Das ewige Tradi-Multi-Problem

Allgemeiner Austausch zum Thema Geocaching.

Moderator: jmsanta

familysearch
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Das ewige Tradi-Multi-Problem

Beitrag von familysearch » Fr 31. Mär 2006, 00:34

Das Tradi-Multi-Problem lässt mir keine Ruhe.
Ich gestehe, dass ich Tradis in der Nähe zumeist sehr schnell aufsuche, und oft allein.
Multis gehe ich nur seltener/langsamer an, und dann mit der ganzen Familie.
Nun habe ich zwei caches gelegt, - und trotz Tradi-Präferenz in der Found-ratio -, als Multis.
Warum?
Die Vermutung, dass trotz Rundweg und Parkplatz-Vorschlag das Gros der cacher einen Tradi auf dem schnellsten und kürzestmöglichen Weg aufsuchen, ist einfach nicht von der Hand zu weisen.
Nun will man allerdings oftmals nicht (nur) eine location zeigen, sondern (auch) einen Weg. Dies ist als Tradi in der Regel nicht zu realisieren.
Meine Lösung zur Zeit: Den Multi mit so wenig Zwischenstationen wie möglich, bestenfalls mit nur der Startposition, und einer Frage zur Ermittlung der Endlocation. Das ganze so gestaltet, dass es sich nicht lohnt (oder sich als vergebliche Mühe herausstellt), sich zum Aufsuchen der Endlocation ins Auto zu setzen.
So ein Zweistationen-Multi verdiente eigentlich ein eigenes icon.
Ich vermute, so ein Kurz-Multi, könnte auch für cacher interessant sein, denen ein Vielstationen-Multi ein Greuel ist.
MfG
familysearch

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Frazer
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Beitrag von Frazer » Fr 31. Mär 2006, 01:52

Hhm, den Sinn eines eigenen Icon sehe ich ehrlich gesagt nicht. Multis können in der Tat ein Greuel sein. Das liegt dann aber entweder an der Wegführung oder an quälenden Stationen. Ich habe da meine persönliche Präferenzen eher in Abhängigkeit von Wetter und Jahreszeit und nicht aus Prinzip. Sinnvoller aus meiner Sicht wäre, dass die Anzahl der Stationen aus dem Vorwort klar hervorgeht. Genauso wie die Gesamtstrecke des Caches.

Was ich dringlicher finde ist, dass Mysteries klarer abgegrenzt werden könnten: Also im Extremfall eigene Icons für Bonus Cache, Rätsel-Traditionals und Rätsel-Multies.

Ilsebilse
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Re: Das ewige Tradi-Multi-Problem

Beitrag von Ilsebilse » Fr 31. Mär 2006, 09:46

familysearch hat geschrieben:Nun will man allerdings oftmals nicht (nur) eine location zeigen, sondern (auch) einen Weg. Dies ist als Tradi in der Regel nicht zu realisieren.
Meine Lösung zur Zeit: Den Multi mit so wenig Zwischenstationen wie möglich, bestenfalls mit nur der Startposition, und einer Frage zur Ermittlung der Endlocation.


Für meinen Geschmack (über den sich herrlich streiten läßt) die schlechteste Lösung. Bei so ziemlich allen 2-Stationen-Multis, die ich bislang gemacht habe, war mir nicht ersichtlich, warum da kein Tradi liegen kann.
Ich verstehe ja Deine Argumentation, dass Du den Weg zeigen willst, aber dann doch besser mit mehreren Stationen (weniger reines "zu-den-nächsten-Koordinaten-Gelaufe") und vor allem: Mach doch mal einen Multi mit wirklich ungewöhnlichen Verstecken für die Hints! Das ist nämlich das, was mich persönlich an den Multis hier bei uns in der Region reizt. Statt Treppen-Zählen und Filmdosen die Koordinaten wirklich ungewöhnlich anbringen - wenn man z.B. Dymo-Band statt Filmdose verwendet, ergeben sich ganz neue Versteckmöglichkeiten.

Einer meiner persönlichen Highlights: Eine Strombuxe an einem Pfosten im Wald - wir haben doch einige Minuten gebraucht, bis uns dämmerte, das das "nicht normal ist". Im Deckel standen dann die nächsten Koordinaten....
Leitplankenmicros? Sinnlose Filmdosen im Wald? Frustriert? Besucht die Brigade Eisenberg in Thüringen! Hier gibt es noch Caches, für die man ZU FUSS auf Berge steigen muß.

familysearch
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Re: Das ewige Tradi-Multi-Problem

Beitrag von familysearch » Fr 31. Mär 2006, 11:02

Ilsebilse hat geschrieben:Ich verstehe ja Deine Argumentation, dass Du den Weg zeigen willst, aber dann doch besser mit mehreren Stationen (weniger reines "zu-den-nächsten-Koordinaten-Gelaufe") und vor allem: Mach doch mal einen Multi mit wirklich ungewöhnlichen Verstecken für die Hints! Das ist nämlich das, was mich persönlich an den Multis hier bei uns in der Region reizt. Statt Treppen-Zählen und Filmdosen die Koordinaten wirklich ungewöhnlich anbringen - wenn man z.B. Dymo-Band statt Filmdose verwendet, ergeben sich ganz neue Versteckmöglichkeiten.


Einen cache mit ungewöhlichen Verstecken für Hints habe ich auch.
Der ist nicht ganz einfach und wird selten besucht.
Mein Ziel ist es daher, einen cache so einfach wie möglich zu machen, um auch für Sucher interessant zu sein, die üblicherweise nur Tradis abgrasen.
Diese geocaching-light-cacher, zu denen man mich zugegebenermaßen auch zählen mag, haben eigentlich an zwei Dingen nicht so viel Spaß:
1) Oft Koordinaten ins GPS-Gerät zu tippen (Ich muß da immer meine Lesebrille aufsetzen)
2) Direkt an den Koordinaten lange suchen zu müssen. (Ich hab da nach zehn Minuten meist keinen Bock mehr).
Mal einige wenige Kilometer zu wandern/spazieren, ist dagegen (für mich) der angenehme Teil des geocaching. Dennoch versuche ich mich mit dem Auto immer so weit wie möglich/erlaubt einem cache anzunähern, auch das vermutlich eine natürliche geocacher Verhaltensweise.
So eine Zweistationen-Multi-light-Version ließe sich wohl auch oft mit zwei Tradis realisieren. Aber vielleicht kommt es da zu reviewer-Rückfragen...
Happy hunting
familysearch

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Sir Hugo
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Beitrag von Sir Hugo » Fr 31. Mär 2006, 11:34

Ich bin auch ein Freund von Multis, am liebsten mit klar angegebenen Verläufen und "aktiven" Stages.

Klare Verläufe heißt für mich, dass nicht in der Beschreibung steht: "Suche Stage 1 auf und folge den Anweisungen." Ich möchte von Anfang an wissen, wieviele Stages, welche Wegstrecke und wieviel Zeit ich ungefähr einplanen muss.

"Aktive" Stages sind selbst angebrachte hints bzw. versteckte Zwischen-Mikros, anstatt Jahreszahlen suchen und Brückenpfeiler zählen.
Unsere geocaching Eckpunkte:
Norden: Reykjavik, Island N 64°07.832 W 021°55.117
Süden: Kapstadt, Südafrika S 33°53.998 E 018°25.510
(Nord-)Osten: St. Petersburg, Russland N 59°55.209 E 030°22.958
Westen: Key West, Florida N 24°33.664 W 081°48.104

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Beitrag von familysearch » Fr 31. Mär 2006, 13:30

Sir Hugo hat geschrieben:Klare Verläufe heißt für mich, dass nicht in der Beschreibung steht: "Suche Stage 1 auf und folge den Anweisungen." Ich möchte von Anfang an wissen, wieviele Stages, welche Wegstrecke und wieviel Zeit ich ungefähr einplanen muss.


Genau. Für Multis: 1) Stages 2) Wegstrecke 3) Zeit
Für tradis kann ich übrigens gern auf 2) und 3) verzichten, wenn es zur Aufgabe gehört, den optimalen Zugang zur location zu finden.

Sir Hugo hat geschrieben:"Aktive" Stages sind selbst angebrachte hints bzw. versteckte Zwischen-Mikros, anstatt Jahreszahlen suchen und Brückenpfeiler zählen.


Wenn ich mich nicht irre, - man möge mich korrigieren -, gehen aktive Stages in die Abstandsregelung mit ein, inaktive nicht. Obwohl ich aktive Stages auch schätze, könnte dies aber auch ein Argument gegen aktive Stages sein...

Happy hunting
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Beitrag von Bidone » Fr 31. Mär 2006, 13:34

Ich habe auch schon feststellen müssen, das Multis wesentlich weniger aufgesucht werden als Tradis.
Habe gerade wieder einen Multi gelegt aber in Zukunft werden wohl mehr Tradis kommen.

VG bidone

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Beitrag von Ilsebilse » Fr 31. Mär 2006, 13:43

familysearch hat geschrieben:
Wenn ich mich nicht irre, - man möge mich korrigieren -, gehen aktive Stages in die Abstandsregelung mit ein, inaktive nicht. Obwohl ich aktive Stages auch schätze, könnte dies aber auch ein Argument gegen aktive Stages sein...


Wäre mir neu. Dann hätte auch mein Multi nie online gehen dürfen, da liegen die Stationen nämlich immer weniger als 100 m auseinander - zwar deutlich durch Gebäude getrennt, aber....
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Beitrag von Sir Hugo » Fr 31. Mär 2006, 13:58

bidone hat geschrieben:Ich habe auch schon feststellen müssen, das Multis wesentlich weniger aufgesucht werden als Tradis.


Stimmt, aber welche founds bleiben länger im Gedächtnis, bzw. worüber wird häufiger unter cacher-Kollegen erzählt?! IdR sind Multis aufwändiger gestaltet, spektakulärer und haben einen größeren Erlebnis-Wert.

NATÜRLICH gibt es auch viele tolle Tradis, an die man sich gerne erinnert. Aber nach einem "Abgreif-Wochenende", an dem man ein Dutzend caches "gemacht" hat, kann man sich an einzelne founds kaum noch erinnern. Ein 2-bis 3-stündiger Multi hingegen ist (oft) eher Klasse statt Masse.
Unsere geocaching Eckpunkte:
Norden: Reykjavik, Island N 64°07.832 W 021°55.117
Süden: Kapstadt, Südafrika S 33°53.998 E 018°25.510
(Nord-)Osten: St. Petersburg, Russland N 59°55.209 E 030°22.958
Westen: Key West, Florida N 24°33.664 W 081°48.104

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Beitrag von Sir Hugo » Fr 31. Mär 2006, 14:02

Ilsebilse hat geschrieben:
familysearch hat geschrieben:
Wenn ich mich nicht irre, - man möge mich korrigieren -, gehen aktive Stages in die Abstandsregelung mit ein, inaktive nicht. Obwohl ich aktive Stages auch schätze, könnte dies aber auch ein Argument gegen aktive Stages sein...


Wäre mir neu. Dann hätte auch mein Multi nie online gehen dürfen, da liegen die Stationen nämlich immer weniger als 100 m auseinander - zwar deutlich durch Gebäude getrennt, aber....


Ich glaube auch nicht, dass die Approver zwischen aktiv und passiv unterscheiden. Bei den Waypoints kann man sie nicht auseinander halten, und daher werden die Abstandsregeln wohl für alle Stages gleichermaßen angewendet.
Unsere geocaching Eckpunkte:
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