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Big Apple und die Kommerzialisierung von Geocaching

Allgemeiner Austausch zum Thema Geocaching.

Moderator: jmsanta

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mattes + paulharris
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Re: Big Apple und die Kommerzialisierung von Geocaching

Beitrag von mattes + paulharris » Fr 27. Dez 2013, 19:37

Um noch mal auf das eigentliche Thema zurückzukommen:

Ich persönlich finde es erschreckend, dass bei Events mittlerweile Messehallen und Fußballstadien gefüllt werden.
Und dass die schönen gemütlichen und bespaßungsfreien Events ohne Eintritt, obligatorischer Coin, Hüpfburg, Bierwagen, Event-Shirt, Sponsoren, Presse und Messestand im Ruhrpott nicht mehr stattfinden, weil die anflutenden konsumverwöhnten Massen nicht mehr zu handeln waren.
Wir haben beim Mega in Schwerte mal kurz vorbeigeschaut, weil in der Nachbarschaft aber dem Massenauftrieb konnten wir null komma nix abgewinnen.

Ich gönne jedem den Spaß, aber meins ist das nicht mehr.

PaulHarris
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MadCatERZ
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Re: Big Apple und die Kommerzialisierung von Geocaching

Beitrag von MadCatERZ » Fr 27. Dez 2013, 20:11

Hier in der Region gibt es seit einigen Jahren einen Wettbewerb für den "Cache des Jahres". Die Teilnahme ist kostenlos, organisiert wird das ganze ehrenamtlich, die zugehörige Webseite wird privat gepflegt. Jeder Cacher kann (muss aber nicht) etwas spenden, für die Preise beim Abschlussevent(das natürlich auch kostenfrei ist).
Man kann in seinen Cachelistings ein Banner für den Wettbewerb einbinden.
Nur: Dieses Jahr ist dem Reviewer aufgefallen, dass das alles übelster Kommerz ist, die Wettbwerbsseite ist kommerziell, die Banner sind kommerziell, da gab es hinter den Kulissen ein ziemliches Hin und Her, bis die Sache genehmigt wurde.

Oder das allseits beliebte "kommerzieller Cache", weil da ein Link zum lokalen Dönermann drin steht.

Aber ein MEGA-Event mit Verkaufsständen, "Promis", die sicherlich auch mehr als ein Lächeln für ihre Anwesenheit kassieren, Wurstbuden uvm., also eine Veranstaltung, bei der einige Leute mit Gewinnabsichten vor Ort sein werden - kein Problem...

Wobei dieser Run auch auf kleine Events auch hier im Auenland ein Phänomen ist, wer da nicht mindestens eine halbe Stunde vorher da ist, muss halt stehen oder draußenbleiben.

Es wurde schon mehrfach erwähnt und ich glaube es auch: Gliedert man diese Events aus wie die Waymarks, wird die Eventdichte sehr schnell abnehmen, ebenso wie die Anzahl der Teilnehmer.

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SharkAttack
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Re: Big Apple und die Kommerzialisierung von Geocaching

Beitrag von SharkAttack » Fr 27. Dez 2013, 21:31

Abseits ist halt, wenn der Schiri pfeift und
"nicht kommerziell" ist etwas, wenn die es in Seattle durchwinken, ganz easy :roll:

P.S.: Den "Cache des Jahres" gibt es bei uns in Essen auch, alles wird privat oder spenden finanziert, inbesondere was die Preise angeht, es gibt aber keine Teilnahmegebühren.
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Re: Big Apple und die Kommerzialisierung von Geocaching

Beitrag von eifriger Leser » Fr 27. Dez 2013, 21:41

MadCatERZ hat geschrieben:Aber ein MEGA-Event mit Verkaufsständen, "Promis", die sicherlich auch mehr als ein Lächeln für ihre Anwesenheit kassieren, Wurstbuden uvm., also eine Veranstaltung, bei der einige Leute mit Gewinnabsichten vor Ort sein werden - kein Problem...
Na ich würde sagen es ist deshalb kein Problem, weil der Kommerz bei einem Mega mit GS abgestimmt ist (und GS davon auch direkt oder indirekt finanziell profitiert). :roll:
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Re: Big Apple und die Kommerzialisierung von Geocaching

Beitrag von eifriger Leser » Fr 27. Dez 2013, 21:53

Mark hat geschrieben:Vielleicht sollte man noch bedenken, dass dieses Kindergartenverhalten a la "keine links auf die Webseite des Restaurants, weil das ja kommerziell ist" nur in Deutschland vorkommt. Und das ist eher ein Reviewerproblem.
Tatsache oder Behauptung? Ich denke die Vorgabe wie Events zu handhaben sind kommen von GS und die Reviewer müssen dementsprechend handeln. Der Ermessensspielraum der Reviewer dürfte eher gering sein. Wenn mal ein Auge zugedrückt wurd heisst es bald warum ging das bei Owner/Cache XY und warum darf ich das jetzt nicht auch... :roll:
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Re: Big Apple und die Kommerzialisierung von Geocaching

Beitrag von Mark » Fr 27. Dez 2013, 22:12

eifriger Leser hat geschrieben:Tatsache oder Behauptung? Ich denke die Vorgabe wie Events zu handhaben sind kommen von GS und die Reviewer müssen dementsprechend handeln.
Erfahrungswerte. Ich habe mehr als genug Listings mit Links auf Restaurantwebseiten oder kommerzielle "Helfer" (bspw. Übersetzer) gesehen. Hier wird das Thema "Kommerz" bewußt in einer bestimmten Richtung verstanden. Und mal ehrlich, jeder normal denkende Mensch - und damit schließe ich Reviewer klar ein - müßte sich doch an den Kopf langen, wenn ich bei einem Event den Namen des Restaurants nennen darf, nicht aber auf eine Speisekarte verlinken darf.
Der Ermessensspielraum der Reviewer dürfte eher gering sein. Wenn mal ein Auge zugedrückt wurd heisst es bald warum ging das bei Owner/Cache XY und warum darf ich das jetzt nicht auch... :roll:
Dann kommt doch das Killerargument, daß man das pauschal nicht machen kann.

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Re: Big Apple und die Kommerzialisierung von Geocaching

Beitrag von Zappo » Fr 27. Dez 2013, 22:21

eifriger Leser hat geschrieben:....Tatsache oder Behauptung? Ich denke die Vorgabe wie Events zu handhaben sind kommen von GS und die Reviewer müssen dementsprechend handeln. Der Ermessensspielraum der Reviewer dürfte eher gering sein. Wenn mal ein Auge zugedrückt wurd heisst es bald warum ging das bei Owner/Cache XY und warum darf ich das jetzt nicht auch... :roll:
Seh ich nicht so. Die Vorgabe dürfte sein, daß Caches keinem kommerziellen Zweck dienen dürfen. Das gibt ja auch einen Sinn - ich denke nicht, daß es begeisternd wäre, wenn der Kneipenbesitzer seine eigenen Caches ins Gelände wirft, nur damit er Kunden kreiert. Oder der Freizeitpark. Da gehts aber ums Vermeiden der kommerziellen ABSICHT - nicht ums Kommerzielle. Kommerziell ist alles - auch ne Dose in der Goethestraße*. Von dem werden nämlich sogar noch Bücher verkauft.

Aber den Bogen vom verbotenen, definitiv "wegen kommerziellen Absichten" gelegten Cache hin zur Tatsache, daß Events ab und an in Gaststätten, Grillhütten oder anderen Locations stattfinden, die ne Adresse haben und dort beim Verzehr oder Benutzung Geld fließt zu spannen, halte ich definitiv für abenteuerlich. Oder eben sehr exclusive Meinung von einer Handvoll "einen-an-der-Klatsche-haben"-Gestalten. Sorry.

Noch bescheuerter wirds dann, wenn man kein St.Pauli-Stadion-Sightseeing-Cache legen kann oder wie erwähnt der Hinweis auf die Einkehrmöglichkeit bei der Longtrail-Wanderung abgepfiffen wird.

Und ich glaub ja nicht, daß GC das erstens überhaupt so gemeint hat, zweitens das überhaupt jemand juckt und daß es drittens nicht egal wäre, wenn sich die Reviewer überhaupt nicht drum scheren würden. Machen ja auch viele nicht - was für sie spricht.

Gruß Zappo

* oder der Hinweis, daß man den Cache mit der Straba erreichen kann
oder ein Cache in Absprache mit dem Tourismusbüro
oder ich den Fußballverein 50 Eu spende, daß wir seine Grillhütte benutzn dürfen
oder
oder
------------------------------------------
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Re: Big Apple und die Kommerzialisierung von Geocaching

Beitrag von eifriger Leser » Fr 27. Dez 2013, 22:33

Mark hat geschrieben:
eifriger Leser hat geschrieben:Tatsache oder Behauptung? Ich denke die Vorgabe wie Events zu handhaben sind kommen von GS und die Reviewer müssen dementsprechend handeln.
Erfahrungswerte. Ich habe mehr als genug Listings mit Links auf Restaurantwebseiten oder kommerzielle "Helfer" (bspw. Übersetzer) gesehen. Hier wird das Thema "Kommerz" bewußt in einer bestimmten Richtung verstanden. Und mal ehrlich, jeder normal denkende Mensch - und damit schließe ich Reviewer klar ein - müßte sich doch an den Kopf langen, wenn ich bei einem Event den Namen des Restaurants nennen darf, nicht aber auf eine Speisekarte verlinken darf.
Von wievielen Ländern hast du denn Erfahrungswerte, dass du sagen kannst "nur in Deutschland vorkommt"? Ich denke, daß insbesondere da wo GS stark präsent ist, es ähnlich gehandhabt wird (insbesondere USA). Für die Reviewer gilt (notwendigerweise) Dienst ist Dienst und Schnaps ist Schnaps.
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Re: Big Apple und die Kommerzialisierung von Geocaching

Beitrag von Mark » Fr 27. Dez 2013, 22:41

eifriger Leser hat geschrieben:Für die Reviewer gilt (notwendigerweise) Dienst ist Dienst und Schnaps ist Schnaps.
Bei aller Liebe! Ich bezweifle einfach mal, daß das eine Vorgabe aus Seattle ist. Bei dem Thema kommts mir echt so vor, daß da nur noch irgendwelche Cyborgs hocken, die nicht wirklich mitdenken.

Nochmal zum auf der Zunge zergehen lassen:
Man darf im Listing keine Werbung für eine Location machen, für die man mit dem Listing Werbung macht.

:kopfwand: :kopfwand: :kopfwand: :kopfwand: :kopfwand:

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Re: Big Apple und die Kommerzialisierung von Geocaching

Beitrag von eifriger Leser » Fr 27. Dez 2013, 22:49

Zappo hat geschrieben:
eifriger Leser hat geschrieben:....Tatsache oder Behauptung? Ich denke die Vorgabe wie Events zu handhaben sind kommen von GS und die Reviewer müssen dementsprechend handeln. Der Ermessensspielraum der Reviewer dürfte eher gering sein. Wenn mal ein Auge zugedrückt wurd heisst es bald warum ging das bei Owner/Cache XY und warum darf ich das jetzt nicht auch... :roll:
Seh ich nicht so.
Na, vielleicht äußert sich mal der eine oder andere (ehemalige) Reviewer zu dem Thema - falls sich hier im Forum als noch welche tummeln... :D
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