Die alte Leier: Legal vs. "Spannend"

Allgemeiner Austausch zum Thema Geocaching.

Moderator: jmsanta

joschi_1998

Beitrag von joschi_1998 » Mi 12. Apr 2006, 18:04

Ilsebilse hat geschrieben:Ich behaupte auch mal, dass verbotenes Gelände nicht gleich verbotenes Gelände ist. [...] Ich finde es in so einem Falle zumindest zweifelhaft, ob das Gelände wirklich "verboten" ist.

Wow, das recherchierst Du alles, bevor Du Dich über ein "Betreten verboten" hinwegsetzt? Dann hab' ich selbstverständlich nichts einzuwenden. Und ich schätze, auch die Reviewer approven in solchen Fällen einen Cache ohne langes Zögern...
Ilsebilse hat geschrieben:Zum Ausgleich kaufe ich auch immer brav eine Straßenbahnfahrkarte und halte an roten Ampeln - das reicht für mich an Konformismus.

Schade, wenn Konformismus Dein einziger Beweggrund ist, Dich in diesen Fällen nicht assozial zu verhalten.

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radioscout
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Beitrag von radioscout » Mi 12. Apr 2006, 18:58

Ilsebilse hat geschrieben:Darum habe ich auch überhaupt kein schlechtes Gewissen, auf so einem Gelände rumzulaufen, Fotos zu machen und ev. eine Dose zu suchen. Damit mache ich nix kaputt - die Löcher in den Zäunen waren auch schon vor mir da.
...
Vielleicht steht das da auch nur noch aus der Zeit, als das Gelände genutzt wurde? Zumal es oftmals Eingänge zu solchen Geländen gibt, wo kein Verbotsschild steht.... Ich finde es in so einem Falle zumindest zweifelhaft, ob das Gelände wirklich "verboten" ist.

Es gibt einen Cache (ich werde den Namen nicht nennen, ich habe ihn auch nicht gefunden), der liegt auf einem alten <was es ist, ist egal>-Gelände.
Den Logs ist zu entnehmen, daß der Zaun repariert wird, wenn wieder jemand ein Loch reingeschnitten hat und das sogar Cacher geschrieben haben, ein Loch reingeschnitten zu haben.

Es ist übrigens ganz egal, ob der Zaun Löcher hat oder sogar teilweise zerstört ist: Das Betreten ist auch dann verboten.
Bild
Wir hätten nie uns getraut doofe Dosen anzumelden schon aus Respekt vor diesem geheimnisvollen Spiel (Dosenfischer, Die goldenen Jahre)

D-Buddi

Beitrag von D-Buddi » Mi 12. Apr 2006, 20:17

Ilsebilse hat geschrieben:ABER: : Ich behaupte auch mal, dass verbotenes Gelände nicht gleich verbotenes Gelände ist.


genau, und welches was ist entscheidet dann der absolut objektive Cacher... :roll:

eventuell fände ich das noch ok, wenn du bei eventuellen Unfällen deine Krankenkosten selber zahlen müsstest, aber da kann man wohl mit rechnen das du dann plötzlich anders denkst :lol:

Ilsebilse hat geschrieben:ganz ehrlich: Ich persönlich finde es halt einfach geil, da rumzustöbern, ev. eine Dose zu suchen und einfach nur friedlich Spaß zu haben. Zum


gib doch mal deine Adresse bekannt, dann legen wir dir ein paar Caches aufs Grundstück und ggf. in den Kofferraum, gibt halt bestimmt auch Menschen die finden das absolut ok dort zu suchen, vielleicht finden die das sogar "geil".... :shock:

Jörg

morsix
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Beitrag von morsix » Mi 12. Apr 2006, 21:13

Nur mal am Rande ...
Manchmal kann man illegales relativ einfach legalisieren.

Ist ein Grundstück noch bewohnt/in Betrieb: Frage den Besitzer, erkläre ihm, wenn das auch mühsam ist geocaching und leg nen Schatz. In München gibt es zwei solcher Caches, einer davon ist meiner.

Ist ein grundstück verlassen, also ein typischer Lost Place dann steht zumindest in München meist eine Tafel mit Telefonnummer dran, einer meiner Caches ist auf so einem Gelände. Wenn Du anrufst und dich nur mal umsehen willst, ob eine der Hallen evtl. für Deine Hobbywerkstatt interessant ist, bekommst Du für Gewöhnlich auch eine Erlaubnis das Gelände zu erkundigen - den Leuten am Telefon geocaching zu erklären spare ich mir ...

Ein ex cache von mit (Hinkommen aber wie - die ausrede) war sogar expliziet darauf ausgelegt, daß man sich eine Erlaubnis einholen musste - das war der Witz am Cache ;) Den Cache gibt es nicht mehr, weil das Gelände inzwischen frei begehbar ist. Sogar die Verbotsschilder wurden abgebaut und ein Gleis abgerissen. Früher war da eine Schranke mit Wechselsprechanlage, die Schranke ging auf wenn man ein plausibles Anliegen vorbringen konnte.

Zwei meiner (noch nicht bei gc eingestellten) caches in Vorbereitung werden wieder sehr illegal sein - aber auch hier besteht durchaus die Möglichkeit legal reinzukommen - man kann sich sogar vom Hausmeister die Türen am Zaun aufsperren lassen. Wie das geht, tja, das soll wieder Teil der Herausforderung werden.

Wenn nun jemand einfach über Tor klettert oder untern Zaun durch oder sich durch die zahllosen Löcher im Zaun quetschen will oder gar auf die ganze harte Tour (so bin ich mehrmals aufs Gelände, weil ich keinen Bock mehr auf wieder Hausmeister anhauen hatte, der extra mit dem Auto kommen muss!!!) voll durch die (stillgelegte) Kanalistation - das alles ist möglich, na und, jeder wie er will, ist doch nicht mein Problem.

Aber ja, ist ja verboten, weil bei gc.com steht: Ein Cache darf nicht so angelegt sein, daß er evtl. cacher zu illegalen Betreten aufmuntert ...

Da sag ich: Scheiss drauf ... ich mach mir doch keinen Kopf darüber wie und wo sich irgendein cacher gegen die Regeln verhalten könnte. Mir ists egal, ob jemand illegal das Gelände betritt oder vorher artig anruft um sich eine Erlaubnis einzuholen.

Und eins ist eh klar, wenn gc.com so weiterspinnt, dann archiviere ich sowieso alle meine caches, weil man an jedem was aussetzen könnte und seis drum, daß jemand eine abkürzung durchs Biotop nimmt anstatt aussen rum zu gehen. (Siehe Regel von vorher, dann ist ein cache streng genommen nicht erlaubt).

Dann such ich nur noch caches und tu nix mehr für die anderen. Von solchen Cachern gibts eh genügend, 100erte gefunden, 1 oder zwei versteckt oder gar keinen - das finde ich richtig bäh bäh.

Mindestens ein anderer Cacher hat auch seine caches desswegen alle archiviert. Irgendwann macht das Schule und übrig bleiben langweilige Familienfilmdosen und blöde Brückenpfeillerzählmultis. Dann bin ich froh, sicherlich lägst ein anderes spannendes Hobby gefunden zu haben, vieleicht bei diesen "infiltration" Leuten oder beim Schachboxen.

Grüße
Rudi
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Beitrag von ScandinavianMagic » Mi 12. Apr 2006, 21:58

morsix hat geschrieben:Da sag ich: Scheiss drauf ... ich mach mir doch keinen Kopf darüber wie und wo sich irgendein cacher gegen die Regeln verhalten könnte. Mir ists egal, ob jemand illegal das Gelände betritt oder vorher artig anruft um sich eine Erlaubnis einzuholen.


8) :D

Und nochwas: Hat denn schon mal einer von den Moralaposteln, die sich jetzt gleich wieder melden, um Erlaubnis gefragt, ob er seine Dose in den Wald legen darf? Nee - dann aber schnell weg mit dem Gerümpel! Das ist nämlich verdammt illegal - oder habt ihr Punkt 3 der GC-Guidelines nicht gelesen? :P
Solang die dicke Frau noch singt, ist die Oper nicht zu Ende

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Beitrag von smo » Mi 12. Apr 2006, 22:15

D-Buddi hat geschrieben:
gib doch mal deine Adresse bekannt, dann legen wir dir ein paar Caches aufs Grundstück und ggf. in den Kofferraum, gibt halt bestimmt auch Menschen die finden das absolut ok dort zu suchen, vielleicht finden die das sogar "geil".... :shock:

Jörg


Ich nehm auch ein paar, wegen der 161 Meter Regel aber bitte nur einen gc.com Cache, nicht dass was passiert. Gibt einige schoene Verstecke auf meinem Grundstueck. Meine Adresse bekommst du sicher mit etwas Nachdenken selber raus. Der Kofferraum meines Autos ist auch meist offen, wenn nicht steckt zumindest der Schluessel im Zuendschloss. Aber ins Strassenauto bitte auch keinen gc.com Cache, moving Caches sind (wenns nicht grad was aussergewoehnliches is) auch BUUH!.

Happy Hiding
Steve

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Beitrag von Alexander_Hold » Mi 12. Apr 2006, 22:15

Aha,

also das darf doch nicht wahr sein, daß hier hinter meinem Rücken und bei missachtung des Gerichtes (das gibt 200€ ersatzweise 10 caches) irgendwelche Tupperdosen geöffnet werden!

Tupperdosen, ob Fundsache oder nicht, dürfen nicht geöffnet werden und schon gar nicht darf irgendein Inhalt daraus entnommen werden (Diebstahl) oder das Poesiealbum beschmiert werden (Logbuch).

Ich sperr euch alle ein!!!

Richter Dr. Alexander Hold, Kempten
Ich gnadenlos, Du lebenslänglich!

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Beitrag von Alexander_Hold » Mi 12. Apr 2006, 22:19

radioscout hat geschrieben:
ScandinavianMagic hat geschrieben:Aber was du hier beschreibst ist eine Sache, die mit gutem Benehmen zu tun hat.

Und genau so selbstverständlich wie das gute Benehmen sollte die Einhaltung der Guidelines sein.
Wie schnell würden wohl die illegalen Caches durch ihre Owner archived, wenn der erste Owner eines illegalen Caches wegen Anstiftung verurteilt wurde?


Sehr löblich,
Herr Ratiomaut ... sehr löblich!
Ich berufe Sie gleich mal in den Zeugenstand... Sie müssen natürlich die Wahrheit sagen und dürfen auch nichts verschweigen, es sei denn, Sie würden sich selbst einer Straftat bezichtigen.

Also, Herr RatioMaut,
haben Sie schon einmal an einem Lost Place gecached???

Ich mache Sie nocheinmal auf Ihre Wahrheitspflicht aufmerksam!

Richter Alexander Hold.
Ich gnadenlos, Du lebenslänglich!

smo
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Beitrag von smo » Mi 12. Apr 2006, 22:31

Sehr geehrter Richter Holzdibolz,

Aha,

also das darf doch nicht wahr sein, daß hier hinter meinem Rücken und bei missachtung des Gerichtes (das gibt 200€ ersatzweise 10 caches) irgendwelche Tupperdosen geöffnet werden!

Tupperdosen, ob Fundsache oder nicht, dürfen nicht geöffnet werden und schon gar nicht darf irgendein Inhalt daraus entnommen werden (Diebstahl) oder das Poesiealbum beschmiert werden (Logbuch).

Ich sperr euch alle ein!!!

Richter Dr. Alexander Hold, Kempten



Ich muss sie doch freundlichst darauf hinweisen dass diese Dosen genau zu solchem Zwecke versteckt wurden. Mit dem Veroeffentlichen in sogenannten Geocacheverzeichnissen gibt der Eigentuemer explizit die Erlaubnis, ja fordert sogar, die bezeichneten Dosen zu oeffnen und eine Signatur im dafuer vorgesehenen Logbuch zu hinterlassen. Auch die Entnahme der in der Dose eunthaltenen Gegenstaende, mit Aussnahme von Stift und Signaturbuechlein (sowie weiterer in der Beschreibung als zu verbleibend beschriebenen Gegenstaenden) ist ausdrucklich erwuenscht sofern dafuer etwas gleich- oder auch hoeherwertiges im Behaelter hinterlassen wird. Ausgenommen von dieser Regelung sind ausdruecklich sog. Travelbugs, Geocoins sowie ebensolche Lutins. Diese duerfen, unter der Bedingung spaeterer Ablage in Behaeltern aehnlichen oder gleicher Beschaffenheit und Zweckes, sowie Eintrag auf der angegebenen Verzeichnisseite, ohne Gegenleistung, ausgenommen vorher beschrieben "Loggings" entnommen werden.

Weiterhin gilt immer noch der rechtsstaatliche Grundsatz:

"Wo kein Klaeger, da hungert der Richter"

Hochachtungsvoll
Steve

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Beitrag von Team Spikeman » Mi 12. Apr 2006, 22:56

Warum loggen eigentlich Teile der hier heranwachsenden Cachepolizisten die von ihnen bemängelten Dosenverstecke mit einem FOUND (wobei sie dann im Log über die vermeindliche Illegalität nörgeln) und nicht wie es sich gehört mit einem SBA oder zumindest nur mit einer NOTE?

Amerikanisch angehauchte Bigotterie oder deutsche Wichtigtuerei?

Joachim

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