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abnehmende Cachequalität - Gemeinsam sind wir stark!

Allgemeiner Austausch zum Thema Geocaching.

Moderator: jmsanta

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HansHafen
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Re: abnehmende Cachequalität - Gemeinsam sind wir stark!

Beitrag von HansHafen » Do 3. Apr 2014, 14:16

Moin,

ein solche Projekt gibt es hier bei uns auch: http://www.projekt-hq.de/

Inzwischen sehr stark angenommen - sind auch echt geile Sachen dabei. Habe die kurz nach dem Publish mal gespielt (noch nicht ganz alle) - einige gibt es nicht mehr, andere sind dazugekommen. Durchweg alles sehr gut - nur die Streckenführung gefiel mir nicht (zu laut, zu nah an eine Bundesstraße ein großer Teil davon) - Fahrradweg gibt es aber durchweg!

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HansHafen
Ich und die Schwerkraft, was für eine nervenaufreibende Kombination...

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Zappo
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Re: abnehmende Cachequalität - Gemeinsam sind wir stark!

Beitrag von Zappo » Do 3. Apr 2014, 15:24

....die abnehmende Cachequalität ist Ansichtssache. Ich finde schon auch, daß unter den Caches, die da neu rauskommen, viel Verzichtbare sind - schon aus der Tatsache raus, daß auf dem Weg, wo früher EINE Dose lag, heute 10 die Strecke begleiten.

Für mich ist ein Cache ohne Location schon mal nix. Da hats Platz für ein paar Ausnahmen - klar - aber eine schön gebastelte Dose oder ein Technik-Gimmick ist nur bedingt etwas, was ich unter Qualität verstehe. Ohne Location ist das nur grenzwertig. Deshalb kann ich auch mit diesen hochgelobten "schön gemachten Serien" meist nix anfangen, die sich von Powertrails nur durch die Verwendung von Bastelarbeit statt von Petlingen unterscheidet. Das sind für mich auch keine guten Caches.

Da ist mir ein Small, der meine Aufmerksamkeit auf einen alten Eiskeller/ an eine Triftstelle/ eine alte Eiche im Wald lenkt, lieber. Und für mich mehr ein Cache.

Solche gibts natürlich auch öfter als früher - einfach, weil mehr Leute mitmachen. Was wohl den Hauptgrund der empfundenen Qualitätseinbuße beschreibt. Caches - und Cachende - gibts heute wie Sand am Meer. Während das früher per se schon ein Erlebnis war, irgendwo hinzufahren und nen Cache zu finden (egal wie der war) , geht das heute - in D- überall. Damals war das - ungeachtet der Qualität der Dose - schon was Bemerkenswertes. Heute ist das belanglos.

Mir wäre lieber, die Bewegung ginge wieder mehr hin zur Location, zur Bescheidenheit, zur Beschränkung und zu weniger Caches. Und hin zu stinknormalen großen Dosen mit richtigem Logbuch an schönen und/oder interessanten Stellen. Und das als Besonderheit, nicht als Alltagskost. Ich finde das einfach erlebnisentwertend, wenn ich beim 4 km Hochlaufen auf den Berg noch 20 Döschen en passant am Wegesrand pflücken kann. Wie soll da Cachen noch ein Erlebnis, noch ne Freude am Besonderen darstellen?

Da tu selbst ich mich schwer :D

Offensichtlich ist dieser Eindruck ja auch verbreitet. Nicht umsonst wurde das Erlebnis "Einzelcache" ersetzt durch Runden, Challenges, Spielchen mit und rund um die Statistik. Die alle die Masse, die große Zahl brauchen, um was Besonderes oder ein bemerkbares Erlebnis abzubilden. Weil eben der einzelne Cache nix Besonderes mehr ist. Das bedingt sich aber wohl alles gegenseitig.

Nur: "Qualitätscaches" im Sinne von Bastelarbeiten statt Petlingen, HTML-Gehype im Listing und "Creatives" hilft da m.E. wenig weiter. Bei der "Friedhofsbank Nr 1 bis Nr 12" sind definitiv 11 (wenn nicht gar 12) Dosen überflüssig. Egal, wie sie aussehen.

Gruß Zappo
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Re: abnehmende Cachequalität - Gemeinsam sind wir stark!

Beitrag von a flock of dodos » Do 3. Apr 2014, 18:21

Ich halte es für eine schöne Freizeitbeschäftigung mal 10-20 Dosen in einer Runde zu suchen. Natürlich nicht an einer Schnellstraße und durch die sozialen Brennpunkte der Stadt, aber einfach schlicht und einfach mit dem Fahrrad 10-20 Dosen abfahren und das in schöner Gegend. Dabei kommt es auch nicht auf Small, Micro oder Regular an. Es kommt auch nicht darauf an, dass der einzelne Cache super kreativ ist. Und wie war das noch: Der Weg ist das Ziel.

Es ist letztendlich aber trotz allem Geschmackssache.

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radioscout
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Re: Gemeinsam sind wir stark!

Beitrag von radioscout » Do 3. Apr 2014, 19:55

RaNa2009 hat geschrieben: Ich denke, wir können diese Theorie inzwischen widerlegen,
Ab einer bestimmten Zahl von FP bzw. einer bestimmten Bekanntheit wird fast jeder Cache für viele interessant. Wer würde Enigma#1 suchen, wenn der Cache nicht eine Art von Kultstatus hätte?

Vergleiche mal Deine Zahlen mit denen von anderen Ratehaken und Multis. Bei euch scheint es wohl etwas zu sehen zu geben. Ich habe gehört, daß ihr sogar "öffentliche Anzeigetafeln" verwenden konntet?
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Wir hätten nie uns getraut doofe Dosen anzumelden schon aus Respekt vor diesem geheimnisvollen Spiel (Dosenfischer, Die goldenen Jahre)

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Re: AW: abnehmende Cachequalität - Gemeinsam sind wir stark!

Beitrag von eifriger Leser » Do 3. Apr 2014, 20:11

radioscout hat geschrieben:Wer würde Enigma#1 suchen, wenn der Cache nicht eine Art von Kultstatus hätte?
Ich würde eher fragen: Wer würde heutzutage noch auf Enigma #1 oder die 7-Burgen-Tour aufmerksam wenn sie keinen Kultstatus hätten?
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Re: abnehmende Cachequalität - Gemeinsam sind wir stark!

Beitrag von badnerland » Fr 4. Apr 2014, 06:54

moenk hat geschrieben:Ich seh keine abnehmende Cachequalität - ich seh nur immer schlechter gemachte Listings, wo die Spoilerbilder nix taugen und wo auch gern komplett die Hints vergessen wurden.
In meiner Gegend fällt mir bei miesen Listings häufig ein Erstelldatum vor 2010 auf.

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Re: abnehmende Cachequalität - Gemeinsam sind wir stark!

Beitrag von eifriger Leser » Fr 4. Apr 2014, 09:01

Was die "abnehmende Cachequalität" betrifft hat meiner Meinung nach Zappo wahre Worte gesprochen. Belanglose, schlecht gemachte Caches gab es früher auch schon - nur zahlenmässig halt weniger. Was ich heutzutage verstärkt bemerke ist der Drang möglichst viele Dose so schnell wie möglich einzusammeln. Da wird in den Logs gerne erwähnt, dass man mit x&y seit 8 Uhr Morgens unterwegs war und am Abend xx Dosen abgearbeitet hat. Aufgrund der Masse an Dosen wird ein Einheitslog geschrieben und per Fieldnote und Copy&Paste die ganze Fuhre in einem Rutsch geloggt. Wenn der Owner Glück hat steht noch ein auf seinen konkreten Cache gemünzter Halbsatz im Log. Der Aspekt sich ungehetzt zu bewegen, geschichtlich Interessantes zu erfahren und zu entdecken, sich vom Alltag zu entschleunigen und abzukoppeln geht beim Akkordcachen nahezu gänzlich verloren. Anstelle Cachen zu gehen wären manche besser bedient wenn sie ein Erdbeerfeld abernten oder einen Ster Holz hacken würden.
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Re: abnehmende Cachequalität - Gemeinsam sind wir stark!

Beitrag von spaziergaenger » Fr 4. Apr 2014, 11:22

@eifriger Leser: +1
Gruß, Spaziergänger

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Re: abnehmende Cachequalität - Gemeinsam sind wir stark!

Beitrag von Zappo » Fr 4. Apr 2014, 11:56

eifriger Leser hat geschrieben:....Der Aspekt sich ungehetzt zu bewegen, geschichtlich Interessantes zu erfahren und zu entdecken, sich vom Alltag zu entschleunigen und abzukoppeln geht beim Akkordcachen nahezu gänzlich verloren.....
Weil der "Erfolg" in Punkten und Drehzahlen gemessen wird und nicht im eigentlichen Entscheidenden: Wie lange man sich freizeitmäßig und entspannungsmäßig mit seinem Hobby beschäftigen konnte. Wenn ich 3 Stunden im Wald rumstreune zu einem Platz, an dem es was zu sehen gibt, und wo ne Dose liegt, war ich 3 Stunden Cachen - und weg von allem. Und komm klüger heim.*

Das wird nicht besser, wenn ich auf der Fahrt dahin alle 2 km anhalte und nen Drive-in pflücke oder im Wald alle 160 Meter mich in ne Mikrodose eintrage. Eher schlechter.

Ich beurteile einen schönen Tag auf der Bogenwiese auch nicht danach, wie oft ich den Parcour absolviert habe - und nen Motorradausflug nicht danach, wieviel km ich in 8 Stunden runterrattern konnte.

:D :D :D
Ich fahr nachher ins Elsaß, wenn ich früh genug wegkomme und es nicht regnet, guck ich noch an der Finaldose der 7-Burgentour vorbei und lese ein wenig im Logbuch, dann muß ich noch an einem meiner Multis ne Zahl ergänzen. Morgen früh guck ich beim 4-3-2-1-Bonus, ob der wirklich weg ist - und dann gehts auf die Schoeneck zum Event. Da werd ich dann mit ein paar netten Leuten tratschen, den einen oder anderen Tradi in der Gegend noch abgreifen und am Sonntag morgen wieder heimfahren. Nicht ohne in Wissembourg noch nen Kaffee genommen zu haben und den einen Stadtmauercache, der das letzte Mal verschwunden war, einzusammeln
:D :D :D

2 Tage Cachen - und ich werd mit einer einstelligen Fundzahl, aber viel Erlebtem heimkommen.

Gruß Zappo

* gut- ok - manche sagen, das ist bei mir keine Kunst :D :D :D
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Re: abnehmende Cachequalität - Gemeinsam sind wir stark!

Beitrag von Steinpilzle » Fr 4. Apr 2014, 13:59

.... sucht Euch passende Leute zusammen, spielt mit ein paar Ideen, diskutiert über Locations, Dosentarnung und den ganzen Rest - gemeinsam.
Ich finde das eine sehr gute Idee! Alleine schon der Ideenaustausch kann zu völlig anderen (besseren) Ergebnissen führen. Und wenn man dann noch das Glück hat, jemanden zu finden, der bspw. solch gute Listings wie in der beschriebenen Runde aufsetzt, dann bringt das doch für alle (Cacher wie Owner) einen Mehrwert. (Mir hat alleine schon das Listing des ":D DUS International TB-Hotel" gefallen & ich frage mich, wie man das mit der englischen Übersetzung hinbekommt :))

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