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Verschwundene Dose trotzdem mit "Found-it" loggen?

Allgemeiner Austausch zum Thema Geocaching.

Moderator: jmsanta

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friederix
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Re: Verschwundene Dose trotzdem mit "Found-it" loggen?

Beitrag von friederix » Mo 11. Jul 2016, 20:51

Luxemburgo hat geschrieben: aber wenn jemand eine entwendete oder verlorengegangene Dose gut ersetzt, so what.
Ja, das sind dann die, die ersetzt wurden, um ein DNF zu vermeiden.
Nicht selten liegen dann zwei Dosen vor Ort: Ein nichtgefundenes Original und eine abgeworfene Doublette.

Einen weiteren Kommentar zu Deinem
Luxemburgo hat geschrieben: Wenn ich eine Dose finde, logge ich sie.
spare ich mir.
Das ist "Nach mir die Sintflut"-Mentalität und der Grund, warum ich nicht mehr cachen gehe.
Hättest Du noch die "Alte Zeit" erlebt, in der regional jeder jeden kannte, würdest Du auch so denken.

Gruß Fried
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Luxemburgo
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Re: Verschwundene Dose trotzdem mit "Found-it" loggen?

Beitrag von Luxemburgo » Mo 11. Jul 2016, 21:03

Ja, das ist die Sache mit "der guten alten Zeit" bei einer Sache, die gerade einmal 1,5 Jahrzehnte alt ist.

Es hört sich immer so an nach Legenden mit langen weißen Bärten und Geschichten, die sie noch ihren Enkeln und Urenkeln erzählen können.

Realisiere doch, dass sich das Hobby dynamisch verändert hat und das sicher auch weiterhin tut. Anders erinnert es mich immer an die Sache mit dem Zuzug in eine Siedlung, wo man sich allen Gepflogenheiten und Marotten der Alteingesessenen unterordnen muss, seien sie auch noch so einschränkend.

An den Reglementierungen durch die Firma sieht man, dass dort auch Auswüchse eingedämmt werden sollen (Challenges), aber man sieht auch die teilweise Hilflosigkeit, weil man mitunter einfach keine Werkzeuge findet, das Hobby so zu lenken, wie man es sich vorstellt.

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JackSkysegel
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Re: Verschwundene Dose trotzdem mit "Found-it" loggen?

Beitrag von JackSkysegel » Mo 11. Jul 2016, 21:19

Oh, die "Firma" lenkt das Hobby schon so wie "die" sich das vorstellen. Stell dir mal vor, als die Firma in der guten alten Zeit noch vernünftig war, waren Powertrails verboten. Das war eine sinnvolle Einschränkung die aus rein geschäftlichen Gründen abgeschafft wurde.

Da kann mir auch jede "dynamische Entwicklung" wirklich gestohlen bleiben.
Unechter Cacher (Tm)

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friederix
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Re: Verschwundene Dose trotzdem mit "Found-it" loggen?

Beitrag von friederix » Mo 11. Jul 2016, 21:27

Luxemburgo hat geschrieben:J
Es hört sich immer so an nach Legenden mit langen weißen Bärten und Geschichten, die sie noch ihren Enkeln und Urenkeln erzählen können.
In der Tat; - so ist es und so war es.
Kein heutiger Neucacher kann das Gefühl nachempfinden, das damals das Cachen ausgemacht hat: Man musste sich mit Karten zu Parkplätzen in fremder Umgebung durchwurschteln.
Man musste sich das Dosensuchen selbst beibringen. Viel dazu im Internet zu lesen gab es nicht.

Es war so eine Art der Entdeckung des amerikanschen Westens im 19. Jahrhundert.
Das hatte was von Pioniergeist.

Heute ist die elektronische Infrastruktur perfekt ausgebaut. Eigeninitiative bedarf es kaum noch. Das ist zugegebenerweise praktisch, und ich nutze es auch bzw. habe es ebenfalls genutzt.
Aber der Abenteuer-Charakter ist dabei komplet abhanden gekommen.
Und damit leider auch der Spaß.

Heute sucht man Tradies an der Perlenschur.
Früher waren in Deutschland die meisten Caches Multies.
Davon viele sehr aufwändig und schwierig; und wenn man einen am Tag gefunden hatte, war man glücklich, machte sein Picknick und war stolz, den Parcours erfolgreich absoviert zu haben.

Auf einen gefundenen Durchschnitts-Tradi ist kein Mensch mehr stolz.

Gruß Fried
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Re: Verschwundene Dose trotzdem mit "Found-it" loggen?

Beitrag von Luxemburgo » Mo 11. Jul 2016, 21:31

So sieht das aus. Das ist ein (profitorientiertes) Wirtschaftsunternehmen.

Powertrails machen vielen Leuten Spaß, sei es um Punkte zu sammeln oder aus anderen Gründen. Ich hätte auch Spaß daran, und cache bei Lust und Laune so, dass ich einen längeren Weg für "nur" eine Dose gehe. Bleibt die Frage, ob man diesen "richtigen" Weg allen verordnen muss oder jeden so lässt wie er mag.

Wenn man den zurückführenden Weg gehen möchte, müssten u.a. die Powertrails abgeschafft werden, die Cachedichte müsste noch einmal eingeschränkt werden usw.

Die Entwicklung der Jahre ist sicher schwer wieder einzufangen und rückgängig zu machen. Zumal die Firma mit ihren Interessen das aller Wahrscheinlichkeit nach nicht will.

Das mit dem Pioniergeist in der Anfangszeit verstehe ich und höre ich immer wieder. Glückliche Leute, die das erlebt haben. Nur hat sich das Ganze entwickelt und aller Weg Back To The Roots ist schwer, wenn nicht unmöglich.

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Re: Verschwundene Dose trotzdem mit "Found-it" loggen?

Beitrag von schatzi-s » Mo 11. Jul 2016, 21:47

Luxemburgo hat geschrieben: Ok, sachlicher: Ich logge jede Dose, die ich finde, sonst würde ich mir das Suchen sinnlos vorkommen. Spaß hätte ich sonst auch keinen.
da hast Du nun einen Kardinalfehler gemacht: Du hast mein Verhalten mit Deinem Background bewertet. Das ist aber leider Aepfel mit Birnen zu vergleichen.

Kurz gesagt:
Cachen ist fuer mich ein Grund raus zu gehen, Dinge zu tun, die ich sonst nicht tun wuerde... wie z. B. die Fahrt nach England oder gestern eine Paddeltour. Suchen ist fuer mich ein Greul. Ich will besondere Aktionen machen, an schoenen Orten sein, diese geniessen und dort meine Zeit nicht mit dem Suchen "verschwenden". Ich moechte knobeln, wie ich eine pfiffige Dose oeffnen kann, Bastelarbeiten bewundern...
Ich will keinen Petling an der Leitplanke, ich moechte nicht unten vor einer tollen Buche stehen und gucken, wo die Hinweise sind. Ich will in den Baum und an meine Grenzen gehen, wenn ich dabei bin, die Hinweise/ Dose zu bergen.

Wenn ich nun aber in einer Gruppe unterwegs bin und die Anderen gerne ihren Namen in jedes Tradi-Logbuch reinschreiben wollen, dann sollen sie das gerne tun, aber das heisst nicht, dass ich mit im Logbuch stehen will. Warum auch? Ich logge gerne lang und beschreibe, was ich bei der Suche erlebt habe oder ueber den Cache denke (wenn es sein muss auch kritisch). Das gelingt mir nicht, wenn ich etliche Cache finden, die sich nur durch die Koordinaten unterscheiden...
(an die Log-Stalker: Ja, ich habe das auch schon mal anders gesehen/ gemacht, aber mein Cacheverhalten aendert sich haeufiger und wenn das nicht so waere, haette ich wahrscheinlich laengst mit dem Cachena aufgehoert).

Du hast Recht, ich haette in England gar keinen Cache zu loggen brauchen. Wollte ich aber, da ich zwar am Abend noch weiss, dass ich vorher in England war (nebenbei: wolltest Du mich mit dem Spruch beleidigen? Wenn ja, Ziel verfehlt, dann war das eher ein Eigentor...), aber in ein paar Jahren sicher nicht mehr das Datum weiss....

Wenn fuer Dich cachen = suchen = loggen = Spass bedeutet. Nur zu... jeder Jeck ist anders. Aber bitte, verurteile nicht Andere, die das anders sehen.

Mich deswegen nun mit Begriffen wie Held und Hecht (nebenbei: ich bin ein grosser Freund/ Fan von Hechten), verletzen zu wollen, spricht wieder gegen Dich...aber dazu hat Zappo schon alles gesagt...

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Re: Verschwundene Dose trotzdem mit "Found-it" loggen?

Beitrag von Luxemburgo » Mo 11. Jul 2016, 22:00

Ein Hecht ist ein Raubfisch, der zudem ausgezeichnet schmeckt. Fühle dich geehrt.

Wenn ich, wie zuletzt z.B. in Norwegen, einen Cache finde, logge ich den. Ich könnte es mir aber auch so aufschreiben. Online-Loggen als Tagebuch oder Kalender, nun ja, du hast Recht, jeder Jeck ist anders.

Wenn jeder deiner Funde ein besonderes Erlebnis war, Hut ab. Aber du schreibst ja auch, dass das sich auch ändert und nicht immer so war.

War das in Schottland nicht langweilig, wenn du da mit einer Gruppe anreist und du nach deinem einen dir wichtigen Fund den Rest der Gruppe bei ihrem Tun begleiten musstest? Alternative: Eine Dose finden, ab ins nächste Pub, Pint bestellen, chillen.

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Re: Verschwundene Dose trotzdem mit "Found-it" loggen?

Beitrag von friederix » Mo 11. Jul 2016, 22:07

Luxemburgo hat geschrieben: Die Entwicklung der Jahre ist sicher schwer wieder einzufangen und rückgängig zu machen.
Das ist nicht mal ansatzweise möglich.
Grund:
Vor noch 10 Jahren konntest Du Dir sicher sein, dass jeder Deiner Hobbykollegen Deine Logs liest und dementsprechend war die Qualität der Logs.

Das ist heute schon aufgrund der Anzahl der Caches und Cacher garnicht mehr möglich.
Also hat auch kaum noch jemand den Ehrgeiz, interessante und und unterhalltsame Logs zu schreiben und zu lesen.

Für mich war das früher ein Teil des Spieles, der mir auch sehr viel Freude bereitet hat.
Aber was soll ich mich jetzt noch mit Logeinträgen abquälen, die eh kein Schwein mehr liest.

Ergo bin ich auch bei Textbausteinen; - alle Owner mögen mir verzeihen, aber zu schreiben, was eh niemand liest, dazu fehlt mir der Ehrgeiz.

So und nu iss Zeit für die Couch ... :D

Gru0 Fried
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Re: Verschwundene Dose trotzdem mit "Found-it" loggen?

Beitrag von schatzi-s » Mo 11. Jul 2016, 22:36

Luxemburgo: schade, Du hast mein Posting nicht verstanden...

friederix: Man kann die Zeit zwar nicht zurueck drehen, aber an den guten Dingen festhalten. Ich logge lieber gar nicht als mit Textbausteinen und ich weiss, dass es Leute gibt, die meine Logs verfolgen und das sind interessanterweise nicht nur die, mit denen ich regelmaessig los ziehe, sondern auch mir Fremde. Und so kommt es bei Events noch immer wieder zu einem "schoen, nun habe ich endlich mal ein Gesicht zu den Logs, Du schreibst immer diese ... logs", aber auch zu einem "Du bist doch der, der immer meckert" :-) Wer austeilt, muss auch einstecken koennen ;-) Hauptsache, die Logs sind nicht fuer die Tonne.

Ich lese jedes Log zu den Cachen, in die ich irgendwie involviert war. Ich muss immer schmunzeln, wenn ein Owner jammert, er wuerde die Logs zu seinen Dosen nicht lesen, da es immer Standardtext waeren. Ob das auch etwas mit seinen Dosen zu tun haben koennte?! Erst einen Powertrail mit c&P Listings/ Dosen legen und sich dann beschweren, wenn die Logs das selbe Niveau haben...

Aber viele wissen es auch nicht besser und es wird immer schlimmer:
Wenn die "Alten" entweder komplett aufhoeren oder aber sich dem Mainstream anpassen, wie sollen dann die "Neuen" lernen, wie man es richtig macht? Wenn jemand nach drei Monaten 50 Founds hat und davon 49 Petlinge und Filmdosen waren, dann muss er doch denken, dass das Cachen waere und ein Cache so auszusehen hat. Wie wird dann wohl sein erster eigener Cach(e) aussehen???

Wenn jemand erst 33 Mysteries hat und davon keine 10 Stueck mit > D3. Wie soll er dann wissen, dass man sich nicht ein relativ einfaches Raetsel ausdenkt und das Raetsel dann 11 (!) mal nutzt um 11 D5er zu veroeffentlichen?

Lange Rede, kurzer Sinn: Das Hobby braucht Vorbilder!

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Zappo
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Re: Verschwundene Dose trotzdem mit "Found-it" loggen?

Beitrag von Zappo » Di 12. Jul 2016, 10:02

schatzi-s hat geschrieben:Wenn die "Alten" entweder komplett aufhoeren oder aber sich dem Mainstream anpassen, wie sollen dann die "Neuen" lernen, wie man es richtig macht? …….Lange Rede, kurzer Sinn: Das Hobby braucht Vorbilder!
Das Hobby HATTE Vorbilder. Früher (™) haben es ALLE richtig gemacht. Und wenn nicht, dann war das Unvermögen, kein "ich darf das, mir egal".

Die Leute, die das Hobby dann feindlich übernahmen, haben sich nirgendwo etwas falsches abgeguckt, sondern bewusst gegen den Sinn und die Vorlagen gehandelt. Und da es keine Exekutive und keine Sozialkontrolle (bei anderen Hobbys: Das Hüsteln der anderen) gibt - oder man sich nicht drum schert- werden Flachheiten dann eben zur Gewohnheit und es beginnt der Niveau-Limbo.

Und das Hobby HAT Vorbilder: Auch heute noch liegen zigtausende gute Caches draussen rum. Und bei manchem muß man sich fragen, wie ein Finder auf die Idee kommen kann, sowas zu suchen, zu absolvieren, sich begeistert zu zeigen - und dann selbst heimzugehen um nen Petling hinter Baum 16 zu werfen (und zu meinen, das wäre ein Cache und er ein Owner)*.

Aber zum Thema:

Ich selbst logge keine Dose, die nicht da ist - das ist ja einfach widersinnig. Etwas nicht gefunden zu haben ist eben kein Fund. Manche sagen sogar, das sei das Gegenteil :) :) :)

Wenn man sich nur nicht eintragen kann, weil z.B. das Logbuch eingefroren/abgesoffen ist, die Dose kaputt/gemuggelt ist und der Inhalt liegt so rum, dann ist das für mich trotzdem ein Fund. Ein Beweisfoto zu machen finde ich da allerdings oversized: Ich leiste dann so gut es geht erste Hilfe und schreib neben dem Found- ein NM-Log.

Gruß Zappo

*War mal ne zeitlang ne beliebte Logphrase von mir: "Angesichts dieses tollen Caches würde ich als Owner eines Petlings im Belanglosen bitterlich weinen" o.ä.
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"Wer schneller lebt, ist früher fertig"

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