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negative Kritik in Logs

Allgemeiner Austausch zum Thema Geocaching.

Moderator: jmsanta

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MadCatERZ
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Re: negative Kritik in Logs

Beitrag von MadCatERZ » Sa 12. Nov 2016, 13:26

Ich meinte ja auch, dass es bedenklich ist, wenn der Schrott, der da teilweise rauskommt, von den Ownern für gut befunden wird. Das heisst nämlich, dass es den meisten piepegal ist, was wo gelegt wird, solange "es" geloggt werden kann. In der Tat schrecken viele Cacher davor zurück, Probleme zu benennen. Und wenn nach Wochen des "Logbuch ist ein wenig feucht" plötzlich ein NM mit "das Logbuch ist ein schimmliger Papierklumpen" auftaucht, fällt der Owner aus besagten Wolken.

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Sillytoppi
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Re: negative Kritik in Logs

Beitrag von Sillytoppi » Sa 12. Nov 2016, 14:05

Smoerf hat geschrieben:Gerade der Standardsatz "über positive Kritik würde ich mich freuen" stammt für mich aus der typischen Bewerbungs- und Bürosprache und ist für mich ebenso inhaltsleeres BlaBla wie "über eine positive Rückmeldung würde ich mich freuen" - schreiben viele einfach so, weil es die anderen auch machen - mit einer wirklichen Kritik rechnen an dieser Stelle doch die wenigsten ;)
Vielleicht habe ich das heutige System noch nicht verstanden und bin naiv...
Wenn ich jemanden um "positive Kritik" bitte, möchte ich eine ehrliche Meinung hören, welche mich weiterbringt und ohne Schlauschwätzen und Fäkalsprache auskommt. Ich denke, wir unterscheiden hier doch zwischen positiven Logs und positiver Kritik?

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RSKBerlin
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Re: negative Kritik in Logs

Beitrag von RSKBerlin » Sa 12. Nov 2016, 16:50

friederix hat geschrieben:Ich glaube aber, dass das die Folge der Facebook-Generation ist. Die wiederum kreierte die Selfie-Generation.
Da geht es nur noch um Selbstverherrlichung und vor allem um das Wort ICH.
Da geht es vor allem um mangelnde Bildung und Kinderstube. Die meisten Schrottlogs kommen von Smartphone-Cachern, die nicht in der Lage sind, eine Bedienungsanleitung zu lesen - und das auch völlig in Ordnung finden, weil nach ihnen die Sintflut kommt:
  1. Dieser "Kurzlog, später mehr"-Müll? Zu dumm, das Log auf dem Smartfön zu speichern und später auszulesen? "Wie, das geht? Naja, mir egal, so ist es einfacher..." Ja, genau, und Owner, die Logs lesen, um zu gucken, ob mit dem Cache alles in Ordnung ist, kauen sich derweil vor unerträglicher Spannung die Zehennägel ab?
  2. Kein Englisch? Im Jahr 2016? Echt? Und ja, [url=http://rtl-nau.d"]rtl-nau.de[/url] ist ein Ding.
  3. Rechtschreibung? Grammatik? Gehen nur noch Sonderschüler cachen?
  4. Ein Sonderfall aus der Lost-Place-Szene: 90%-Standardlog "überz Wochnenende mit krass coolr Trupe (8-12 Mann) voll die LP-Tour gemacht blahblah, 10 Cachez pro Tag, blahblah, wir sind die Härtestesn", 5% Belangloses zum Cache, gerne auch mal "nich dre beste Cash, den ich gemacht habe (LP-Hengst: dreistellige Fundzahl; Cache: vierstellige Favoritenpunktzahl), 5% nochmal dicke Hose zum krassen Team.
Soviel mal zum Thema berechtigte Kritik an Cachern, die erst einmal lernen sollten, sich zu benehmen und ihre Technik zu bedienen.
Sillytoppi hat geschrieben:Wenn ich jemanden um "positive Kritik" bitte, möchte ich eine ehrliche Meinung hören, welche mich weiterbringt und ohne Schlauschwätzen und Fäkalsprache auskommt. Ich denke, wir unterscheiden hier doch zwischen positiven Logs und positiver Kritik?
Ich glaube, Du meinst "konstruktive Kritik", nicht "positive". Ich lasse mir beim Loggen doch nicht vorschreiben, was ich schreibe! Aber ich lasse gerne mit mir darüber reden, wie ich es schreibe. DocN liest genau deshalb alle meine kritischen Logs Korrektur.

Kleine Anekdote hierzu: Es war einmal eine 5/5er NC-Letterbox im Grunewald. Der Owner hatte einige nette Ideen gehabt, keine Frage. Leider hatte er sie katastrophal umgesetzt. Die Wegführung klemmte. Mindestens ein Rätsel hatte zwei mögliche Lösungen. Wie gesagt, wir reden hier nicht von "am Schreibtisch lösen, dann suchen" sondern von "mitten in der Nacht in einem hohen Baum hängend fast erfrieren". Man kann so einen Cache legen, keine Frage. Aber dann muss man mit dem Echo umgehen können. Mein ursprüngliches Log wurde wegen Justitiabilität (weil ich dem Owner unter anderem Drogenabhängigkeit, eine schwere Kindheit und erotische Beziehungen mit Hausgeräten unterstellt hatte) verworfen. Heraus kam eine weichgespülte Version mit viel "ja nee, Du, echt nette Idee und so, ne, aber hätte man vielleicht auch..." und "ui, da haben wir uns vielleicht etwas ungeschickt angestellt (nein, haben wir nicht, der Owner kann einfach nicht denken!)" und so weiter. Wie gesagt, durch den Diplomatiefilter einer Frau gejagt... Und was passierte dann? Der Owner schickt den Cache am nächsten Morgen ins Archiv. Begründung: "[...]mehr als 50% der Logs hier, sind das was ich mir persönlich als Owner NICHT vorgestellt habe[...]" Alter, wenn ich nach mehreren Stunden in der Nacht einen PETling mit "Ätsch, das ist der falsche 20m hohe Baum" neben dem Finale in einem 30m hohen Baum finde, dann musst Du damit leben, dass in meinem Log kein Platz mehr für Heititei und Verbalkuscheln ist - dann wird halt mal Tacheles geredet. Caches legt man, damit sie a) gefunden werden und b) den Findern Spaß machen. Nicht, damit man sich... äh, das wird jetzt wieder justitiabel. :zensur: Ich könnte mich über diesen Cache-Sondermüll bis heute aufregen.

Wo waren wir gerade? Richtig... "konstruktive Kritik". Ich bin dafür. Solange sich das alles in einem akzeptablen Rahmen hält. Ich denke, wenn man selbst ein paar Caches gelegt hat, darf man auch einmal eine etwas pointiertere Meinung äußern. Solange man dabei nicht persönlich verletzend wird (siehe mein unveröffentlichtes Log oben). Aber solange sich die Kritik auf den Cache selbst bezieht - warum nicht? Ich leide immer Schmerzen, wenn am Ende eines schönen Rätsels ein versiffter Mikro in einer zum Urinal umfunktionierten Ecke steht. Oder wenn ein komplexer Multi ganz offensichtlich nie von erfahrenen Cachern betagetestet wurde, so dass die Wegführung klemmt. Oder wenn jemand glaubt, einen Nachtcache legen zu müssen, aber nicht bereit ist, auch einmal alle paar Wochen neue Reflektoren zu befestigen. Oder - und da bin ich ganz alte Schule - ein Mikro verbaut wird, wo problemlos ein Regular Platz gehabt hätte. Solche Sachen. Ich denke, dieses Dinge darf und sollte man - höflich aber bestimmt - kritisieren dürfen.

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Re: negative Kritik in Logs

Beitrag von Sillytoppi » Sa 12. Nov 2016, 18:19

RSKBerlin hat geschrieben:Ich glaube, Du meinst "konstruktive Kritik", nicht "positive".
Stimmt. Hast recht.
Ich denke, man sollte bei der Kritik in Logs immer berücksichtigen, dass der Text von "jedermann" einsehbar ist und entsprechend formulieren. Daher bin ich wohl bei "positiv" gelandet.

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Re: negative Kritik in Logs

Beitrag von RSKBerlin » Sa 12. Nov 2016, 18:37

Sillytoppi hat geschrieben:Ich denke, man sollte bei der Kritik in Logs immer berücksichtigen, dass der Text von "jedermann" einsehbar ist und entsprechend formulieren. Daher bin ich wohl bei "positiv" gelandet.
Und genau das halte ich persönlich für einen Fehler. Je mehr neue Owner es gibt, die nach wenigen Funden "auch mal a Doserl verstecken" wollen (und je geringer die Zahl geeigneter Locations wird), desto höher wird die Wahrscheinlichkeit, dass es suboptimale Caches gibt. Ich möchte mich nicht zum Thema "unlösbare Mysteries" auslassen, sondern rede nur von den eigentlichen Caches. Gerade Mehrstationen-Caches.

Ich persönlich wäre als unerfahrener Owner über einen dezenten Hinweis, dass eine Wegführung nicht gut ist, dankbar. Wir haben mal einen LPC auf einem Gelände gelegt, das 70x30m groß war. Acht Stationen, wenn ich mich recht erinnere. Wir haben die Wegführung über Wochen mehrmals über den Haufen geworfen, bis sie saß. Ohne diesen Aufwand wäre das kein schönes Erlebnis geworden.

Alternativ hätte ich noch einen 5/5er-Nachtcache im Angebot, bei dem jemand sich aus philosophischen Gründen weigerte, die Wegführung umzustricken, weshalb sich Station 11 und 18 (oder so ähnlich) kreuzten. Kreuzen ist bei einem Nachtcache immer eine blöde Idee, weil irgendwelche Schlaumeier (z.B. der Autor dieser Zeilen) gerne mal für ein paar Sekunden ihre Taschenlampe aufdrehen und... oh, toll! ein Reflektor! *losrenn*... und dann irgendwann feststellen, dass sie den halben Cache ausgelassen haben.

Um aber das Facebook-Bashing noch einmal aufzugreifen: Der Verfall von Sitte und Moral ist in sozialen Netzwerken (ohnehin ein Oxymoron, wenn man mich fragt) allgegenwärtig und die Fähigkeit, sich in vollständigen Sätzen artizukulieren, offenbar einer steig geringer werdenden Zahl von Menschen gegeben. Ich finde das bedauerlich. Letztlich legt man als Owner so einen Cache ja, um anderen eine Freude zu machen - dementsprechend erwarte ich persönlich auch, dass die Finder bei Loggen artig Danke sagen, wenn ihnen der Cache gefallen hat (und nein, "TFTC" ist nicht artig sondern abartig), wobei berechtigte, konstruktive Kritik meiner Meinung nach immer einen Platz in einem Log haben dürfen sollte.

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Re: negative Kritik in Logs

Beitrag von MadCatERZ » Sa 12. Nov 2016, 18:58

Um noch einmal Facebook aufzugreifen: Facebook ist einfach nicht als Diskussionsplattform geeignet, weil das Tippen längerer Texte da einfach eine Qual ist und auch keine Zitatfunktion zur Verfügung steht. Zudem ist der Tonfall in den Gruppen wesentlich schärfer als hier und ständig tauchen da Fragen auf, die hier schon x-mal gestellt und beantwortet wurden.
Klar ging es hier auch schon hoch her, aber seitdem es Geo-Gruppen bei Facebook gibt, ist es hier durchaus ruhiger(im positiven Sinne) geworden - mag auch daran liegen, dass hier eine gewisse Altersmilde eingekehrt ist, jeder hat sich schon mal mit jedem in den Haaren gehabt und irgendwie kommen wir doch mittlerweile recht gut miteinander aus :^^:

Ich wäre rückblickend bei meinem ersten Multi dankbar über konstruktives Feedback gewesen, heute würde ich den so nicht mehr auslegen und bei einem baugleichen auch einige Kritikpunkte äußern, total uninspirierte Wegführung.
Zum Thema: Kreuzung beim NC: Das hatte ich schon mal, da war aber in der Station vor der Kreuzung ein Hinweis, welche Strecke zu folgen ist. Mit sowas habe ich kein Problem. Später las ich dann, dass man mit ein wenig "Glück" auch in den anderen NC reingeraten konnte - solange der Owner das berücksichtigt, ist das ja alles unproblematisch.

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Re: negative Kritik in Logs

Beitrag von MadCatERZ » Sa 12. Nov 2016, 19:20

RSKBerlin hat geschrieben:
Kleine Anekdote hierzu: Es war einmal eine 5/5er NC-Letterbox im Grunewald. Der Owner hatte einige nette Ideen gehabt, keine Frage.(...)
Das sind dann so Erlebnisse, wo ich mich frage, ist das jetzt "gewollt und nicht gekonnt", "nicht gewollt" oder reine Boshaftigkeit mit dem Ziel, die Sucher ein wenig zu "fordern". Bei Mysteries ist das dann beispielsweise ein eigentlich simples Ook!-Rätsel, das dadurch künstlich erschwert wird, dass der ellenlange Text als Bild hinterlegt wird, die Koordinaten ein anderes Format als die im Checker haben, der Checker mit "West" vorbelegt ist, es natürlich keinen Hint gibt und die Zielkoordinaten in eine versiffte Ecke zeigen - wer dann als Owner beleidigt reagiert, wenn es keine Jubelchöre gibt, dem ist nicht zu helfen.
Oder wenn man unumwunden loggt, dass man die Lösung von der selben Webseite übernommen hat, von der der Owner das Rätsel 1:1 übernommen hat, man - höflich - drauf hinweist, dass es zwei oder mehr (unterschiedliche) Lösungen gibt, stößt alles auf taube Ohren oder patzige Reaktionen.
Oder wenn man den 5-5-Hardcore-Nachtcache tagsüber in wenigen Minuten finden kann, weil der Owner eine Finalformel mit linearer Lösung eingebaut hat, kommt auch nicht gut an.

Das Thema "hier hätte auch ein Regular Platz gehabt" schneide ich auch gerne an, da kam dann noch nie eine Reaktion, vermutlich, weil niemand mehr weiss, was ein "Regular" ist :kopfwand:

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Re: negative Kritik in Logs

Beitrag von Sillytoppi » Sa 12. Nov 2016, 19:24

Ich finde, man sollte Kritik folgendermaßen formulieren... :roll:
(angelehnt an ein Online-Tool zur Arbeitszeugniserstellung. Das gute daran: Man klickt nur ein paar Buttons und schon entwickelt sich daraus ein kompletter Text. Damit wären auch die Standardlogs individualisiert! :shocked: )


Cachebeurteilung

Herr Dr. Dummbatz Dosenwerfer, geboren am 01.01.1980 in Berlin, hatte für unsere Cachesuche am 01.01.2011 in der Zeit von 9 bis 12 Uhr mit einem Multicache beigetragen.

Unser Unternehmen, die Frustsucher GmbH & Co. KG, sucht seit 1960 Caches aller Art und D- und T-Wertung. Zu unserer Expertise gehört eine fünfstellige Fundzahl sowie die Auslegung eines Leitplankentradi-Powertrails an der A3 in Höhe von Posemuckel.

Das Aufgabengebiet von Herrn Dr. Dosenwerfer umfasst u.a. die Auslegung des hier zu beurteilenden Caches.

Er beherrscht seinen Arbeitsbereich als Cacheowner entsprechend den Anforderungen. Herr Dr. Dosenwerfer zeigt auch unter Umständen Initiative und Engagement. Er führt seine Cachewartungen mit ausreichender Sorgfalt und Planung aus. Bei seinen Dosen erweist sich Herr Dr. Dosenwerfer als zuverlässiger Geeocacher. Seine Arbeitsergebnisse als Ausleger von Caches entsprechen unseren Mindestanforderungen. Herr Dr. Dosenwerfer ist ein fürsorglicher Cacheowner. Er bemüht sich stets, das Tagesgeschäft bzgl. der Wartung seiner Caches zu koordinieren. Herr Dr. Dosenwerfer zeigt mit seinem Cache, dass er bemüht ist, stets unseren Anforderungen gerecht zu werden. Sein Verhalten gegenüber Suchern und Cacherkollegen ist meist spannungsfrei.

Wir danken Herrn Dosenwerfer für die Auslegung des Caches.

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Re: negative Kritik in Logs

Beitrag von badnerland » So 13. Nov 2016, 12:34

Ich schreibe Logs mehr für die Cacherkollegen als für den Owner. Viele lesen ja doch bei der Tourplanung die letzten Logs durch und freuen sich dann hoffentlich über eine ehrliche Meinung. Insb. sollten echte Probleme und Ärgernisse nicht unter den Teppich gekehrt werden. Und ein überdurchschnittlicher Cache darf auch gern aus dem Log als überdurchschnittlich ersichtlich sein. Die von Einigen propagierte bzw. von Vielen für normal gehaltene inhaltlos-positiv-Logtechnik ist vordergründig höflich, aber mehr auch nicht.

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Re: negative Kritik in Logs

Beitrag von RSKBerlin » So 13. Nov 2016, 13:36

MadCatERZ hat geschrieben:
RSKBerlin hat geschrieben:Kleine Anekdote hierzu: Es war einmal eine 5/5er NC-Letterbox im Grunewald. Der Owner hatte einige nette Ideen gehabt, keine Frage.(...)
Das sind dann so Erlebnisse, wo ich mich frage, ist das jetzt "gewollt und nicht gekonnt", "nicht gewollt" oder reine Boshaftigkeit mit dem Ziel, die Sucher ein wenig zu "fordern".
Ich zitiere das Listing: "Der D[sic!] Wert,[sic!] bezieht sich aus[sic!] den "Field Puzzles", das suchen[sic!] der Staionen[sic!] in der Dunkelheit, ein bissel Klettern. Und meiner Gemeinheit..."

Der Cache hatte 50% FP-Quote. Ich will absolut nicht ausschließen (Scherz, will ich, wir hatten einen LJ dabei), dass wir uns dumm angestellt haben. Der Cache war überambitioniert. Gerade bei 5/5er-Caches passiert so etwas schon einmal. Ich persönlich finde es sinnvoll, wenn Owner es mit dem Cache-Gott von Rügen halten und die D-Wertung ein wenig additiv gestalten: 10xD3 ergibt halt D5 - und gut ist. Wenn Owner aber anfangen, zur Sicherheit noch ein paar Field Puzzles einzubauen, mit denen man schon auf der heimischen Couch zu kämpfen hätte, geschweige denn nachts in einem 20m hohen Baum hängend, dann ist das halt überambitioniert.

Wir sind immer gut damit gefahren, dass unsere Caches findbar sein sollten. Bei einer zunehmenden Zahl von Caches habe ich das Gefühl, dass sie das nicht sein sollen. Die berühmten "haben nur Freunde des Owners oder eines Reviewers geloggt"-Dinger. Quasi die Kehrseite der Statistikcacher-Medaille: Meine Caches sind so hart, dass kein normaler Mensch sie mit normalen Mitteln finden kann. Ich persönlich finde das eher peinlich, aber vielleicht bin ich auch überempfindlich.
MadCatERZ hat geschrieben:Das Thema "hier hätte auch ein Regular Platz gehabt" schneide ich auch gerne an, da kam dann noch nie eine Reaktion, vermutlich, weil niemand mehr weiss, was ein "Regular" ist :kopfwand:
Naja, was erwartest Du? Ich habe gerade mal in unsere Statistiken geschaut: Regular = 383 Funde = 13,8%. Und unser Profil ist recht weit vom durchschnittlichen Handycacher* entfernt. Regulars sind selten. Selbstgebaute Finaldosen sind noch seltener. Und ich kann jeden neuen Owner verstehen, der sich fragt, warum er jetzt €1,5 mehr für eine etwas größere Lock'n'Lock-Dose ausgeben soll.

Ich bin am Morgen (verflixtes Jetlag, der Morgen begann um 04:13am) noch einmal in unsere alten Logs geschaut. Es gibt ja durchaus Caches, an die erinnert man sich noch Jahre später, weil sie so grauenvoll waren. Meine Frau hat alle meine Logs entschärft, aber ich denke, wir haben immer - höflich, aber bestimmt - ehrliche, konstruktive Kritik gegeben. Und ich glaube, das geht in Ordnung. Nur weil ein Cache grauenvoll ist, heißt das nicht, dass der Owner ein böser Mensch ist.

* Zum Thema "Handycacher": Einige der härtesten Hunde, die ich kenne, nutzen nur ihr Handy. Ich meine damit den typischen Anfänger, der mal gucken geht, was in seinem heimischen Vorgarten und dem danebenliegenden Park so herumliegt.

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