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Ein Jahr lang keine neuen Challenge"caches" mehr

Neue Herausforderungen für Geocacher.
HansHafen
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Re: Ein Jahr lang keine neuen Challenge"caches" mehr

Beitrag von HansHafen » So 26. Apr 2015, 14:57

MasterFred hat geschrieben:da ich mit meinen gerade 600 Funden da jetzt nicht wirklich so mithalten kann und das auch in absehbarer Zeit nicht werde.
Wichtig wäre, zu erkennen, dass du nirgends "mithalten" können musst.
Das ist nicht die Definition Geocaching.

Da bist du der King, wenn du wieder mal einen tollen Tag hattest, weil dir jemand eine schöne Ecke gezeigt hat, die du noch nicht kanntest. Da bist du der King, wenn du anderen eine Freude gemacht hast, weil du dir besonders viel Mühe mit deiner Dose gegeben hast, weil du was schönes gebastelt hast oder eine echt tolle Location/Runde zeigst oder besser noch beides.

Wieviel Funde jemand hat wird zunehmend immer irrelevanter.
Jeder Honk kann das.

Nun anscheinend merkt nicht ein Jeder, dass er inzwischen gar keine Geocaching mehr praktiziert sondern irgendsoein komisches Statistikspielchen...

BG
HansHafen

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Marschkompasszahl
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Re: Ein Jahr lang keine neuen Challenge"caches" mehr

Beitrag von Marschkompasszahl » So 26. Apr 2015, 15:52

radioscout hat geschrieben:Jedem gefällt etwas anderes aber für mich sind das die typischen Genug-Zeit-und-vorallem-Geld-Challenge"caches".
Worin besteht die Herausforderung, irgendwo hinzufahren, wo die geforderten Caches liegen? Doch nur darin, genug Geld zu haben und bereit zu sein, für ein paar Dosen irgendwo hinzufahren.
Naja, das Problem ist aber nicht Challenge-spezifisch:
"2000 FPs? Den muss ich haben!"
"Eine neue Serie mit 200 Dosen?" Hin da!"
"Der im letzten GC-Magazin vorgestellte Cache - samt Banner - fehlt noch in meinem Profil!"
usw.


Und dann geht es einmal kreuz und quer durch die ganze Republik, um das dann "abzuarbeiten" - koste was es wolle.
Es gibt also auch so - und ohne Challenges - schon genügend Leute, die glauben, sich und der Welt was beweisen zu müssen.

Aber das muss jeder selbst wissen. Es ist ein Angebot - keine Pflichtveranstaltung.


Was mich bei Challenges eher stört, ist der Punkt, dass es vielfach keinen direkten Bezug zu den Dosen (oder den anderen Anforderungen) gibt.
Wenn der Owner "Muckel5" rund um sein Heimstädtchen Klein-Posemuckel 7 Dosen ("Schöner Blick auf Klein-Posemuckel") legt, garniert er die kleine Serie vielleicht noch um einen Bonus. Und vielleicht kommt er mit seinen lokalen Owner-Kollegen auf die Idee, daraus eine Challenge zu machen: "50 Dosen in und um Posemuckel". Fein.
Aber diese Challenge kann sich ebensogut viele hundert Kilometer entfernt wiederfinden. Wie auch die Challenge "100 Dosen in USA" - sich ebenso in Birmingham, Lyon, oder Wanne-Eickel wiederfinden kann. Wo ist da der Bezug?!
Als ich über Ostern (u.a. zum Dönerstag) in Bremen war, hörte ich vom Powertrail Loxstedt (südlich von Bremerhaven). Das Stadtwappen wurde mit vielen Fragezeichen als "Landart" auf die Karte gezaubert. Unter anderem auch eine Challenge mit der Bedingung, mindestens 500 (später reduziert auf 400) TBs geloggt zu haben. :irre:
Welche Leistung vollführ denn der Owner dieser Challenge, wenn er so etwas "anbietet"? Gibt er Hilfe? Unterstützt er das und hat ein paar Hundert TBs im Umlauf?
Nein. Die (Drecks-)Arbeit erledigen andere für den Challenge-Owner. Das stört mich.
Gerade eben auch, weil das dazu verleitet (und zwangsläufig führt), dass all die für die Challenge notwendigen Punkte! auf dem Rücken/ dem Engagement der Community gemacht werden.
Da braucht man sich nicht mehr wundern wenn der Log für "Posemuckler Aussicht #5" nicht lautet: "Schöne Ecke, herrliche Aussicht, danke fürs Herführen." sondern "Warum ist das der einzige D3,5/T3,5 in der Gegend? Konnte man nicht mal mit dem Auto anfahren. Aber jetzt habe ich endlich den wichtigen Punkt für die Matrix! TFTC"

HansHafen
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Re: Ein Jahr lang keine neuen Challenge"caches" mehr

Beitrag von HansHafen » So 26. Apr 2015, 16:09

Marschkompasszahl hat geschrieben: Nein. Die (Drecks-)Arbeit erledigen andere für den Challenge-Owner. Das stört mich.
Gerade eben auch, weil das dazu verleitet (und zwangsläufig führt), dass all die für die Challenge notwendigen Punkte! auf dem Rücken/ dem Engagement der Community gemacht werden.
Da braucht man sich nicht mehr wundern wenn der Log für "Posemuckler Aussicht #5" nicht lautet: "Schöne Ecke, herrliche Aussicht, danke fürs Herführen." sondern "Warum ist das der einzige D3,5/T3,5 in der Gegend? Konnte man nicht mal mit dem Auto anfahren. Aber jetzt habe ich endlich den wichtigen Punkt für die Matrix! TFTC"
Genau - wenn die Leute wenigstens den Anstand hätten nicht alle mit ihrem Tun zuzuspammen!
In letzter Zeit muss ich bei meinen Caches in den Logs ständig lesen, auf "welchem Strahl" mein Cache jetzt wieder liegt, weil diese Leute eine "Strahlen-Challenge" machen (IMHO völlig verstrahlt, diese Leute). Und so wundert es mich auch nicht, dass ich angeschrieben werde für einen Klettercache, da würde was nicht gehen, man hätte schon die Schnur abgerissen die die Dose öffnen (dafür war sie nicht) und extra zum Auto gerannt um das Multitool zu holen um den Cache letztlich aufzuschrauben, was auch nicht geklappt hätte, aber dabei wären Schrauben runter gefallen, aber man wollte dann nicht schon wieder hoch, also lägen diese nun unten. Ob man den Cache aber trotzdem loggen dürfe. Nach meiner Antwort, dass ich persönlich eher Dosen logge, in deren Logbuch ich stünde erfolgte dann der Foundlog.... NATÜRLICH, ich hätte es wissen müssen, für eine Strahlenchallenge - daher also das ganze "Engagement".

Ätzend, dass man sich mit solchen Zwangsgetriebenen ständig abgeben muss und dann auch noch hinterher aufräumen darf hinter ihnen. Weil selber haben sie ja keine Zeit und müssen hechelhechelhechelhechelhechelhechelhechelhechel schnell zum nächsten Cache... äh, verzeihe, zur nächsten Logbedingung....

:kopfwand:

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Re: Ein Jahr lang keine neuen Challenge"caches" mehr

Beitrag von mark » So 26. Apr 2015, 17:36

Na wenn das Thema Geld so hervorgehoben wird, ist die Frage nach dem Neid nur logisch.

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Re: Ein Jahr lang keine neuen Challenge"caches" mehr

Beitrag von JackSkysegel » So 26. Apr 2015, 18:21

Mark hat geschrieben:Na wenn das Thema Geld so hervorgehoben wird, ist die Frage nach dem Neid nur logisch.
Vielleicht für die Neidischen, für Andere erschließt sich das eher nicht. ;)
Unechter Cacher (Tm)

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Re: Ein Jahr lang keine neuen Challenge"caches" mehr

Beitrag von mark » So 26. Apr 2015, 18:39

Mir persönlich ist das relativ egal, ob jemand wegen ner Dose zum Mond fliegt und was das kostet. Manche fahren gerne mit Jeeps durch die Alpen und manche wühlen gerne in Papierkörben nach Listings von Wandermultis.

Wäre das nicht auch mal eine Challenge (die man noch dazu ganz gratis absolvieren könnte)? Finde Caches mit insgesamt 50 D/T-Wertung, deren ausgedruckte Listings du beim cachen gefunden hast. PMO-Listings können als Joker eingesetzt werden und zählen doppelt.

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Re: Ein Jahr lang keine neuen Challenge"caches" mehr

Beitrag von Fadenkreuz » So 26. Apr 2015, 19:01

Mark hat geschrieben:Mir persönlich ist das relativ egal, ob jemand wegen ner Dose zum Mond fliegt und was das kostet.
Die eventuelle Außenwirkung darf man nicht vergessen. Geocaching ist doch angeblich ein umweltfreundliches Hobby. Da passen die Challenges "16 Bundesländer in 24 Stunden" und "Alle nordrhein-westfälischen Kreise in 36 Stunden" nicht zum Image. Demnächst treffen sich übrigens ca. 30 Cacher aus Deutschland, um eine gemeinsame Tour zu unternehmen. Ziel ist der letzte Ape-Cache in Brasilien. Unglaublich, was man wegen eines lächerlichen Icons alles macht.
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Re: Ein Jahr lang keine neuen Challenge"caches" mehr

Beitrag von radioscout » So 26. Apr 2015, 19:06

Soweit ich das verstanden habe, soll ein Challenge"cache" dazu herausfordern, eine bestimmte, geocachingbezoge Leistung zu vollbringen. Ich kann mir aber einfach nicht vorstellen, worin die geocachingbezogene Leistung besteht, wenn man einen Cache in 4000 Metern Höhe findet.
Wer es sich leisten kann, fährt dort hin und loggt die Dose wie jeden anderen Cache auch. Für alle anderen bleibt das unerreichbar.

Die Regeln sollten noch etwas erweitert werden: Die Bedingungen müssen ab der Veröffentlichung erfüllt werden. Damit wird die Chancengleichheit etwas verbessert. Sowohl der Newcomer als auch der Cacher, der von Anfang an dabei ist und "alles" gefunden hat, müßten sich der Herausforderung stellen und nicht einfach nur ins Archiv greifen.
Bild
Wir hätten nie uns getraut doofe Dosen anzumelden schon aus Respekt vor diesem geheimnisvollen Spiel (Dosenfischer, Die goldenen Jahre)

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Re: Ein Jahr lang keine neuen Challenge"caches" mehr

Beitrag von mark » So 26. Apr 2015, 19:24

Fadenkreuz hat geschrieben:Die eventuelle Außenwirkung darf man nicht vergessen. Geocaching ist doch angeblich ein umweltfreundliches Hobby. Da passen die Challenges "16 Bundesländer in 24 Stunden" und "Alle nordrhein-westfälischen Kreise in 36 Stunden" nicht zum Image.
Von denen halte ich auch nichts, allerdings aus anderen Gründen.
Demnächst treffen sich übrigens ca. 30 Cacher aus Deutschland, um eine gemeinsame Tour zu unternehmen. Ziel ist der letzte Ape-Cache in Brasilien. Unglaublich, was man wegen eines lächerlichen Icons alles macht.
Es sind übrigens nur 25. Und der Ape ist halt der Aufhänger der Tour. So what?

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Re: Ein Jahr lang keine neuen Challenge"caches" mehr

Beitrag von mark » So 26. Apr 2015, 19:31

radioscout hat geschrieben:Ich kann mir aber einfach nicht vorstellen, worin die geocachingbezogene Leistung besteht, wenn man einen Cache in 4000 Metern Höhe findet.
Welche geocachingbezogene Leistung besteht, wenn du einen Cache gefunden hast? Die selbe besteht, wenn du einen Cache auf 4000 Metern Höhe gefunden hast. Okay, die Aussicht dürfte besser sein.
Wer es sich leisten kann, fährt dort hin und loggt die Dose wie jeden anderen Cache auch. Für alle anderen bleibt das unerreichbar.
"Das Leben isch kein Schlotzer" sagt man hier. Ich werde Caches wie "Das Müssmannhaus" oder "23. UG" nie loggen können. Soll ich jetzt rumheulen, wie böse es mir gegenüber ist, wenn eine Challenge veröffentlicht wird, die das zum Thema macht?

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