Verändern sich eure Cachevorlieben?

Allgemeiner Austausch zum Thema Geocaching.

Moderator: jmsanta

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jennergruhle
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Beitrag von jennergruhle » Mi 5. Apr 2006, 14:35

Alex3000 hat geschrieben:Seitdem ich Nachtcaches kenne, will ich die unbedingt! :D

Hmmm... Der einzige Nachtcache den ich kenne ist mein eigener. Den hab ich zusammen mit hcy in rostock gelegt, weil es hier einfach noch keine gab.
Und ich glaube ich werde wohl noch ein bis zwei legen bis ich mal dazu komme einen selber zu suchen. Die sind ja leider nicht überall in D so dicht gestreut. Dennoch, bei mir rangieren die Nachtcaches ganz oben auf der Beliebtheitsskala:

1. Lost-Place-Caches
2. Nachtcaches
3. Knifflige Multis ohne Zähl-Orgien und Mystery-Caches
4. Tradis an wirklich tollen Orten
5. Zähl-Multis
6. Lieblos gemachte Tradis

Die Dosengröße ist mir eher egal, aber wenn >Micro wirds spannender.

Diese Reichenfolge hat sich erst entwickelt, anfangs hab ich lieber erstmal einfache Tradis zum "Üben" gesucht.

Mein bester Fund aus Kategorie 3 war bisher "Metal" in Berlin, aus Kat. 4 der Cache "Brüehlberg". Letzterer war auf selbigem Berg im dichten Wald am Fuße eines Mobilfunkturms mit Aussichtsplattform in 30m Höhe, in der Nähe von Winterthur. Die Aussicht beim Sonnenutergang war einfach genial. Der war eine Weile archiviert, ist jetzt aber wieder suchbar.
Feierabend- und Urlaubscacher und bekennender DNF-Logger

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doc256
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Beitrag von doc256 » Mi 5. Apr 2006, 18:46

Ich merke ganz allgemein, das meine Ansprüche gestiegen sind. Zu Anfang habe ich natürlich alles abgegrast, was in meiner Nähe lag. Inzwischen ärgere ich mich über Caches, die mich weder an einen schönen Ort führen noch durch ein außergewöhnliches Versteck bestechen. Eine Filmdose, die auf einem unattraktiven Platz unter dem Abfalleimer klebt, das braucht kein Mensch. Und im Abfall wühlen will ich auch nicht.
Ansonsten macht es die Mischung: Im Gegensatz zu vielen anderen Cachern stört mich die Zählerei und Rechnerei bei Multis nicht - das kann man nämlich zum Beispiel ganz gut mit Kindern im Grundschulalter machen. Wenn wenig Zeit da ist, sind Tradis ok, am Wochenende dürfen es auch Multis sein. Mystery-Caches sind ok, wenn ich mir dafür nicht irgendwelche Spezial-Software zulegen muss. Ich mache sogar Virtuals, die ja unter manchen Cachern als bäh gelten.
Nur Webcam-Caches reizen micht nicht.
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andy111
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Beitrag von andy111 » Mi 5. Apr 2006, 21:59

Ich glaube moenk spricht mir aus dem Herzen:

moenk hat geschrieben:Früher konnte ich hier in der Gegend immer mal einen Cache besuchen.
Nun muss man mit einer Gruppe erst mal 50-100 Kilometer fahren und dann gleich ein paar Caches machen.


Ich wohne in einer Cachefreien Gegend. Der erste Cache der nicht von mir selbst gelegt wurde ist 30 km entfernt. Ich habe, nachdem ich die umliegenden Caches abgegrast habe immer eine Anfahrt vom mindestens 50 km. Im Moment steht das Erfolgserlebnis, das Finden bei mir im Vordergrund. Und da haben Tradis natürlich einen Vorteil. Meine Vermutung, weshalb ich auch die Eingangsfrage gestellt hatte ist, dass es viele Cacher gibt die irgendwann umschwenken und besondere Vorlieben für raffinierte, komplizierte oder schwer zu lösende Caches entwickeln.
Aber scheinbar ist es nicht so, sondern jeder hat andere Vorlieben, daher sind einige Diskussionen und Streitereien in diesem Forum ja auch manchmal ausufernd. Aber wahrscheinlich haben daran ja auch einige ihren Spaß. Geocacher sind schon nette Leute :-)

Grüße
andy 111

ksmichel
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Beitrag von ksmichel » Mi 5. Apr 2006, 22:50

Ok, es folgt eine Art Beichte. Bitte skippen, wen es nicht interessiert.

So, noch einer da? :D Na gut.

Persönlich angesprochen sage ich: Ja, meine Ansprüche haben sich im Laufe der Zeit verändert (und tun es noch).

Bei meinem ersten Cache im April Anno Domini 2003 war ich aufgeregt wie nur was, hab mich ständig umgedreht und geguckt, ob mich einer beobachtet (wär mich konkret peinlich gewesen).

Ich wollte natürlich auch andere Cacher kennenlernen. Da es noch keine Events gab, traf man sich im Bonobo's. Beim ersten Mal dachte ich noch, ich wäre falsch, denn die meisten GCer in HH waren damals auch Hardcore Mac-User, und die hatten natürlich alle ihre Schätzchen dabei :wink:

Dann kam die "muss-viele-suchen"-Phase. Ich habe mit Rad oder Auto angefahren, was sich nicht gewehrt hat. Dabei haben Annett (aka alligateuse) und ich das erste Mal einen Cacher (m.zielinski) am Cache getroffen. Wow!

Die Statistik interessierte absolut, und ich beobachtete, wie ich von Woche zu Woche "höher" stieg.

Irgendwann kamen einige Frusterlebnisse, vorwiegend wegen nicht richtig verstandener Cache-Beschreibungen oder auch schon mal, weil ein Cache missverständlich oder gar schlecht/falsch formuliert war. Meine Lust auf Multis sank, weil man ja nie genau wusste, ob vielleicht wieder so ein Wurm drin war. Die Einsicht wuchs, mehr auf die Vorfinder-Logs zu achten.

Meine Arbeit fraß immer mehr Zeit, andere Cacher überholten mich in der Statistik. Sofort beeilte sich mein Gehirn, Gründe dafür zu erfinden, dass mich die Statistik gar nicht interessiert. :D

Dann haben wir mal aus Versehen einen Cache beschädigt :evil: , es aber umgehend und zerknirscht dem Owner gebeichtet. Nach einem daraufhin entstehenden sehr belastenden E-Mail-Wechsel mit einem (ansonsten unbeteiligten) Vorfinder hatte ich vom Cachen erstmal die Nase voll. Ich weiß, das war eine Überreaktion, zumal ich die Person an einem Cache später kennengelernt habe und ganz nett fand.

Nach etwas Pause stieg - dank Annetts Aktivität und Beharrlichkeit - wieder meine Lust aufs Cachen. Es gab schließlich auch schöne Seiten. Nach einigen tollen Events und Cache-Touren im kleinen und größeren Rudel würde ich meine Vorlieben derzeit so beschreiben: Ein guter Mix aus Tradis und Multis, gezielte Touren in Gebiete, um sie mit Hilfe einiger Caches kennenzulernen - aber bitte ohne Zeitdruck.. Ob ich einen Cache angehe oder nicht, erschließt sich für mich meist aus einem Mix aus Beschreibung (Inhalt) und den Vorlogs.

Der Schwierigkeitsgrad von Caches ist mir schnuppe, ich hätte nur gern, dass aus der Beschreibung hervorgeht, ob Spezialkenntnisse oder Werkzeuge erforderlich sind. Dann kann ich selbst entscheiden, ob ich den Cache angehe oder eben nicht. Man hört gelegentlich von Caches, die erst unterwegs offenbaren, was zum Finden nötig ist. Ich befürchte, dass sich irgendwann mal ein Cacher zu Tode stürzt, weil er sich auf die harmlose Beschreibung verließ und irrtümlich annahm, dass ein 2/3-er Cache auch ohne Kletterausrüstung machbar sein sollte und sich dann beim Hebeversuch überschätzt.

Mysterys: Ich habe selbst einen gelegt, bin also befangen :D
Im Ernst: Wenn ich einen Ansatz sehe, probiere ich es gern mal, sofern es nicht zuviel Zeit wegnimmt, um DRAUSSEN cachen zu gehen :wink: Ich habe akzeptiert, dass meine Physik- und Mathekenntnisse nicht für alle Caches reichen.

Was TBs angeht: In Gruppen lasse ich mittlerweile anderen gern den Vortritt, weil ich nicht so genau planen kann, ob ich innerhalb zweier Wochen wieder cachen kann. Allein nehme ich den TB mit, wenn ich ihm helfen kann.

Die recht explosionsartig sich vermehrenden Geocoins gucke ich mir zwar gern an, sammle sie aber nicht gezielt.

Nun noch etwas, was nicht unbedingt mit dem "Cache-Vorgang" zu tun hat: Ich habe über die Jahre sehr viele nette Leute durch das Geocachen kennengelernt. Viele auch bei Events. Geocacher sind - auch wenn wir es vielleicht gar nicht so sehr selbst wahrnehmen - im Vergleich zu anderen Leuten sehr entschlussfreudig. Wenn ich's mit dem Verein vergleiche, in dem man ein halbes Jahr zur Planung eines Grillfestes zubringt, dann kann ich vor jedem, der ein Event startet, nur sagen: "Danke!"

Ansonsten könnte man fast eine "Liebe ist"-Serie draus machen:

Geocaching ist toll,
... weil es kein Paragraphen-Werk für das Cachen gibt, sondern nur Richtlinien.
... weil für jeden etwas dabei ist.
... weil man nicht verpflichtet ist, alle zu suchen.
...
...
...

ksmichel
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