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Schulprojekt Geocaching

Allgemeiner Austausch zum Thema Geocaching.

Moderator: jmsanta

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argus1972
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Re: Schulprojekt Geocaching

Beitrag von argus1972 » Fr 5. Nov 2010, 12:40

Wichtig ist nur, dass es pädagogisch sinnvoll ist und ...
:D
Unbedingt! Ich bin überzeugt, dass der Pädagoge sogar seine reichlich vorhandene Freizeit nutzt, um mit dem Gerät exzessiv zu üben. Es könnte ja sein, dass es sich im Ausland am anderen Ende der Welt mit dem Empfang anders verhält :D
Natürlich alles im Sinne einer perfekten pädagogischen Weitergabe der gewonnenen Erfahrungen an die Lämmchen, um diese bestmöglich auf die technisierte Welt und ihre Werkzeuge vorzubereiten. :p
Bitte prüfen Sie der Umwelt zuliebe, ob dieser Beitrag wirklich ausgedruckt werden muss!

Bekennender Genusscacher, DNF-, NM- und SBA-Logger
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MacBeth
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Re: Schulprojekt Geocaching

Beitrag von MacBeth » Fr 5. Nov 2010, 18:35

Hier gibt's ja inzwischen eine ganze Anzahl topics.
1. Zum eigentlichen Starter: Klar sollte ein Cache nicht im Rahmen eines Projektes gelegt und veröffentlicht werden und dann verschwinden, wie auch immer.
2. Ein Schulleiter kann in der Regel ziemlich schnell den Verantwortlichen für ein Projekt herausfinden, wird ihn sicher nicht unbedingt namentlich nennen, aber ich würde in seiner Situation schon darauf achten, dass meine Projekte einen guten Ruf behalten. Dazu gehört auch das Einhalten von Spielregeln.
3. Ganztagsschule und "die Kinder sollen sich endlich mehr lernen". Ja, wer glaubt denn ernsthaft, dass mehr Rechtschreibung oder Mathe oder was auch immer gelernt wird, weil der Tag in der Schule länger ist? Sollen die Kids dann von 8 - 16 Uhr Hauptfächer haben? Das wäre wohl ein grobes Missverständnis und ganz sicher wirkungslos.
4. Geocaching in der Schule, wo es doch so viele andere nette Sachen zu machen gäbe? Ja, warum seid ihr denn Cacher? Doch nicht etwa, weil es euch Spaß macht? oder ihr neugierig seid? oder manche von euch gerne Multis in Rudeln angehen?
5. Einen Lehrer, der einen Cache wartet, den seine Projektgruppe gelegt hat, den gibt's sicher nicht... Nee, denn Cacher, die auch Lehrer sind gibt's sicher auch nicht. Und schon gar nicht werden die sich an die Regeln halten, weil Lehrer machen die Regeln ja immer selbst

*Sarkasmus aus*

Meine Meinung: Wenn die Regeln verletzt werden, kein Geocaching als Projekt. Wenn sie eingehalten werden, warum nicht?
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Re: Schulprojekt Geocaching

Beitrag von adorfer » Fr 5. Nov 2010, 18:48

MacBeth hat geschrieben: Meine Meinung: Wenn die Regeln verletzt werden, kein Geocaching als Projekt. Wenn sie eingehalten werden, warum nicht?
Das ist Deine Meinung. Meine lautet
"Es gibt jetzt schon genug Probleme, weil es zu viele Cacher gibt und die Leute sich kaum noch gegenseitig kennen und im Schutze der Anonymität alles mögliche passiert. Noch mehr Leute ans Hobby heranzuführen macht es nur noch schlimmer."
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Re: Schulprojekt Geocaching

Beitrag von MacBeth » Fr 5. Nov 2010, 18:52

@ jha: Ganz schöner Exklusivitätsanspruch, hm?
Und (nochmal ;) ) meine Meinung: Ich bin nicht davon überzeugt, dass das Dichtmachen der Community die Qualität notwendiger Weise steigert. Ein Heranführen, dass auf Qualität besteht, hat dagegen recht gute Chancen.
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Re: Schulprojekt Geocaching

Beitrag von KoenigDickBauch » Fr 5. Nov 2010, 19:49

-jha- hat geschrieben:
MacBeth hat geschrieben: Meine Meinung: Wenn die Regeln verletzt werden, kein Geocaching als Projekt. Wenn sie eingehalten werden, warum nicht?
Das ist Deine Meinung. Meine lautet
"Es gibt jetzt schon genug Probleme, weil es zu viele Cacher gibt und die Leute sich kaum noch gegenseitig kennen und im Schutze der Anonymität alles mögliche passiert. Noch mehr Leute ans Hobby heranzuführen macht es nur noch schlimmer."
Deine Meinung teile ich, doch solang die Wandervögel unqualifiziert das Geocaching puschen, sehe ich jede Aufklärung in kleinen Gruppen und so früh wie möglich als positive Initiative. Wenn sie unter Aufsicht ausprobieren, ob es ihnen gefällt, dann entsteht vielleicht spätere weniger Schaden. Fingers cross.
.
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Re: Schulprojekt Geocaching

Beitrag von adorfer » Sa 6. Nov 2010, 00:06

MacBeth hat geschrieben:@ jha: Ganz schöner Exklusivitätsanspruch, hm?
Nein.
Vergleiche es mit der Überbevölkerung in Afrika:
Jeder Mensch, der geboren wurde, der hat auch ein Recht auf Leben.
Aber dieses Leben wird nicht dadurch besser, wenn seine Eltern ihm noch 10 Geschwisterchen mit in die Bude setzen. Die Resourcen sind eben endlich.

Sprich: Ich will niemanden, der schon "an Bord ist" wieder heimschicken und sagen "Such Dir ein anderes Hobby".
Aber diejenigen, die noch keine Cacher sind, die müssen doch nicht Schulklassenweise auch noch auf die eh schon gebeutelten Baumstümpfe und Natursteinmauern (mit ihren Dosen dran) losgelassen werden.

Eskimos (ja, ich weiss, die heissen nicht wirklich so), die Walfang tradition betreiben: Nicht schön, aber es sind ja nicht viele. Wenn aber plötzlich 70 Millionen Innuit ihre Portion Walfleisch haben wollen, dann haben die Wale ein Problem.

Die Resource "Natur" ist zumindest stadtnah auch in Deutschland begrenzt. Wenn dann Nachtcaches jede zweite Nacht gesucht werden, dann hat der Jagdpächter ein Problem. Früher kam halt nur zweimal im Monat ein Grüppchen von 2-3 Cachern durch. Heute mehrmals die Woche und dann gleich ganze Rudel. Da leidet dann die Toleranz... und das nicht zu Unrecht.
Und wenn man dann noch die Problematik mit "schlecht versteckten Caches" und "Grobmotoriksuchern" sieht, die leider weitgehend konstant ist.. als Prozentsatz... Dann werden die daraus resultierende Probleme für unsere Mitmenschen jedes Jahr größer.

Lange Rede, kurzer Sinn: Geocaching wird nicht dadurch zum schöneren Hobby dass es nächstes Jahr doppelt so viele Cacher und gibt wie heute. Das Gegenteil wäre der Fall.
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Re: Schulprojekt Geocaching

Beitrag von MacBeth » Sa 6. Nov 2010, 00:57

@ jha: Ich verstehe jetzt genauer was du meinst, auch wenn deine Vergleiche eine etwas unrunde Gangart haben. :p
Dennoch: Bei Schülern handelt es sich ja natürlicherweise meistens um junge Menschen. Genau so wie alle anderen Cacher sollten sie die Suche so betreiben, dass die Natur geschont wird. Dabei müssen sie vielleicht begleitet und angeleitet werden. Vielen (auch Erwachsenen übrigens) würde es aber ganz gut tun, erst einmal überhaupt Natur zu erleben (bei Jugendlichen gern auch alternativ zur Elektronik). Wenn ich Kinder und Jugendliche auf dem Umweg übers Cachen zum Bewegen im Wald motivieren kann und zudem vielleicht noch Caches wähle, die mit Naturthematik zu tun haben, nütze ich der Natur auf lange Sicht vielleicht mehr als mit Geheimbündlerei.
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Re: Schulprojekt Geocaching

Beitrag von adorfer » Sa 6. Nov 2010, 01:13

MacBeth hat geschrieben:Genau so wie alle anderen Cacher sollten sie die Suche so betreiben, dass die Natur geschont wird.
Und genau das ist das Missverständniss!

Alle Autofahrer sollten möglichst spritsparend fahren und umweltverträgliche Autos nutzen.
ABER: Nicht jeder muss unbedingt zum Autofahrer gemacht werden!
Auch nicht unter dem Vorwand, dass es doch nur darum ginge, spritsparendes Fahren zu lehren!
Besser als "spritsparend fahren" ist nämlich "gar nicht fahren".

Und um auf's Geocachen zurückzukommen: Ja, man kann möglichst naturverträglich Geocachen, also z.B. einfach nicht in den Wald gehen, sondern nur Micros hinter Verkehrsschildern einsammeln.

Alle anderen Geocacher stören nämlich den Jäger, selbst wenn sie den Weg nicht verlassen.
Ganz einfach, weil sie überhaupt anwesend sind, auf eine Weise, die sich von den normalen Spaziergängern unterscheidet: Bleiben ständig stehen, grabbeln schonmal alles ab, widersetzen sich allen Lenkungsversuchen mittels der Ausschilderung von Wanderwegen...
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Re: Schulprojekt Geocaching

Beitrag von Starglider » Sa 6. Nov 2010, 06:36

MacBeth hat geschrieben:Geheimbündlerei.
Es würde der Diskussion helfen solche unsachlichen Übertreibungen zu unterlassen.
-+o Signaturen sind doof! o+-

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Re: Schulprojekt Geocaching

Beitrag von MacBeth » Sa 6. Nov 2010, 08:08

-jha- hat geschrieben: Alle anderen Geocacher stören nämlich den Jäger, selbst wenn sie den Weg nicht verlassen.
Und genau da liegt ein Missverständnis von deiner Seite. Der Jäger ist nämlich nicht "Natur". Er ist ein anderer Nutzer. Sonst nichts.
-jha- hat geschrieben:Bleiben ständig stehen, grabbeln schonmal alles ab
Das fände ich eben sehr nützlich, wenn Kinder und Jugendliche solches Verhalten zeigen würden.
Starglider hat geschrieben: Es würde der Diskussion helfen solche unsachlichen Übertreibungen zu unterlassen.
Ich entschuldige mich für den Begriff.

Wir sind hier im Sauerland sicher sehr verwöhnt, was Natur betrifft (es gibt auch Personen, die finden, man kann alles übertreiben :/), aber selbst hier sitzen die Kids im Schnitt viel zu viel am Computer und vor der Quasselkiste. Und die allergrößte Mehrheit findet es wenig motivierend, einen Waldspaziergang oder eine Wanderung "ohne alles" zu machen - genau wie sicher die meisten von uns hier in gewissen Phasen ihrer Jugend.
Zuletzt geändert von MacBeth am Sa 6. Nov 2010, 08:15, insgesamt 1-mal geändert.
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