Diese Website existiert nur weil wir Werbung mit AdSense ausliefern.
Bitte den AdBlocker daher auf dieser Website ausschalten! Danke.

negative Kritik in Logs

Allgemeiner Austausch zum Thema Geocaching.

Moderator: jmsanta

Benutzeravatar
satanklaus
Geomaster
Beiträge: 643
Registriert: Di 14. Jul 2009, 12:31

Re: negative Kritik in Logs

Beitrag von satanklaus » Di 15. Nov 2016, 16:40

Zum Thread-Titel: m.E. gibt es keine negative Kritik.
Ich habe mal gelesen, dass Kritik aus Sicht dessen, der sie äußert, erst mal immer richtig ist. Man äußert, dass einem was nicht passt.
Das ist erst mal nur die persönliche Sicht der Dinge und erhebt keinen Anspruch auf Objektivität, Meinung vs. Meinung. Wenn jeder Adressat von Kritik das im Hinterkopf hätte, gäbe es schon mal wesentlich weniger Aufregung. Hat aber fast keiner, so dass Kritik schon mal von vornherein negativ besetzt ist, siehe Thread-Titel.
Nun haben Absender und Adressat natürlich Einfluss drauf, wie es weiter geht. Beim Absender macht der Ton die Musik und ein Vorschlag, wie es seiner Meinung nach besser ginge, ergibt konstruktive Kritik. Und der Adressat könnte zumindest mal kurz versuchen, die Position des anderen einzunehmen, à la "Hmm, so habe ich das noch gar nicht gesehen, hat er eigentlich recht....".

Kritik im Log nicht zu äußern finde ich nicht gut.
Für mich hat das Log mehrere Funktionen: Tagebuch für mich (gerade bei anspruchsvollen Multis, WIGs oder NCs macht es richtig Spaß, alles noch mal zu durchleben), Feedback an den Owner (simple Status-Info + bei guten Caches gerne mal auch im Sinne von was zurück geben/Owner-Lohn für die Mühe) und nicht zuletzt auch als Listing-Zusatzinfo für Nachfolger. Und zumindest 1 und 3 haben gar nichts mit dem Owner zu tun. 3 hat mir schon manches mal als Nachfolger geholfen: wenn die letzen paar Teams nur mit TJ durchgekommen, sind muss ich mir die nächtlichen Stunden gar nicht erst ans Bein binden. Ab auf die WL und losziehen, wenn der Owner Maintenance gemacht hat.

Eine Alternative zur Kritik im Log ist der persönliche Kontakt. Im Log ist es quasi öffentlich und kann beim falschen Ton schon mal den Charakter des Bloßstellens und Selbst-Produzierens haben. Das ist nicht jedem angenehm, gerade wenn Fehler aus Unwissenheit passieren. Ich hatte das als Newbie mit ein paar Dutzend Funden mal ein schönes Erlebnis für persönlichen Kontakt mit ein paar Tipps. So halte ich das nun auch selber und habe damit auch gute Erfahrungen gemacht.

Aber genau genommen komme ich gar nicht so oft in die Verlegenheit, kritisieren zu müssen. Das liegt wohl hauptsächlich an meinem etwas speziellen Geschmack und der Vorauswahl. "Ich bin Rosinenpicker und kein Staubsauger", wie es ein lokaler Kollege so schön ausdrückte. Ich bin nun schon seit 2009 dabei und habe noch immer eine recht überschaubare Fundzahl. Und inzwischen winke ich bei ganz vielen Listings (eigentlich der Mehrzahl) schon im Vorfeld ab. Wenn es nix zu erleben gibt muss ich da auch nicht hin. Ich kann mich nicht mal für super-aufwändige Gadget-Caches mit dreistelligem FP-Zähler so richtig begeistern. Und daran ist ja nun wirklich alles richtig - aber ist halt so.
Für mich müsste es keine Ignore List sondern eine Select List geben - also quasi Whitelisting statt Blacklisting. Aber das mag daran liegen, dass ich dem Cachen generell nicht so viel Raum in meinem Leben einräume.

Werbung:
Benutzeravatar
HansHafen
Geowizard
Beiträge: 1679
Registriert: Do 16. Jun 2011, 22:32

Re: negative Kritik in Logs

Beitrag von HansHafen » Fr 18. Nov 2016, 23:58

Moin,

bevor ich antworte, möchte ich mich erst einmal für die Beiträge von "RSKBerlin" zu diesem Thema bedanken. Da liegt der Finger exakt in so mancher Wunde. Dazu musste ich doch auch öfter mal schmunzeln :^^:

Um die eingangs gestellte Frage zu beantworten:

Ja, ich lasse auch negative Elemente mit ins Log einfließen. Also, natürlich nur, wenn es welche gab!

Viele vergessen wozu es die Logs gibt. Einige denken, es wäre ein tolle Gelegenheit der Welt zu zeigen, welch coole Motherf***** sie sind. Letztlich bleibt es aber dabei: Die Logs dienen dazu, über den Cache zu informieren. a) den Owner, der so weiß, was Sache ist vor Ort. b) die Cacher, die sich so auch schon vorher ein Bild machen können sollten, ob der Cache etwas für sie ist.

Und c) sind die Logs (zumindest meine Meinung nach) die einzige "Bezahlung", die der Owner für seine Mühen erhält. Hat er es was Tolles geleistet, dann darf man das auch ruhig auch mal ehrlich ausdrücken. Wenn ich als Owner nur Kacklogs bekomme, obwohl der Cache Top ist, wie soll das dann motivieren neue und gute Caches auszulegen? Wenn ich mir den Popo aufreiße und dann aber nur diese Copy&Paste-Logs bekomme, die mich am Tagesablauf einer verzweifelten Hausfrau teilhaben lassen (sorry, mich interessiert im Zusammenhang mit dem Cache nun mal nicht, ob morgens noch die Geschirrspülmaschine akkurat eingeräumt wurde oder wie der Rasenschnitt beim Nachbarn vorankommt) oder die gleichen "Auf unserer Strahlen-Tour auch diesen eingesammelt", genau wie der Pisseckenmikro um die Ecke... wie motiviert das für die Zukunft? Was können Cacher, die diese Logs lesen um sich zu informieren daraus an Erkenntnis ziehen? Und ja, dann kann man auch bald sagen (wie hier im Thread schon zu lesen), dass es ja andere auch so machen (arbeiten die alle im Kindergarten und machen sich da die Logik von 4-Jährigen zu eigen?).

Fazit: Ehrlich loggen. Als Owner kann man das auch wegstecken, wenn mal ein Ausreißer darunter ist. Ist es kein Ausreißer, sondern die Regel, dann stimmt eben etwas mit dem Cache nicht. Oder er kommt eben nicht so an, wie geplant. Tut zwar vielleicht etwas weh - aber wenn einer meiner Caches scheiße ist, dann soll eben auch gesagt werden dürfen, dass er "scheiße" ist. Ist er gut, will ich das aber auch hören - und kein Gefasel über eine Strahlentour oder erweiterte Informationen über das Privatleben der Cacher.

Und schon ist man beim nächsten / gleichen Thema: DNF-Logs, Need Maintenance... Ich kapiere es nicht - das Spiel ist so einfach. Ich finde den Cache, also logge ich "Found it". Ich finde ihn nicht, also logge ich "Didn't find it". Der Cache ist kaputt, nass, braucht Wartung, also logge ich "Needs Maintenance". Vom Cache geht akute Gefahr aus oder er ist seit einem Jahr nicht mehr auffindbar und der Owner seit 3 Jahren offline - dann kann man auch mal "Needs archived" loggen. Eigentlich nur die Spielregeln.

Mit Verwunderung sehe ich es immer wieder, dass Owner Leute zurechtweisen, die DNF loggen, wenn sie den Cache nun mal nicht gefunden haben. Scheinbar ein Makel. Wehe wer da NM loggt, wenn etwas nicht in Ordnung sein sollte...

Fazit-Fazit: Klar ist einiges in der Cacherwelt nicht in Ordnung. Aber letztlich liegt es immer an einem selbst, was man nun dazu beiträgt. Und wenn man sich selbst blöd verhält wieso sollte man sich dann wundern, wenn das dann der allgemeine Trend wird? Sind wir wieder beim Kindergartenargument: "Aber die Anderen machen das ja auch so!". Kann man also nur zusehen ein gutes Vorbild zu sein.

BG
HansHafen

PS: Ja, ich weiß - einfacher ist "Nach-mir-die-Sintflut-leck-mich-am-A****" - Copy&Paste geht schneller, aalglatte Logs erzeugen weniger Gegenwind, 08/15-Logs kosten weniger Mühe. Es prägt leider aber auch das ganze Hobby mit...
Ich und die Schwerkraft, was für eine nervenaufreibende Kombination...

Benutzeravatar
Elektrikör
Geocacher
Beiträge: 105
Registriert: Fr 15. Jan 2016, 20:30

Re: negative Kritik in Logs

Beitrag von Elektrikör » So 20. Nov 2016, 14:56

@ HansHafen:
Genauso denke ich auch, ich hätte es blos nicht so schön ausdrücken können.
Gruß
Andreas
Seid nett zueinander

Benutzeravatar
Zappo
Geoguru
Beiträge: 7959
Registriert: So 29. Jan 2006, 10:12
Wohnort: Schröck bei Karlsruhe

Re: negative Kritik in Logs

Beitrag von Zappo » Mo 21. Nov 2016, 09:11

Elektrikör hat geschrieben:@ HansHafen:
Genauso denke ich auch, ich hätte es blos nicht so schön ausdrücken können.
+1

Gruß Zappo
------------------------------------------
"Wer schneller lebt, ist früher fertig"

Benutzeravatar
Saxmann
Geocacher
Beiträge: 285
Registriert: So 27. Mär 2005, 08:12
Wohnort: 64646 heppenheim

Re: negative Kritik in Logs

Beitrag von Saxmann » Fr 9. Dez 2016, 22:34

Wegen eines Logs von mir hat einer kürzlich seinen Cache deaktiviert.
Dabei fand ich den Cache an sich schön, und das habe ich auch geschrieben. Zwei Dinge fand ich wenig gelungen, und das hatte ich -außerdem- bekundet.
In Zeiten des Gutmenschentums ist offenbar bei manchen jegliche Kritik unerwünscht.
Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom
Bild

Dingo01
Geowizard
Beiträge: 1070
Registriert: Di 29. Aug 2006, 21:05

Re: negative Kritik in Logs

Beitrag von Dingo01 » Fr 9. Dez 2016, 22:46

Was hat "Gutmenschentum" im Zusammenhang mit Deinem Log zu bedeuten?
Davon abgesehen ... ich kann mit dem Begriff ohnehin nichts anfangen.
Ist Gutmenschentum etwas Negatives? Soll ja wohl so sein, wenn ich Deine Bemerkung versuche zu verstehen. Was ist dann das Gegenteil von Gutmenschentum?
Fragen über Fragen ...
Ich bin nicht massenkompatibel!.....

Benutzeravatar
Saxmann
Geocacher
Beiträge: 285
Registriert: So 27. Mär 2005, 08:12
Wohnort: 64646 heppenheim

Re: negative Kritik in Logs

Beitrag von Saxmann » Fr 9. Dez 2016, 22:54

Unter Gutmenschen verstehe ich solche Menschen, die, konditioniert von äußeren Einflüssen, in dem Wahn leben, die Welt zum Guten bekehren zu wollen. Das in aller Kürze. Ich gebe aber zu, daß es nicht der Sinn dieses Themas sein kann, diesen Aspekt hier zu vertiefen.Dies ist auch nicht von mir beabsichtigt.
Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom
Bild

Benutzeravatar
HansHafen
Geowizard
Beiträge: 1679
Registriert: Do 16. Jun 2011, 22:32

Re: negative Kritik in Logs

Beitrag von HansHafen » Sa 10. Dez 2016, 22:04

Tja, man sollte vorher vielleicht mal schauen, wessen Worte man da in den eigenen Mund legt (aber vielleicht war es ja Absicht?)

Das Wort "Gutmensch" wird heutzutage gerne von AFD, Pegida und ähnlichen Gesinnten als Abwertung benutzt. Damit versucht man dann Menschen zu bezeichnen und zu treffen, die Zivilcourage zeigen, sich für Minderheiten oder Gleichberechtigung einsetzen. Bleibt die Frage: Benutzt man den Begriff "Gutmensch" um andere lächerlich zu machen, zu diffamieren... Wie bezeichnet man sich dann (logischer Weise) selbst?


Nachdenkliche Grüße
HansHafen
Ich und die Schwerkraft, was für eine nervenaufreibende Kombination...

Benutzeravatar
JackSkysegel
Geoguru
Beiträge: 5956
Registriert: Sa 22. Jan 2011, 10:25

Re: negative Kritik in Logs

Beitrag von JackSkysegel » So 11. Dez 2016, 01:21

HansHafen hat geschrieben: Wie bezeichnet man sich dann (logischer Weise) selbst?


Nachdenkliche Grüße
HansHafen
Gute Frage!
Unechter Cacher (Tm)

Benutzeravatar
Fadenkreuz
Geowizard
Beiträge: 2889
Registriert: Mi 12. Sep 2012, 08:37

Re: negative Kritik in Logs

Beitrag von Fadenkreuz » So 11. Dez 2016, 02:53

HansHafen hat geschrieben:Das Wort "Gutmensch" wird heutzutage gerne von AFD, Pegida und ähnlichen Gesinnten als Abwertung benutzt
Das stimmt nicht. Die Begriffsverwendung mit politischen Strömungen vom rechten Spektrum in Verbindung setzen, ist nicht nur inhaltlich falsch, sondern ist das, was du selbst kritisierst, nämlich eine Diffamierung. Und selbst wenn man feststellen würde, dass ein Begriff plötzlich von einer Gruppe missbräuchlich verwendet würde, dann wäre die logische Konsequenz nicht, dass man selbst den Begriff nicht mehr verwendet und ihn opfert, sondern dass man ihn durch unpolitische Verwendung wieder vermehrt richtig verwendet. Vielleicht kennst du das Zitat "Autobahn geht gar nicht". Ich nutze das Wort "Autobahn" aber auch weiterhin.

Antworten