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Semilegal - geht sich das aus?

Alles rund um den Geocache an sich.

Moderator: Los Muertos

Was hälst Du von "nicht ganz" legalen Caches?

Ich versteck solche Dinger
8
13%
Cool, aber verstecken will ich die nicht - nur suchen
11
18%
Mir total egal - jeder wie er möchte
15
25%
Ich halte die Idee für nicht so gut aber ich würde nichts gegen solche Caches unternehmen
21
34%
Supertolle Idee um alle Geocacher ins schlechte Licht zu rücken. Bei solchen Caches informiere ich den Approver!
6
10%
 
Insgesamt abgegebene Stimmen: 61

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Semilegal - geht sich das aus?

Beitrag von º » Do 9. Dez 2004, 17:08

Meiner völlig subjektiven Meinung nach, scheinen im Norden von Deutschland immer mehr "halblegale" Caches aufzutauchen. Das sind z.B. Caches die auf kaum genutzten Übungsplätzen, in verlassenen Industrieanlagen oder in alten Bauruinen liegen. Das Betreten ist zwar verboten und man bekommt auch Ärger wenn man sich erwischen lässt, aber die Locations sind einfach interessant.

Also - was haltet ihr von solchen Caches? Würdet ihr die suchen? Oder gleich ein SBA (=Should Be Archieved) posten? Wann ist für Euch persönlich die Grenze der Legalität überschritten?
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Schnüffelstück
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Re: Semilegal - geht sich das aus?

Beitrag von Schnüffelstück » Do 9. Dez 2004, 17:40

teamguzbach.org hat geschrieben:Das Betreten ist zwar verboten und man bekommt auch Ärger wenn man sich erwischen lässt, aber die Locations sind einfach interessant.
Interessant ist für Caches wie den kalten Reifen eine ziemliche Untertreibung: Ich habe noch nie eine so unglaublich geniale Cache-Location gesehen. Lieber einen solchen Cache als 20 normale, finde ich. Aber das ist Geschmackssache, ich würde auch niemanden überreden zu einer solchen Tour mitzukommen.

Die Grenze ist für mich überschritten, wenn es deutlich lebensgefährlicher als das normale Leben wird. Es sind schon Leute auf dem Klo vom Blitz erschlagen worden, ich habe mir durch ganz banale Tätigkeiten (radeln, über den Hund stolpern, etc...) bislang sechs Knochenbrüche und diverse andere Klinikaufenthalte zugezogen. Beim Geocachen habe ich mir bislang (tock-tock-tock) noch garnix zugezogen.
Klar: Wenn man beim kalten Reifen auf der winters vielleicht mal vereisten Leiter abrutscht und dann 80m runterfliegt, schauts schlecht aus. Ja und? Genauso kann ich auf dem Balkon von Tante Trude entlangbalancieren und 10 Stockwerke runterfallen. Tut auch weh. In der Schule ist auf Klassenfahrt ein Schüler (absolut nüchtern, sehr verläßlicher und gesetzestreuer Lehrerliebling) tödlich aus dem Fenster vom Hotel gefallen, weil er eine von ihm selbst rausgeworfene Kassette noch fangen wollte. Ich habe bei einer alpinen Klettertour einmal aus freien Stücken die Eigensicherung vernachlässigt ("Stand" gerufen, aber mich nicht eingehängt) und wäre fast 60m runtergeflogen. Ja mei, muss man das Hirn einschalten! Beim Klettern muss ich ja auch überlegen, ob ich etwas riskiere oder nicht, also warum sollte ich beim Geocachen nicht auch selbst denken? Wer ist nicht schon mal mit dem Auto etwas schneller als erlaubt unterwegs gewesen? Da hätte auch einiges passieren können.
Wenn die Art der Location klar in der Beschreibung ersichtlich ist, kann ich mich schließlich darauf einstellen. Da nerven mich Geocaches mit "Mülltarnung" deutlich mehr, wenn ich nämlich ohne Arbeitshandschuhe unterwegs bin und die Dose nicht aus der Siffe klauben will.

Mein Fazit: Ich liebe solche Caches. Wenn ich eine geeignete Location wüsste, würde ich sofort einen anlegen. Aber: Jeder geht auf eigene Gefahr und aus eigener Entscheidung. Gruppenzwang ist hier genauso falsch wie beim klettern. Oder wie man in anderen Kreisen so schön sagt: Alles kann, nichts muss.
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Beitrag von º » Do 9. Dez 2004, 19:04

Hmmm ... ich meine jetzt Caches wo man mit dem Gesetzt in Konflikt geraten kann >> Ist eine etwas andere Baustelle.
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Re: Semilegal - geht sich das aus?

Beitrag von Bonnie-Treiber » Do 9. Dez 2004, 19:22

Schnüffelstück hat geschrieben:
teamguzbach.org hat geschrieben:Ich liebe solche Caches. Wenn ich eine geeignete Location wüsste, würde ich sofort einen anlegen.
Dazu kann ich nur Anmerken:
Das feuchter Kreuz ist in Vorbereitung.
Mehr demnächst.
Ich finde Dinge, die haben andere noch gar nicht verloren !

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Beitrag von Windi » Do 9. Dez 2004, 19:58

Das hängt wohl immer sehr von der jeweiligen Location ab.
Das muss dann jeder für sich selbst entscheiden ob er diesen Cache suchen will. Man muss halt auf die "Illegalität" in der Beschreibung hingewiesen werden.
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Beitrag von Schnüffelstück » Do 9. Dez 2004, 20:27

teamguzbach.org hat geschrieben:Hmmm ... ich meine jetzt Caches wo man mit dem Gesetzt in Konflikt geraten kann >> Ist eine etwas andere Baustelle.
Geht meist Hand in Hand... damit meinte ich eben gerade, dass ich alles mache wo ich gute Chancen sehe, lebendig (und möglichst ohne Doppelmetallarmreif) wieder rauszukommen.
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Beitrag von metatron » Do 9. Dez 2004, 22:06

Wenn es gut in der Beschreibung zwischen den Zeilen steht dass man sich sowas vorher überlegt bevor man losgeht sind mir die Dinger egal. Ärgerlich fänd ich es wenn es ein schöner Cache über eine gewisse Dauer ist und dann mittendrin ist man durch die eigene Legalität zum Stoppen gezwungen.

Ich persönlich glaube nicht dass ich sowas angehe. Lieber was erlaubtes, wo die Herausforderung wo anders liegt.

Aber gleich den anderen den Spaß daran nehmen indem man direkt dagegen vorgeht würde ich auch nicht.

Ich stell mich eben nicht mal ins Halteverbot ;).
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Beitrag von Starglider » Do 9. Dez 2004, 23:23

metatron hat geschrieben:Wenn es gut in der Beschreibung zwischen den Zeilen steht dass man sich sowas vorher überlegt bevor man losgeht sind mir die Dinger egal.
Zum Glück ist die Frage in Rhein-Main bisher rein theoretisch.

Bei den Caches, die mir in dieser Beziehung bekannt geworden sind, steht
es derart versteckt zwischen den Zeilen dass ich es wohl nicht früh
genug gemerkt hätte. Schließlich sind nebulöse, mehrdeutige Andeutungen
ein in Cachebeschreibungen häufig verwendetes Stilmittel.

Aber meistens gibt es ja sehr schnell entlarvende Logs und Bemerkungen
in den Foren. Suchen würde ich solche Caches jedenfalls nicht, schon weil
ich das nicht loggen könnte. So blöde bin ich ja nun auch nicht, dass ich
meine Gesetzesübertretungen auch noch selbst schriftlich dokumentiere :D

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radioscout
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Beitrag von radioscout » Fr 10. Dez 2004, 00:33

My vote: "Ich halte die Idee für nicht so gut aber ich würde nichts gegen solche Caches unternehmen"

Wobei ich sicher kleine Übertretungen, die maximal zu einem Anschiss führen, schonmal riskieren würde. Bedingung:

- Es darf niemandem geschadet und nichts beschädigt werden
- Es darf nicht dazu führen, daß "Die Geocacher" nur verbotene Sachen machen.

Beispiel: Spooky Cache in .be. Der Cache lag in der Ruine eines Altenheims (oder war es ein Krankenhaus? Ist schon lange her). Das Betreten ist zwar verboten, aber wir waren trotzdem drin, denn es konnte niemandem geschadet werden (der Abriss war schon geplant) und ausserdem war es nahezu ausgeschlossen, daß man am Cache gesehen wurde und damit "Die Geocacher" in die Nähe des Illegalen gebracht werden könnten.
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Wir hätten nie uns getraut doofe Dosen anzumelden schon aus Respekt vor diesem geheimnisvollen Spiel (Dosenfischer, Die goldenen Jahre)

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Beitrag von SNOP » Fr 10. Dez 2004, 01:26

Ich find das auch ganz ok. Ist halt alles relativ.
Ein bissel problematisch fänd ich "reale Gefahr", sprich wenn irgendetwas gesperrt ist, weil da tatsächlich etwas passieren kann (Einsturz, Minen, ..?..)
Es wäre schon blöd, wenn da jemand ums Leben kommt oder ernsthaft verletzt wäre, vor allem Kinder.

Ansonsten, nur her damit, auch für das Rhein-Main-Gebiet :)
Man(n) kann ja schlieslich selbst entscheiden, ob man sich das antut, Hauptsache, es ist in der Beschreibung irgendwie drauf hingewiesen.

Gruß
SNOP
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