Die alte Leier: Legal vs. "Spannend"

Allgemeiner Austausch zum Thema Geocaching.

Moderator: jmsanta

greiol
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Beitrag von greiol » Sa 8. Apr 2006, 12:16

Windi hat geschrieben:Ich finde es nur schade dass ° jetzt so ein "scharfer Hund" ist wo doch ein paar seiner frührer gelegten Caches auch nicht "ganz astrein" sind.


Er wurde halt vom Saulus zum Paulus. Vielleicht steht der ° ja für den Heiligenschein. ;)

Als Cacheleger ist es Deine "Aufgabe" tolle Caches an interessanten Plätzen zu legen. Als Reviewer möchtest Du verhindern, daß das ganze aus dem Ruder läuft.

Die Geocaching Gemeinde hat sich im Laufe der Zeit verändert genau wie bei jeder anderen Freizeitaktivität auch. Als die ersten Bretllrutscher anfingen sich im Schnee zu tummeln hat auch noch niemand an irgendwelche FIS Regeln gedacht - was nicht heißt das es nicht trotzdem Spaß machen kann mal im Gelände zu fahren :twisted: :twisted:

Bloß einen "Anspruch" auf "nicht ganz im Regelwerk" kannst Du halt nicht stellen. Genauso wie manche dir einen Platzverweis wegen Regelübertretung geben kann, können dir der andere halt einen Cacheverweis geben.

tempora mutantur et nos mutamur in illis
Wer vom Ziel nicht weiß, kann den Weg nicht haben
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Schnüffelstück
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Beitrag von Schnüffelstück » Sa 8. Apr 2006, 17:28

Windi hat geschrieben:Wie viele Caches gibt es denn die einen derartigen (teuren) Einsatz von Sicherheitskräften hervorgerufen haben?

Selbst am Flughafen wurde das Teil einfach weggeschmissen und gut wars.

An die Verschwörungstheoretiker und Tacho-40-in-der-Stadt-Fahrer: Spart Euch die Weltuntergangsvisionen für den 6.6.06 auf.
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Schnüffelstück
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Beitrag von Schnüffelstück » Sa 8. Apr 2006, 17:31

Lakritz hat geschrieben:Wir sind doch sowieso alle nur Hobbyfotografen. :)

Hat in den letzten Jahren einen leicht zweifelhaften Ruf bekommen (man könnte ein Terrorist oder - noch schlimmer - ein Spanner sein) aber ich weiß auch nix besseres. Ob die Taschenknipse als Alibi ausreicht, weiß ich net, da kommt die fette Spiegelreflex schon besser.
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morsix
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Beitrag von morsix » Sa 8. Apr 2006, 20:04

wutzebear hat geschrieben:Immer eine Hundeleine umhängen - da kann man behaupten, der Köter sei ausgebüxt!


Geile Idee, das nehm ich mal als anregung :)

Danke
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nilsk

Beitrag von nilsk » Sa 8. Apr 2006, 22:44

morsix hat geschrieben:
wutzebear hat geschrieben:Immer eine Hundeleine umhängen - da kann man behaupten, der Köter sei ausgebüxt!

Geile Idee, das nehm ich mal als anregung :)


Völlig übertrieben, die meisten Leute hören einem ehh nicht zu, denen kann man alles erzählen. Wenn es schafft dabei nicht in Lachen auszubrechen kannst du auch sagen "mein Hamster hat 'nen Eisprung" und die werden das als völlig akzeptable Begründung für dein dasein ansehen.

Bei etwas einfach gestrickteren Gemütern (und das sind die, die einen im Allgemeinen anquatschen, die anderen erkennen, wie egal das ist) zählt nicht was man sagt, sondern nur wie man etwas sagt.

Nils

greiol
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Beitrag von greiol » So 9. Apr 2006, 02:32

nilsk hat geschrieben:Völlig übertrieben, ...

Siehe auch
Wer vom Ziel nicht weiß, kann den Weg nicht haben
(Christian Morgenstern)

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Beitrag von Lakritz » So 9. Apr 2006, 11:07

Schnüffelstück hat geschrieben:
Lakritz hat geschrieben:Wir sind doch sowieso alle nur Hobbyfotografen. :)

Hat in den letzten Jahren einen leicht zweifelhaften Ruf bekommen (man könnte ein Terrorist oder - noch schlimmer - ein Spanner sein) aber ich weiß auch nix besseres.

Oh - Verschwörungstheorie... :lol:

Ob die Taschenknipse als Alibi ausreicht, weiß ich net, da kommt die fette Spiegelreflex schon besser.

Ach was, wir fotografieren doch für den Hausgebrauch: "Ich wollte nur mal knipsen, bevor das Ding abgerissen wird... sieht schließlich sooo schöööön aus!" Die dazu passenden glänzenden Augen muss man als Cacher ja nicht mal simulieren... ;)
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joschi_1998

Beitrag von joschi_1998 » Di 11. Apr 2006, 20:13

Groundspeak ist eine amerikanische Firma. Wenn in den USA die Rechtssitten tatsächlich so rauh sind, wie hierzulande in der Presse immer wieder kolportiert, tut Groundspeak gut daran, erstens verbindliche Guidelines aufzustellen mit zweitens klaren Verboten in Fragen, die eindeutig juristisch vermintes Gelände sind, und drittens strikt auf die Einhaltung dieser Guidelines zu pochen. Da nicht auszuschließen ist, daß ein US-Bürger auch außerhalb des US-Hoheitsgebietes cachen geht, kann Groundspeak sich allzu unterschiedliche Freizügigkeit je nach Land und Region nicht leisten.

Zum Thema Regeltreue vs. mündiger Bürger/ Cacher: Leider reklamiert "der" Bürger die Mündigkeit nur für sich, tatsächlich mündig scheint er mir aber nicht zu sein. Wie mündige Bürger sich verantwortungsbewußt (per definitionem eine Eigenschaft, die den mündigen Bürger auszeichnen sollte) im Alltag verhalten, läßt sich ohne großes Suchen wunderbar auf einer x-beliebigen deutschen Straße beobachten. Oder bei der Steuererklärung. Oder oder oder... Da Geocacher per se nicht die mündige Elite unserer Gesellschaft sind, steht's um uns keinen Deut besser als um deutsche Autofahrer, deutsche Steuerbetrüger etc.pp. Und weil Autofahrer, Steuersünder und Geocacher gleichermaßen immer nur stur wie Kleinkinder auf ihr "mündig" pochen, um im Anschluß bauernschlau und mit der inbrünstigen Überzeugung heiliger Kreuzritter jedes Verbot zu umschiffen, hilft bei Geocachern vermutlich wirklich nur das selbe Vorgehen wie im Falle von Autofahrern und Steuerhinterziehern - Appelle helfen nicht, Richtlinien helfen nicht, Regeln und Verbote helfen nicht, erst drastische Sanktionen mit Heulen und Zähneklappern bei den Ertappten zeigen Wirkung. Wer also den Reviewing-Prozess auf der von Groundspeak bereitgestellten Plattform vorsätzlich betrügerisch umgeht und Groundspeak damit potentiell in Gefahr bringt, eine Klage an den Hals zu bekommen, sollte als Member ausgeschlossen und bei den zuständigen örtlichen Behörden angezeigt werden.

*popkornraushol*

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Beitrag von radioscout » Di 11. Apr 2006, 20:17

joschi_1998 hat geschrieben:Wer also den Reviewing-Prozess auf der von Groundspeak bereitgestellten Plattform vorsätzlich betrügerisch umgeht und Groundspeak damit potentiell in Gefahr bringt, eine Klage an den Hals zu bekommen, sollte als Member ausgeschlossen und bei den zuständigen örtlichen Behörden angezeigt werden.

Ausschluß: volle Zustimmung
Anzeigen: muß nicht sein.
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Wir hätten nie uns getraut doofe Dosen anzumelden schon aus Respekt vor diesem geheimnisvollen Spiel (Dosenfischer, Die goldenen Jahre)

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Beitrag von ScandinavianMagic » Di 11. Apr 2006, 20:38

joschi_1998 hat geschrieben:... und Groundspeak damit potentiell in Gefahr bringt, eine Klage an den Hals zu bekommen, sollte als Member ausgeschlossen und bei den zuständigen örtlichen Behörden angezeigt werden.

*popkornraushol*


Klingt irgendwie ziemlich an den Haaren herbeigezogen. Werden Gesetzesverstöße nicht immer nach dem Gesetz des Landes geahndet, in dem sie begangen werden? Egal, ob derjenige aus USA oder D kommt? Ich bin kein Experte, aber meine ja.
Angenommen, ich werde tatsächlich beim Cachesuchen auf z.B. einem alten Fabrikgelände erwischt, weswegen sollte dann eine Firma in den USA verklagt werden? Wegen "Anstiftung zum Hausfriedensbruch" oder so? Echt lächerlich - dann müsste jeder, der eine Website zum Thema Lost Places betreibt, damit rechnen, verklagt zu werden. Die Leute von schatzsucher.de dürften dann schon lang nicht mehr ruhig schlafen.

Und die Anzeige wegen "betrügerischem (!) Umgehen des Reviewing-Prozesses bei Groundspeak" möcht' ich mal sehen. Aber der Witz war gut *lach*
Solang die dicke Frau noch singt, ist die Oper nicht zu Ende

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