Geocaching kommerziell nutzen

Allgemeiner Austausch zum Thema Geocaching.

Moderator: jmsanta

caches-for-kids
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Geocaching kommerziell nutzen

Beitrag von caches-for-kids » Mo 27. Mär 2006, 12:06

Hi,

ich arbeite für einen Reiseveranstalter, der u.a. Klassenfahrten, Schullandheim-Aufenthalte und Abschlussfahrten organisiert. Gerne wollen wir unsere Angebote vor Ort auch um den Programmpunkt "Geocaching" erweitern. Wir leihen an den Lehrer oder Gruppenleiter (gegen Gebühr) ein GPSr aus, und überlegen derzeit zwei Möglichkeiten.

a) Wir legen nur "interne" caches in der Umgebung der Unterkunft. Diese werden nirgends gelistet, die Gruppen bekommen die Koords und tragen sich lediglich ins Logbuch ein.

b) Wir legen caches in der Umgebung der Unterkunft und veröffenlichen sie u.a. bei gc.com. Die Gruppen bekommen die Prints von "unseren" und ggf. weiteren, in der Nähe befindlichen caches. Die founds können auf Wunsch auch online geloged werden, und unsere caches stehen selbstverständlich auch allen andern cachern offen.

Was haltet Ihr davon?

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pom
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Re: Geocaching kommerziell nutzen

Beitrag von pom » Mo 27. Mär 2006, 12:32

caches-for-kids hat geschrieben: Was haltet Ihr davon?

Hej,

mach doch!
Lösung b wäre für die anderen Geocacher eine nette Geste, solange die Caches dann auch tatsächlich findbar sind ohne bei Euch zu buchen.
Hauptsache, Ihr nehmt nicht einfach ungefragt einen fremden, bereits gelisteten Cache in Eure Touren auf. Sonst würdet Ihr Euch auf jeden Fall Ärger mit uns Sachensuchern einhandeln.

Es gab aber schon einige Veranstalter, die kommerzielle GC-Touren anbieten wollten. Von den meisten hat man kurze Zeit später nichts mehr gehört.

Ahoi aus Linden,
Pom
Geht Ihr ruhig weiter Schnitzel jagen oder Schätze suchen!
Ich gehe derweil cachen.

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Lakritz
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Re: Geocaching kommerziell nutzen

Beitrag von Lakritz » Mo 27. Mär 2006, 12:35

pom hat geschrieben:Lösung b wäre für die anderen Geocacher eine nette Geste, solange die Caches dann auch tatsächlich findbar sind ohne bei Euch zu buchen.

Allerdings sollte man den Fall bedenken, dass ein geocachender Schüler, der den Cache privat bereits gefunden hat, seinen Mitschülern den ganzen Spaß verderben könnte... :?
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caches-for-kids
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Re: Geocaching kommerziell nutzen

Beitrag von caches-for-kids » Mo 27. Mär 2006, 12:46

pom hat geschrieben:Hauptsache, Ihr nehmt nicht einfach ungefragt einen fremden, bereits gelisteten Cache in Eure Touren auf. Sonst würdet Ihr Euch auf jeden Fall Ärger mit uns Sachensuchern einhandeln.


Wir würden den cache-owner auf jeden Fall vorher fragen, wenn es sich bereits um einen bestehenden cache handelt.

Möglich ist natürlich, dass einige in der Nähe befindliche caches von den Kiddies ungefragt in Angriff genommen werden, wenn die erstmal ein Leih-GPSr im der Hand halten. Das würde ein paar zusätzliche logs, bedeuten, die hoffentlich niemanden stören.

ksmichel
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Beitrag von ksmichel » Mo 27. Mär 2006, 13:04

Was mich stört, ist das Wort "kommerziell".

"Kommerzielle" Caches gibt es im Prinzip ja schon. Das wären die Exklusiv-Caches nur für gc.com-Premium-Mitglieder. Sie scheinen sich aber nicht recht durchzusetzen :lol: :lol: :lol:

Eine Entwicklung, an deren Ende der Cache nur durch Einwerfen von Münzen oder nach Durchziehen einer Kreditkarte geloggt werden könnte, wäre wohl auch nicht erfolgreich, da es schon sehr viel gibt, für das man keine $$$ braucht. Es ist ja schließlich schon eine ganze Menge, was man beim Cachen schon in Fahrtkosten, Karten, GPSrs und McDoof investiert.:wink:

Ich finde es aber gut, wenn beispielsweise Tourist-Infos eine Tour von Geocache zu Geocache zusammenstellt und die Geräte gegen Gebühr verleiht. Diese Caches bleiben ja sozusagen "barrierefrei" für andere Cacher zu suchen. In Papenburg und Friedrichsstadt haben die Tourist-Infos mal sowas angezettelt, für Newbies gab es in Papenburg einen (bebilderten schriftlichen) Crashkurs fürs GPS und fürs Geocaching. Die Leih-Fahrräder, einen Picknickkorb und das Leih-GPS waren auch nicht teuer.

Ich merke gerade, dass man auch einfach hätte sagen können: Kommerziell? Nur wenn man den Cache auch ohne "Eintrittsgeld" finden kann. :lol:

Grüße,
ksmichel
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Beitrag von caches-for-kids » Mo 27. Mär 2006, 13:43

ksmichel hat geschrieben:Was mich stört, ist das Wort "kommerziell".


In meinem Fall heißt "kommerziell", dass ich geocaching nicht nur für mein Privatvergnügen, sondern für mein Geschäft einsetzen will. Ich investiere Geld in Leih-GPSr, Katalogseiten und Werbung, und dafür möchte ich unsere Reisen attraktiver gestalten.

Aber eine "log-Gebühr" wird aber nicht erhoben. :D

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Beitrag von moenk » Mo 27. Mär 2006, 13:56

Alles kein Problem, beide Vorschläge sind üblich, siehe z.B. auch hier:
http://www.deutsche-fehnroute.de/
http://www.papenburg-tourismus.de/seite ... ?nummer=43
Bild Denkst Du noch selber oder bist Du schon Schwarm?

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Beitrag von nontoxicprinting » Mo 27. Mär 2006, 14:58

Für Euere Zwecke scheinen mir nocht-öffentliche Dosen geschickter zu sein, da ihr diese jedesmal neu bestücken könnt, wenn die Gruppen sie finden sollen - bei öffentlichen Dosen tritt dann doch recht bald die leidige Vermüllung ein.
Außerdem: Wie soll eone Klasse von ca. 20-30 Kindern richtig traden können?

Joschi

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Beitrag von ksmichel » Mo 27. Mär 2006, 15:00

"Kommerziell": Ist mit Gewinnerzielungsabsicht verbunden. Ich verstehe dein Vorhaben aber eher als "Garnierung" zu dem, was du sonst machst. Sozusagen als Lockmittel. Der Cacher macht das ja ähnlich, indem er für seinen Cache eine tolle Location als Lockmittel aussucht :wink:

So wie du es beschreibst, befürchte ich bei dir den Cache-Dollar auch nicht und auch keine Bezahlung in Geocoins :lol:

Mir hat es auch gefallen, dass du in diesem Forum gefragt hast, was wir davon halten.

@moenk: Genau, das war's!

Grüße,
ksmichel
--
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Beitrag von JamesDoe » Mo 27. Mär 2006, 19:32

Hallo,

da Du ja kein kommerzielles Interesse im eigentlich Sinn hast, dürfte kein Problem bestehen bestehende Caches zu verwenden. Der Owner dürfte sich über die Logs freuen.

Vorteil ist, dass es die Caches schon gibt, mehrfach geprüft durch Vorfinder, ein Nichtfinden aufgrund von Fehlern ist damit ausgeschlossen. Ausserdem hat jeder Owner seine eigene Handschrift, so das bei Besuch von mehreren Caches der Fun erhalten bleibt.

Nachteil ist, wie schon erwähnt, dass es sein kann das kein Trade möglich ist. Könnte eventuell dadurch vermieden werden, dass zum Beispiel die Lehrer die Box vorher aufsuchen und zum Beispiel altersgerecht auffüllen. Der Kostenaufwand ist nicht unbedingt hoch.

Das soll Dich natürlich nicht davon abhalten eigene Caches in der entsprechenden Gegend zu legen, dann aber bitte für alle :D

Wenn Du dies machst, beachte bitte eines und weise in den Ausdrucken oder den Informationen der Lehrer darauf hin: Travelbugs sind keine normalen Tauschgegenstände, wenn die Kinder nur einmal einen Cache suchen, muss der TB im Cache verbleiben da er sonst unter die Räder kommt. Es wäre nicht der erste TB der auf diese Weise, unabsichtlich, verschwindet.

Abundzu werden Caches von Nichtcachern gefunden, die die Idee toll finden, im Logbuch loggen und was tauschen. Nur das sie dann eben einen TB erwischen in Unkenntnis der Bedeutung.

Gruß aus Godesberg

Jens
Der Vorteil der Klugheit liegt darin,
dass man sich dumm stellen kann.
Das Gegenteil ist schon schwieriger.

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