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Spendencache für wohltätige Zwecke - erlaubt oder nicht?

Allgemeiner Austausch zum Thema Geocaching.

Moderator: jmsanta

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Zappo
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Re: Spendencache für wohltätige Zwecke - erlaubt oder nicht?

Beitrag von Zappo » Do 2. Apr 2015, 13:11

OHVcacher hat geschrieben:was Du tun könntest ist "indirekte" Werbung für ein Ehrenamt zu machen. Z.B. in Caches eine Visitenkarte von dem Verein den Du unterstützen magst reintun …..
Was spricht eigentlich gegen "selbst spenden" ? Keine Option?

Gruß Zappo
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radioscout
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Re: Spendencache für wohltätige Zwecke - erlaubt oder nicht?

Beitrag von radioscout » Do 2. Apr 2015, 13:20

Es gibt Spendensammeldienste, die für so was besser geeignet sind. Warum nutzt Du nicht eine davon, anstatt Geocaching für etwas zu instrumentalisieren, was nach den Guidelines nicht zulässig ist?
Bild
Wir hätten nie uns getraut doofe Dosen anzumelden schon aus Respekt vor diesem geheimnisvollen Spiel (Dosenfischer, Die goldenen Jahre)

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BenOw
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Re: Spendencache für wohltätige Zwecke - erlaubt oder nicht?

Beitrag von BenOw » Mo 20. Apr 2015, 07:35

Spoiler hat geschrieben:
BenOw hat geschrieben:Die abschließende Spende ist tatsächlich der eher unspektakuläre Teil, zumindest so lange man dabei dann keinen Wurm reinbringt. Das hat aber noch nichts mit Schenkung zu tun, wie kommst Du da drauf?
1. Ganz einfach, wenn du mir, da ich ja so ein netter Vogel bin :p , einfach mal so 1000,00 Euro in die Hand drückst, dann ist dieses Geld für mich keine Einnahme im Sinne des Einkommensteuerrechts sondern eine Schenkung.
Was eine Schenkung ist, weiß ich, aber das hat doch nichts mit der Ausgangsfrage zu tun. Da bekommt nicht einer zufällig einmalig etwas geschenkt, sondern er bittet per ausgelegte(r/n) Dose(n) dauerhaft und organisiert um Geld, unter Vorgabe eines späteren (für den "Spender" nicht mehr kontrollierbaren) Verwendungszwecks. Siehe meine weitere Anmerkung im von Dir unvollständig zitierten Beitrag.

Zappos Nebenfrage habe ich überlesen, da teile ich Deine Antwort. Wo auch immer ein "Eventüberschuss" herkommen soll, falls es da gezielte Einnahmen gab, müsste man da auch steuerlich aufpassen.

Neben dem ganzen würde ich mein Geld sowieso nicht einer derart dubiosen Geldmachmasche anvertrauen. Nach dem Überfall per Brief, Fax und Spammail eine neue Form? Na, dann lieber auf direktem Weg dorthin wo ich will.

Spoiler
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Re: Spendencache für wohltätige Zwecke - erlaubt oder nicht?

Beitrag von Spoiler » Mo 20. Apr 2015, 09:01

BenOw hat geschrieben:
Spoiler hat geschrieben:
BenOw hat geschrieben:Die abschließende Spende ist tatsächlich der eher unspektakuläre Teil, zumindest so lange man dabei dann keinen Wurm reinbringt. Das hat aber noch nichts mit Schenkung zu tun, wie kommst Du da drauf?
1. Ganz einfach, wenn du mir, da ich ja so ein netter Vogel bin :p , einfach mal so 1000,00 Euro in die Hand drückst, dann ist dieses Geld für mich keine Einnahme im Sinne des Einkommensteuerrechts sondern eine Schenkung.
Was eine Schenkung ist, weiß ich, aber das hat doch nichts mit der Ausgangsfrage zu tun. Da bekommt nicht einer zufällig einmalig etwas geschenkt, sondern er bittet per ausgelegte(r/n) Dose(n) dauerhaft und organisiert um Geld, unter Vorgabe eines späteren (für den "Spender" nicht mehr kontrollierbaren) Verwendungszwecks. Siehe meine weitere Anmerkung im von Dir unvollständig zitierten Beitrag.

Zappos Nebenfrage habe ich überlesen, da teile ich Deine Antwort. Wo auch immer ein "Eventüberschuss" herkommen soll, falls es da gezielte Einnahmen gab, müsste man da auch steuerlich aufpassen.

Neben dem ganzen würde ich mein Geld sowieso nicht einer derart dubiosen Geldmachmasche anvertrauen. Nach dem Überfall per Brief, Fax und Spammail eine neue Form? Na, dann lieber auf direktem Weg dorthin wo ich will.
Mir ist kein Gesetz bekannt, das es einer Privatperson untersagt, Spenden zu sammeln. Also wenn hier jemandem konkrete gesetzliche Regelungen bekannt sind, kann er sie ja hier mal gerne anführen.

Gewerbliche "Geldsammlern", sprich hier Organisationen, die aus dem Fernsehen, diverser Werbung und regelmäßigen schriftlichen Anfragen bekannt sind, dürfen Spendenquittungen ausstellen und müssen sich daher einer erhöhten Prüfung durch die Finanzverwaltung unterziehen. Hier stellen diese Spenden daher "Einnahme" dar - auch wenn diese Einnahme letztendlich wahrscheinlich steuerfrei bleibt.

Private Geldsammler sind, auch wenn ich mehrer Menschen auf der Straße anspreche oder über einen Cache eine unbestimmte Anzahl von Menschen mit diesen Einnahmen nicht steuerpflichtig. Auch wenn ich die Tätigkeit nachhaltig - also regelmäßig wiederkehrend betreibe - bleiben diese Einnahmen unbeachtlich, wenn es keine Absicht ist, Gewinne zu erzielen.

Und das ist ein ganz wesentlicher Punkt - Gewinnerzielungsabsicht. Dem private Spendensammler wird nur in den seltesten, meist konstruierten Fällen eine Gewinnerzielungsabsicht zu unterstellen sein.

;) ;) Spinnen wir den Gedanken, es bestünde eine Gewerblichkeit mal weiter:
Einnahmen = Ausgaben; Gewinn = 0. Im Gegenteil, durch die Gestaltung und Wartung des Caches entstehen ja Ausgaben: Kosten für die Herstellung, regelmäßige Fahrtkosten zum Cache einschließlich Dokumentation des Geldeingangs.

Dann macht der Geldsammler ja Verlust - den können wir dann ja auch in unserer Steuererklärung ansetzten und bekommen sogar noch Geld vom Finanzamt zurück. ;) ;)

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Re: Spendencache für wohltätige Zwecke - erlaubt oder nicht?

Beitrag von BenOw » Mo 20. Apr 2015, 21:28

Spoiler hat geschrieben:Mir ist kein Gesetz bekannt, das es einer Privatperson untersagt, Spenden zu sammeln.
Das sehe ich genauso und habe es auch nicht behauptet, dass es ein Verbot gäbe.

Die "Diskussion" dreht sich im Kreis.

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Re: Spendencache für wohltätige Zwecke - erlaubt oder nicht?

Beitrag von Spoiler » Di 21. Apr 2015, 08:38

BenOw hat geschrieben: Zappos Nebenfrage habe ich überlesen, da teile ich Deine Antwort. Wo auch immer ein "Eventüberschuss" herkommen soll, falls es da gezielte Einnahmen gab, müsste man da auch steuerlich aufpassen.
Die Fettung im Zitat ist von mir. Hier möchte ich eigentlich nur noch einmal betonen, dass man eben nicht hinter jedem Baum einen Räuber vermuten muss.

Das private Sammeln von Spenden und auch der Überschuss aus einem "einmaligen" Event und auch das Bereitstellen einer Dose mit der Aufforderung an viele Unbekannte hier doch bitte Geld für einen guten Zweck zu geben führt beim Geldeinsammler, wenn er denn eine Privatperson ist, nicht automatisch zu einer steuerpflichtigen Einnahme.

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Re: Spendencache für wohltätige Zwecke - erlaubt oder nicht?

Beitrag von BenOw » Di 21. Apr 2015, 21:29

Du liest nicht gerne das, was ich schreibe, oder?

Ich mag's halt nicht, wenn man meine Aussagen einfach ignoriert und dann versucht, mich als doof hinzustellen und gegen die so nicht getroffenen bzw. aus dem Zusammenhang gerissenen (hier: gefetteten) Aussagen schlaumeiert. Kannst gerne weitermachen, aber ohne mich, das Thema ist mir nun wirklich nicht wichtig genug (ich halte nach wie vor nichts davon, der Fragesteller ist gewarnt und wer da mitmacht, ist selber schuld).

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Re: Spendencache für wohltätige Zwecke - erlaubt oder nicht?

Beitrag von Spoiler » Mi 22. Apr 2015, 08:20

BenOw hat geschrieben:Ich sprach nicht vom Sammlungsgesetz (bekannt, habe mit der Branche zu tun), sondern vom Finanzamt. Sammeln ja, versteuern aber auch...letztendlich kein Spaß.
BenOw hat geschrieben:Der verlinkte Artikel ist vergleichsweise sinnentstellend, da fehlen einige Aspekte. Es ist nicht nur das BGB und das Ordnungsrecht einschlägig, sondern vor allem das Finanzrecht. Hier lehne ich mich in Punkto hieb- und stichfeste Quellennachweise etwas aus dem Fenster, da ich die Feinheiten nicht kenne (da kümmert sich unsere "Finanzabteilung" drum), aber uns als gemeinnützige Hilfsorganisation schaut das Finanzamt ziemlich genau auf die Finger. Und das gilt prinzipiell auch für den Privatmann: eingenommenes Geld ist zunächst mal Einkommen, das versteuert werden will. .....
BenOw hat geschrieben:Du liest nicht gerne das, was ich schreibe, oder?

Ich mag's halt nicht, wenn man meine Aussagen einfach ignoriert und dann versucht, mich als doof hinzustellen und gegen die so nicht getroffenen bzw. aus dem Zusammenhang gerissenen (hier: gefetteten) Aussagen schlaumeiert. Kannst gerne weitermachen, aber ohne mich, das Thema ist mir nun wirklich nicht wichtig genug (ich halte nach wie vor nichts davon, der Fragesteller ist gewarnt und wer da mitmacht, ist selber schuld).
Doch, doch - ich lese das ganze schon. Allerdings ist die pauschalierte Aussage "eingenommenes Geld ist Einkommen, das versteuert werden will" im Zusammenhang mit einer privaten Spendensammelaktion einfach falsch und eine Warnung daher nicht notwendig!

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Re: Spendencache für wohltätige Zwecke - erlaubt oder nicht?

Beitrag von OHVcacher » Mi 22. Apr 2015, 20:04

@Zappo: Du hast meinen Beitrag zitiert:
Was spricht eigentlich gegen "selbst spenden" ? Keine Option?

Gruß Zappo
Ich habe einen Wildtierrettung / Schutz Verein der selbst Spenden sammelt bzw. auf Spender angewiesen ist und selber spende ich auch an andere Vereine ;)
So bin ich übrigends auch auf das Hobby Geocaching gestoßen :roll:
T5 Fan und Mystery Fan

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