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Muggels bekommen jetzt erklärt, was Muggels sind.

Allgemeiner Austausch zum Thema Geocaching.

Moderator: jmsanta

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Fadenkreuz
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Re: Muggels bekommen jetzt erklärt, was Muggels sind.

Beitrag von Fadenkreuz » Mi 4. Feb 2015, 08:44

Du wirst ja den Lesern des Forums hoffentlich nicht zutrauen, dass sie auf eine unpassende Formulierung von mir reinfallen würden, "weil das hier in der Hölle eben immer bei einigen zieht". Ich empfinde die Formulierung "in die Öffentlichkeit zerren" überhaupt nicht als maßlose Übertreibung oder Polemik. Ich meine das genau so, d.h. die Formulierung gibt bestmöglich wieder, was ich durch diese vier bescheuerten Infotafeln empfinde.

Es ist übrigens nicht so, dass ausnahmslos jeder über Geocaching Bescheid weiß. Trotz zahlreicher Berichterstattungen in den Medien bin ich mir ziemlich sicher, dass Oma Hilde, die vom Waldparkplatz aus mit ihrem Dackel Gassi geht, davon nichts weiß. Auch wenn der Bekanntheitsgrad des Cachens in den letzten Jahren deutlich zugenommen hat, muss man es nicht noch durch solche Tafeln hinausposaunen, um auch noch den letzten Rest der Unwissenden einzuweihen. Und ich will mich auch nicht auf der Messe "Wild & Hund" von diesem Verein vertreten lassen. Sie suggerieren ja nach außen hin, dass sie alle Cacher vertreten. Mich vertreten sie aber nicht.
Kalleson hat geschrieben: Kurz gesagt: Wir versuchen die Öffentlichkeit so gering wie möglich zu halten.
Das kann ich aber auch ohne Verein. Ich lege einfach keine doofen Dosen an problematischen Orten und benehme mich auch beim Suchen so, dass hinterher kein Klärungsbedarf besteht. Ich komme gar nicht erst in Konflikt mit Jägern, Behörden oder der Polizei.

Ein Verein müsste eher doofe Cacher aussortieren. Man müsste die Owner anschreiben, die es lustig finde, das Final sprengstoffähnlich mit Rohren und Drähten zu versehen, einen Warnhinweis für Radioaktivität auf die Dose zu kleben, Löcher in fremdes Eigentum zu schrauben usw. Problematisch sind meistens die Cacher und nicht die anderen. Hier müsste ein Verein zuerst "aufräumen".

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Re: Muggels bekommen jetzt erklärt, was Muggels sind.

Beitrag von Kalleson » Mi 4. Feb 2015, 09:05

Fadenkreuz hat geschrieben:Ich lege einfach keine doofen Dosen an problematischen Orten und benehme mich auch beim Suchen so, dass hinterher kein Klärungsbedarf besteht. Ich komme gar nicht erst in Konflikt mit Jägern, Behörden oder der Polizei.
Das tue ich auch.

Ich versuche mit dem Verein nur zusätzlich noch, möglichst viele andere Cacher davon zu überzeugen, dass sie das auch so tun sollten.

Und deswegen tun wir ja genau das:
Fadenkreuz hat geschrieben:Ein Verein müsste eher doofe Cacher aussortieren. Man müsste die Owner anschreiben, die es lustig finde, das Final sprengstoffähnlich mit Rohren und Drähten zu versehen, einen Warnhinweis für Radioaktivität auf die Dose zu kleben, Löcher in fremdes Eigentum zu schrauben usw. Problematisch sind meistens die Cacher und nicht die anderen. Hier müsste ein Verein zuerst "aufräumen".
Dazu machen wir immer "Willkommen im Club Events" in deren Rahmen wir aufklären.

Vorher setzen wir uns dann an den Rechner und schreiben ganz direkt die Cacher aus der Region per Mail an, die uns durch ihr Verhalten aufgefallen sind (grenzwertige Dosen, "Mein erster Cash - Die US-Botschaft" ;) , etc.) und alle, die noch recht neu dabei sind, um sie einzuladen.
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Re: Muggels bekommen jetzt erklärt, was Muggels sind.

Beitrag von Svensson » Mi 4. Feb 2015, 09:10

Fadenkreuz hat geschrieben:Löcher in fremdes Eigentum zu schrauben
Diese Fertigungstechnik ist mir bis dato gänzlich unbekannt. Könntest du das näher erläutern?
Magst du Annanass oder Trocken?

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Re: Muggels bekommen jetzt erklärt, was Muggels sind.

Beitrag von Fadenkreuz » Mi 4. Feb 2015, 09:18


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Re: Muggels bekommen jetzt erklärt, was Muggels sind.

Beitrag von Zappo » Mi 4. Feb 2015, 09:31

Kalleson hat geschrieben:....Dazu machen wir immer "Willkommen im Club Events" in deren Rahmen wir aufklären.
Vorher setzen wir uns dann an den Rechner und schreiben ganz direkt die Cacher aus der Region per Mail an, die uns durch ihr Verhalten aufgefallen sind (grenzwertige Dosen, "Mein erster Cash - Die US-Botschaft" ;) , etc.) und alle, die noch recht neu dabei sind, um sie einzuladen.
Was ich so am Rande bemerkt für ne sehr sinnvolle Aktion halte.

Gruß Zappo
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Re: Muggels bekommen jetzt erklärt, was Muggels sind.

Beitrag von Zappo » Mi 4. Feb 2015, 09:49

Fadenkreuz hat geschrieben:....Das kann ich aber auch ohne Verein. Ich lege einfach keine doofen Dosen an problematischen Orten und benehme mich auch beim Suchen so, dass hinterher kein Klärungsbedarf besteht. Ich komme gar nicht erst in Konflikt mit Jägern, Behörden oder der Polizei.....
Und derweil man sich so verhält, überholt einen die schmerzfreie Masse mit gegenteiligen Aktionen und prägt damit das Hobby in die falsche Richtung. Und irgendwann ist man einer der Ewig-Gestrigen.

Ne Ideal-Lösung weiß ich da auch nicht. Ich finde aber diese ganzen Ressentiments der Richtung "Ich will mich nicht vertreten lassen" und "ich lass mir nix vorschreiben* " eher hinderlich. Diese Haltung hat ja auch dazu geführt, daß das Hobby sich in gewissen Ausprägungen völlig weg vom Ursprungsgedanken entwickelt hat.

Wenn diese Leute nur zu 70 Prozent halbwegs vernünftige Sachen an die Kollege vermitteln, ist das schon ein Schritt in die Richtige Richtung - und besser als nix.

Das Schild finde ich aber auch den falschen Weg - ich hätte die Verhaltensregeln auf ein etwas breiteres :D Klientel zugeschnitten - vernünftiges Verhalten steht auch dem Otto-Normalverbraucher gut zu Gesicht.

Gruß Zappo

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Re: Muggels bekommen jetzt erklärt, was Muggels sind.

Beitrag von Kalleson » Mi 4. Feb 2015, 10:41

Mir hat dieser "Lehrpfad" gerade eine nette Eventidee für ein "Willkommen im Club Event" beschert.

Ich überlege gerade die Teilnehmer beim nächsten mal durch einen nur für das Event erstellten Lehrpfad zu schicken auf dem sie Positiv- und Negativbeispiele erwarten... dürfte einprägsam sein und gut im Gedächtnis bleiben.

(... ich sollte Pädagoge werden. :^^: ) ;)
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Re: Muggels bekommen jetzt erklärt, was Muggels sind.

Beitrag von massafranz » Mi 4. Feb 2015, 10:42

Davon abgesehen dass ich Vereinen und der damit verbundenen 'Vereinsmeierei' generell sehr ablehnend gegenüberstehe, sehe ich durch Vereine bei unserem Hobby ein echtes Problem entstehen:
Wenn Cacher in Vereinen organisiert sind, dann kann die Aktivität der Mitglieder als organisierte Veranstaltung gewertet werden.
Damit gilt dann das allgemeine freie Betretungsrecht für Wald und Flur nicht mehr, sondern jede - wirklich jede - Aktivität müsste einzeln genehmigt werden!
Es ist dann nur eine Frage der Zeit, bis irgendein Anwalt irgendeines Jagd- oder Waldbesitzerverbandes auf den Trichter kommt... :kopfwand: [/schwarzmalerei]
Gibt dir das Leben eine Zitrone, dann frage nach Salz und Tequila... :D

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Re: Muggels bekommen jetzt erklärt, was Muggels sind.

Beitrag von Zappo » Mi 4. Feb 2015, 11:34

massafranz hat geschrieben:Davon abgesehen dass ich Vereinen und der damit verbundenen 'Vereinsmeierei' generell sehr ablehnend gegenüberstehe, sehe ich durch Vereine bei unserem Hobby ein echtes Problem entstehen…..
Vereine ist nicht gleich Vereinsmeierei. Wir haben zwei e.V.s und da gibts das nicht - das sind einfach Organisationen, um manche Sachen besser regeln zu können - und die Verwaltung geht gegen Null und die "Wichtitschkeit" der Aktiven auch.

Das freie Betreten der Landschaft ist im übrigen unabhängig von der Frage, ob die Ausübenden sich in nem Verein, in einer kommerziellen Firma oder was auch immer zusammengetan haben oder nicht.

Es geht um die VERANSTALTUNG. Die ist immer genehmigungspflichtig. Und ne Veranstaltung hat als Hauptmerkmal die Einheit von Zeit und Ort (was beim Cachen nicht gegeben ist) - und zusätzlich noch die Eigenschaft, daß sie über die direkte persönliche Terminabsprache hinausgeht.

Wenn ich mich mit 20 Mann per Mail o.ä. privat auf der Bogenwiese zum Schießen verabrede und quer über die mir nicht gehörenden abgeernteten Felder latsche, ist das ok.
Wenn ich aber öffentlich dazu einlade, sich dann und dort einzufinden, bedarf das -theorethisch- einer Genehmigung. Selbst wenn sich auch nur 20 Mann einfinden - und unabhängig davon, ob ich Startgeld nehme oder das als Einzelperson oder als Verein mache….

Gruß Zappo
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Re: Muggels bekommen jetzt erklärt, was Muggels sind.

Beitrag von massafranz » Mi 4. Feb 2015, 12:12

Zappo hat geschrieben: Vereine ist nicht gleich Vereinsmeierei. Wir haben zwei e.V.s und da gibts das nicht - das sind einfach Organisationen, um manche Sachen besser regeln zu können - und die Verwaltung geht gegen Null und die "Wichtitschkeit" der Aktiven auch.
Dann seid Ihr wohl eine rühmliche Ausnahme... :gott:
Oder in Eurer Region läuft's generell anders... ;)
Das freie Betreten der Landschaft ist im übrigen unabhängig von der Frage, ob die Ausübenden sich in nem Verein, in einer kommerziellen Firma oder was auch immer zusammengetan haben oder nicht.

Es geht um die VERANSTALTUNG. Die ist immer genehmigungspflichtig. Und ne Veranstaltung hat als Hauptmerkmal die Einheit von Zeit und Ort (was beim Cachen nicht gegeben ist) - und zusätzlich noch die Eigenschaft, daß sie über die direkte persönliche Terminabsprache hinausgeht.

Wenn ich mich mit 20 Mann per Mail o.ä. privat auf der Bogenwiese zum Schießen verabrede und quer über die mir nicht gehörenden abgeernteten Felder latsche, ist das ok.
Wenn ich aber öffentlich dazu einlade, sich dann und dort einzufinden, bedarf das -theorethisch- einer Genehmigung. Selbst wenn sich auch nur 20 Mann einfinden - und unabhängig davon, ob ich Startgeld nehme oder das als Einzelperson oder als Verein mache….
Das siehst Du so, das sehe ich im Wesentlichen auch so.
Aber es ist nur eine Frage der Zeit, bis die ersten Rechtsverdreher versuchen werden diese 'Organisation' gegen uns einzusetzen. Und nachdem deren (Jäger, Waldbesitzer...) Lobby weit stärker und finanzkräftiger ist als wir es sind, sehe ich bei unserer tollen Obrigkeit da echt schlechte Karten für uns...
Gibt dir das Leben eine Zitrone, dann frage nach Salz und Tequila... :D

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