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Therapeutisches Geocachen

Allgemeiner Austausch zum Thema Geocaching.

Moderator: jmsanta

stefffffff
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Re: Therapeutisches Geocachen

Beitrag von stefffffff » Mo 9. Feb 2015, 11:56

Ok, danke. Festhalten möchte ich jetzt:
Eigenen Caches werd ich auslegen.
Auf die Wortdefinitions-weltbilder aller Forenmitglieder werd ich nicht rücksicht nehmen.

wenn noch wer erfahrungswerte einbringenkönnte wär noch gut, ansonsten danke für die ideen

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Paule83
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Re: Therapeutisches Geocachen

Beitrag von Paule83 » Mo 9. Feb 2015, 13:42

eifriger Leser hat geschrieben: Du bist ja selber Cacher und da sollte dir bewusst sein, dass deine Idee durchaus Konfliktpotential mit den Ownern von Caches birgt, insbesondere dann wenn ihr in Gruppenstärke oder schlecht informiert losmarschieren wollt wird euer Besuch dem einen oder anderen Cache vielleicht nicht gut bekommen. Gerade im Zusammenhang mit Schulklassen/Jugendfreizeiten/etc. gab´s da schon ordentlich Probleme und Frust bei Ownern. [...] T1D1,5-Tradis in Naherholungsgebieten an. Generell würde ich mir überlegen ob es neben einem Hobby dass einem persönlich gut gefällt nicht auch andere Hobbies gibt die vielleicht (noch) besser geeignet sind (Lauf-/Wandergruppe, vielleicht auch mit Begleitieren?, Reparaturtruppe für Fahrräder,... ).
Meiner Meinung nach gibt es immer ein gewisses Konfliktpotential, auch wenn erfahrene Cacher unterwegs sind.
Es sollte eher darüber nachgedacht werden, wie man benachteiligten Menschen die Möglichkeit gibt, an unserem Hobby teilhaben zu lassen. Grundlegend steigt und fällt das ganze mit dem "Guide", in dem Fall stefffffff. Im besten Fall kennst du die Runde bereits, sensibilisierst die Teilnehmer auf typisches Verhalten (unauffällig, Natur schonen etc.), gehst die Dosen zu unsensiblen Uhrzeiten an (Nicht Sonntag Mittag zur Wald-Rush-Hour) und lenkst die Teilnehmer auch in die richtige Richtung. Wenn du das alles im Griff hast, dann kann es eine sehr schöne Runde geben.

Wenn ein paar Termine gut gelaufen sein, könnte ich mir auch das Lösen von leichten Mysteries oder Wander-Multis vorstellen, wenn von deiner Seite einiges vorbereitet ist. Bei einfachen Ablesemultis entsprechende Mitschriften vorbereiten, wo nur noch die entsprechende Zahl eingefügt werden muss etc.

Unterm Strich kannst du auch auf Nummer sicher gehen und vorab eine entsprechende (Standard-)Mail an den Owner schicken, ich denke die wenigsten werden dich bei unsensiblen Caches nicht unterstützen.

MysterioP
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Re: Therapeutisches Geocachen

Beitrag von MysterioP » Mo 9. Feb 2015, 22:30

stefffffff hat geschrieben:Auf die Wortdefinitions-weltbilder aller Forenmitglieder werd ich nicht rücksicht nehmen.

wenn noch wer erfahrungswerte einbringenkönnte wär noch gut, ansonsten danke für die ideen
Wer in ein Forum schreibt, darf nicht nur ja, Amen und Zustimmung erwarten.
Ich finde deine Idee immer noch schlecht, Begründung darf man auf Seite 2 lesen. Dieses Hobby ist in der Gruppe ausgeführt langweilig, besonders für Anfänger! Der Reiz ist doch nicht das Mitlatschen und vom Kumpel hören, dass er "es" gefunden hat, viel mehr werde ich allein aktiv und lerne meine Umwelt kennen.

Und dann antworte bitte auf die Frage, welchen therapeutischen Nutzen Geocaching bitte haben soll? Ich werde den Gedanken nicht los, dass hier viele einfach nur ihr Hobby breitlatschen und massentauglich machen wollen á la "Ich gehe gern geocachen, am Besten mache ich daraus gleich eine/n Kindergeburtstag/Schul-AG/Gruppenaktivität für Psychisch Kranke".
Wozu das geführt hat, liest man dann täglich in den Logs von "CoolerCasher89" der "die echt coole dose schnell gefunden tftc" hat - jeder Dödel kennt Geocaching...
Paule83 hat geschrieben:[...]und lenkst die Teilnehmer auch in die richtige Richtung[...]

Wenn ein paar Termine gut gelaufen sein, könnte ich mir auch das Lösen von leichten Mysteries oder Wander-Multis vorstellen, wenn von deiner Seite einiges vorbereitet ist. Bei einfachen Ablesemultis entsprechende Mitschriften vorbereiten, wo nur noch die entsprechende Zahl eingefügt werden muss etc.
Mein Gott, ein bissl Intelligenz darf man doch voraussetzen? Das sind erwachsene Menschen, keine Grundschulkinder? Wenn die Einstiegshürde "Richtig Ablesen und Zahlen in Formel einsetzen" zu hoch ist, ist Cachen das falsche Hobby - bzw. kann man sich den ganzen Aufwand als Gruppenleiter auch gleich sparen und in eine ordentliche Freizeitbeschäftigung stecken, in der man wirklich lernt gemeinsam ein Ziel zu erreichen und in der der minimalste Workload eines Teilnehmers über dem Mitlaufen und Namen in Chinakladde schreiben liegt.
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radioscout
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Re: Therapeutisches Geocachen

Beitrag von radioscout » Mo 9. Feb 2015, 22:35

Achtung, böse:
Ich würde erst mal ausgiebig die Foren lesen, z.B. hier: https://forum.geoclub.de/viewtopic.php? ... 3#p1211233 und mir dann überlegen, ob therapeutisches Geocaching so was ist wie der Versuch, Alkoholismus mit H*roin zu behandeln.
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Wir hätten nie uns getraut doofe Dosen anzumelden schon aus Respekt vor diesem geheimnisvollen Spiel (Dosenfischer, Die goldenen Jahre)

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Re: Therapeutisches Geocachen

Beitrag von stefffffff » Di 10. Feb 2015, 12:13

Hierbei handelt es sich um ein Projekt, ich werde etwas geocaching- ähnliches machen, wenns gut läuft in ordnung, wenn nicht dann lass ich bleiben.
MysterioP hat geschrieben: Und dann antworte bitte auf die Frage, welchen therapeutischen Nutzen Geocaching bitte haben soll?
the mountains speak for themselves
fairerweise und im hinblick eines angenehmen Gesprächsklima muss ich zugeben dass dieser Nutzen auch durch intensives Reflektieren nicht der gigantisch groß sein wird.
MysterioP hat geschrieben: Mein Gott, ein bissl Intelligenz darf man doch voraussetzen? Das sind erwachsene Menschen, keine Grundschulkinder? Wenn die Einstiegshürde "Richtig Ablesen und Zahlen in Formel einsetzen" zu hoch ist, ist Cachen das falsche Hobby

Unsere Klienten haben keinerlei Intelligenzminderung, allerdings sind für sie trotzdem leichte alltägliche Dinge manchmal krankheitsbedigt nicht möglich.
Deinem letzten Vorschlag lieber MysterioP kann ich nur beipflichten ich würde auch lieber in den Alpen Klettern oder eine Kanadier-tour machen, allerdings liegt mein Budget für 5 Termine bei maximal 30€.

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Re: Therapeutisches Geocachen

Beitrag von Zappo » Di 10. Feb 2015, 12:49

stefffffff hat geschrieben:Unsere Klienten haben keinerlei Intelligenzminderung, allerdings sind für sie trotzdem leichte alltägliche Dinge manchmal krankheitsbedigt nicht möglich. …..
Und was ist der Plan? Wo und wie willst Du da was erreichen, verbessern, wo liegt der Hund begraben und wie holt man ihn da wieder raus?

Klar, Geocaching/Geländespiel/draussensein/Qualitätszeit oder wie man das jetzt nennen will :D kann vielleicht irgendwas hinbiegen. Ich hab aber keine Ahnung, was bei den Leuten krankheitsbedingt so Sinn macht - das ist denn doch ein wenig ausbildungsfremd für mich.

Und ich glaube, hier gibts keinen, der Dir nicht zig Ideen für Stationen und Spielideen schildern kann oder zumindest etwas raten kann - aber da fehlen schlicht ein paar Aussagen zu den speziellen Vorgaben bzw. Erfordernissen und Absichten, die sinnigerweise mit der Aktion verbunden sein sollen. DIE kann wohl hier niemand von uns liefern.

Gruß Zappo
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Re: Therapeutisches Geocachen

Beitrag von stefffffff » Di 10. Feb 2015, 16:47

Prizipiell reichen 20 min und ein paar Kurzdefinitionen im Internet aus um sich einen groben Überblick zu verschaffen, wenn du dir die Mühe machen willst. Ich kann dir zusätzlich noch ein Beispiel geben: ich konnte einen mann, der es vor einem1/4 Jahr manchmal psychisch nicht geschafft hat, nachdem der langjährig vertraute Betreuer an der Tür klingelte, die Türe zu öffnen, und der fast nie das Haus verlässt, motivieren bei dieser Gruppe mitzumachen. Er hat schon mal was von "Geocaching" gehört und möchte das ausprobieren. Für so jemanden glaube ich ist es in keinen Fall falsch sich mit 2-3 Personen draußen zu bewegen.

Spezielle Vorgaben außer den gesetzlichen rahmen gibt es nicht, Absichten sind Bewegung, kleine Denkaufgaben, gemeinsame Handlung, ein Forum für soziale Kontakte so in der Richtung, Möglichkeit aus der gewohnten Rolle auszubrechen, eine Andere Rolle in der Gruppe übernehmen. Im Anschluss reflektiert man dann mit den Leuten wie sie sich verhalten haben und wie s ihnen dabei ging.

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Re: Therapeutisches Geocachen

Beitrag von Zappo » Di 10. Feb 2015, 17:37

stefffffff hat geschrieben:Spezielle Vorgaben außer den gesetzlichen rahmen gibt es nicht, Absichten sind Bewegung, kleine Denkaufgaben, gemeinsame Handlung, ein Forum für soziale Kontakte so in der Richtung, Möglichkeit aus der gewohnten Rolle auszubrechen, eine Andere Rolle in der Gruppe übernehmen. Im Anschluss reflektiert man dann mit den Leuten wie sie sich verhalten haben und wie s ihnen dabei ging.
Ich lese da ne gewisse nötige Interaktion zwischen den Leuten raus. Also liegt nahe, ne gemeinsame Aufgabe zu basteln.

Wenn man da nicht Hardcore-Managertraining veranstalten will und gemeinsam Brücken bauen oder Schluchten überqueren, sollte man sich was Bescheideneres einfallen lassen. Z.B. die Leute unterwegs Sachen finden, die sie gemeinsam dann vor Ort benutzen müssen, um irgendwas zu finden, zu ereichen, zu angeln, was auch immer. Die Sachen muß man erstmal finden - da kann z.B das GPS durchaus ne Rolle spielen. Man wird im nächsten Schritt überlegen und beschließen (und durchsetzen), was man mit den Sachen machen muß.bzw. wie sie zueinanderpassen und verwendet werden müssen. Und das wird dann gemacht - da brauchts dann einen Macher, der das tut - und jemanden, der das -je nach örtlichen Gegebenheiten -lenkt, einweist, Hilfestellung bietet.

Und im Idealfall immer Interesse bei allen, wie es weitergeht bzw Miträtseln der gerade nur am Rande Beteiligten.

Oft strapaziertes Beispiel: Manuskriptfetzen, die man zusammenlegen und deuten muß, führen uns zu Koords, an denen wir beim Umkreissuchen gewisse Dinge suchen. Angelschnur/ lange Stange, Magnet. Das montieren wir zusammen und fischen an umschriebener Stelle ne Metalldose aus dem Teich, die - oh Wunder - ne Koordinate beinhaltet, wo der Kasten Bier steht.

Das muß nicht aufwendig sein - das kann 1 Meter vom Ufer weg liegen - der Satz "Sucht den eisernen Fisch im Umkreis von 20 Metern zu Brücke" beschäftigt schon mal 5 Leute beim "insWasserGucken "- wenn einer reinfällt, auch mehr :D

Nur ein Beispiel. Ohne See kann man was aus dem Rohr angeln lassen, was von der gegenüberliegenden Seite des Baches greifen lassen, man kann Gruppen bilden, die mit den nächsten Anweisungen am Treffpunkt erscheinen, man kann durch ein Stück Rohr und zwei Fixpunkte peilen und auf den Hang gegenüber jemand zum Ziel einweisen , am Ende einer 20 Meterleine, die man in Richtung XX Grad auslegt, den nächsten Punkt finden usw usw usw. Man kann das Ganze auch je nach Klientel mit ner spannenden Geschichte verbrämen.

Wenn man das -eher schlichte- Prinzip mal verinnerlicht hat, gibts da - je nach gewolltem Aufwand und örtlichen Vorgaben nix, was es nicht geben kann.

Gruß Zappo
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Re: Therapeutisches Geocachen

Beitrag von Nemo-Aktiv » Di 10. Feb 2015, 22:08

Wenn eigene, selbst gelegte Caches einem kranken Menschen in welcher Form auch immer dabei helfen, sich besser zu fühlen oder einfach mal auf andere Gedanken zu kommen, finde ich daran nichts verwerfliches. Ob Geocaching dafür geeignet ist, kann ich als nicht Fachmann wohl kaum beurteilen.

Ich bin leider nicht kreativ genug, um hier mit vielen Tipps um mich zu werfen.
Vielleicht magst du dir meinen Multi mit einer Schlumpfgeschichte mal anschauen. http://coord.info/GC52EQG Falls Interesse besteht, würde ich dir die einzelnen Stationstexte, die die Geschichte weiter erzählen, zur Verfügung stellen. Ich denke, sie lassen sich ganz einfach an eure individuellen Bedürfnisse anpassen.

Die hier schon genannte Idee, das "Final" nicht unbedingt als herkömmliche Dose mit irgendwelchem Gedöns, sondern in eine reale Eisdiele, an einen vorher hergerichteten Picknickplatz oder was auch immer zu legen finde ich übrigens sehr gut.

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Re: Therapeutisches Geocachen

Beitrag von Marschkompasszahl » Di 10. Feb 2015, 23:40

@ZAPPO: Respekt! Schöne Ideen!!!

Was am Ende als "Geocaching" verkauft wird, ist - bei eigens dafür gelegten "Caches" - auch völlig egal. Das kann ein 50m Rollator-Parkour sein oder Cross-Eierlaufen durch den Wald, eine klassische Schnitzeljagd, eine interaktive Stadtführung, usw.

Letzten Ende muss stefffff selber entscheiden, was er mit seinen Leuten machen kann.
Vielleicht überfordert die Teilnehmer allein schon die Nutzung des GPS-Empfängers.

Genügend Ideen und Anregungen wurden ja an die Hand gegeben. Nun ist der Themenstarter selbst an der Reihe.

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