Geocaching und Graffiti, gibt es Berührungspunkte?

Allgemeiner Austausch zum Thema Geocaching.

Moderator: jmsanta

familysearch
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Geocaching und Graffiti, gibt es Berührungspunkte?

Beitrag von familysearch » Fr 21. Apr 2006, 00:52

Früher oder später beginnt der geocaching-Infizierte seine Umwelt als potentielles cache-Versteck wahrzunehmen. Insbesondere dann, wenn man Baumwurzeln für ausgedient hält, fällt der Blick öfter als sonst auf Mauern, Wände, Bauwerkteile etc...
Und da fällt einem auf, dass an Ecken, die man als potentielles cache-Versteck in Erwägung zieht, da dort kein normaler Mensch vorbeiguckt, doch schon jemand war: der Graffiti-Sprayer.
Noch nie ist mir so viel Graffiti aufgefallen, wie seit Beginn des geocaching-Hobbies.
Als aufgeschlossener Mensch, der nicht jeder kulturellen Erscheinungsform mit Vorurteilen begegnen will, darf man sich unter dem Stichwort: Graffiti mittels wikipedia weiterbilden, und erfährt etwas über Ausmaße und Selbstverständnis dieser Szene.
Und erfährt, das eines der Ursprünge das Kürzel: "Kilroy was here" war, das im zweiten Weltkrieg US-Soldaten an seltsamsten Stellen anbrachten. Das kommt einem doch bekannt vor. Dieses Gekritzel von von Name und Jahreszahl als Zeugnis, dass man diesen Ort aufgesucht hat. Das findet man in Aussichtstürmen, Geländern von Ausscihtspunkten etc., und ehrlich gesagt, als Jugendlicher habe ich mich auch schon mal auf diese Weise verewigt. Insofern kann man den Bogen zum geocaching schlagen, heute empfinde ich die Signaturen an diesen Orten als Ärgernis, - aber, - einen Micro zu platzieren, das kommt einem schon in den Sinn.
Einen cache legen, als Zeugnis "I was here", auch ich habe diese location entdeckt, und möchte sie euch zeigen.

Kann jemand mit diesen Gedanken was anfangen?

Nächtliche cacheolosophische Grüße
familysearch

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JamesDoe
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Beitrag von JamesDoe » Fr 21. Apr 2006, 01:02

Naja, wir haben früher an solchen Orten bestenfalls mittels Filzstift (Edding) in irgendeiner Ecke verewigt (ich nicht - aber wohl eher weil es solche Orte bei uns nicht gab). Heute werden gleich ganze Wände mit Farbdosen bekrackelt. Denn dies Grafitti zu nennen wäre eine Beleidung der echten Künstler die dies als Kunst betreiben und damit auch richtig etwas schaffen.

Ein Schriftzug oder ein paar übergroße Marschmellow-Buchstaben sind nur Sachbeschädigung und kein Grafitti.

Auch die Abgrenzung von Revieren revalisierender Gangs sind letztendlich wohl Graffitis, allerdings dürften 99% aller Tags in Deutschland nicht von Gangs sondern von ****** ****** ********** Jugendlichen sein, die keinen Respekt vor Eigentum haben.

Man könnte natürlich den Bogen schlagen über den Hintergrund "markieren" zu wollen das man da war. Aber ich möchte mit denen nicht in einen Topf geworfen werden.

Gruß aus Godesberg

Jens
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dass man sich dumm stellen kann.
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BlackyV
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Beitrag von BlackyV » Fr 21. Apr 2006, 07:42

:shock: Gegen ein dezentes Spoilerlein dürfte doch niemand was haben?

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pom
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Beitrag von pom » Fr 21. Apr 2006, 10:50

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Geht Ihr ruhig weiter Schnitzel jagen oder Schätze suchen!
Ich gehe derweil cachen.

Cornix
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Beitrag von Cornix » Fr 21. Apr 2006, 11:21

Einige Menschen benutzen potentielle Cache-Verstecke auch zur Verrichtung ihrer Ausscheidungstätigkeiten. Siehst du da ebenfalls Berührungspunkte? 8)

Cornix

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Beitrag von JamesDoe » Fr 21. Apr 2006, 11:44

Cornix hat geschrieben:Einige Menschen benutzen potentielle Cache-Verstecke auch zur Verrichtung ihrer Ausscheidungstätigkeiten. Siehst du da ebenfalls Berührungspunkte? 8)

Cornix


An diesen Caches gibt es dann keine Berührungspunkte mehr, aber auch gar keine - oder fasst Du das etwa noch an :?: :D
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igitt

Beitrag von hmichel777 » Fr 21. Apr 2006, 12:04

Jede Form von Bemalung an Wänden oder Gegenständen, die einem nicht gehören, ist Sachbeschädigung.

Grüße

Holger

@BlackyV: Wenn schon Hund, dann Briard.

edit: Rechtschreibfehler
Zuletzt geändert von hmichel777 am Fr 21. Apr 2006, 12:54, insgesamt 1-mal geändert.

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jennergruhle
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Re: igitt

Beitrag von jennergruhle » Fr 21. Apr 2006, 12:33

hmichel777 hat geschrieben:Jede Form von Bemalung an Wänden oder Gegenständen, die einem nicht gehörden, ist Sachbeschädigung.

Es sei denn, die Sprayer wurden als Künstler engagiert. Oft machen das ja Firmen oder Gemeinden, um hässlichem Graffiti-Wildwuchs zuvor zu kommen. Leider klappt das nicht immer, dann werden über die Kunstwerke doch wieder hässliche Krakelzeichen drübergesprüht.
Feierabend- und Urlaubscacher und bekennender DNF-Logger

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Beitrag von hmichel777 » Fr 21. Apr 2006, 12:55

gut, das kann ich akzeptieren, weil es sich dabei ja um einen Auftrag seitens des Eigentümers handelt.

pom
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Re: igitt

Beitrag von pom » Fr 21. Apr 2006, 13:16

hmichel777 hat geschrieben:Jede Form von Bemalung an Wänden oder Gegenständen, die einem nicht gehören, ist Sachbeschädigung.

Genau. Sobald ein Cacher mit Edding gemalte Zahlen irgendwo entdeckt, sollte er sie deswegen sofort beseitigen. Gleiches gilt für angeklebte, -geschraubte oder gepoppte Plaketten mit Schlagzahlen, sämtliche Aufkleber sowie an Bäume geschraubte Filmdosen, Nachttöpfe oder Nistkästen.
Geht Ihr ruhig weiter Schnitzel jagen oder Schätze suchen!
Ich gehe derweil cachen.

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