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Der Status Quo des Lost Place-Cachings...

Lost places wie Industrieruinen und alte Bunker

Moderator: nightjar

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argus1972
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Re: Der Status Quo des Lost Place-Cachings...

Beitrag von argus1972 » Sa 4. Apr 2015, 09:06

radioscout hat geschrieben:Und wenn doch ein Cache rein "muß": man kann auch mit einfach erreichbaren und einfach findbaren QtA durch ein Gebäude führen und eine Geschichte erzählen. Und zwar so, daß man nirgendwo klettern muß. Dann können auch einzelne Cacher den Cache finden und benötigen weder auffällige Ausrüstung noch ein großes Cacherrudel zum Lösen schwieriger Aufgaben.
Genau das ist der Punkt! :gott:
Die vielfach bei L.P.-Bedosung angestrebten Superlative machen es durch D/T-Wertung doch in den allermeisten Fällen nachweislich zwingend erforderlich, mit mehreren Personen vor Ort aufzuschlagen, um den Cache überhaupt lösen und bewältigen zu können.
Weniger wäre da mehr, wenn man als Owner Wert darauf legt, dass seine Caches tatsächlich "für jeden machbar" sind, Stationen und Location trotzdem den notwendigen Schutz erfahren und die Sucher trotzdem ihren Spaß haben.
Verhält sich ja beim Nachtcachen ähnlich. Eigentlich verhält es sich überall so, wo aus Location- und Diskretionsgründen aus Ownersicht nur "die Richtigen" kommen sollen, weil die (unnötig?) eingebauten Hürden eben nicht für jeden stemmbar sind.
Das Paradoxon des L.P.-Cachens, dass einerseits ownerseitig weniger, oder zumindest "die richtigen" Besucher gewünscht werden, der Cache aber im Alleingang für Nichtangehörige von Special-Forces mit vier akademischen Graden in mindestens drei Wissenschaftsdisziplinen überhaupt nicht machbar ist, habe ich noch nie verstanden und dabei ist das ja weiß Gott auch nicht neu.

"Die Richtigen" gibt es eben nicht mehr. Geocacher sind inzwischen seit Jahren ein bunter Querschnitt durch die Gesellschaft und daher ist es angebracht, auch immer mit dem dümmstmöglichen Besucher zu rechnen und sein Dosenwerk genau daran auszurichten, wenn es dauerhaft funktionieren soll.
Das bedeutet nicht automatisch "primitiv", aber eben auch nicht in Bezug auf D und T maximal verbastelt.
Ich persönlich finde ja, gerade bei Lost Places spricht der Ort vielfach selbst ausreichend für sich, um ebenso ausreichend Erlebniswert für Sucher zu bieten.
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Re: Der Status Quo des Lost Place-Cachings...

Beitrag von MadCatERZ » Sa 4. Apr 2015, 10:26

Der Locationgedanke wird m.E. nach von LPs durchaus gewürdigt. Aber: Es ist nun einmal so, dass gefühlt 90% der Cacher Scheuklappen anlegen, sobald ein Cache in der Nähe ist und sich dann überhaupt nicht um die Location scheren. Deshalb wäre es meiner Meinung nach sinnvoll, die Sucher mit Hilfe eines Caches nur an die Location heranzuführen, wer dann über den Fund hinaus noch Interesse an einer Besichtigung verspürt, kann das dann ja tun - hat unter anderem den Vorteil, dass man sich nicht um Genehmigungen des Grundtückseigentümers kümmern muss, da der Cache ja außerhalb liegt.
Und: Man muss sich nicht irgendwo auskotzen, weil irgendwann jemand darauf aufmerksam wird, dass sich da ständig irgendwelche grölenden Asis in Tarnklamotten(*) auf dem Gelände herumtreiben und der Cache irgendwann auffliegt.


(*) nein, ich schere nicht alle LP-Fans über einen Kamm, man kann auch unauffällig und ohne Tarnklamotten auf Besichtigung gehen.

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Re: Der Status Quo des Lost Place-Cachings...

Beitrag von MadCatERZ » Sa 4. Apr 2015, 10:38

Nachtrag: Den Frust der Wampenschleifer kann ich natürlich nachvollziehen. Was allerdings bleibt ist, dass man im Jahre 2015 einfach keine Caches mehr an sensiblen Orten auslegen kann, ohne sich Gedanken über eine Regulierung der Besucherzahlen zu machen, Kalender reichen da offenbar nicht.

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Re: Der Status Quo des Lost Place-Cachings...

Beitrag von argus1972 » Sa 4. Apr 2015, 11:01

MadCatERZ hat geschrieben:Kalender reichen da offenbar nicht.
Ich gehe sogar so weit zu sagen, dass Kalender absolut ungünstig sind, betonen sie doch erst die sensible Situation und machen sie damit für die breite Masse noch attraktiver, so dass noch mehr Regulierung erforderlich wird.

Und um mal das Pferd von hinten auszuzäumen, damit ein Schuh aus der Sache wird ( :???: ) :D : Ich gehe noch weiter und sage, wenn ein Cache oder eine Location überhaupt Regulierung der Besucherzahl benötigt, dann stimmt etwas mit dem Cache oder der Location nicht, denn SO verhält es sich in der letzten Konsequenz.
MadCatERZ hat geschrieben:Deshalb wäre es meiner Meinung nach sinnvoll, die Sucher mit Hilfe eines Caches nur an die Location heranzuführen, wer dann über den Fund hinaus noch Interesse an einer Besichtigung verspürt, kann das dann ja tun
Und genau das ist auch in meinen Augen der beste Weg, um heute noch solche Orte zu erschließen.
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Re: Der Status Quo des Lost Place-Cachings...

Beitrag von badnerland » So 5. Apr 2015, 22:56

MadCatERZ hat geschrieben:Was allerdings bleibt ist, dass man im Jahre 2015 einfach keine Caches mehr an sensiblen Orten auslegen kann, ohne sich Gedanken über eine Regulierung der Besucherzahlen zu machen, Kalender reichen da offenbar nicht.
Verzicht auf Listung bei GC wäre das bei weitem wirksamste Mittel. Es gäbe genug alternative Plattformen. Hat halt zur Folge, daß der Owner weniger Beifall bekommt.

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Re: Der Status Quo des Lost Place-Cachings...

Beitrag von kohlenpott » Mo 6. Apr 2015, 00:04

Am besten wäre ein vollständiger Verzicht auf listen, egal welche Plattform. Das schont die doch sehr sensiblen Orte am zuverlässigsten. ;)

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Re: Der Status Quo des Lost Place-Cachings...

Beitrag von hustelinchen » Mo 6. Apr 2015, 01:27

argus1972 hat geschrieben:
radioscout hat geschrieben:Und wenn doch ein Cache rein "muß": man kann auch mit einfach erreichbaren und einfach findbaren QtA durch ein Gebäude führen und eine Geschichte erzählen. Und zwar so, daß man nirgendwo klettern muß. Dann können auch einzelne Cacher den Cache finden und benötigen weder auffällige Ausrüstung noch ein großes Cacherrudel zum Lösen schwieriger Aufgaben.
Genau das ist der Punkt! :gott:
Die vielfach bei L.P.-Bedosung angestrebten Superlative machen es durch D/T-Wertung doch in den allermeisten Fällen nachweislich zwingend erforderlich, mit mehreren Personen vor Ort aufzuschlagen, um den Cache überhaupt lösen und bewältigen zu können.
Genauso sehe ich das auch. Die Cacheliste bei den Wampenschleifern zeigt hauptsächlich Caches mit einem D/T-Wert ab 4, ist mir völlig unverständlich, wieso man sich dann über Cachegruppen aufregt. Ist doch klar, dass so einen Cache niemand alleine angeht.

Und dass Klettern nicht geräuschlos machbar ist, das sollten die Owner doch auch wissen, also den Hinweis von Fadenkreuz auf die selbst gerufenen Geister finde ich da sehr passend.
Herzliche Grüße
Michaela

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Re: Der Status Quo des Lost Place-Cachings...

Beitrag von BenOw » Mo 6. Apr 2015, 09:50

kohlenpott hat geschrieben:Am besten wäre ein vollständiger Verzicht auf listen, egal welche Plattform. Das schont die doch sehr sensiblen Orte am zuverlässigsten. ;)
+1

Das Bedürfnis, "Geheimtipps" unbedingt weitergeben zu müssen, befremdet mich sowieso. Die Motivation, LPs zu bedosen, ist sicherlich oft zu hinterfragen. Im Grunde geht Groundspeak da den einzig richtigen Weg und kontrolliert zumindest prinzipiell die Erlaubnis des Grundeigentümers. Sollten sie öfter machen, es bliebe einiges erspart - leider ist es dafür IMHO schon zu spät.

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Netheron
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Re: Der Status Quo des Lost Place-Cachings...

Beitrag von Netheron » Mi 8. Apr 2015, 13:17

hustelinchen hat geschrieben:Genauso sehe ich das auch. Die Cacheliste bei den Wampenschleifern zeigt hauptsächlich Caches mit einem D/T-Wert ab 4, ist mir völlig unverständlich, wieso man sich dann über Cachegruppen aufregt. Ist doch klar, dass so einen Cache niemand alleine angeht.
Es geht ja nicht um Teams von 2-5 Personen, sondern - überspitzt gesagt - um Horden von 10 und mehr Cachern, die dann vor dem Haupttor parken um lautstark johlend über die Gelände zu laufen und die letzten noch intakt gebliebenen Fensterscheiben einzuwerfen o.ä..
hustelinchen hat geschrieben:Und dass Klettern nicht geräuschlos machbar ist, das sollten die Owner doch auch wissen, also den Hinweis von Fadenkreuz auf die selbst gerufenen Geister finde ich da sehr passend.
Warum klettern nicht lautlos geschehen können soll erschließt sich mir nicht, oder schleifst Du deine Ausrüstung an einer Kette hinter Dir her und verschießt deine Pilotschnur mit Platzpatronen? ... und um untereinander zu kommunizieren ohne quer über einen Platz rufen zu müssen gibt es PMR-Geräte.
Im übrigen fällt mir spontan nur 1 Wampenschleifer-Cache ein, bei dem man tatsächlich eine Kletterausrüstung benötigte. Ansonsten ist der T-Wert 4 dort meistens eher auf das Erklimmen einer Dachluke o.ä. gemünzt. Und selbst eine mitgeschleppte Leiter ist imho recht geräuschlos.
„Wir suchen niemals die Dinge, sondern das Suchen nach ihnen.“
Blaise Pascal, 1623-1662

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Re: Der Status Quo des Lost Place-Cachings...

Beitrag von radioscout » Mi 8. Apr 2015, 13:46

Natürlich kann man leise klettern. Aber eine Kletterausrüstung, Leiter oder andere Spezialausrüstung sind groß und auffällig. Und wenn man erwischt wird, muß man auch erklären, wofür man das ganze Zeug braucht, wenn man nur ein paar Fotos machen will.
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Wir hätten nie uns getraut doofe Dosen anzumelden schon aus Respekt vor diesem geheimnisvollen Spiel (Dosenfischer, Die goldenen Jahre)

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