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Extremcaching ist tot...

Allgemeiner Austausch zum Thema Geocaching.

Moderator: jmsanta

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schatzi-s
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Re: Extremcaching ist tot...

Beitrag von schatzi-s »

jennergruhle hat geschrieben: Di 27. Apr 2021, 09:24 Naja - ein D1 ist "hingehen, greifen, loggen, zurückstecken". Also z.B. die Filmdose im Pfahlende, wo in 20 m Umkreis kein anderes mögliches Versteck ist. Das trifft nun auf Angelcaches in der Regel nicht zu - allein das Hantieren mit der Angel macht da mindestens D3 draus.
genauso war es gemeint... In den meisten Faellen ist es doch genau das. Man sieht die Dose aus 50m Entfernung und ist meist nach 5 Minuten wieder weg.
D3 passt vielleicht auf 10m hoch und bei viel Wind, aber nicht auf die typische Dose mit riesigem Befestigungsring in 8m Hoehe.
Aber damit waeren wir wieder beim Thema (naja, nicht des Threads, aber der Wertung). Die blosse Machart eines Caches reicht fuer die Bewertung nicht aus, sondern sie sollte immer individuell zur Dose passen.

Ich frage mich, wieso Leute scharf darauf sind, ihre 81er Matrix voll zu bekommen und dann darauf stolz sind, obwohl sie sie selber mit Cachen gefuellt haben, von denen sie wissen, dass die Wertungen falsch sind...

Ich erinnere nur an ein Event, bei dem das "Lebensgefahr" Attribut gesetzt war, weil es vielen "Sissicachern" (nicht abwertend gemeint!) noch fehlte... (nein, es fand an keiner uebelbeleumundeten Imbissbude statt, da haette ich das ja verstanden ;-)))
Wenn sich jemand beim Cachen nicht in Gefahr begibt (was absolut nachvollziehbar und wahrscheinlich ;-) auch sinnvoll ist), dann ist es nur folgerichtig, dass dieses Attribut in der "Sammlung" (*schuettel*) fehlt
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hcy
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Re: Extremcaching ist tot...

Beitrag von hcy »

schatzi-s hat geschrieben: Di 27. Apr 2021, 16:24
jennergruhle hat geschrieben: Di 27. Apr 2021, 09:24 Naja - ein D1 ist "hingehen, greifen, loggen, zurückstecken". Also z.B. die Filmdose im Pfahlende, wo in 20 m Umkreis kein anderes mögliches Versteck ist. Das trifft nun auf Angelcaches in der Regel nicht zu - allein das Hantieren mit der Angel macht da mindestens D3 draus.
genauso war es gemeint... In den meisten Faellen ist es doch genau das. Man sieht die Dose aus 50m Entfernung und ist meist nach 5 Minuten wieder weg.
D3 passt vielleicht auf 10m hoch und bei viel Wind, aber nicht auf die typische Dose mit riesigem Befestigungsring in 8m Hoehe.
Doch, weil man Spezialausrüstung braucht. D1 bedeutet wirklich einfach hingehen und loggen, ohne dass ich mir einen 8m langen Teleskopstab kaufen und den durch den halben Wald schleppen muss.
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schatzi-s
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Re: Extremcaching ist tot...

Beitrag von schatzi-s »

Jein ;-)
Die D-Wertung geht von sehr leicht (D1) bis sehr schwer (D5). Zusaetzlich gibt es die Regel, dass ein Cache fuer den man eine Spezialausruestung braucht ein D5 ist. Ob das so sinnvoll ist, lasse ich dahin gestellt, denn eigentlich gibt es fuer so etwas das Attribut: "Spezialausruestung erforderlich".

Daraus ergibt sich bei der Wertung die entscheidene Frage. Ist die Angel Spezialausruestung oder nicht. Daraus ergeben sich zwei Faelle:

a) Ja, sie ist Spezialausruestung, dann ergibt sich zwangslaeufig D5 (und nicht D4 und nicht D4,5...)

b) Nein, sie ist keine, da eh fast jeder eine Angel hat oder manchmal auch ein rumliegender Ast hilft, dann ergibt sich die D-Wertung aus der Schwierigkeit bei genau dieser Dose und die widerum haengt von Begebenheiten wie Hoehe, "Greifbarkeit", Sichtbarkeit... etc. ab.
Ob das dann bei D1 oder D1,5 oder D2 anfaengt, weil man mit der Fuchtelstange aktiv ist und die Dose nicht direkt greifen kann, ist eine subjektive Entscheidung. Ich emfinde das Sichten, Holen (und Zuruecklegen) fast immer als extrem einfach.
Bis der Angelcache aber wirklich als D4.5 eingestuft werden kann (und damit der zweithoechste Schwierigkeitsgrad erreicht ist), muss die Dose aber schon sehr hoch vesteckt an einer sehr kleinen Oese haengen... Und genau das bemaengel ich: Dass immer mehr Dosen als D4 oder D4,5 gelistet werden, obwohl/ weil das nicht auf den Cache, aber in die 81er Matrix passt.

Wenn ich eine Angeldose nach Schwierigkeit bewerte (und eben nicht die Spezial-Ausruestungs-D5 vergebe), muss ich mir den Vergleich mit anderen D4,5er gefallen lassen. Und das sind halt im Normallfall Dosen, mit denen die meisten Cacher stundenlang beschaeftigt sind und die eben nicht mal eben in 3 Minuten aus dem Baum gefischt werden...
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hcy
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Re: Extremcaching ist tot...

Beitrag von hcy »

schatzi-s hat geschrieben: Mi 28. Apr 2021, 11:36 Zusaetzlich gibt es die Regel, dass ein Cache fuer den man eine Spezialausruestung braucht ein D5 ist.
Von so einer Regel hab ich noch nie gehört. Es gibt eigentlich nur die Regel, wenn Spezialausrüstung benötigt ist der Cache T5. Waren anfangs auch einige Angel-Caches.
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schatzi-s
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Re: Extremcaching ist tot...

Beitrag von schatzi-s »

eins der ersten Dinge, die man in einer Mathevorlesung lernt, ist, dass der Satz "kenne ich nicht" kein hinreichender Beweis ist ;-)
ich zitiere:
https://www.geocaching.com/help/index.p ... 97&pgid=82
fuer die D-Wertung:
"The most extreme mental challenge. Requires specialized knowledge, skills, tools, or significant effort to find, solve, or open."
Man beachte das Wort tools...
analog dazu fuer die T-Wertung:
"Requires specialized equipment such as scuba gear, a boat, rock climbing gear, or similar."
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jennergruhle
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Re: Extremcaching ist tot...

Beitrag von jennergruhle »

Mittlerweile ist doch der Konsens, dass T5 bedeutet "physisch anstrengend/gefährlich", Spezialausrüstung nötig um hinzukommen oder "extrem schwer, als Person an die Dose zu kommen", also klettern / schwimmen / tauchen / Tunnelkraxeln etc.

D5 heißt hingegen "ich muss nicht physisch extreme Anstrengungen leisten, aber es ist extrem knifflig". Also schwere Rätsel, umständliche Konstruktionen vor Ort aus denen ich die Dose bergen muss, Puzzles vor Ort etc.

Angeln einer Dose ist definitiv Letzteres, die T-Wertung sagt nur wie ich zu der Stelle komme.

Daher haben die meisten Angelcaches T1...3 und D4...5.
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Johannis10
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Re: Extremcaching ist tot...

Beitrag von Johannis10 »

Termite2712 hat geschrieben: Do 15. Apr 2021, 13:00 Wusste gar nicht, dass es das gibt.
Ist IMHO aber nicht schade drum.
Wer braucht schon "immer höher .. immer weiter ... immer schneller. .."?
Die extremsten Caches sind nicht bei Extremcaching.
Wer im Mariannengraben, auf der ISS oder auf dem Mount Everest cachen möchte, muss zu GS gehen, nicht zu extremcaching :D.
Was mich betrifft: Mir gehts nicht um immer extremer, egal auf welcher Plattform ich liste. Mein Ziel ist lediglich Caches zu veröffentlichen, welche mir selbst als Sucher gefallen würden. Und da ist von T1 bis T5 alles vertreten. Caches mit Statistikschwerpunk sind nicht darunter, für mich spannende und anspruchvolle Caches aber schon. Nur manche Caches liste ich nicht bei GS, sondern auf anderen Plattformen wie Terracaching, extremcaching oder opencaching. Die Gründe dafür sind verschieden. Manchmal lässt es das Regelwerk nicht zu z.B. wegen Abstandskonflikten. Manchmal möchte ich es auch nicht, weil manche Location einfach nicht für einen großen Besucheransturm geeignet ist.
Was die Eingangsfrage angeht: Habe den Support von EC kontaktiert, aber bisher leider keine Rückmeldung erhalten.
Grüßle Johannis10
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jennergruhle
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Re: Extremcaching ist tot...

Beitrag von jennergruhle »

Ist Terracaching eigentlich immer noch ein Nur-Süddeutschland-Ding? Ich hätte mich da schon mal fast angemeldet - hatte allerdings nebenbei sehen können dass ich dann gar keine Caches suchen könnte, ohne mehrere Tage zu verreisen. Abgesehen davon, dass Anmelden allein ja nichts bringt - man kann dann immer noch nichts tun ohne Bürgen/Sponsoren die man ja nicht beibringen kann weil ja in der Homezone dort keiner aktiv, weil es ja keine Caches gibt -> Teufelskreis.
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Johannis10
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Re: Extremcaching ist tot...

Beitrag von Johannis10 »

Hallo jennergruhle,
in deiner Homzone könntest du derzeit noch 2 FTFs machen ;).
Da es bei Terracaching auch Locationless-Caches und Cypercaches gibt, welche nicht ortsgebunden sind, kann man bei Interesse auch Terracaching spielen, selbst wenn es keine aktiven Terracacher in der Nähe gibt. Die Nutzerzahlen sind allgemein nicht sehr hoch. Von meinen Terraches (Cyper), welche alle weniger als ein Jahr alt sind, haben alle derzeit aktiven bisher Logs im niedrigen 2-stelligen Bereich. Was die Sponsorensuche angeht war das bei mir völlig unproblematisch owohl ich keinen einzigen Terracacher kannte. Da kann man einfach eine Sponsorenanfrage reinstellen. Man wartet dann, bis sich welche melden und nimmt dann die, welche einem am ehesten zusagen oder einfach die zwei ersten. Sollte sich rausstellen dass einer nicht passt, kann man den später problemlos wechseln. Solltes du wieder erwarten Probleme beim Sponsorsuchen haben, einfach melden. Die Seite ist meistens recht langsam und erinnert an GS in früheren Zeiten ;). Ansonsten waren die Leute, mit welchen ich bisher dort zu tun hatte, alle super nett. Einer meiner Sponsoren kennt sich mit Altbergbau und Höhlen gut aus und so habe ich ihm bei unseren ersten Treffen gleich zu ein paar Stollen und 2 Terracaches in meiner Homezone eingeladen und wir hatten einen schönen Tag.
Hier einer meiner ersten Log's bei Terrachching:

Found it! 7/19/2020
Aus Neugier habe ich mich letztens bei terracaching angemeldet. Was habe ich erwartet? Tolle Locations und nette Leute kennnenlernen. Beides hat sich hier voll erfüllt. Das war einfach eine spitze Location mit perfekter Begleitung. Obwohl ich nur eine halbe Stunde Autofahrt von hier weg wohne, hatte ich nie etwas von dieser Höhle gehört. Größere natürliche Höhlen sind hier im Buntsandstein des Schwarzwaldes eine Seltenheit. Um so erfreulicher war hier die doch recht große Höhle. Unter Eingang "eng" verstehe ich jetzt eher wenn es oben und unten streift. Das war hier nicht der Fall :). Kriechen muste man aber schon. Selbstverständlich haben wir auch den linken Abzweig untersucht. Wie? da soll man stehen könne. Vieleicht war hier waagerechtes stehen gemeint. Doch am vermeintlichen Ende gab es dann noch eine scharfe 180° Kurfe und danach konnte man wirklich stehen... Am rechten Abgang bin ich dann erst mal an der eigentlich deutlich eingeritzten Schrift vorbeigelaufen, da mich der Fortgang der Höhle am meisten in den Bann zog. Auf dem Boden fand sich dann noch ein Knochen und in einer anderen Ecke ein Schädel. Von der Größe her war es zumindest kein erwachsener Mensch, sondern eher ein Ailen oder was anderslaughing. Zum Glück war das Wesen schon ganz verwest und es war gute Luft im Innern. Das war ein tolles Abendteuer mit fachkundiger Begleitung meines Sponsors. Besten Dank. Besuche gerne mehr solcher Caches. Viele Grüße Johannis10
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