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"'Geo-Catching' löst Polizeieinsatz in Wiesbaden aus"

Allgemeiner Austausch zum Thema Geocaching.

Moderator: jmsanta

wutzebear
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Re: "'Geo-Catching' löst Polizeieinsatz in Wiesbaden aus"

Beitrag von wutzebear » Mo 28. Apr 2008, 10:42

stefan_da hat geschrieben:in welchen Gesetz befindet sich der zitierte Paragraph?
Auf jeden Fall nicht in dem für Polizeieinsätze "zuständigen" HSOG, dort gibt es nämlich keinen §129.
"In Deutschland gilt derjenige, der auf den Schmutz hinweist, für viel gefährlicher als derjenige, der den Schmutz macht.“
Kurt Tucholsky

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TantchensOnkelchen
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Re: "'Geo-Catching' löst Polizeieinsatz in Wiesbaden aus"

Beitrag von TantchensOnkelchen » Mo 28. Apr 2008, 10:51

§129a STGB: Bildung terroristischer Vereinigungen.


Ist damit auch die Vereinigung von Logbuch und Tupperdose gemeint ?

Viele Grüße
Onkelchen
Zwei Starrachsen, vier Blattfedern und die Himmelsrichtung auf dem GPS ...

wutzebear
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Re: "'Geo-Catching' löst Polizeieinsatz in Wiesbaden aus"

Beitrag von wutzebear » Mo 28. Apr 2008, 11:43

TantchensOnkelchen hat geschrieben:§129a STGB: Bildung terroristischer Vereinigungen.
Mag schon sein, aber nur aufgrund dieses Paragraphen kann keine Kostenersatzpflicht geltend gemacht werden. Wer wegen dieses Paragraphen Geld zahlen muss, wird dazu verurteilt. ;)
"In Deutschland gilt derjenige, der auf den Schmutz hinweist, für viel gefährlicher als derjenige, der den Schmutz macht.“
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TantchensOnkelchen
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Re: "'Geo-Catching' löst Polizeieinsatz in Wiesbaden aus"

Beitrag von TantchensOnkelchen » Mo 28. Apr 2008, 12:04

wutzebear hat geschrieben:
TantchensOnkelchen hat geschrieben:§129a STGB: Bildung terroristischer Vereinigungen.
Mag schon sein, aber nur aufgrund dieses Paragraphen kann keine Kostenersatzpflicht geltend gemacht werden. Wer wegen dieses Paragraphen Geld zahlen muss, wird dazu verurteilt. ;)

Exakt.
Zwei Starrachsen, vier Blattfedern und die Himmelsrichtung auf dem GPS ...

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Re: "'Geo-Catching' löst Polizeieinsatz in Wiesbaden aus"

Beitrag von cyberberry » Mo 28. Apr 2008, 12:28

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Die Munkiste mit Radioactive-Bäbber würde zwar im Wald eher keinen Terrorverdacht auslösen, aber zumindest mit Polizei und Feuerwehreinsatz wegen des Verdachtes auf weggeworfenes Gefahrgut wäre allemal zu rechnen
Ja genau! Denn erstes Ziel eines Terroristen ist es, möglichst viele unschuldige Bäume in die Luft zu sprengen. :???:
Wenn er sich selbst noch mit sprengt, bekommt er nicht nur zahllose Jungfrauen im Paradies, nein, er bekommt obendrauf noch einen Vorgarten am Paradieshäuschen, auf dem für jeden gesprengten Baum ein Jung(frauen)bäumchen gepflanzt ist... :kopfwand:

Bei radioaktivem Müll sieht es natürlich etwas anders aus. Dieser MUSS vor der illegalen Beseitigung UNBEDINGT korrekt beschriftet und mit eindeutigen Symbolen gekennzeichnet werden.
Schließlich soll jeder aufmerksame Waldbegeher das sofort erkennen... :irre:

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Re: "'Geo-Catching' löst Polizeieinsatz in Wiesbaden aus"

Beitrag von HNXfindNix » Mo 28. Apr 2008, 22:03

Bei radioaktivem Müll sieht es natürlich etwas anders aus. Dieser MUSS vor der illegalen Beseitigung UNBEDINGT korrekt beschriftet und mit eindeutigen Symbolen gekennzeichnet werden.
Jajaja... aber weiß das auch der Rentner, dem die Dose zufällig in die Hände fällt?
Ich finde, der Bäbber schadet vermutlich mehr als er nützt.
Darf aber jeder seine eigene Meinung dazu haben.

Übrigens schrieb ich ja, daß es wohl KEINEN Terrorverdacht auslösen würde ;)

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Aga & Deti
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Re: "'Geo-Catching' löst Polizeieinsatz in Wiesbaden aus"

Beitrag von Aga & Deti » Mo 28. Apr 2008, 23:38

Ich weis ja nicht, wie sich der "Terrorist" verhalten hat.
Bei meinen Touren versuche ich möglichst unauffällig auffällig zu sein.
Letzten Freitag hatte ich hier in Oberhausen (wo ich momentan über die Woche gastiere) einen netten Plausch mit drei älteren Damen und ihren Kö.. äähm Hunden.
Da ich - wie öfters vor der Arbeit im Anzug!!! - im Stadtpark stand und auffällig auf mein GPS gestarrt hab, dachten die Damen ich wäre offiziell unterwegs...!
So konfrontierten mich die Damen mit der Frage :"Bekommen wir hier im Park etwas neues".
Ein Grinsen unterdrückend sagte ich nur :"Lassen Sie sich überraschen..."
Als die Damen mich über ein noch ausstehendes Bürgerfest aufklärten, sagte ich sofort, dass ich darüber nichts weis.
Nicht dass ich noch Hoffnungen schüre...

Mein Fazit - immer nett zu den Mitbügern und Muggles sein :D :D :D

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rheinflut1995
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Re: "'Geo-Catching' löst Polizeieinsatz in Wiesbaden aus"

Beitrag von rheinflut1995 » Do 1. Mai 2008, 00:01

Hallo und guten Abend!
Mich interessiert am meißten, ob ein Dosenleger für einen gegebenen Einsatz eines Bomben- oder sonstwas-Kommando zur Kasse geben werden kann. Ich bin selber kein Jurist, daher habe ich heute unseren Firmenjuristen zu diesem Thema befragt. Wen diese Befragung interessiert, kann sie hier (sinngemäß) nachlesen.
Wichtig: Es gilt natürlich, ohne hochrichterliche Entscheidung gilt, drei Juristen, fünf Meinungen. Also alles ohne gewähr.
Hier wurde oft das Beispiel des vergessenen oder verlorenen Rucksacks gegeben. Klare Antwort des Juristen: Wer im Flughafen oder im Bahnhof sein Gepäck aus Dusseligkeit vergisst, kann zur Kasse gebeten werden. Dort gibt es alle 5 Minuten mehrsprachige Hinweise ("Don't leave your luggage unattended"). Niemand kann sich da herausreden.
Im Stadpark sieht das natürlich anders aus, da darf man etwas vergessen.
Wie sieht das nun mit einer versteckten Dose aus, habe ich gefragt. Ist die Dose von aussen ersichtlich gekennzeichnet (Geocaching, Spiel usw. Mail-Adresse), sieht das wohl ähnlich aus, also Flughafen usw. der Verstecker zahlt, in der Stadt (Park, Fußgängerzone) zahlt er womöglich nicht.
Ich schalte jetzt mal in den Zitatmodus:
<ZITAT>
Ich: Was heißt, er zahlt womöglich nicht?
Jurist: ich denke, seine Chancen vor Gericht sind recht gut.
Ich: Was heißt "recht gut"?
Jurist: Ich denke so 60/40.
Ich: Wie sieht das aus, wenn die Dose von aussen nicht beschriftet ist?
Jurist: Deutlich schlechter.
</ZITAT>
Nach dem Prozentsatz habe ich da nicht mehr gefragt
<ZITAT>
Ich: Wie sieht das aus, wenn man im Rahmen des Spiels aus Scherz falsche Gefahrenhinweise auf der Außenseite der Dose anbringt, also etwa "Giftig", "Ätzend", "Radioaktiv"?
Jurist: So Blöde wird ja wohl niemand sein? Das ist auf jeden Fall grob fahrlässig.
</ZITAT>

Ich für meinen Fall ziehe daraus folgende Schlüsse:
1. Alle Cache-Behälter müssen von aussen als solche eindeutig gekennzeichnet sein, incl. e-mail Adresse
2. Mun-Boxen, schwarze Filmdosen und undurchsichtige Tupperdosen gehören in den Wald, aber nicht in die Stadt.
3. Behälter in der Stadt sollten auf alle Fälle durchsichtig sein
4. Bei "kritischen" Locations gehört aussen eine Handy-Nummer auf die Dose. Kein Einsatzleiter wird im Internet nachsehen, ob da eine Dose liegt. Ein Telefonanruf, bevor eine vermeintliche Bombe gesprengt wird, ist aber sicherlich der Situation angemessen.
5. "Scherz-Warnungen" haben auf Cache-Dosen nichts verloren.
Einen schönen ersten Mai wünscht
Carsten

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Re: "'Geo-Catching' löst Polizeieinsatz in Wiesbaden aus"

Beitrag von stack » Do 1. Mai 2008, 03:20

Ich hatte vor ein paar Tagen ein Gespräch mit dem Leiter des Ordnungsamtes einer Klerinstadt und habe ihn auf Geocaching angesprochen. Er hatte noch nie etwas davon gehört, sich demgemäß darüber auch noch nie Gedanken gemacht. Seine spontane Einschätzung war folgende:

Caches im öffentlichen Verkehrsraum, also auf/an öffentlichen Straßen, Wegen und Parkplätzen seien Sondernutzung und daher genehmigungspflichtig. Caches abseits des öffentlichen Verkehrsraums, also im Wald, Park, öffentlichen Grünflächen etc. seien dagegen genehmigungsfrei zulässig.

Wie gesagt, nur einen spontane Einschätzung, die nicht unbedingt richtig sein muß. Aber sie könnte vielleicht doch einen Anhaltspunkt dafür geben, wie man seine Caches legen sollte, wenn man unnötigen Ärger mit der Obrigkeit vermeiden möchte.

Im übrigen fand er die Ideee des Geocachings sehr interessant und war davon ganz angetan... :D

LG
Stephan
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Re: "'Geo-Catching' löst Polizeieinsatz in Wiesbaden aus"

Beitrag von Kalyptus » Do 1. Mai 2008, 09:44

rheinflut1995 hat geschrieben:Hallo und guten Abend!

Ich für meinen Fall ziehe daraus folgende Schlüsse:
1. Alle Cache-Behälter müssen von aussen als solche eindeutig gekennzeichnet sein, incl. e-mail Adresse
2. Mun-Boxen, schwarze Filmdosen und undurchsichtige Tupperdosen gehören in den Wald, aber nicht in die Stadt.
3. Behälter in der Stadt sollten auf alle Fälle durchsichtig sein
4. Bei "kritischen" Locations gehört aussen eine Handy-Nummer auf die Dose. Kein Einsatzleiter wird im Internet nachsehen, ob da eine Dose liegt. Ein Telefonanruf, bevor eine vermeintliche Bombe gesprengt wird, ist aber sicherlich der Situation angemessen.
5. "Scherz-Warnungen" haben auf Cache-Dosen nichts verloren.
Einen schönen ersten Mai wünscht
Carsten

Sehr gut.
Zu 2 vielleicht noch auch da schöne große Cache Aufkleber drauf. So sollte man immer auf der sicheren Seite sein.
Hätte Jesus ne Knarre gehabt, würde er heut noch Leben.

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