Cache-Tarnung für wen? Den Cacher oder den Muggel?

Allgemeiner Austausch zum Thema Geocaching.

Moderator: jmsanta

familysearch
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Cache-Tarnung für wen? Den Cacher oder den Muggel?

Beitrag von familysearch » Mo 24. Apr 2006, 23:15

Es dürfte relativer Konsens darüber bestehen, dass caches so getarnt/platziert werden sollen, dass sie möglichst nicht von Muggels gefunden werden.
Aber es scheint zwei Sorten der Tarnung zu geben:
1) Diejenige, die nur der Muggelvermeidung dienen soll
2) Diejenige, die den cache auch für den cacher schwer auffindbar machtl.
Gerade bei der zweiten Sorte des Tarnens sollte man sich überlegen, ob man eine Schwerauffindbarkeit überhaupt beabsichtigt.
Oftmals ist es das Ziel des cacheauslegers nur, den cacher zur location zur lotsen, und es besteht wenig Interesse daran, der cacher vor Ort noch lange suchen zu lassen. Dann ist es durchaus sinnvoll, den cache so zu plazieren, dass er vom cacher leicht gefunden wird, und nur der zufällige Fund vermieden werden soll.
Beispiel "Hasengrill". Mit einer Auffälligkeit am Versteck soll der cacher den cache leicht finden können. Ähnlichers gilt für ein eindeutiges Spoilerfoto.
Ich persönlich mag leicht auffindbare caches, insbesondere, wenn es darum geht, dem cacher die location zu zeigen.
Natürlich Kann es auch ein caching-Ziel sein, einen cache an einer location schwerauffindbar zu machen. Meines Erachtens sollte in diesem Falle das Versteck schon einen besonderen Witz aufweisen.
Eine Herumsucherei an der (gefundenen) location und ein Absuchen aller möglichen 08/15-Verstecke ist für mich der lästigste Teil des geocachings.
Wie geht es euch damit?
Fröhlicher geotalk
familysearch

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Beitrag von radioscout » Mo 24. Apr 2006, 23:20

Das sehe ich genauso.
Ein gutes Versteckt ist für mich das, an welchem der Muggel vorbeigeht, ohne zu ahnen, daß dort eine Dose liegt und der Cacher sofort erkennt, wo er suchen muß.

Natürlich können auch komplizierte Verstecke interessant sein. Aber dann bitte an Stellen, wo keine Muggels rumlaufen/sitzen und man nichts kaputt machen kann.
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Wir hätten nie uns getraut doofe Dosen anzumelden schon aus Respekt vor diesem geheimnisvollen Spiel (Dosenfischer, Die goldenen Jahre)

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Beitrag von moenk » Mo 24. Apr 2006, 23:37

Schliesse mich dem an: Ich hasse es wenn Horden von Geocachern die Vegetation zerlegen müssen um an den Cache zu kommen. Wer das Spoilerbild nicht will muss es sich ja nicht ausdrucken, aber sowas gehört zu jedem Cache, von Ausnahmen mal abgesehen, die gibts da sicher auch.
Bild Denkst Du noch selber oder bist Du schon Schwarm?

jann_gerrit
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Re: Cache-Tarnung für wen? Den Cacher oder den Muggel?

Beitrag von jann_gerrit » Di 25. Apr 2006, 00:25

familysearch hat geschrieben:Aber es scheint zwei Sorten der Tarnung zu geben:
1) Diejenige, die nur der Muggelvermeidung dienen soll
2) Diejenige, die den cache auch für den cacher schwer auffindbar machtl.


Ich biete noch die Sorte 1.5), bei der der Cache etwas besser gegen Muggel getarnt ist und den gemeinen Geocacher, die gemeine Geocacherin etwas mehr herausfordert als der hinlänglich bekannte, bereitgelegte Grillholz.
JG

Cornix
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Beitrag von Cornix » Di 25. Apr 2006, 00:41

moenk hat geschrieben:Wer das Spoilerbild nicht will muss es sich ja nicht ausdrucken, aber sowas gehört zu jedem Cache, von Ausnahmen mal abgesehen, die gibts da sicher auch.

Ich bin da genügsamer, mir reicht schon ein eindeutiger textueller Hint, aber selbst der fehlt oft.

Was ich am meisten hasse, sind mit einem EPE von 50m im tiefsten Wald versteckte Mikros ohne Hint oder Spoiler. Leute, die sowas tun, sind entweder gedankenlos oder sadistisch veranlagt. :evil:

Cornix

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Beitrag von Bidone » Di 25. Apr 2006, 07:14

Ist mir auch schon unangenehm aufgefallen. An einem muggelverseuchten Ort mit schlechten Empfang. Dann der Cache so versteckt, das ich nach 1h abgebrochen habe.
War wirklich eine sehenswerte Location. Aber der Spaß vergeht wenn man aller 5min abbrechen muss und die Muggel sich fragen warum der Typ in den Brombeeren rumkriecht.
Leider sind auch viele Caches sehr ungenau angemessen. Hier sollte man sich (meiner Meinung nach) etwas Mühe geben.

VG bidone

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Beitrag von Wolfpaws » Di 25. Apr 2006, 09:00

So wirkllich kann ich noch nicht mitsprechen, aber eine Meinung habe ich ;)

Bei den von mir bis jetzt gefundenen 5 Schätzen (einer war virtuell) habe ich im Schnitt 15 Minuten gesucht und denke, dass das eigentlich in Ordnung geht.

Mal war es so, dass mich mein Explorist 210 nach ca 5-10 Minuten in eine andere Richtung lenkte (schalte auf den letzten Metern auf Kompass um), und dieser Punkt auch mehr als die obligatorischen 10 Meter entfernt gewesen ist. Es kam aber auch schon vor, dass das Versteck fernab der angegebenen Koordinaten gewesen ist.

Dort waren aber alle dann auf Anhieb zu finden.

Ich vertrete auch eher die Meinung, dass wenn man vorher den Weg / die Landschaft genießen konnte, dieses Ereignis nicht durch schwer auffindbare Verstecke zunichte gemacht werden sollte.

Grüße

WW
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Beitrag von Starglider » Di 25. Apr 2006, 09:10

Also ich finde es ehrlich gesagt langweilig wenn ein Cacheversteck zu einfach zu finden ist.
Suchen gehört für mich zum Geocaching und macht mir auch Spaß, sofern ich an der Stelle auch halbwegs in Ruhe suchen kann.

Es kommt natürlich auf das Gesamtpaket an. Nach 3 Stunden Vorarbeit etwa bei einem langen Multi sollte der Final nicht auch noch fast unfindbar sein. Bei einem Tradi der 100 m vom nächsten Parkplatz entfernt liegt ist aber vielleicht die Suche nach dem Versteck das einzig spannende. Das darf dann schon eines der besseren Sorte sein, sonst ist das nur Dosenaufheben.

Genau so schlimm wie schlecht eingemessene Waldmikros finde ich "Wandermikros", die entweder von Cachern ständig anders versteckt oder von Wildtieren verschleppt werden können.
Wir haben vor kurzem zu fünft eine Stunde vergeblich einen Mikro gesucht, der von einem Erdbewohner (oder dem ungeschickten Vorfinder?) eine Etage tiefer gelegt wurde.
Da stimmt dann natürlich weder der Hint noch das Spoilerfoto. Deshalb binde ich bin Mikros wenn möglich mit Angelschnur fest.
-+o Signaturen sind doof! o+-

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Beitrag von Ilsebilse » Di 25. Apr 2006, 10:46

Cornix hat geschrieben:Was ich am meisten hasse, sind mit einem EPE von 50m im tiefsten Wald versteckte Mikros ohne Hint oder Spoiler. Leute, die sowas tun, sind entweder gedankenlos oder sadistisch veranlagt. :evil:


Oh, es gibt sie auch mit Hint: "Unter einer Baumwurzel." :evil:
Das ist dann blanker Zynismus....

Aber zurück zum eigentlichen Thema: Ich habe absolut nichts dagegen, länger suchen zu müssen, solange die Gegend nicht unerträglich vermuggelt ist (meine Schmerzgrenze ist da allerdings recht hoch angesiedelt) und das Versteck dann auch besonderen Pfiff aufweist. 50 Baumwurzeln in einem 15 m Radius abzusuchen hat Ähnlichkeit mit dem Auswendiglernen von Telefonbüchern.....
Leitplankenmicros? Sinnlose Filmdosen im Wald? Frustriert? Besucht die Brigade Eisenberg in Thüringen! Hier gibt es noch Caches, für die man ZU FUSS auf Berge steigen muß.

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Beitrag von Lakritz » Di 25. Apr 2006, 10:50

Nicht, wenn die Baumwurzeln alle unterschiedlich sind und interessante Formen aufweisen!
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