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Big Apple und die Kommerzialisierung von Geocaching

Allgemeiner Austausch zum Thema Geocaching.

Moderator: jmsanta

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Marschkompasszahl
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Re: Big Apple und die Kommerzialisierung von Geocaching

Beitrag von Marschkompasszahl » Di 24. Dez 2013, 20:40

Der Rad fährt hat geschrieben:Immer dieser Neid auf andere.
Wieso Neid?
Ich sehe es hier als durchaus angebrachte Kritik, solcherlei Groß-Events in Frage zu stellen.

Machen wir uns doch nichts vor - sobald man bei einer Veranstaltung eine gewisse Teilnehmerzahl überschreitet, wird es unpersönlich, man kann sich nicht mit jedem unterhalten und am Ende hechelt man den jeweiligen Prorammpunkten hinterher oder wird von ihnen erschlagen - ob Hochzeitsfeier, Opas 100. Geburtstag oder auch das 0815-GC-Event mit mehreren Dutzend Teilnehmern.

Weil man mit ein paar Tausend Teilnehmern nun nicht gemeinsam diskutieren kann - ja selbst singen schwierig wird - müssen also "Highlights" geboten werden, wo die Besucher zu konsumfreudigen Statisten werden und bespaßt werden müssen (und scheinbar auch wollen).
Da fehlt mir ein wenig der aktive Anteil, etwas selber zu "leisten" (z.B. das Versteck zu finden, im Vorfeld das Rätsel zu lösen oder das entsprechende Vorwissen und das Equipment, um bspw. auch einen T5 machen zu können, usw.).

Das klassische - bereits lange im Vorfeld geplante und darauf zielende MEGA-Event ist oftmals so "interaktiv" wie der Besuch im Museum, Zoo oder (treffender) Vergnügungspark.
Da zahlt man an der Kasse eben auch einen Betrag X und bekommt das Rahmenprogramm an Unterhaltung geboten und kann hier und da noch weite Kohle abdrücken (ober Wurst&Bier oder die Electro-Sccoter für die Kids; Luftballons, Futtermittel, Merchandizing-Artikel, usw.).


Vielleicht ist das ja die nächste Steigerung: ein GC-Adventure-Park. Wo die 0,1mi.-Regel fallen gelassen wird und man in dem Park (bei entsprechendem Eintritt) auch 1.000 Dosen suchen, finden, loggen kann. Alle paar Meter eine neue "Attraktion". Täglich frisch Logbücher. 200 Caches exklusiv nur für PMs! Aufpreispflichtige Highlights, wie die Bungee-Jumping-Dose oder die FTF-Auktionen, wo der FTF an den Meistbietenden vergeben wird... personalisierte Coins mit "Teamname @ GC-Freizeitpark-Posemuckel", eigenes Icon (monatlich wechselnd/ neu), bis zu 17 Cachetypen machbar (extra Virtuals und APEs für den Freizeitpark)...

Ich könnte mir vorstellen, dass genügend Leute da hinfahren würden und es sich für G$ und den "Subunternehmer" vor Ort lohnen würde.

Und wie weit das dann wirklich noch "Geocaching" ist, darf einmal mehr angezweifelt werden.

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FledermausSheriff
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Re: Big Apple und die Kommerzialisierung von Geocaching

Beitrag von FledermausSheriff » Di 24. Dez 2013, 20:47

Events kosten überhaupt nichts, meine zumindest nicht außer evtl mal ein Event im Restaurant und selbst dort kann jeder für sich selbst entscheiden wie viel er ausgeben möchte ;)
Gemeinsam am Fluss sitzen und dem Feuer beim brennen zugucken kost mal gar nix, das Bier was ich dort trinke hätte ich auch zu Hause getrunken und das Steak was ich dort grille hätte ich ansonsten zu Hause in Pfanne gemacht, so und gleich kommt einer um die Ecke und führt die 3,80 Benzingeld an die ich für die Fahrt dorthin bezahle :irre:

Ich habe im Laufe der Jahre festgestellt das diese Art von Events die gemütlichsten sind :D
Spaß ist halt was Du daraus machst und der ist nun mal unbezahlbar, bleibt halt in Erinnerung den Gummipunkt kannste dir nur auf dem Monitor betrachten :^^:
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Re: Big Apple und die Kommerzialisierung von Geocaching

Beitrag von FledermausSheriff » Di 24. Dez 2013, 20:53

Marschkompasszahl hat geschrieben: Ich könnte mir vorstellen, dass genügend Leute da hinfahren würden und es sich für G$ und den "Subunternehmer" vor Ort lohnen würde.
Aber sicher, da gebe ich Dir Brief und Siegel für :gott:
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steingesicht
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Re: Big Apple und die Kommerzialisierung von Geocaching

Beitrag von steingesicht » Di 24. Dez 2013, 22:18

8812 hat geschrieben:
FledermausSheriff hat geschrieben:
8812 hat geschrieben: Das ist das nicht mehr zu unterbietende, tiefste Niveau einer Eventlokaktion.

Hans
Das sehe ich genau SO, aber die "Veranstalter" werden sich damit brüsten... :roll:
Oh, ich sehe gerade einen sehr passenden Freud'schen eingebaut. :D
hihi - und ich dachte beim zweiten Lesen des Satzes, das wäre Absicht gewesen :D
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T5 war gestern - Ächte Männer loggen DNF! Bist auch Du hart genug?

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Zappo
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Re: Big Apple und die Kommerzialisierung von Geocaching

Beitrag von Zappo » Di 24. Dez 2013, 22:22

Irgendwie zickzackt das manchmal ein bisschen. Einmal wird der Kommerz beklagt, dann wieder die Geiz-ist-geil-Mentalität. Die es m. bescheidenen Meinung nicht gibt - oder nicht gäbe, wenn sie nicht vom Markt forciert würde. Ich kenn jetzt niemanden, der nicht der Überzeugung ist, daß jede Leistung auch bezahlt gehört (im Zweifelsfall zumindest die eigene :D ). Alles schnorren zu wollen ist in meinen Augen die exklusive Eigenheit einer verschwindend geringen Minderheit, die noch dazu meist weiter oben sitzt.

VERGLEICHEN und abwägen, was ich für mein Geld kriege, zähl ich da weniger dazu - das ist normales Kundenverhalten und in Zeiten, in denen der eine das quasi geschenkt kriegt, wofür der andere viel Geld bezahlt, wohl leider unabdingbar.

Die Frage bei Events sollte man sich aber stellen, wieviel Leistung sein MUSS. Wenn ich die Hütte und die Holzkohle auf die Besucher umlege und da 2 Euro in die Kasse fließen, sieht das anders aus als wenn ich 15.- verlange, weil ich meine, zu einem Cachertreffen brauchts eine Hüpfburg, ne Band und ne Trinkerflatrate. Das seh ich ähnlich bis genauso wie argus.

Fakt ist aber auch, daß viele Leute für ihr Hoby einfach gerne Geld ausgeben. Das ist immer so. Weil man Geld ausgeben verknüpft mit "sich-was-leisten" und das wiederum mit Belohnung - und das hat ja jeder gerne. Geht mir im Übrigen genauso. Nur daß ich mein Geld lieber in Munikisten mit gescheiten Inhalt anlege und bei Events keine Probleme damit habe, den verlangten Obolus großzügigst aufzurunden - statt ein Programm zu bezahlen, das mich nicht interessiert und m.Meinung nach dem schönen Hauptzweck des Quatschens eher im Wege steht.

Aber "quam jucket" *

Gruß Zappo

*lateinisch, umgspr. für "wen juckts" :D :D :D
(ich hoffe, zumindest DAS hat damals niemand gesagt)
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"Wer schneller lebt, ist früher fertig"

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Re: Big Apple und die Kommerzialisierung von Geocaching

Beitrag von FledermausSheriff » Di 24. Dez 2013, 22:36

Zappo hat geschrieben:Wenn ich die Hütte und die Holzkohle auf die Besucher umlege und da 2 Euro in die Kasse fließen, sieht das anders aus ...
-----------

Nur daß ich mein Geld lieber in Munikisten mit gescheiten Inhalt anlege und bei Events keine Probleme damit habe, den verlangten Obolus großzügigst aufzurunden
Meine Rede, mache ich auch so... und DAS mache ich auch gerne und von MIR aus, unaufgefordert...
Und wenn halt mal einer "klamm" ist, ist auch gut dann bringt er halt zum nächsten Event ´n Säckchen Kohle oder nen Sixer mit, da bleibt aber bei keinem was "hängen", das ist m.M. nach normal und gehört sich auch so... freundschaftlich und kollegial... ich war in meinem Leben auch schon "klamm" und habe mich gefreut wenn ich auf ne Wurst am Grill mit Bier eingeladen wurde, bei nächster Gelegenheit habe ich dann halt ne Runde geschmissen :D
no risc no fun! - Bei mir läuft...

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Marschkompasszahl
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Re: Big Apple und die Kommerzialisierung von Geocaching

Beitrag von Marschkompasszahl » Di 24. Dez 2013, 22:39

Zappo hat geschrieben:Wenn ich die Hütte und die Holzkohle auf die Besucher umlege und da 2 Euro in die Kasse fließen, sieht das anders aus als wenn ich 15.- verlange, weil ich meine, zu einem Cachertreffen brauchts eine Hüpfburg, ne Band und ne Trinkerflatrate.
Eben. Und wenn dann noch mit bunten Abzeichen* gezeigt wird, wer zu den Guten (Vollzahlern) gehört, wer zusätzlich noch Vorlesungen und weitere Sonderveranstaltungen gebucht hat oder wer als "arme Wurst" nur zum Stempeln vorbeikommt - dann hat das schon etwas von einer (min.) 2-Klassengesellschaft, was ja eigentlich auch nicht im Sinne des Erfinders ist, wohl aber im Interesse des Plattformbetreibers.

*: an dieser Stelle wäre der NS-Vergleich vielleicht eher angebracht ;)

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Re: Big Apple und die Kommerzialisierung von Geocaching

Beitrag von 8812 » Di 24. Dez 2013, 22:53

Marschkompasszahl hat geschrieben:[...] Und wenn dann noch mit bunten Abzeichen* gezeigt wird, wer zu den Guten (Vollzahlern) gehört, [....]
Was für "Abzeichen" meinst Du? Ist da irgendetwas an mir vorbeigegangen?

Hans

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Re: Big Apple und die Kommerzialisierung von Geocaching

Beitrag von KMundS » Di 24. Dez 2013, 23:45

Nein, "wir" erklären "uns" lieber gegenseitig, dass "unsere" Version des Geocachens die einzig wahre ist.

M
Mit Jägern gibt es kein Miteinander.

Irrtümer über die Jagd: http://forum.geoclub.de/viewtopic.php?p ... 0#p1174810

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Re: Big Apple und die Kommerzialisierung von Geocaching

Beitrag von SharkAttack » Mi 25. Dez 2013, 11:00

In meiner bisehrigen Laufbahn habe ich Leute kennengelernt, die finden solche Events richtig toll, mit all dem was sie dort erleben.
Ich kenne sogar Leute, die fast nichts anderes machen, als von Event zu Mega und zurück zu gehen.
Aber ob sich die letztere Gruppe noch als "Geocacher" im eigentlichen Wortsinn bezeichnen lässt, mag ich mal dahingestellt lassen.
Für mich stellten Events immer eine Ergänzung zum eigentlichen Hobby dar. Genauso, wie ich mich nach einem Fussballspiel gern mal mit meinen Jungs in eine Knepe zurückziehe und nochn Bierchen trinke und über das abgelaufene Spiel seniere oder einen tollen Erfolg gemensam feiere.
Wenn ich allerdings vor lauter Kneipenaufenthalten vergesse dabei Fussball zu spielen, wird man mich nicht mehr als Fussballer bezeichnen, vielleicht eher als Fussball Fan.
Und genauso verstehe ich die Leute, die den Kopf fast nur für solche Veranstaltungen offen haben, auch maximal als Geocaching (oder besser als Groundspeak) - Fans, denn als Cacher ;)
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