Das Ansehen unseres Hobbys in der Öffentlichkeit

Allgemeiner Austausch zum Thema Geocaching.

Moderator: jmsanta

Stört es Dich, wenn Geocaching durch o.g. Berichte ein schlechtes Image bekommt?

Ja
59
69%
Nein
27
31%
 
Abstimmungen insgesamt: 86

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radioscout
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Das Ansehen unseres Hobbys in der Öffentlichkeit

Beitrag von radioscout » Mi 24. Mai 2006, 20:55

Kürzlich wurde ein Zeitungsartikel veröffentlicht, in dem steht, daß sich Geocacher in bestimmten Regionen lieber nachts im Wald mit Böllern erschrecken als sich zu begrüßen. Es wird nicht erwähnt, daß sowas üblicherweise nur nach Absprache gemacht wird.
Auch andere Medienberichte sind nicht immer für das Images des Geocaching förderlich. Teilweise, weil schlecht recherchiert wurde, teilweise weil nicht besonders sorgfältig geschrieben oder hinterher sinnentstellend gekürzt wird.

Stört es Dich, wenn unser Hobby durch Berichte, die den Eindruck erwecken, daß wir der Natur absichtlich erheblich schaden, mit Böllern rumwerfen, pseudomilitärische Spielchen machen usw. einen Imageschaden erleidet?
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Wir hätten nie uns getraut doofe Dosen anzumelden schon aus Respekt vor diesem geheimnisvollen Spiel (Dosenfischer, Die goldenen Jahre)

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Nacaya
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Beitrag von Nacaya » Mi 24. Mai 2006, 21:21

Naja, gut wird sowas wohl hoffentlich niemand finden, wenn wir so dargestellt werden, dass wir pseudomilitaerische Rambos sind. Ist aber auch nur die Frage, inwieweit die grosse Masse der Bevoelkerung sich wirklich Gedanken ueber einen Artikel macht.. Ich behaupte mal, die meisten lesen das einfach nur und machen sich keinerleich Gedanken dazu. Das Gros der Leser des Boellerartikels werden wohl kaum darueber nachdenken, was die Boellerei fuer die Waldbewohner bedeutet..

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doc256
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Re: Das Ansehen unseres Hobbys in der Öffentlichkeit

Beitrag von doc256 » Mi 24. Mai 2006, 22:02

radioscout hat geschrieben:Auch andere Medienberichte sind nicht immer für das Images des Geocaching förderlich. Teilweise, weil schlecht recherchiert wurde, teilweise weil nicht besonders sorgfältig geschrieben oder hinterher sinnentstellend gekürzt wird.


Ich will hier mal eine Lanze für meinen eigenen Berufsstand brechen, den der Journalisten. Im seriösen Journalismus (ich rede jetzt nicht von den diversen Boulevard-Blättern) geht es nicht zu wie bei "Kir Royal", und die wenigsten Journalisten arbeiten wie "Baby Schimmerlos".

Journalisten berichten in aller Regel das, was sie gesehen haben oder was man ihnen sagt. Wenn Sachen nicht stimmen, liegt das manchmal an mangelnder Hartnäckigkeit in der Recherche, oft genug aber auch an denjenigen, die nicht vernünftig erklären (können/wollen), was sie tun.

Für ein gutes oder schlechtes Image von Geocaching sind also nicht in erster Linie die Berichte der Journalisten verantwortlich, sondern die Geocacher selbst.

Und zur Umfrage: Ja es stört mich, wenn unser Image schlecht ist.
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Re: Das Ansehen unseres Hobbys in der Öffentlichkeit

Beitrag von Lakritz » Mi 24. Mai 2006, 23:39

doc256 hat geschrieben:Wenn Sachen nicht stimmen, liegt das manchmal an mangelnder Hartnäckigkeit in der Recherche, oft genug aber auch an denjenigen, die nicht vernünftig erklären (können/wollen), was sie tun.

Für ein gutes oder schlechtes Image von Geocaching sind also nicht in erster Linie die Berichte der Journalisten verantwortlich, sondern die Geocacher selbst.

Musste mal gesagt werden. Danke!
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laogai
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Re: Das Ansehen unseres Hobbys in der Öffentlichkeit

Beitrag von laogai » Do 25. Mai 2006, 00:22

doc256 hat geschrieben:Journalisten berichten in aller Regel das, was sie gesehen haben oder was man ihnen sagt.

Das war ein Witz, nicht wahr?!
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"Die Diskussion hatten wir glaub schon ... und es kam raus, dass am Ende immer ein Mensch sitzt der sich die Sache nochmals ankuckt"

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Beitrag von widdi » Do 25. Mai 2006, 03:10

Presse ist kein Problem. Die Berichten und gut ist. Es laest sich nichtaufbauschen, da es nicHT "Mehrheitsfaehig" ist. Es interessiertd en Deutschen mehr, welcher FloridaRolf wo etwas getan hat.

Von daher gehe ich MOMENTAN von keinem grossen Schaden aus. Alle die ich so treffe, sind dem Thema aufgeschlossen/neugierig gegenueber.

Da kam bisher keiner drauf, zu sagen, dass wir die Natur stoeren
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arbalo
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Re: Das Ansehen unseres Hobbys in der Öffentlichkeit

Beitrag von arbalo » Do 25. Mai 2006, 08:31

radioscout hat geschrieben:Kürzlich wurde ein Zeitungsartikel veröffentlicht, in dem steht, daß sich Geocacher in bestimmten Regionen lieber nachts im Wald mit Böllern erschrecken als sich zu begrüßen. Es wird nicht erwähnt, daß sowas üblicherweise nur nach Absprache gemacht wird.
Auch andere Medienberichte sind nicht immer für das Images des Geocaching förderlich. Teilweise, weil schlecht recherchiert wurde, teilweise weil nicht besonders sorgfältig geschrieben oder hinterher sinnentstellend gekürzt wird.

Stört es Dich, wenn unser Hobby durch Berichte, die den Eindruck erwecken, daß wir der Natur absichtlich erheblich schaden, mit Böllern rumwerfen, pseudomilitärische Spielchen machen usw. einen Imageschaden erleidet?


mir ist es total egal was andere über mich denken.

ich wiederhole es immer wieder gerne wenn es der presse gefällt, wird man uns der quote wegen auseinandernhemen. so wie es die presse mit jeder randgruppe macht ( siehe etwaige berichte über motorradfahrer, [kampf]hunde, singels, hartz4-empfänger, LKW´s, ect., ich denke jeder kennt berichte über seine branche / hobbies die netsprechend negativ aufgebauscht sind ).

so wie die presse immer nur über negative-scheisse berichtet :!:
und dann mit vorliebe über etwaige randgruppen........

alex:

motorradfahrer
hundebesitzer
spedtionskfm.
in einer lebensgemeinschaft lebend

somit 4-fache randgruppe
smilodon überlebender.

arbalo
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Beitrag von arbalo » Do 25. Mai 2006, 09:00

doc256 hat geschrieben:
1. Ich will hier mal eine Lanze für meinen eigenen Berufsstand brechen, den der Journalisten. Im seriösen Journalismus (ich rede jetzt nicht von den diversen Boulevard-Blättern) geht es nicht zu wie bei "Kir Royal", und die wenigsten Journalisten arbeiten wie "Baby Schimmerlos".

2. Journalisten berichten in aller Regel das, was sie gesehen haben oder was man ihnen sagt. Wenn Sachen nicht stimmen, liegt das manchmal an mangelnder Hartnäckigkeit in der Recherche, oft genug aber auch an denjenigen, die nicht vernünftig erklären (können/wollen), was sie tun.

3. Für ein gutes oder schlechtes Image von Geocaching sind also nicht in erster Linie die Berichte der Journalisten verantwortlich, sondern die Geocacher selbst.

4. Und zur Umfrage: Ja es stört mich, wenn unser Image schlecht ist.


zu 1. ich hatte das "vergnügen" mehrere redakteure des kölner express kennen zu lernen, die sind noch schmieriger als man es sich vorstellt.
ich kenne jemanden der arbeitet für eine grosse deutsche zeitung, sie hat den posten "nur" :?: bekommen weil jung+mutter+gutausehend :?: und der chefredaktuer meint junge mütter unterstützen zu müssen - prima ausawhl kriterium für guten journalismus :?:

zu 2. an diesem satz sieht man wie "naiv" ( ich wollte was anderes schreiben ) ihr pressefuzzies seit. wenn man etwas nicht selber gesehen hat, was will man darüber berichte :?: wenn man etwas nicht selber gesehen hat und es "nur" erzählt bekommt und es weiter erzählt ist das tratschen und keine seriöse berichterstattung :!:
wenn man etwas nicht richtig erklärt bekommt, sollte man nicht darüber schreiben.
wenn man schlecht recherchiert, sollte man nicht darüber schreiben.
wenn man etwas nicht versteht, sollte man nicht darüber schreiben.

zu 3. in top 1+2 erklärst du wie schlechte berichterstattung entsteht und in top 3 gibst du daran ( in diesem fall ) den cachern die schuld???????

zu 4. meinst du das ansehen der cacher oder der journalisten :?:

-----------

zur presse im besonderen:

zb. welt / faz: in diesen zeitungen wird wohl nie etwas negatives über unser hobby zu finden sein, allenfalls etwas positives im bereich lifestile / hobby.

in lokalen zeitungen ( kölner rundschau, darmstädter bote, westfalen blatt ect. ) diese müssen leider eine mischung aus bildniveau und welt / faz hinbekommen, dort wird mit sicherheit erstmal positiv über uns berichtet
( so bin ich auch auf gc aufmerksam geworden ), wenn dann aber sachen stattfinden die nicht "gesellschaftskonfrom" sind ( nightcaching, lostplaces ect. ) wird sich schlagartig die berichterstattung ändern.

noch fragen :?:
smilodon überlebender.

..........

Beitrag von .......... » Do 25. Mai 2006, 09:00

Mittlerweile habe ich ohnehin gelernt, daß selbst Journalisten nicht neutral berichten und selbst renomierte Magazine wie der "Spiegel" regelmässig Mist von sich geben, stört es mich überhaupt nicht.

Da die meisten Artikel übers Geocaching wohl bei Provinzblättern erscheinen sind schlecht recherchierte Artikel vorprogrammiert.

Nö, mir macht es nichts aus, muss man damit leben, oder noch besser ignorieren.

cu, Elchrich

arbalo
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Re: Das Ansehen unseres Hobbys in der Öffentlichkeit

Beitrag von arbalo » Do 25. Mai 2006, 09:02

laogai hat geschrieben:
doc256 hat geschrieben:Journalisten berichten in aller Regel das, was sie gesehen haben oder was man ihnen sagt.

Das war ein Witz, nicht wahr?!


leider nein :!:
smilodon überlebender.

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