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Big Apple und die Kommerzialisierung von Geocaching

Allgemeiner Austausch zum Thema Geocaching.

Moderator: jmsanta

FledermausSheriff
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Re: Big Apple und die Kommerzialisierung von Geocaching

Beitrag von FledermausSheriff » Fr 27. Dez 2013, 09:28

Wenn schon alles auf MEGA und Kohle scheffeln hinausläuft sollte die Firma G$ dann doch mal die Hosen runter lassen und den "Service" generell kostenpflichtig machen oder nur noch 1/1 Tradis kostenlos anbieten... das wäre m.M. ehrlicher und geradlinieger als diese köderei mit der BM, dann müssten sie auch nicht mehr um Ausreden ringen wenn sie irgendetwas heimlich um Einsfuffzisch erhöhen :motz:
Ganz klar sagen... Leute wir sind eine Firma und wollen duch Euch Geld verdienen, alles andere ist einfach nur peinlich und lächerlich, so könnte man die dann evtl. halbwegs ernst nehmen :roll:
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Schrottie

Re: Big Apple und die Kommerzialisierung von Geocaching

Beitrag von Schrottie » Fr 27. Dez 2013, 12:04

FledermausSheriff hat geschrieben:Wenn schon alles auf MEGA und Kohle scheffeln hinausläuft sollte die Firma G$ dann doch mal die Hosen runter lassen und den "Service" generell kostenpflichtig machen...
Das geht definitiv nicht. Schon jetzt kann man Jeremy Irish in einigen Punkten vorwerfen, gegen seine eigenen Versprechungen zu handeln, wäre alles kostenpflichtig, dann würde er erst recht als Lügner dastehen: http://geocaching.gpsgames.org/history/pledge.txt

Und mit der Trennung BM/PM hat er zwar das Spiel in den Grundzügen kostenlos gehalten, aber schon der Punkt "non-commercial sharing of these coordinates" ist ja mit dem PMOC hinfällig. Schließlich muss man da ja für die Koordinaten zahlen. Allerdings hat ernda auf ganz schlaue Art und Weise Wort gebrochen, denn letztlich kann er ja immer behaupten, das es hier die PM sind, die die Koordinaten kostenpflichtig machen. Das dies falsch ist, immerhin schafft er ja die entsprechende Infrastruktur die so etwas erst ermöglicht, will dann nur wieder niemand hören.

Und selbst wenn er tatsächlich irgendwann noch heftiger wortbrüchig würde, also wirklich alles kostenpflichtig macht, mit dem Marketingtrick das Ganze "Mitgliedschaft" zu nennen ist doch schon Friede geschaffen. Man sieht es doch schon jetzt, wie viele sich für Mitglieder eines elitären Kreises halten und nicht merken, wie ihnen die Hosen ausgezogen werden. Und dann redet man sich eben mit den herkömmlichen Dingen wie "die zwei fuffzich im Monat sind doch kein Geld", "andere Hobbies kosten viel mehr Geld", "im Vergleich zu den Spritkosten ist das lächerlich" oder gar - mein persönlicher Favorit - "ich helfe damit doch den Serverbetrieb zu sichern" heraus. Wie die Lemminge...

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RSKBerlin
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Re: Big Apple und die Kommerzialisierung von Geocaching

Beitrag von RSKBerlin » Fr 27. Dez 2013, 12:29

Ich sehe das Problem noch immer nicht. Sogar der Linuxtag verlangt Eintritt. Und wo ist das Problem? Jemand muss für die Vorbereitung und Infrastruktur zahlen. Jeder, der schon einmal mehr als ein Sit-In mit ein paar Kisten Oettinger oder - Gott bewahre! - Berliner Kindl organisiert hat, weiß das.

Ob man Mega Events mag oder nicht, ist sicherlich eine Frage des persönlichen Geschmacks. Gut vorbereitet und an einer sinnvollen Örtlichkeit durchgeführt, können die durchaus ihren diskreten Charme entwickeln.

Wer glaubt, dass Geocaching eine elitäre Vergnügung für wenige Auserwählte sein muss, der möge doch bitte opencaching.kp gründen und bevorzugt dort cachen gehen.

Mich persönlich langweilt der Missionierungswahn sowohl der Extremcacher (mit immerhin stattlichen 0,0 Caches in 50km Entfernung rund um meine heimische Lehmhütte) als auch der Opencacher (ca 20 Caches in meiner Homezone, davon 75% auf GC verfügbar) jedenfalls nicht unerheblich. Um mal den imperialistischen Großkapitalisten raushängen zu lassen: Wenn die Alternativen tatsächlich so unwiderstehlich wären, hätte Groundspeak nicht immer noch 99% Marktanteil oder mehr. Das ist so ein bißchen wie mit Linux: Kostet nix, tut aber nur in den Händen erfahrener Anwender exakt das, was es soll; der Durchschnittsverbraucher verzichtet auf tolle Features (und die Website opencaching.de hat derer in der Tat einige!) aber schlicht und ergreifend zugunsten der Bequemlichkeit und des Umstandes, dass seine Freunde schon alle da sind. Ein bißchen wie G+ vs. Facebook, nur statt mit Baby- und Katzenfotos mit verhärmten Cacherdinosauriern mit Genieverdacht gegen sich selbst und einem Karl-Marx-Comicheftchen unter dem Kopfkissen.

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Re: Big Apple und die Kommerzialisierung von Geocaching

Beitrag von FledermausSheriff » Fr 27. Dez 2013, 13:24

RSKBerlin hat geschrieben:Sogar der Linuxtag verlangt Eintritt.

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Mich persönlich langweilt der Missionierungswahn sowohl der Extremcacher (mit immerhin stattlichen 0,0 Caches in 50km Entfernung rund um meine heimische Lehmhütte) als auch der Opencacher (ca 20 Caches in meiner Homezone, davon 75% auf GC verfügbar) jedenfalls nicht unerheblich.
Nunja, für eine IT-Fachmesse muss nun mal "etwas" mehr IT-Infrastruktur zur Verfügung gestellt als bei einer Buchlesung vom Hoecker, dem reicht u.U. ´ne Flüstertüte, diese kann man sich ggf. auch noch bei der Freiwilligen Feuerwehr im Dorf ausleihen... bei dem Linux-Tag oder gar bei der CeBit wird Equipment für Hundertausende € angekarrt und Km-Weise Kabel verlegt *hüstel*
Ich denke dieser Vergleich hinkt etwas :roll:

Mir liegt es fern jemanden zu missionieren, ganz im Gegenteil zumindest kann ich mir bei extremcaching sicher sein zu 85% keinen Schrott zu finden, ich weiss das ich mit Sicherheit "Spezialausrüstung" brauche, zu einem LP, Kletter, Kanu, Tauchcache oder sonst etwas spektakulärem geführt werde... :p und dafür plane ich auch gerne ein Wochenende ein, muss zwar weiter fahren habe dann aber auch was erlebt ;)
Wenn auf einmal die breite G$ Masse zu EC migrieren würde, würde das zu einer verflachung des bis jetzt recht hohem Niveau der Cache-Qualität führen :???:
Mich ärgert es lediglich, das weiß gepredigt und schwarz gehandelt wird, die Leute für dumm verkauft werden... mal Hand auf´s Herz... bei G$ liegt doch zu 80% nur noch Schrott, die guten Caches wurden dort 2006-2010 gelegt...
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Re: Big Apple und die Kommerzialisierung von Geocaching

Beitrag von FledermausSheriff » Fr 27. Dez 2013, 13:38

Wie ich schon ein paar Seiten vorher schrieb... die können das ja gerne so machen aber dann sollen sie es doch anders nennen aber nicht mehr Geocaching, denn damit hat weder "MEGA" was zu tun, noch sonstiges was von den lustigen Kameraden aus Seattle kommt, würde es keine alternativen Plattformen geben hätte ich schon lange das Interesse am Hobby verloren und es an den Nagel gehängt... ich schäme mich ja schon zu erzählen das ich in meiner Freizeit gelegentlich zum Geocaching gehe und verschweige es gekonnt um bei Fremden nicht gleich belächelt oder verunglimpft zu werden :motz:
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Re: Big Apple und die Kommerzialisierung von Geocaching

Beitrag von RSKBerlin » Fr 27. Dez 2013, 14:17

Ich fasse die Kernpunkte Deiner sogenannten Argumentation einmal kurz zusammen:
  • Du hast keinen blassen Schimmer von Eventmanagement, aber eine starke Meinung dazu.
  • Was Geocaching ist, bestimmst Du - und niemand sonst.
  • Caches sind nur gut, wenn man zum Finden Spezialausrüstung benötigt, und zwar aus dem vorgenannten Grunde.
  • Früher war alles besser.
Ich hoffe, es überrascht Dich nicht allzu sehr, dass Du mich nicht überzeugst. Aber das ist auch gar nicht schlimm, denn ich bin nicht Deine Zielgruppe. Die plant derweil in krass geheimen Untergrundforen den Widerstand gegen das internationale Großkapital.

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Re: Big Apple und die Kommerzialisierung von Geocaching

Beitrag von FledermausSheriff » Fr 27. Dez 2013, 15:20

Als Informatiker habe gar keine bis wenig Ahnung vom Eventmanagement, das könnte stimmen und mit dem Rest hast Du auch recht :roll:
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Re: Big Apple und die Kommerzialisierung von Geocaching

Beitrag von Marschkompasszahl » Fr 27. Dez 2013, 15:27

Ich würde die Kritikpunkte eher wie folgt sehen:
  • entgegen der Guidelines und dem sonstigen Verhalten, wenn es um bescheidenere (Mini-)Events geht, wird hier bewusst auf Kommerz gesetzt
  • nur als zahlender Besucher kommt man ganz in den Genuss der "Mitte" - vom Bratwurststand, bis zum Marketender und Merchandizer; an die Coin oder dergleichen
  • es wird billigend in Kauf genommen, dass größere Rudel alle Dosen im Umkreis aufsuchen, die Logbücher mit hunderten Einträgen "sprengen" und einige Verstecke sehr wahrscheinlich "verbrannt" werden (weil dank der Dutzend Angler-Westen-Träger mit "Handy" um den Hals auch dem letzten Muggel klar wird, dass da was ist)
  • dass zahlreiche GC.com-Anhänger glauben, dass es dabei kein "will" sondern "shall attend" gibt - so als wäre (bei den Katholiken) der Papst zu Gast - doch hier kommen als Götzenersatz vermutlich nur die Plüschfigur, ein paar Bänkelsänger und ein Schreiberling
  • ...

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Re: AW: Big Apple und die Kommerzialisierung von Geocaching

Beitrag von l3berwurst » Fr 27. Dez 2013, 15:49

Marschkompasszahl hat geschrieben:...es wird billigend in Kauf genommen, dass größere Rudel alle Dosen im Umkreis aufsuchen, die Logbücher mit hunderten Einträgen "sprengen" und einige Verstecke sehr wahrscheinlich "verbrannt" werden (weil dank der Dutzend Angler-Westen-Träger mit "Handy" um den Hals auch dem letzten Muggel klar wird, dass da was ist)
Deshalb würde ich meine Dosen 3 Wochen vor einem Mega nicht nur deaktivieren, sondern auch abbauen.

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Re: Big Apple und die Kommerzialisierung von Geocaching

Beitrag von FledermausSheriff » Fr 27. Dez 2013, 15:54

l3berwurst hat geschrieben: Deshalb würde ich meine Dosen 3 Wochen vor einem Mega nicht nur deaktivieren, sondern auch abbauen.
Das sind doch hausgemachte Probleme, würde es so einen "MEGA"-Quatsch nicht geben, hätte man diese Arbeit nicht :???:
Ich würde sie wahrscheinlich sogar archivieren um meinem Unmut Ausdruck zu verleihen und Zeichen zu setzten ;)
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