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Wenn Punkte zum Wahn werden

Allgemeiner Austausch zum Thema Geocaching.

Moderator: jmsanta

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nicht_du
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Re: Wenn Punkte zum Wahn werden

Beitrag von nicht_du » Do 11. Apr 2013, 11:02

Fadenkreuz hat geschrieben:
Fadenkreuz hat geschrieben:Und dafür, dass er alles tut um seinen Nick auf's Papier zu bekommen, sorgen die Logbuchkontrolleure.
Falsch zitiert, das hat Bursche geschrieben.
Ja, davon ging ich auch aus. Da habe ich wohl den falschen "Zitieren"-Button betätigt. Kontrolliert hatte ich es nicht noch mal. Sorry! :ops:
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Bursche
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Re: Wenn Punkte zum Wahn werden

Beitrag von Bursche » Do 11. Apr 2013, 11:06

kalleson hat geschrieben:.... Wäre es nicht realisierbar, den Fundzahlen ihre "Statussymbolfunktion" zu nehmen?
....
Dort äußerte jemand die "Befürchtung", dass es dann sicher Idioten gäbe, die eine Tonne irgendwo hinstellen und hunderte Filmdosenmicros darin platzieren.
.....
Wäre das nicht vielleicht die Lösung? Eine Tonne mit 1000 Micros darin?
Und davon 100 Stück über ganz Deutschland verteilt?

Wäre dies alles nicht erstrebenswert?
Das geht aber nicht, weil G$ sowas nie zulassen wird. Man kann nun entweder warten, dass das vielleicht doch irgendwann geschieht oder man kann selbst aktiv werden. Und die einfachste Möglichkeit wäre, aufhören Logs zu kontrollieren, Fake-Logger anzuprangern, Logs zu löschen....

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Re: Wenn Punkte zum Wahn werden

Beitrag von Bursche » Do 11. Apr 2013, 11:15

nicht_du hat geschrieben:....Wer setzt sich denn wirklich hin und prüft Eintrag für Eintrag nach? ....
Kurz: Deine Behauptung halte ich schlicht für falsch.
Die Vereinigung der Emsländer Logbuchkontrolleure zum Beispiel:
Als einige Cacher, daraufhin neugierig geworden, ihre Logbücher kontrollierten, stellten diese dann fest, dass die betreffenden Cacher in vielen Logbüchern gar nicht eingetragen waren

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nicht_du
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Re: Wenn Punkte zum Wahn werden

Beitrag von nicht_du » Do 11. Apr 2013, 11:16

Bursche hat geschrieben:Und die einfachste Möglichkeit wäre, aufhören Logs zu kontrollieren, Fake-Logger anzuprangern, Logs zu löschen....
Das wird keinen Effekt haben. Kaum jemand kontrolliert wirklich alle Logs und wer mit der Prämisse an die Sache herangeht sich nur mit erfolgtem Logbucheintrag auch online einzutragen stellt sich die Frage nach Kontrolle und Loglöschung gar nicht. Ich kann mir echt nicht vorstellen, dass jemand panisch über den Waldboden robbt um eine Dose zu finden, nur weil er sich bei jedem Cache den er suchte online einträgt und Angst hat, dass sein Log gelöscht wird.


kalleson hat geschrieben:Und an dieser Stelle habe ich mich auch schon gefragt: Wäre es nicht realisierbar, den Fundzahlen ihre "Statussymbolfunktion" zu nehmen?
Warum sollte man das überhaupt? Und warum geht man davon aus, dass das überhaupt möglich ist?
Es gibt auch in Deutschland Menschen, die bspw. Autos nicht als Statussymbol bezeichnen. Trotzdem wird auf den Porsche geschielt oder der Oldtimer begutachtet. Oft selbst von denen die das Gegenteil behaupten. Man kann noch so viel dagegen tun, für irgendwen bleibt es ein Statussymbol und das darf auch einfach so sein.
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Re: Wenn Punkte zum Wahn werden

Beitrag von Kalleson » Do 11. Apr 2013, 11:19

Bursche hat geschrieben:
nicht_du hat geschrieben:....Wer setzt sich denn wirklich hin und prüft Eintrag für Eintrag nach? ....
Kurz: Deine Behauptung halte ich schlicht für falsch.
Die Vereinigung der Emsländer Logbuchkontrolleure zum Beispiel:
Als einige Cacher, daraufhin neugierig geworden, ihre Logbücher kontrollierten, stellten diese dann fest, dass die betreffenden Cacher in vielen Logbüchern gar nicht eingetragen waren
Nun gut. Ich wage zu behaupten, dass bei einer derartigen Logschwemme überall ein Anteil der Owner nachgeschaut hätte.

Ich persönlich kontrolliere übringens nie meine Logbücher - Allerdings nicht aufgrund irgendwelcher bursch'scher Cachererziehungstheorien, sondern aus dem einfachen Grund, dass es mir vollkommen Wumpe ist, wer was wann wie und weshalb loggt.
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Re: Wenn Punkte zum Wahn werden

Beitrag von nicht_du » Do 11. Apr 2013, 11:21

Bursche hat geschrieben:
nicht_du hat geschrieben:....Wer setzt sich denn wirklich hin und prüft Eintrag für Eintrag nach? ....
Kurz: Deine Behauptung halte ich schlicht für falsch.
Die Vereinigung der Emsländer Logbuchkontrolleure zum Beispiel:
Als einige Cacher, daraufhin neugierig geworden, ihre Logbücher kontrollierten, stellten diese dann fest, dass die betreffenden Cacher in vielen Logbüchern gar nicht eingetragen waren
Deine Behauptung ist, dass die Kontrolle die Bedeutung erhöht. Das halte ich für falsch.

Zum Kontrollbeispiel: Einzelfall!

Ich weiß, wie ich mich in Logbücher eintrage. Zum Teil auf den meist unbekannten Teilen des Logbuches: Rückseiten. Das führt zu einem großen Durcheinander in der Reihenfolge und so landete mein Eintrag von 2013 auch schon neben einem Eintrag von 2010. Viel Spaß bei der Kontrolle. Keiner macht das permanent!
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Re: Wenn Punkte zum Wahn werden

Beitrag von Bursche » Do 11. Apr 2013, 11:23

kalleson hat geschrieben:....
Ich persönlich kontrolliere übringens nie meine Logbücher - Allerdings nicht aufgrund irgendwelcher bursch'scher Cachererziehungstheorien, sondern aus dem einfachen Grund, dass es mir vollkommen Wumpe ist, wer was wann wie und weshalb loggt.
Und weil dir das so "Wumpe" ist, hast du diesen langen Blogartikel, über 2-3 Geocacher die vielleicht ein paar Fake-Logs geschrieben haben, verfasst?

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Re: Wenn Punkte zum Wahn werden

Beitrag von Mark » Do 11. Apr 2013, 11:26

nicht_du hat geschrieben: Ich weiß, wie ich mich in Logbücher eintrage. Zum Teil auf den meist unbekannten Teilen des Logbuches: Rückseiten. Das führt zu einem großen Durcheinander in der Reihenfolge und so landete mein Eintrag von 2013 auch schon neben einem Eintrag von 2010. Viel Spaß bei der Kontrolle. Keiner macht das permanent!
Ich verstehe eine Kontrolle bei "außergewöhnlichen" Caches. T5er/D5er, Challenge Caches, Lost Places, alles, was man nicht ohne Probleme erreichen kann. Ansonsten wäre es mir sowas von egal.

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Re: Wenn Punkte zum Wahn werden

Beitrag von Zappo » Do 11. Apr 2013, 11:28

kalleson hat geschrieben:....Genau dafür finde ich die Fundzahlen auch interessant. Für mich selbst.

Und an dieser Stelle habe ich mich auch schon gefragt: Wäre es nicht realisierbar, den Fundzahlen ihre "Statussymbolfunktion" zu nehmen?....usw...usw...usw....
Naja, ich glaub ja nicht, daß diese Ereignisse (Entwertung der Stats usw...) dann auch so prompt eintreffen - wahrscheinlicher ist, daß dann ne Klientel auftaucht, die Spaß dran hat, eben tausend statt hundert Cache am Wochenende zu finden. Mit einem Tool, die automatisch zu loggen.

Das ist doch alles ein wenig an den Symptomen rumgedoktert - nur weil niemand der Krankheit selbst in den Weg treten will. Die Krankheit heißt liebloses, unengagiertes aber hyperaktives Cachen. Die Symptome sind u.a. kleine Dosen, Location- und Erlebnislosigkeit, Nummernlistings und Minimallogs, Entwertung des einzelnen Caches bis zur Reduktion zum reinen Lückenfüller in Matrix und Challenge. In den Weg treten könnte man der mit einer gemeinsamen und geäußerten Haltung "das ist nicht gut, was Du da machst". Heilungsverzögerungen und Komplikationen treten aber ein durch die weitverbreitete Haltung "Freiheit über alles" und "jeder Cache gefällt jemandem".

Ich bezweifle da mal, daß der Patient in Kürze genesen wird.

So am Rande wollte ich aber auch noch bemerken, daß meines bescheidenen Erachtens die Rolle des "Zählers" etwas überschätzt wird - auch von dessen "Gegnern". Ich guck auf meinen und den anderer Leute eher weniger. Und bei Events, Gesprächen, Begegnungen ist das auch nie Thema.

Es gibt Leute, die hatten, als ich anfing, schon tausend Funde und haben jetzt 10000 - zum großen Teil VOR der PTschwemme gefunden - das zeigt, daß die weitaus mehr Zeit investieren (können) als ich. Das hat aber mit gegenseitigem Ansehen, Respekt o.ä rein garnix zu tun.

Dann gibts Leute, die intern ein wenig mit dem Kumpel kokettieren, wer denn jetzt ersten XXXX hat - das ist aber mehr als gegenseitiges Aufziehen denn als Wettberwerb zu sehen.

Und dann gibts noch die Gruppe, die nach der langen "Runde" incl. Beifang mit 30-100 Caches heimkommt - und sich an Mangel an direktem Erlebnis dann am Wachsen des Zählers freut - DIE halte ich am gefährdetsten. Aber da gehören wir ja alle hier nicht dazu. :D

Gruß Zappo
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"Wer schneller lebt, ist früher fertig"

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Re: Wenn Punkte zum Wahn werden

Beitrag von Mandragu » Do 11. Apr 2013, 11:31

Ich persönlich habe durchaus Spaß an meiner Statistik. Sie ist ein Teil meines persönlichen Caching-Tagebuchs.

Im Wesentlichen sehe ich sie auch als passive Widerspiegelung meiner Caching-Erlebnisse, wann habe ich diesen oder jenen Cache noch mal gemacht, oh, in dem Monat war ich ja richtig aktiv, echt, gerade mal 1 % Large-Behälter, ich habe schon lange Zeit keine Multis mehr gemacht ... oder halt so.

Ich habe aber auch gelegentlich Spaß daran, aktiv auf die Zahlen einzuwirken ... denn das Ganze ist für mich auch ein Spiel und nicht nur wissenschaftliche Beobachtung wie bei Zappos Wetteranalogie. Vielleicht so wie: als Hobbyornithologe möchte ich gerne mal einen bestimmten seltenen Vogel sehen und in meine persönliche "Gesehen"-Liste aufnehmen. Ich kann es einfach auf den Zufall ankommen lassen und warten, dass mir das Tierchen einfach mal so begegnet. Ich kann mogeln und mir ein Foto von dem Vieh aus dem Internet runterladen, oder in den Zoo gehen. Ich kann aber auch meine persönliche "Vogelfund-Statistik" dadurch beeinflussen, indem ich gezielt in ein Naturschutzgebiet oder ein Land fahre, wo es wahrscheinlicher ist, dem gewünschten Vögelchen zu begegnen als in meinem Vorgarten.

Insofern bei mir Beispiele:
- beim ersten Besuch im Südeifel-Ferienhaus, nachdem ich mit Cachen begonnen habe, habe ich mir gezielt ein paar Caches jenseits der luxemburger Grenze ausgesucht; ich wollte gerne meinen ersten Ausland-Cache haben.
- wenn ich bei der Cachesuche am Schwanken bin, soll ich da jetzt hin oder nicht, dann können Besonderheiten das Zünglein an der Waage sein. Eine Large-Dose. Ein ungewöhnlicher D/T-Wert. Ein nicht allzu schwerer Multi, nachdem ich zuvor vielleicht längere Zeit nur Mikro-Tradis entdeckt habe.
- Interessanterweise würde meine Freude an der Statistik mich auch von Powertrails fernhalten, außer der Tatsache, dass ich dem nichts abgewinnen könnte, viele kleine gleich versteckte Döschen im Mindestabstand, zu denen ich individuell auch nichts mehr loggen kann. Ich fände es dann auch seltsam, plötzlich 50 oder 80 1/1 Mikrotradi-Dosen an einem Tag in meinem "Tagebuch" zusätzlich zu haben, das bisher meine Caching-Vielfalt widerspiegelte.

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