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#mimimi-Archivierungen bei OC

Aktuelle Nachrichten aus dem Opencaching-Netzwerk.

Moderator: mic@

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jennergruhle
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Re: #mimimi-Archivierungen bei OC

Beitrag von jennergruhle »

Achso, eins noch - ich hatte geschrieben "Wegen DSGVO ist der Owner beleidigt und will nicht mehr" weil das erst danach aussah. Als die DSGVO in Kraft gesetzt wurde hat man ja reihenweise auf Webseiten gesehen, dass sich Leute über diese echauffiert haben und sinngemäß schrieben "ich habe keine Lust oder Zeit, zu überprüfen was meine Webseite über andere Leute speichert, daher schalte ich sie jetzt lieber komplett ab!". Daher hatte ich das erst für einen Fall von "Owner möchte wegen der DSGVO nicht mehr".
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mic@
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Re: #mimimi-Archivierungen bei OC

Beitrag von mic@ »

hcy hat geschrieben:Wundert mich aber speziell bei moenk - der war doch immer ein großer Verfechter von OC dachte ich.
Das Dilemma fing ja mit seinen x-hunderten(!) von MoTouren an, die er per Bot in die OC-Datenbank reinpustete.
Er hat es vielleicht gut gemeint, als er versuchte, mit dieser Aktion für eine größere Cachedichte auf OC zu
sorgen, aber gut gemeint ist nicht gleichzeitig auch gut gemacht, denn es gab mit den MoTouren etliche Probleme
- da einige ihn als virtuellen SPAM betrachteten,
- sie allesamt recht lieblose Einheitslistings waren (Standardtext ohne Bild oder weitere Info zum Objekt),
- etliche Objekte völlig belanglos waren (z.B. Standard-Fachwerkhaus) und
- manche Koordinaten auf abgesperrtes Gebiet oder Privatgrund zeigten.

Und eine nachträgliche Korrektur des angerichteten Scherbenhaufens hat er leider abgelehnt.
Stattdessen sollten sie lieber entfernt werden, was als Owner ja auch sein gutes Recht ist.
Trotzdem ist es schade, denn nicht alle MoTouren waren 08/15 Objekte.
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werla
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Re: #mimimi-Archivierungen bei OC

Beitrag von werla »

mic@, als wir das letzte Mal genau darüber gesprochen haben, wolltest Du beim OC-Team anfragen/anregen, ob nicht wenigstens der Name des jeweils archivierten Caches erhalten bleiben kann. Was ist z.B. an "MoCache Prenzlau" personenbezogen? In der Fundliste sieht es total bescheuert aus, wenn da ständig steht "werla hat -Cache nach DSGVO gelöscht- gefunden".

Ich z.B. finde viele Veränderungen, die in den letzten Jahren bei GC stattgefunden haben, auch blöd. Auch GC hat nach Einführung der DSGVO einige Funktionen abgestellt und auch div. externen Apps (z.B MyGeofriends) den Hahn abgedreht. Bei gelöschten Usern sind jedoch alle Listings erhalten geblieben, mit Ausnahme des Ownernamens. Hier
https://coord.info/GC7ZQYD ist z.B. ein archiviertes und nachträglich auch nicht mehr logbares Listing einer Ownerin, die verstorben ist. Warum geht das bei OC nicht, dass zumindest der Cachename erhalten bleibt? :???:
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mic@
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Re: #mimimi-Archivierungen bei OC

Beitrag von mic@ »

werla hat geschrieben:Was ist z.B. an "MoCache Prenzlau" personenbezogen?
An dem Namen ist nichts auszusetzen, aber es hätte ja auch "moenks erster MoCache" heißen können.
Und da bei uns die DSGVO-Anonymiserung per Bot erfolgt und dieser keinerlei KI besitzt, muss der
Cachename als möglicher Träger von personenbezogenen Daten auch anonymisiert werden.


werla hat geschrieben:Auch GC hat nach Einführung der DSGVO einige Funktionen abgestellt und auch div.
externen Apps (z.B MyGeofriends) den Hahn abgedreht. Bei gelöschten Usern sind jedoch alle Listings
erhalten geblieben...
Ich bin kein Jurist, habe aber das Gefühl, daß GC die DSGVO etwas zu lax nimmt.
Nehmen wir mal folgendes Beispiel an:
Ein User veröffentlicht ein Listing auf OC.
Jahre später verabschiedet sich der User von OC, sein Account wird also aus der Benutzerdatenbank entfernt.
Wenn OC nun das Listing NICHT gleich mit anonymisiert, sondern es nur archiviert (siehe Dein GC Beispiel),
dann könnte es für OC Probleme geben, wenn die Beschreibung Urheberrechtsverletzungen aufweist.
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hcy
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Re: #mimimi-Archivierungen bei OC

Beitrag von hcy »

mic@ hat geschrieben:da bei uns die DSGVO-Anonymiserung per Bot erfolgt
Das scheint der Unterschied zu GC zu sein, ich hab den Eindruck da schaut sich schon jemand das Listing an und entscheidet dann.
Und um Urheberrechtsverletzungen geht es hier ja nicht, das ist ja auch nicht das Thema der DSGVO.
"Good spelling, punctuation, and formatting are essentially the on-line equivalent of bathing." -- Elf Sternberg
"...- the old fashioned way (trads only, exceptions may appear)" -- HHL
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Re: #mimimi-Archivierungen bei OC

Beitrag von mic@ »

hcy hat geschrieben:Und um Urheberrechtsverletzungen geht es hier ja nicht, das ist ja auch nicht das Thema der DSGVO.
Aber es ist damit verbunden.
Denn wenn jemand DSGVO mäßig gelöscht wird, dann ist er wirklich weg.
Und wenn es dann Probleme mit seinem Listing gibt, so wäre das für OC fatal.
Also bleibt nichts anderes übrig, als auch alle Listings des Users zu anonymisieren.
Denke nur an "Marions Kochbuch"... da können schnell vierstellige Strafzahlungen fällig sein.
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Fadenkreuz
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Re: #mimimi-Archivierungen bei OC

Beitrag von Fadenkreuz »

mic@ hat geschrieben: Mi 6. Jan 2021, 08:40 ... daher löschen wir lieber zuviel als zu wenig.
Das meinte ich mit "vorauseilendem Gehorsam".
mic@ hat geschrieben: Mi 6. Jan 2021, 12:33 An dem Namen ist nichts auszusetzen, aber es hätte ja auch "moenks erster MoCache" heißen können.
Auch der Cachename "moenks erster MoCache" wäre kein personenbezogenes Datum. Ich glaube, dass ihr da etwas falsche Vorstellungen über den Begriff habt.
mic@ hat geschrieben: Mi 6. Jan 2021, 12:33 Wenn OC nun das Listing NICHT gleich mit anonymisiert, sondern es nur archiviert (siehe Dein GC Beispiel),
dann könnte es für OC Probleme geben, wenn die Beschreibung Urheberrechtsverletzungen aufweist.
Urheberrechtsverletzungen haben doch aber nichts mit der DSGVO zu tun und auch nichts damit, ob ein Cache archiviert ist. Auch bei aktiven Caches können doch Urheberrechtsverletzungen vorkommen, dort werden sie auch viel eher entdeckt. Das ist ein Thema, das komischerweise bis jetzt noch kaum eine Rolle bei Cachelistings spielt. Ich schätze, dass bei geocaching.com ein Viertel aller Caches geklaute Bilder oder Texte enthält. Bei OC wird die Größenordnung wohl ähnlich sein. Das kontrolliert bei aktiven Listings aber niemand. Warum also bei archivierten Listngs "vorsichtshalber" alles löschen?

Gab es bei OC nicht mal die Richtlinie, dass nachträgliches Verändern oder Löschen als "Listing-Randale" angesehen wird und höchst ungern gesehen wird?
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Re: #mimimi-Archivierungen bei OC

Beitrag von mic@ »

Fadenkreuz hat geschrieben:Auch der Cachename "moenks erster MoCache" wäre kein personenbezogenes Datum. Ich glaube, dass ihr da etwas falsche Vorstellungen über den Begriff habt.
Dazu ein Zitat, vielleicht verstehst Du es dann besser:

# Wie gesagt, ein Pseudonym kann ein Alias sein: ein anderer Name als der in deinem Pass.
# Ein solches "Pseudonym" muss kein echter Name sein, sondern kann auch eine andere Form haben.
# Dabei kann es sich um alle Arten von Identifikatoren handeln, wie z.B. Matrikelnummer, IP-Adresse,
# Mitgliedsnummer des Sportvereins, Benutzername eines Online-Spielers oder Bonuskartennummer.
# Jede dieser Daten dient als Pseudonym der Person, die hinter dem Alias steht. Ein Pseudonym ist
# daher eine Information über eine identifizierbare natürliche Person. Pseudonymisierte Daten gelten
# daher als personenbezogene Daten; mit der Schlussfolgerung, dass die DSGVO für die Verarbeitung
# dieser Daten anwendbar ist.

Quelle: https://www.privacycompany.de/mythos-2- ... erte-daten


Fadenkreuz hat geschrieben:Auch bei aktiven Caches können doch Urheberrechtsverletzungen vorkommen, dort werden sie auch viel eher entdeckt. Das ist ein Thema, das komischerweise bis jetzt noch kaum eine Rolle bei Cachelistings spielt.
Ich arbeite im Support von OC und habe leider schon öfters mit Urheberrechtsverletzungen zu tun gehabt.
Es spielt eine Rolle, und zumindest bei OC achten wir sehr darauf, daß so eine Urheberrechtsverletzung
nicht lange sichtbar ist. Dazu wird der Status "gesperrt+versteckt" genutzt.
https://wiki.opencaching.de/index.php/C ... _Versteckt

Fadenkreuz hat geschrieben:Warum also bei archivierten Listngs "vorsichtshalber" alles löschen?
Solange der User noch aktiv ist, ist sein Listing auch kein Problem für OC.
Denn in den Nutzungsbedingungen steht:

# Der Verein Opencaching Deutschland e.V. erklärt hiermit ausdrücklich, dass die Nutzer der Plattform
# in eigenem Interesse, Haftung und Gefahr handeln. Die Herausgeber der Cache Listings sind für dessen
# Inhalt selbst verantwortlich. Bei rechtlichen Verstößen ist daher der jeweilige Autor (Teilnehmer / “Owner”)
# anzusprechen.

Sollte aber der Owner eines Listings seinen Account löschen, dann wäre obiger Passus ja nicht mehr gegeben.
Also bleibt nichts anderes übrig als zu anonymiseren. Das steht übrigens auch so in den Nutzungsbedingungen,
dem der User mit seiner Registrierung ja zugestimmt hat:

# Im Fall einer Kündigung der Nutzungsvereinbarung werden die gespeicherten, persönlichen Daten
# gemäß des DSGVO gelöscht sowie die gespeicherten Logs und Listings neutralisiert, um den Verlauf
# des Spieles für Dritte zu erhalten.
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Fadenkreuz
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Re: #mimimi-Archivierungen bei OC

Beitrag von Fadenkreuz »

mic@ hat geschrieben: Do 7. Jan 2021, 01:17 Dazu ein Zitat, vielleicht verstehst Du es dann besser:
Danke, aber ich verstehe das bereits ganz gut. Ich bleibe dabei, dass der Cachename kein personenbezogenes Datum ist. Einfaches Beispiel: Ich veröffentliche jetzt einen Cache mit dem Namen "moenks erster MoCache" (moenk heißt mein Moped). Nach deiner Logik müsstest du diesen Cache dann gleich wieder löschen.
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