du in deiner Gegend eine/mehrere aktive "Suchergruppen" hast, sind die sicher begeistert ...
... manche Locations sind einfach zu schade um nur einmal besucht zu werden ;)


Zahlen und Zeiträume bitte auf die lokalen Gegebenheiten anpassen

Benutzeravatar
A_Hörnchen
Geocacher
Beiträge: 53
Registriert: So 22. Jan 2006, 23:27
Wohnort: Berlin

Beitrag von A_Hörnchen » Fr 3. Feb 2006, 08:46

Lion & Aquaria hat geschrieben:um auf deine Titelfrage zurückzukommen:
von einer nötigen Qualifizierung zum Verstecken halte ich garnix.

Begründung:
Geocaching ist eine Freizeitbeschäftigung und keine Trainingscamp mit Reifeprüfung.

Es ist ein Hobby, daß Spaß machen soll und eigentlich keine Reglementierungen braucht.



So sieht es aus, muß immer alles durch Regeln, Bestimmungen usw. kontrolliert werden... :roll:

Das sind genau die Vorschläge, die einen dann die Sache madig machen...
Ich plane meine Freizeitbeschäftigung selber und lasse sie mir nicht vorschreiben... der eine sucht eben lieber und versteckt nie etwas und der andere macht es andersherum, na und? solange alle zufrieden sind...
Bild

Benutzeravatar
hcy
Geoguru
Beiträge: 5812
Registriert: Di 24. Mai 2005, 15:56

Beitrag von hcy » Fr 3. Feb 2006, 09:24

Also ich habe z.Z. ein found/hidden-Verhältnis von ca. 3:1. In unserer Region ist das auch angebracht, ich wünsche mir dass das hier mehr Cacher so handhaben, denn dei Cache-Dichte ist doch z.T. recht gering.
"Good spelling, punctuation, and formatting are essentially the on-line equivalent of bathing." -- Elf Sternberg
"...- the old fashioned way (trads only, exceptions may appear)" -- HHL

Mungo Park
Geomaster
Beiträge: 956
Registriert: Mi 2. Jun 2004, 20:51
Wohnort: Brick City

Beitrag von Mungo Park » Fr 3. Feb 2006, 09:34

A_Hörnchen hat geschrieben:
Lion & Aquaria hat geschrieben:um auf deine Titelfrage zurückzukommen:
von einer nötigen Qualifizierung zum Verstecken halte ich garnix.

Begründung:
Geocaching ist eine Freizeitbeschäftigung und keine Trainingscamp mit Reifeprüfung.

Es ist ein Hobby, daß Spaß machen soll und eigentlich keine Reglementierungen braucht.



So sieht es aus, muß immer alles durch Regeln, Bestimmungen usw. kontrolliert werden... :roll:

Das sind genau die Vorschläge, die einen dann die Sache madig machen...
Ich plane meine Freizeitbeschäftigung selber und lasse sie mir nicht vorschreiben... der eine sucht eben lieber und versteckt nie etwas und der andere macht es andersherum, na und? solange alle zufrieden sind...


DU HAST ES ERFASST,
ich bin 100% Deiner Meinung !!!

Gruesse
Mungo
Interpunktion und Orthographie dieses Beitrages ist frei erfunden.
Eine Übereinstimmung mit aktuellen oder ehemaligen Regeln wäre rein zufällig und ist nicht beabsichtigt.

Die Baumanns
Geowizard
Beiträge: 1907
Registriert: So 3. Okt 2004, 16:59
Wohnort: N 51°34,2' E 7°18,1 Castrop-Rauxel

Beitrag von Die Baumanns » Fr 3. Feb 2006, 10:12

Ich habe mir 200 Caches und gut 3 jahre Zeit gelassen für meine ersten caches. Ich denke man sollte schon ein wenig Erfahrung sammeln, bevor man die erste Dose in den Wald wirft. Ich denke so 10-20 Caches reichen dafür aber auch aus.
Wichtiger ist es nicht nur den Wunsch zu haben nen Cache zu verstecken,
sondern eine besondere Location, ein besonderes Rätsel oder eine besondere Tour auszuarbeiten.
Vielfach hat man bei den Anfängern das Gefühl, das die Dose wirklich nur in den Wald geworfen wurde. Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel :D :D

Gruß Guido
Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal Fresse halten! (Dieter Nuhr)
Bild

eigengott
Geowizard
Beiträge: 1962
Registriert: Do 24. Nov 2005, 21:56
Wohnort: Köln

Beitrag von eigengott » Fr 3. Feb 2006, 10:32

Ich denke es geht hierbei nicht um Regeln und Zahlen, sondern um eine Empfehlung, ein gut gemeinter Tip an Leute die gerade erst mit dem Geocaching angefangen haben: Sucht erst mal ein paar Caches um ein Gefühl dafür zu bekommen, dann spart ihr euch bei eurem ersten eigenen Cache Ärger.

Wenn jemand einen tollen Ort kennt, spricht meiner Meinung nach überhaupt nichts dagegen, dort einen Traditional ohne vorherige Cache-Erfahrung zu legen. Die Guidelines lesen ja ohnehin alle, bevor sie den Cache listen lassen. ;)

Antworten

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder