GPS-Emfänger: Militärisch und Zivil?

Allgemeiner Austausch zum Thema Geocaching.

Moderator: jmsanta

Don Cerebro
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GPS-Emfänger: Militärisch und Zivil?

Beitrag von Don Cerebro » Mo 6. Mär 2006, 13:30

Hallo,
eben im Gespräch kamen wir auf folgende Überlegung:
Hat das Militär eigentlich andere GPS-(Hand-)Emfänger? Müßte ja eigentlich, weil diese Geräte genauer sind/sein sollen.

Hat schon jemand eine Info-Quelle über diese Geräte gefunden (Aufbau, Name etc.?)

Gruß
Heiko
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alex3000
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Beitrag von alex3000 » Mo 6. Mär 2006, 13:37

Das Militär nutzt ja einen verschlüsselten Code. Also brauchen die auch andere Geräte, oder?
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º
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Beitrag von º » Mo 6. Mär 2006, 13:44

Es gibt militärische Handhelds z.B. von Raytheon, aber es werden meistens Geräte verwendet, die nicht das militärische Signal empfangen können. Der handelsübliche Infanterist kann mit der erhöhten Genauigkeit nämlich wenig bis nichts anfangen.
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Cornix
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Re: GPS-Emfänger: Militärisch und Zivil?

Beitrag von Cornix » Mo 6. Mär 2006, 14:15

Don Cerebro hat geschrieben:Hat schon jemand eine Info-Quelle über diese Geräte gefunden (Aufbau, Name etc.?)

Das US Standard-Gerät ist das AN/PSN-11 von Rockwell, auch PLGR (Precision Lightweight GPS Receiver) genannt (Nickname "Plugger"). Das mit dem Leichtgewicht sollte man nicht wörtlich nehmen.

Im blauen Forum wird gelegentlich über die Vor- und Nachteile dieser Teile diskutiert.

Nachtrag: in diesem Posting wird ein Artikel zitiert, der auf die Unterschiede in der Genauigkeit eingeht: Mixed Signals: Using Civil GPS Receivers in Combat. Der DAGR (AN/PSN-13) ist der Nachfolger des PLGR und seit Mitte 2005 im Einsatz.

Cornix

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jensileinchen
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Beitrag von jensileinchen » Mo 6. Mär 2006, 14:44

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das hier ist schon plrg ii

....... oder doch nur ein geocacher im einsatz ?


und das hier is der DAGRBild

und weils so schön ist - hier der vergleich
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Zuletzt geändert von jensileinchen am Mo 6. Mär 2006, 14:49, insgesamt 2-mal geändert.
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DL3BZZ
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Beitrag von DL3BZZ » Mo 6. Mär 2006, 14:46

Wo ich mal beim Bund war, hatte ich ein Gerät öfter in der Hand. Und mit dem Schlüsselcode war ganz gut den Standort zu ermitteln. Leider hatte ich da noch kein handelsübliches Gerät zum vergleichen.
Aber das Gerät war viel zu groß, im Vergleich zum eXplorist 600, den ich z.Z. habe ein Backstein :wink: .

Bis denne
Lutz, DL3BZZ
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Beitrag von gismo » Mo 6. Mär 2006, 15:40

Ich kann auch ein bisschen was dazu beisteuern.
Die Art wie ein Militär Gerät die Signale empfängt ist die gleiche wie bei den Zivilen. Echte Militärische haben nur die Möglichkeit das Codierte Signal zu decodieren wenn der Amerikaner das "Störsignal" aufschalten sollte.
Bei der Standortbestimmung ist alles so wie bei den Zivilen.
Auch eine Art zu cachen -> Gefundene Rechtschreibfehler gehen automatisch in den Besitz des Finders über!
- Garmin GPSmap 60CS
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Beitrag von moenk » Mo 6. Mär 2006, 16:22

Gismo hat geschrieben:Echte Militärische haben nur die Möglichkeit das Codierte Signal zu decodieren wenn der Amerikaner das "Störsignal" aufschalten sollte.

Welcher Amerikaner denn, da sind doch so viele ... ;-)
Das ist nicht ganz so, etwas genauer:
http://gio.uni-muenster.de/beitraege/au ... u-pap2.htm
Dazu die Stellen mit L1/L2/P(Y)-Code und sowas bitte lesen. Das sind auch zusammen mit Navstar die Worte zu denen Google noch mehr ausspucken kann.
Bild Denkst Du noch selber oder bist Du schon Schwarm?

schmitty
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Beitrag von schmitty » Mo 6. Mär 2006, 17:58

Bin mal kurz dran ausgebildet worden (1995).

War supergenau das Teil! Empfängt auf 2 Kanälen, um Laufzeitunterschiede rauszurechnen.

Jahre später während einer Reserveübung hat das Ding auf dem LeoIIA5 selbst mit der Fahrzeugnavigation aber total verückt gespielt...

War auch gut, so haben wir ein wenig abseits geparkt ;-)

Ist doch eigentlich voll blöde, wenn man sich nicht mehr verfahren kann...

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Beitrag von wallace&gromit » Mo 6. Mär 2006, 19:52

Militärische Geräte nutzen meines Wissens einen zweiten Frequenzbereich, mit dessen Hilfe eben die Beeinflussung durch die Atmosphäre besser kompensiert werden können. Dieser ist verschlüsselt
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