ein gedenkcache für bruno!?

Allgemeiner Austausch zum Thema Geocaching.

Moderator: jmsanta

Christian und die Wutze
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Beitrag von Christian und die Wutze » Do 29. Jun 2006, 12:51

BlackyV hat geschrieben:Könnte ja auch sein, dass der ImmobilienBär Gastleser lieses Forums war und sich totgelacht hat.


Braucht moenk dann einen Waffenschein für dieses Forum?
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goldensurfer
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Beitrag von goldensurfer » Do 29. Jun 2006, 13:19

Christian und die Wutze hat geschrieben:Braucht moenk dann einen Waffenschein für dieses Forum?


Nein. Da das Forum auf einem stationären Server in seinen oder von ihm angemieteten Räumen steht, bräuchte er allenfalls eine Waffenbesitzkarte. Erst wenn er es in der Öffentlichlkeit funktionsfähig mit sich führt, braucht er einen Waffenschein. :D
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Christian und die Wutze
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Beitrag von Christian und die Wutze » Do 29. Jun 2006, 13:22

Das beruhigt moenk bestimmt ungemein. Hat er denn eine Waffenbesitzkarte? Ist der Server auch so gesichert, dass keine Kinder Zugang zur Waffe haben? (Ich kann mich nicht an die Altersüberprüfung bei der Anmeldung erinnern)
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Beitrag von shinebar » Do 29. Jun 2006, 17:07

Moin moin,

yopi hat geschrieben:Jaja, alles was man nicht gewohnt ist muss man sofort killen. Was ne dämliche Einstellung! Es gibt Länder da sind Bären an der Tagesordnung und keiner schert sich darum (komisch oder?).


Genau das ging mir auch durch den Kopf. Vor einer Woche bin ich aus Kanada wiedergekommen, wo es ja nun durchaus den ein oder anderen Bären gibt. Die Verhaltenshinweise sind dort eigentlich recht logisch: Menschen sind nicht das natürliche Futter von Bären. Wenn man einen sieht, entweder langsam verschwinden oder, wenn eine Konfrontation unausweichlich ist, möglichst zusammenkauern so dass er nicht mit einem Spielen kann - und irgendwann haut er schon ab. Kanadier haben auch Bären und leben mehr oder minder gut mit ihnen zusammen. Komisch, dass wir Deutschen das mal wieder nicht können - dafür haben wir auch so einiges an Kopfschütteln dort geerntet.

Und auch Problembären gibt es - die, die sich zu dicht an die Menschen wagen und deren Hinterlassenschaften durchwühlen (was bei Bruno ja m.W. nicht der Fall war, er hat sich nur an den Tieren der Menschen gelabt - IMHO ganz verständlich :) )

A bear that is dead has learned nothing; killing it does not solve the problem. We people fail to recognize our errors and do not change our habits. Once the bear is killed, our problem seems to be solved. No longer does that "problem bear" tear the branches off the fruit trees, or spread garbage across the lawn.
(1)

Und genau das ist das Thema - wenn der nächste Bär kommt (in meinen Augen wünschenswert, ein so lange fortgebliebenes Tier wieder im deutschen Raum anzusiedeln) wird das ganze Theater wieder von vorne losgehen. Wir freuen uns, wenn es endlich wieder mehr Bären und Wölfe z.B. in Tschechien gibt, aber wenn es welche in Deutschland gibt, die zu dicht an uns herankommen (wessen Fehler war das noch gleich?), dann wird er getötet. Seltsame Logik.

Nunja, es lässt sich nicht mehr ändern.

Danny

(1) http://www.bearaware.bc.ca/

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Beitrag von shia » Do 29. Jun 2006, 17:25

In Kanada kriegst du ständig um die Ohren gehauen, wie du dich im Konfliktfall verhalten sollst, wie du ihn am besten von vornherein vermeidest usw.
Ganz so selbstverständlich und konfliktfrei, wie du schreibst, geht's da also auch nicht zu.
Und wenn du den Link, den du da postest, auch ein wenig genauer anschaust, ist da auch die Rede davon, dass auch die Kanadier die Bären nicht gern in ihren Hinterhöfen haben und dass in den letzten zehn Jahren tausende Schwarzbären und hunderte Grizzlys abgeschossen wurden, weil sie Probleme machten. Und das, weil offensichtlich die Menschen es nicht lernen (wollen), sich so zu verhalten, dass keine Bären angelockt werden! :idea:

Im übrigen finde ich's auch schade, dass durch Wildwest-Manier (Erst schießen, dann fragen bzw. Nachdenken) eine Chance vertan wurde, ehemals heimisches Wild hier in kleinster Zahl wieder leben zu lassen.
Aber falls hier jemals wieder Bären in den bayerischen Alpen leben sollten, wird's sicher auch wieder Konflikte geben. Da ist der zivilisatorische Druck, der auf dieser Region lastet, m.E. einfach zu groß! (Denk nur mal an Kanada und wie dort die Einwohnerdichte aussieht...)
Gruß,
shia

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Beitrag von Ilsebilse » Do 29. Jun 2006, 17:26

Auch in Kanada werden die Bären getötet, die Menschen angreifen. Im Fall Bruno hat man reagiert bevor etwas passiert ist - was vermutlich auch daran liegt, dass die Aktivitäten eines einzelnen Bären einfacher zu überwachen ist, als die der Tausenden in Kanada oder Alaska.

Ob Bruno wirklich eine Bedrohung für Menschen dargestellt hätte, sei mal dahingestellt, die Frage läßt sich nicht schlüssig beantworten. Natürlich ist es bedauerlich, dass der erste Bär, der sich wieder nach Deutschland wagt, so endet. Nur ging es bei der ganzen Sache ja nicht um die toten Schafe, durchwühlte Mülltonnen und geplünderte Vorratsschuppen, sondern um die mögliche, physische Gefahr für Menschen (die hier, da nicht entsprechend "erzogen" auch noch knipsend hinter dem Tier herrennen).
Aber es stellt sich halt immer die Frage, ob man abwarten will, bis jemand zu Schaden kommt, bevor man handelt. Und ganz ehrlich, Bären in dichtbesiedelten Gebieten würden auch in Tschechien oder Kanada zu Problemen führen. Nur dass sie in diesen Ländern auf spärlich besiedelte Gebiete ausweichen können.... wie es die Bären und Wölfe in den Pyrenäen tun.

EDIT: Shia war schneller als ich! :wink:
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Beitrag von TrickyMD » Do 29. Jun 2006, 20:39

Lasset uns hier Trauern... oder auch nicht. Jeder wie er will.
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Beitrag von Gagravarr » Fr 30. Jun 2006, 01:23

Bitte werft Bären und Wölfe nicht in einen Topf, es ist weltweit kein einziger Fall bekannt, wo ein Wolf einen halbwegs lebendigen Menschen angegriffen oder gar getötet hat - im Gegensatz zu Bären.

Kanada als Vorbild zum Umgang mit Bären zu nehmen ist wirklich nicht besonders schlau, da die Kanadier im Allgemeinen nicht gerade zimperlich mit der Tierwakt umgehen und es dort massig Bruno-Schicksale gibt.

@Starglider
Das mit dem "es gibt keine aggressiven Hunderassen" stimmt so nicht ganz. Man kann im Rahmen einer selektiven Zucht über Jahre sehr wohl bestimmte Charaktereigenschaften in eine Rasse reinzüchten. Dass die bei vielen als "Kampfhunde" eingestuften Rassen nicht der Fall ist, steht auf einem anderen Blatt.
Viele Grüße...
Uwe mit Cache-Retriever Hazel


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Beitrag von Starglider » Fr 30. Jun 2006, 03:09

Gagravarr hat geschrieben:Das mit dem "es gibt keine aggressiven Hunderassen" stimmt so nicht ganz. Man kann im Rahmen einer selektiven Zucht über Jahre sehr wohl bestimmte Charaktereigenschaften in eine Rasse reinzüchten.

Man könnte, und einzelne Züchter machen das wohl auch wenn es um illegale Hundekämpfe geht.
Aber wenn Aggressivität bei den heute lebenden Vertretern einer Rasse rassentypisch wäre hätte die Mehrheit der Züchter dieser Rasse bis in die jüngere Vergangenheit hinein entsprechend selektieren müssen.
-+o Signaturen sind doof! o+-

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Beitrag von goldensurfer » Fr 30. Jun 2006, 07:42

yopi hat geschrieben:Es gibt Länder da sind Bären an der Tagesordnung und keiner schert sich darum (komisch oder?).


Es gibt auch Länder, da...
...wird man auf offener Straße erschossen...
...wird man ohne Anklage eingesperrt...
...darf man seine Meinung nicht sagen...
...
...und keiner schert sich drum :shock:
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