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Therapeutisches Geocachen

Allgemeiner Austausch zum Thema Geocaching.

Moderator: jmsanta

stefffffff
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Therapeutisches Geocachen

Beitrag von stefffffff » Do 5. Feb 2015, 09:04

Hallo, Ich arbeite seit einem halben Jahr in einer Einrichtung für psychosoziale Rehabilitation mit psychisch kranken Menschen(Schizophrenie, Depressionen, Borderline usw.), die ihren Alltag nicht eigenständig organisieren können. Wir betreuen ca. 30 Menschen in therapeutischen Wohngemeinschaften und 40 abulant in ihren eigenen Wohnungen. Typische Probleme unserer Klienten sind eine fehlende Tagesstruktur, eine ungesunde Lebensweise und mangelnde soziale Kontakte. Diese Probleme möchte ich mit Erlebnispädagogischen Ansätzen in Angriff nehmen.
Da mir selbst das cachen richtig Spaß macht kam mir die Idee zum "Therapeutischen Geocachen". Dieses Thema dient dazu die Idee weiterzuentwickeln und als Hilfe für mein Projekt.

Ich habe Zugang zu 4-5 GPS-Geräten, Fahrrädern und einem 8-sitzer Bus. Geplant ist eine von mir begleitete Gruppe die alle 3 Wochen ca. in unserer näheren Umgebung auf caching-Tour geht, es besteht allerdings keine Anmeldepflicht oder die Verpflichtung zu jedem Termin zu kommen. Beginnen soll das Ganze Anfang des Frühlings. Da bei uns die Caches eher dünn gestreut sind wollte ich selbst ein paar Caches auslegen, und eine Route zusammenstellen.
Deswegen hab ich nun einige Fragen an euch:
Wie viele Caches, wie schwierig, welche Caches?
Was haltet ihr von der Idee? Habt ihr Anregungen, Verbesserungsvorschläge?
Habt ihr schon Erfahrung mit einer solchen Aktion? Sind Sozialpädagogen oder Psychologen hier die was zu der Thematik wissen?

Schreibt einfach alles was ihr zu dem Thema habt, ich freu mich über viel Input. Es wär auch nett wenn ihr auch Leuten die ihr kennt und die sich mit dem Thema schon mal befasst haben hier mit einbringen würdet :hilfe:
danke schonmal :)

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SoASach
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Re: Therapeutisches Geocachen

Beitrag von SoASach » Do 5. Feb 2015, 10:48

stefffffff hat geschrieben:[...]
Deswegen hab ich nun einige Fragen an euch:
Wie viele Caches, wie schwierig, welche Caches?
[...]
Ich denke das hängt davon ab wie die geografischen Gegebenheiten, die Möglichkeiten Derer die sie finden sollen als auch davon ab, was dir so gefällt.

Willst du die Caches dann auch listen oder nur für die therapeutischen Aktivitäten legen?
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Svensson
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Re: Therapeutisches Geocachen

Beitrag von Svensson » Do 5. Feb 2015, 11:03

stefffffff hat geschrieben:psychisch kranken Menschen(Schizophrenie, Depressionen, Borderline usw.)
Dann bist du in diesem Forum goldrichtig :D
Magst du Annanass oder Trocken?

8812
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Re: Therapeutisches Geocachen

Beitrag von 8812 » Do 5. Feb 2015, 11:04

Svensson hat geschrieben:
stefffffff hat geschrieben:psychisch kranken Menschen(Schizophrenie, Depressionen, Borderline usw.)
Dann bist du in diesem Forum goldrichtig :D
Das war auch meine erste Assoziation.

Hans

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skybeamer
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Re: Therapeutisches Geocachen

Beitrag von skybeamer » Do 5. Feb 2015, 11:07

FFB20FH hat eigentlich schon die wesentliche Frage gestellt. Für den Anfang und in Anbetracht schneller Erfolgserlebnisse würde ich Tradis wählen. Zum Theme eigene Caches verstecken: Sollten die Dosenverstecke respektive die dazugehörige Örtlichkeit für die Allgemeinheit eher uninteressant sein, verzichte auf eine Veröffentlichung.

Die Anzahl der zu absolvierenden Caches pro Tour hängt auch von der Zeit ab, die du zur Verfügung hast. Evtl. macht es ja für deine Patienten Sinn, wenn sie vor Ort die (optimale) Route, d.h. die Reihenfolge der zu abslovierenden Caches eigenständig festlegen?

stefffffff
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Re: Therapeutisches Geocachen

Beitrag von stefffffff » Do 5. Feb 2015, 12:40

Selber planen ist eine gute Idee, danke. Ich hätte einen Einführungs termin gemacht mit Tradis (3-4 st.) und einer festen Route um möglichst vielen das Prinzip näherzubringen. Dann kann man die Leute ja selber aussuchen lassen, allerdings ist bei vielen die Motivation eine Route zu planen krankheitsbedingt leider eher gering, eigenständige Planung dachte ich mache ich erst beim oder nach dem 3. Termin. Davor würde ich ihnen die Wahl lassen ob sie einen Cach in der Route machen wollen oder nicht, oder ob sie mit dem nächsten weitermachen wollen.

Region wäre der Stadt- und Landkreis Landshut wenn ihr euch ein Bild davon machen wollt.
Zeitlicher Rahmen wären 3-4 Stunden

stefffffff
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Re: Therapeutisches Geocachen

Beitrag von stefffffff » Do 5. Feb 2015, 12:46

Nicht bewälltingen können die Leute steile Wege und schwieriges Gelände abseits befestigter Wege. Einfacher Wald oder der hügelige Landschaften sind kein Problem

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Re: Therapeutisches Geocachen

Beitrag von eifriger Leser » Do 5. Feb 2015, 13:12

stefffffff hat geschrieben:Hallo, Ich arbeite seit einem halben Jahr in einer Einrichtung für psychosoziale Rehabilitation mit psychisch kranken Menschen(Schizophrenie, Depressionen, Borderline usw.), die ihren Alltag nicht eigenständig organisieren können. Wir betreuen ca. 30 Menschen in therapeutischen Wohngemeinschaften und 40 abulant in ihren eigenen Wohnungen. Typische Probleme unserer Klienten sind eine fehlende Tagesstruktur, eine ungesunde Lebensweise und mangelnde soziale Kontakte. Diese Probleme möchte ich mit Erlebnispädagogischen Ansätzen in Angriff nehmen.
Da mir selbst das cachen richtig Spaß macht kam mir die Idee zum "Therapeutischen Geocachen". Dieses Thema dient dazu die Idee weiterzuentwickeln und als Hilfe für mein Projekt.
Du bist ja selber Cacher und da sollte dir bewusst sein, dass deine Idee durchaus Konfliktpotential mit den Ownern von Caches birgt, insbesondere dann wenn ihr in Gruppenstärke oder schlecht informiert losmarschieren wollt wird euer Besuch dem einen oder anderen Cache vielleicht nicht gut bekommen. Gerade im Zusammenhang mit Schulklassen/Jugendfreizeiten/etc. gab´s da schon ordentlich Probleme und Frust bei Ownern. Eine Herangehensweise wäre - zugegeben mit etwas mehr Aufwand für dich verbunden - zunächst mal selbstgelegte (nichtöffentliche) Caches zu legen und zu verwenden. Man könnte z.B. ein Dutzend Dosen mal hier und mal dort verstecken und so die Leute auf Trapp halten. Ansonsten bieten sich die "allseits beliebten" T1D1,5-Tradis in Naherholungsgebieten an. Generell würde ich mir überlegen ob es neben einem Hobby dass einem persönlich gut gefällt nicht auch andere Hobbies gibt die vielleicht (noch) besser geeignet sind (Lauf-/Wandergruppe, vielleicht auch mit Begleitieren?, Reparaturtruppe für Fahrräder,... ).
Eine Diskussion ist oft genug Brainstorming ohne Brain.
© Erhard Blanck (*1942), deutscher Heilpraktiker, Schriftsteller und Maler

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SoASach
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Re: Therapeutisches Geocachen

Beitrag von SoASach » Do 5. Feb 2015, 13:58

Wenn du mehr zitiert hättest...:
stefffffff hat geschrieben:[...]
Da bei uns die Caches eher dünn gestreut sind wollte ich selbst ein paar Caches auslegen, und eine Route zusammenstellen.
Deswegen hab ich nun einige Fragen an euch:
Wie viele Caches, wie schwierig, welche Caches?
Was haltet ihr von der Idee? Habt ihr Anregungen, Verbesserungsvorschläge?
[...]
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Re: Therapeutisches Geocachen

Beitrag von stefffffff » Do 5. Feb 2015, 16:14

eifriger Leser hat geschrieben: Du bist ja selber Cacher und da sollte dir bewusst sein, dass deine Idee durchaus Konfliktpotential mit den Ownern von Caches birgt, insbesondere dann wenn ihr in Gruppenstärke oder schlecht informiert losmarschieren wollt wird euer Besuch dem einen oder anderen Cache vielleicht nicht gut bekommen. Gerade im Zusammenhang mit Schulklassen/Jugendfreizeiten/etc. gab´s da schon ordentlich Probleme und Frust bei Ownern.
Darüber weis ich leider nichts, welche Probleme gibt es da?
Ich rechne im übrigen mit einer Gruppenstärke von 4-8 Leuten und nicht mit 70.
Wir bieten schon ein breites Gruppenangebot an( Koch-; Kultur-; Aktiv-; Kreativ-; Kegel-; Skill/Stressbewälltigungs-; Entspannungsgruppe) und dazu wöchentliche kleinere Freizeitaktionen und ein Tageszentrum und Zuverdienstprojekte,
hierbei geht es um eine Erweiterung unseres Angebots

Danke für die Rückmeldungen von allen verfolgt und besprecht auch die ideen anderer wenn ihr Lust habt :)

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