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Das Aus von "Die Stadt im Wald"

Lost places wie Industrieruinen und alte Bunker

Moderator: nightjar

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MadCatERZ
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Re: Das Aus von "Die Stadt im Wald"

Beitrag von MadCatERZ » Sa 26. Mai 2012, 19:11

Pfff, nur Anfänger tragen Tarnfleck, der moderne Cacher von Welt bevorzugt Ghillies ;)
Spass beiseite: Wenn ich so sehe, in welcher Montur einige Kollegen draußen rumlaufen, schäme ich mich manchmal fremd :(
Und dann passt auch die gar nicht so latente Abneigung des bürokratischen Apparates gegen uns.
Als ich vor ein paar Jahren zum Arbeitsamt musste, um Arbeitslosengeld zu beantragen, war ich mich ganz normal da, d.h. saubere Klamotten, geduscht und rasiert - ganz im Gegensatz zu vielen anderen im Warteraum, das ist mir sofort aufgefallen, kein Wunder, wenn die Sachbearbeiter dann irgendwann abstumpfen.

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darkstain
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Re: Das Aus von "Die Stadt im Wald"

Beitrag von darkstain » So 27. Mai 2012, 22:15

jup absolut .. das Auftreten machts halt. Ich verstehe diese Tarnfleckmentalität auch nicht.
Vielleicht brauchen manche das für ihr besonders Geruilla-Gefühl ^__^
Ein Nebel hat die Welt so weich zerstört.
Blutlose Bäume lösen sich in Rauch.
Und Schatten schweben, wo man Schreie hört.
Brennende Biester schwinden hin wie Hauch.

VolcanoJoe
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Re: Das Aus von "Die Stadt im Wald"

Beitrag von VolcanoJoe » So 27. Mai 2012, 23:30

Hallo,
Zappo hat geschrieben:
imprinzip hat geschrieben:......Auch wenn es dir absolut nicht in den Kram passt: aber das man jetzt mancherorts so gegen unser Hobby vorgeht, haben allein wir zu verantworten.......
Allerdings gibt es auch einen anderen Aspekt - und da muß ich Cachebär mal recht geben - und mal ganz abseits von Geocaching: Was erlauben sich solche Leute/Verwaltungen/Behörden eigentlich, wenn sie dem Bürger solche Locations vorenthalten? Ich kann die Location nicht, aber ähnliche - und ähnlich gelagerte Fälle. Das ist das gleiche Thema wie der Abriß der Westwallbunker, zuschieben von ökologisch wertvollen Erdställen, kaputtmachen von Bodendenkmälern.....Dies ist MEIN bzw. UNSER Land - und das guck ich mir an - und das lasse ich mir nicht kaputtmachen von Leuten, die eigentlich nur Ausführer unserer Interessen sein sollten, aber sich doch das eine oder andere Mal als Alleinherrscher aufspielen.
ich muss da Zappo und Cachebär recht geben. Wir leben in einem Land, in dem uns Regeln, Gesetze und Verbote langsam über den Kopf wachsen - zumal viele Gründe für Verbote durchaus fraglich sind (vor allem, wenn es um Naturschutz geht - aber das ist ein anderes, riesiges Thema. Nur so viel: Es gibt in Deutschland keine Natur - es gibt nur Kulturlandschaft oder besser: Alles ausßerhalb der Städte ist ein riesiger Landwirschaftsbetrieb. Und da soll der Bürger möglichst ausgesperrt werden.). Langsam entwickelt das eine Eigendynamik - der Förster wird im vorliegenden Fall auch einfach deßhalb gehandelt haben, weil man ihn vielleicht zur Verantwortung ziehen könnte, wenn in dem jetzt zugeschütteten LP mal jemandem was passiert. Regeln ziehen immer mehr Regeln und Verbote nach sich. Am Ende wird immer irgendwie mit Menschenleben argumentiert, und sei es auch noch so weit herbeigeholt.
Was das Cachen betrifft - mit vorauseilendem Gehorsam und Leisetreterei, wie hier im Forum auch oft propagiert, werden wir nur immer mehr ins Abseits kommen. Denn letztlich sind das schon Rückzugsgefechte. Seid frech, seid anarchistisch, und nehmt euch, was euch zusteht.

Gruß,
Volcano Joe

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imprinzip
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Re: Das Aus von "Die Stadt im Wald"

Beitrag von imprinzip » So 27. Mai 2012, 23:35

VolcanoJoe hat geschrieben:Seid frech, seid anarchistisch, und nehmt euch, was euch zusteht.
Und genau diese Parolen kann unser Spiel nicht gebrauchen.
Pubertierendes Revoltieren ebenso wenig.

:irre:
Sandburgenbauen ist bei weitem nicht der dümmste Weg, sich einen Tag am Meer zu versauen (The Glue)

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Re: Das Aus von "Die Stadt im Wald"

Beitrag von VolcanoJoe » Mo 28. Mai 2012, 00:02

imprinzip hat geschrieben:
VolcanoJoe hat geschrieben:Seid frech, seid anarchistisch, und nehmt euch, was euch zusteht.
Und genau diese Parolen kann unser Spiel nicht gebrauchen.
Pubertierendes Revoltieren ebenso wenig.
Erst ist zielmlich schlechter Stil, das hier aus dem Zusammenhang meines Postings zu reißen. Dann muß ein Revoltieren nicht immer was mit pubertärem Grenzenerkunden zu tun haben, sondern findet auch statt, wenn Menschen die Grenzen ihrer Entfaltungsmöglichkeiten immer näher rücken sehen. Und mir persönlich geht das in den letzten Jahren zunehmend so. Nicht nur, was GC betrifft. Und was ist eigentlich falsch daran, wenn der LP jetzt eben sehr oft von Menschen aufgesucht wurde? Das ist die zentrale Frage dabei.
Und nochmal: Wenn man sich den Bürokraten beugt, werden sie sich ihr Leben durch Reglementierung immer einfacher machen, bis der Bürger zerbricht. Was jetzt nicht heißt, daß da, wo Dialogbereitschaft da ist, diese nicht genutzt werden sollte.
Außerdem möchtest du noch begründen, warum GC "diese Parolen" eigentlich nicht gebrauchen kann?

Gruß,
Volcano Joe

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imprinzip
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Re: Das Aus von "Die Stadt im Wald"

Beitrag von imprinzip » Mo 28. Mai 2012, 00:40

Gehört dir/ uns dieser LP oder andere?
Gehört dir/ uns der Wald, in dem wir unsere Dosen platzieren?
Gehört dir/ uns die Unterführung, die wir mit Dosen, Schildern etc. bestücken?

Ich vermute mal: nein.
Sandburgenbauen ist bei weitem nicht der dümmste Weg, sich einen Tag am Meer zu versauen (The Glue)

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Re: Das Aus von "Die Stadt im Wald"

Beitrag von VolcanoJoe » Mo 28. Mai 2012, 00:46

imprinzip hat geschrieben:Gehört dir/ uns dieser LP oder andere?
Gehört dir/ uns der Wald, in dem wir unsere Dosen platzieren?
Gehört dir/ uns die Unterführung, die wir mit Dosen, Schildern etc. bestücken?

Wenn nicht, dann lass deine Sprüche besser stecken!
Im Nicht-Auf-Inhalte-Eingehen bist du groß, gell?.
Und ein öffentlicher Platz muß mir nicht gehören, damit ich ihn prinzipiell mal nutzen darf. Sonst wäre er nicht öffentlich.

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Zappo
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Re: Das Aus von "Die Stadt im Wald"

Beitrag von Zappo » Mo 28. Mai 2012, 01:19

imprinzip hat geschrieben:Gehört dir/ uns dieser LP oder andere?
Gehört dir/ uns der Wald, in dem wir unsere Dosen platzieren?
Gehört dir/ uns die Unterführung, die wir mit Dosen, Schildern etc. bestücken?

Ich vermute mal: nein.
Da bin auch ich in der Tat anderer Meinung. Das muß förmlich und gesetzlich und verwaltungstechnisch nicht so einfach belegbar sein, aber vom Grundsatz ist es doch so, daß alles, was dem Staat gehört, auch dem Bürger gehört. Der Staat kann das im Interesse der Bürger verwalten, der darf da Nutzungsrechte aussprechen, die von gewissen demokratischen Gesetzen gedeckt sind - aber spätestens dann, wenn er offensichtliches Unrecht mit seiner Verwaltung betreibt, ist es sogar meine PFLICHT, da Betretungen durchzuführen.

Das hat vielleicht mit Cachen nicht viel zu tun, aber z.B. dokumentieren viele Leute hobbymässig alte Bunker, bevor die - auf meine und Deine Kosten - plattgemacht werden - OBWOHL sie definitiv unter Denkmalschutz stehen. Und ich war cachermäßig in Alcatraz - ein Abschiebegefängnis, das für zig Millionen in den Wald gesetzt wurde, ein paar Jahre lang unschuldige Leute darin eingesperrt wurden - und dann nach glaub ich 12 Jahren wieder eingestampft wurde - logischerweise auch für ein paar Millionen. Unsere Millionen.Da war - vor der GSG9 Sprengübung - Geocachen das sinnvollste, was dadrin stattfand.

Im übrigen gehört auch dem Jäger nicht meine Wiese und nicht mein Wald - trotzdem darf er da jagen, bzw. kann ich nichts dagegen tun. NUTZEN ist ja auch was anderes als gehören. Und darüber gibts mittlerweile unwahrscheinlich viele Diskussionen - ob bei der Frage, wie und von wem der öffentliche städtische Raum genutzt werden darf oder bei der LP - Diskussion.

Ob Nutzung natürlich immer Cachen heißen muß (nein), und ob das in Beschädigung und Störung ausarten darf (auch nein) sei mal dahingestellt. Nur - aus allem muß man sich nicht rausdrängen lassen. Wir sind nicht mehr VOR 1848 - wenn auch der Trend dahin geht*. Aber dann kommen halt wieder die Badener.... :D :D :D

Normalerweise spiele ich ja nicht so den Wutbürger, aber als gelernter Stadtplaner trifft das in etwa auch mein Fach - zumindest der öffentliche Raum - und da läuft gerade unheimlich viel schief.

Gruß Zappo

* Früher war das Absolutismus, heute vorgeschobener Naturschutz, Unfallverhütung, Gesundheit, Haftung - Fessel bleibt Fessel.
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Re: Das Aus von "Die Stadt im Wald"

Beitrag von treemaster » Mo 28. Mai 2012, 07:56

Zappo hat geschrieben:...
* Früher war das Absolutismus, heute vorgeschobener Naturschutz, Unfallverhütung, Gesundheit, Haftung - Fessel bleibt Fessel.
Da hat Zappo mal wieder meine volle Zustimmung.
Was Du als Planer alles für Auflagen hast, möchte ich gar nicht wissen :???:
Ich sehe das ganze jetzt im Moment von der genau gegenüberliegenden Seite: als zersiedelnder Landwirt, der von unserer lieben Obrigkeit aus dem schönen Württemberg nach Baden verbracht werden soll :shocked:
Ich soll meinen neuen Zweigbetrieb in einem Landschaftsschutzgebiet aufbauen, das in der Wasserschutzzone II liegt, Vogelschutzgebiet ist und ich weiß nicht was sonst noch alles. Sämtliche meiner Einwände wurden vom Tisch gefegt. Da richtet man sich schon nach den von EU-Richtlinien vorgegebenen Bestimmungen um ja auch alles richtig zu machen, und dann werden die mal eben einfach ad acta gelegt.
Eins kann ich euch schon jetzt versprechen: wenn es wirklich soweit kommen sollte, gibt das den ersten Multi, der wirklich mit Genehmigung des Besitzers in einem Schutzgebiet gelegt wird ;)

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Re: Das Aus von "Die Stadt im Wald"

Beitrag von Gueni » Mo 28. Mai 2012, 08:41

imprinzip hat geschrieben:
VolcanoJoe hat geschrieben:Seid frech, seid anarchistisch, und nehmt euch, was euch zusteht.
Und genau diese Parolen kann unser Spiel nicht gebrauchen.
Pubertierendes Revoltieren ebenso wenig.

:irre:
Doch genau das braucht unser Spiel wir sollten nicht mehr alles gefallen lasen sonder mal dagegenhalten , denn wen immer der klügere nachgibt werden bald die dummen über uns siegen.

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