Die alte Leier: Legal vs. "Spannend"

Allgemeiner Austausch zum Thema Geocaching.

Moderator: jmsanta

Thalor
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Beitrag von Thalor » Sa 8. Apr 2006, 09:04

Da radioscout ja juristisch auch interessiert erscheint und den Vergleich mit falsch Parken nicht zulässt, da es nur eine Ordnungswidrigkeit ist: Bei einem (Laden)diebstahl (§242 StGB) ist allein schon der Versuch strafbar. Hausfriedensbruch (§ 123 StGB) wird nur auf Antrag verfolgt. Allein daher und wenn Du dir die vorgesehen Strafrahmen ansiehst, kannst man erkennen dass diese beiden Delikte in 2 völlig verschiedenen Ligen spielen.

Da man als guter Cacher ja eh das "How not to be seen" beherrscht wird man auch nicht belangt werden ;)

Ansonsten sehe ich das auch so, dass wir alles mündige Mensch sind (bzw sein sollten) und die Freiheit haben Regeln zu beachten oder eben nicht. Daher finde ich es schade, dass die Regeln von gc.com zu dem Effekt führen, dass in den Cachebeschreibungen eben nicht genau drin steht, dass es sich ggf. um Privatgelände handelt.
Moralisch gesehen hab ich jedenfalls keine Vorbehalte in ein verlassenenes Industriegebäude zu gehen. Stünde ich vor der Frage Oma Frieda's Garten umzugraben um einen Cache zu finden sähe das ganz anders aus.

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Beitrag von mattes + paulharris » Sa 8. Apr 2006, 10:19

Das Problem bei vielen leerstehenden Industriegebäuden ist, daß der Eigentümer aus verschiedenen Gründen nicht will, daß dort Leute herumturnen. Z.B. weil es Verletzungsgefahren gibt (Verkehrssicherungspflicht) und weil Wertstoffe wie Kupferkabel gerne geklaut werden. Regelmäßige Kontrollen durch Bewachungsfirmen sind nicht gerade selten.

Also entweder nicht erwischen lassen oder eine gute Tarngeschichte auf Lager haben.

Gruß
PaulHarris
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Beitrag von Lakritz » Sa 8. Apr 2006, 10:42

Wir sind doch sowieso alle nur Hobbyfotografen. :)
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wutzebear
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Beitrag von wutzebear » Sa 8. Apr 2006, 10:45

Immer eine Hundeleine umhängen - da kann man behaupten, der Köter sei ausgebüxt!

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Beitrag von radioscout » Sa 8. Apr 2006, 11:00

Maulef hat geschrieben:Ich finde schon dass man sich als Cacher darauf verlassen können sollte, dass man nichts verbotenes tun muss um den Cache zu finden. Der Owner muss das überprüfen bevor er den Cache online stellt. Sonst kommt es zu sowas: http://www.geocaching.com/seek/cache_de ... 5bd710ef8f
(man beachte übrigens den Log von Radioscout. :lol:)

Wie Du an anderer Stelle sicher gelesen hast, schreibe ich nichts negatives in Logs.
Zuletzt geändert von radioscout am Sa 8. Apr 2006, 11:07, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitrag von radioscout » Sa 8. Apr 2006, 11:04

Thalor hat geschrieben:Bei einem (Laden)diebstahl (§242 StGB) ist allein schon der Versuch strafbar. Hausfriedensbruch (§ 123 StGB) wird nur auf Antrag verfolgt. Allein daher und wenn Du dir die vorgesehen Strafrahmen ansiehst, kannst man erkennen dass diese beiden Delikte in 2 völlig verschiedenen Ligen spielen.

Für den Diebstahl gibt es bis zu 5 Jahre Knast, für den Hausfriedensbruch bis zu einem Jahr. Beides zu viel.
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Beitrag von radioscout » Sa 8. Apr 2006, 11:11

arbalo hat geschrieben:einem meiner caches lobt er auch als "besten c."*, dieser c. ist auf die 2 arten zu erreichen die hier diskutiert werden und ich verwette
...

* anscheinend unterliegt dieses lob einer gewissen inflation bei rc :!: :?:

Dann pack ihn mal gut ein, häng ein Travel Bug Tag dran und gib ihm den Auftrag, einen noch festzulegenenden Cache zu besuchen. :lol:
Man kann nämlich auch von der .be-Seite zum Cache kommen.
Das ein Bahnfan geniale Eisenbahncaches lobt nennst Du Inflation?
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Beitrag von Thalor » Sa 8. Apr 2006, 11:28

Das Du für einen 'einfachen' Hausfriendensbruch wirklich in den Bau einfährst halte ich für äusserst unwahrscheinlich.
Im allgemeinen dürfte es darauf hinauslaufen, dass die Herren in Grün Dir einen Platzverweis aussprechen dem man dann natürlich nachkommt.
Oder gibts hier jemanden der für die Fotosession in einem Lost Place schon mal ne Geld- oder gar Freiheitsstrafe kassiert hat?
Das grössere Risiko ist mit Sicherheit das für die eigenen Gesundheit, dass aber jeder mündige Mensch für sich selbst vertreten darf.

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Beitrag von Carsten » Sa 8. Apr 2006, 11:34

radioscout hat geschrieben:
Maulef hat geschrieben:Ich finde schon dass man sich als Cacher darauf verlassen können sollte, dass man nichts verbotenes tun muss um den Cache zu finden. Der Owner muss das überprüfen bevor er den Cache online stellt. Sonst kommt es zu sowas: http://www.geocaching.com/seek/cache_de ... 5bd710ef8f
(man beachte übrigens den Log von Radioscout. :lol:)

Wie Du an anderer Stelle sicher gelesen hast, schreibe ich nichts negatives in Logs.


Wo steht denn in den Regeln, dass man nur positives in ein Log schreiben darf? Immer nur alles beschönigen hilft niemandem weiter. Wenn es Kritik an der Umsetzung des Caches oder Zweifel an der Rechtmäßigkeit des Betretens eines Geländes gibt, gehört so etwas IMO selbstverständlich mit ins Log.
Ich frage mich in dem Fall nur: wieso hast du diesen Cache überhaupt geloggt? Nach den anderen Logs zu urteilen mußt du auf dem Weg zum Cache ja schon an Warnschildern vorbeigekommen und durch Löcher in Zäunen gekrochen sein. Konsequenz ist nicht gerade deine Stärke, oder? Im Forum die Legalität hochhalten und sich dann vor Ort nur nach Lust und Laune an Beschilderungen/Absperrungen halten... *kopfschüttel*

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Beitrag von Windi » Sa 8. Apr 2006, 11:43

Ich weiß nicht was schlimmer ist.

In einem Lostplace-Gelände rumklettern was sowieso niemanden interessiert. Und falls doch erhält man höchstens einen Platzverweis.
Oder einen Cache an so eine "unglückliche" öffentliche Stelle legen dass er von einem Bombenentschärfungsteam gesprengt wird.

Wie viele Caches gibt es denn die einen derartigen (teuren) Einsatz von Sicherheitskräften hervorgerufen haben?
Und wieviele Geocacher wurden im Vergleich dazu angezeigt weil sie in Lost Places rumgeturnt sind?

Ich finde es nur schade dass ° jetzt so ein "scharfer Hund" ist wo doch ein paar seiner frührer gelegten Caches auch nicht "ganz astrein" sind.
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