Cache-Wartung durch den Finder

Allgemeiner Austausch zum Thema Geocaching.

Moderator: jmsanta

familysearch
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Cache-Wartung durch den Finder

Beitrag von familysearch » Mo 15. Mai 2006, 00:41

Bei einem archivierten cache schrieb der reviewer im Rahmen seiner Archivierungsmaßnahme:

"Peinlich, dass es hier kein Finder es schafft ein neues Logbuch mitzubringen und den Cache mal ein bisschen zu warten."

Genau, ganz meine Meinung, möchte man im ersten Moment sagen.
Der cache ist verloren, wo er doch vielen cachern Freude bereitet hatte.
Im zweiten Moment wird man nachdenklich.
Steht nicht zu den geocaching-Regeln, dass die cache-Wartung durch den owner zu erfolgen hat. Zur cache-Wartung durch Finder steht da meines Wissens nichts.
Natürlich ist es löblich, wenn Finder einen cache warten, keine Frage.
Ist aber die cache-Wartung durch Finder mehr als nur eine fakultative nette Geste. Gehört sie zur geocaching-Etiquette?

Worauf will ich hinaus?
Wenn cache-Wartung durch Finder gewünscht ist, und sich als funktionierend erweist, inwieweit wird dann noch das cache-Wartungs-Gebot durch owner benötigt? Viele caches werden gern besucht, obwohl der Owner seit Jahren nicht mehr existiert.
Braucht man den owner wirklich? Sollen Finder caches warten?
Fragen über Fragen?
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Beitrag von º » Mo 15. Mai 2006, 01:04

Da das Zitat oben von mir stammt will ich nowas dazu sagen: In den Logs tauchte immer wieder gebetsmühlenartig auf, dass der Cache eigentlich in Ordnung ist nur eben das Logbuch feucht und die Dose etwas angefressen (ich hoffe ich erinner mich jetzt richtig)

Ist ja schön, dass man's zum 100sten mal schreibt, aber dagegen was tun ist einfach besser.
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Kiki
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Beitrag von Kiki » Mo 15. Mai 2006, 02:47

Wenn man zur Wartung des Caches beitragen kann, sollte man es tun! :)

Niemand verlangt von einem Finder, daß er mehrere Kilometer zum Auto zurücklatscht, um ein nasses Logbuch dort mit der Lüftung trockenzupusten, und dann wieder mehrere Kilometer zurück zum Cache, um es wieder dort abzulegen, und dann noch mal den langen Weg zum Auto für die Heimfahrt... :wink:

Aber es bricht sich doch wohl niemand einen Zacken aus der Krone, wenn er z.B. mal einen nassen oder versifften Cache im Rahmen der Möglichkeiten trockenlegt und reinigt. Und wenn man nur mal kurz mit einem Tempo trocken durchwischt, damit das Logbuch nicht gänzlich verschimmelt... :?

Ich kenne auch einige Leute, die auf größere Touren für den Fall der Fälle immer einige Blanko-Logbücher und teils auch Filmdosen mitnehmen... :lol:

Natürlich muß niemand ständig ein komplettes Ersatzteillager bzw. "Erste-Hilfe-Set" (Dose, Logbuch, Stift) mit sich führen. Aber wenn man gerade etwas dabei hat, was der Cachewartung dienlich ist, warum soll man es dann nicht benutzen? Die nachfolgenden Cacher werden sich freuen, und viele Owner sicher auch. :D
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Beitrag von Ilsebilse » Mo 15. Mai 2006, 07:41

Kiki hat geschrieben:Natürlich muß niemand ständig ein komplettes Ersatzteillager bzw. "Erste-Hilfe-Set" (Dose, Logbuch, Stift) mit sich führen. Aber wenn man gerade etwas dabei hat, was der Cachewartung dienlich ist, warum soll man es dann nicht benutzen? Die nachfolgenden Cacher werden sich freuen, und viele Owner sicher auch. :D


Sehe ich genauso!
Leitplankenmicros? Sinnlose Filmdosen im Wald? Frustriert? Besucht die Brigade Eisenberg in Thüringen! Hier gibt es noch Caches, für die man ZU FUSS auf Berge steigen muß.

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Beitrag von pom » Mo 15. Mai 2006, 08:32

Ilsebilse hat geschrieben:
Kiki hat geschrieben:Aber wenn man gerade etwas dabei hat, was der Cachewartung dienlich ist, warum soll man es dann nicht benutzen?

Sehe ich genauso!

Und deswegen haben die meisten Mitglieder der Cacherschmiede meistens ein "EH-Set" dabei.

Peinlich ist es aber vor allen Dingen, dass der Owner nach (so wie es hier steht) -zig Logbucheinträgen es nicht für nötig hält, mal ein neues Log vorbei zu bringen.
Geht Ihr ruhig weiter Schnitzel jagen oder Schätze suchen!
Ich gehe derweil cachen.

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Beitrag von RaKin » Mo 15. Mai 2006, 09:48

pom hat geschrieben:Peinlich ist es aber vor allen Dingen, dass der Owner nach (so wie es hier steht) -zig Logbucheinträgen es nicht für nötig hält, mal ein neues Log vorbei zu bringen.


Dass liegt vielleicht auch daran, dass manche Owner ihre Caches getreu dem Motto "fire and forget" in die Landschaft schmeißen. Mir ist es jedenfalls letztens passiert, dass, nachdem ich ins Log reingeschrieben habe, dass der Logzettel voll sei (ich hatte dummerweise keinen neuen dabei), die nächste Reaktion des Owners war, den Cache zu archivieren. Ich vermute mal, die Filmdose liegt noch als Geomüll an ihrer Stelle, denn wenn man sie entsorgt hätte, hätte man ja statt dessen auch einen neuen Logstreifen hinein legen können.
Der Weg ist das Ziel - und das Ziel ist ein neuer Weg.
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Beitrag von Trailchaser » Mo 15. Mai 2006, 09:49

pom hat geschrieben:Peinlich ist es aber vor allen Dingen, dass der Owner nach (so wie es hier steht) -zig Logbucheinträgen es nicht für nötig hält, mal ein neues Log vorbei zu bringen.

Ich kenne diesen speziellen Fall nicht, aber es ist doch möglich, daß es sich um einen verwaisten Cache handelt?

Hier gab es auch mal einen verwaisten Cache, der jahrelang wunderbra auch ohne Owner funktionierte, bis dann mal die finale Dose abgesoffen ist. Der Finder dieses Zustands sicherte und trocknete die Logbücher (danke Baer!), ich bekam per Watchlist Wind davon und handelte: Neue Dose, danach zuerst 'komissarische' Pflege, später dann Adoption des Caches. Seit diesem Vorfall haben viele Cacher ihren Spaß an dem so erhaltenen gehabt.

Moral von der Geschicht:
Wenn ein Cache zum Pflegefall wird, der Owner verschwunden und der Cache erhaltenswert ist, dann sollte sich doch ein Ortsansässiger finden lassen, der sich darum kümmert!


Wastl

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Beitrag von jennergruhle » Mo 15. Mai 2006, 12:02

Trailchaser hat geschrieben:Hier gab es auch mal einen verwaisten Cache, der jahrelang wunderbra auch ohne Owner funktionierte, bis dann mal die finale Dose abgesoffen ist. Der Finder dieses Zustands sicherte und trocknete die Logbücher (danke Baer!), ich bekam per Watchlist Wind davon und handelte: Neue Dose, danach zuerst 'komissarische' Pflege, später dann Adoption des Caches. Seit diesem Vorfall haben viele Cacher ihren Spaß an dem so erhaltenen gehabt.

Klar, wenn der Cache dann ganz übernommen wird funktioniert das meist sehr gut. Der neue Owner will sich ja keine Blöße geben.

Manchmal hat aber der (noch aktive) Owner keine Zeit oder Lust zur Wartung. Man sieht ja, ob jemand in letzter Zeit aktiv war. Ich habe neulich auch einen Cache mit schlabbernassem Log (trotz Schraubglas und zwei Plastiktüten!) gefunden, aber nachts auf der Heimreise vom Kunden im Mietauto. Da war an Wartung nicht zu denken. Cache deaktivieren, Logzettel ordentlich trocknen und evtl. verlängern, dann wieder aktivieren - das kann nur der Owner, nicht der 240km entfernt wohnende Finder. Da hab ich lieber das rote Kreuz "needs maintenance" geloggt (und noch jemand nach mir).

Zur Vorbeugung von (etwas) Feuchtigkeit tu ich manchmal diese Silicagel-Beutel in die Dose. Die helfen aber auch nur gegrenzt, und müssten regelmäßig ausgebacken werden.
Feierabend- und Urlaubscacher und bekennender DNF-Logger

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Beitrag von Eselchen&Radschläger » Mo 15. Mai 2006, 20:55

jennergruhle hat geschrieben:...Ich habe neulich auch einen Cache mit schlabbernassem Log (trotz Schraubglas und zwei Plastiktüten!) gefunden, ...


Nicht trotz, sondern wegen. Schliesslich speichern die Plastiktüten die Feuchtigkeit.

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Beitrag von Mogel » Do 18. Mai 2006, 21:33

Prinzipiell ist die Wartung durch Finder löblich, denn sie ermöglicht, noch mehr Caches zu verstecken, auch in entfernten und schöneren Gegenden als den üblichen Ballungsgebieten.

Nachteilig ist nur, dass der Trend zu Micros dadurch verstärkt wird, denn diese sind durch Finder leichter zu warten (weil wesentlich einfacher und billiger).

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