Diese Website existiert nur weil wir Werbung mit AdSense ausliefern.
Bitte den AdBlocker daher auf dieser Website ausschalten! Danke.

Cachen auf Teufel komm raus ?

Rund um die bajuwarische Metropole an der Isar.

Moderator: Windi

Antworten
Benutzeravatar
Transdat
Geocacher
Beiträge: 54
Registriert: Do 19. Feb 2004, 14:11

Beitrag von Transdat »

letzte Woche kam meine ältere Tochter samt Freund inclusive 2 Freundinnen und einem weiteren Freund um sich Gerätschaft auszuleihen: Little Nightmeer sollte gefunden werden.

Als ich um 22.30h immer noch nichts von Ihnen hörte habe ich mich zu einer nächtlichen Erkundungstour zum Weiher aufgemacht. Kaum aus dem Auto ausgestiegen sah ich bereits aus der Ferne, daß am Böhmerweiher wohl eine Polizeiaktion oder sonst irgendetwas Spannendes laufen muß. Kaum zu glauben, wie auffällig 5 Erwachsene mit Taschenlampen in der Nacht sein können.

Ich habe am Cache auf die Meute gewartet (erst sah ich sie und kurz darauf hörte ich sie auch kommen) um mir ihre Geschichte anzuhören. Toll wars, und auch sehr lustig so in der Dunkelheit rumzuspazieren. Besonders witzig war es als plötzlich "zufällig" das Polizeiauto erschien, das auch beim gemeinsamen Abmarsch wieder auftauchte, wohl um nachzusehen ob jetzt endlich Schluß ist.

Ich habe mir zu dieser Sache so meine eigenen Gedanken gemacht und möchte die hier mal zur Diskussion stellen.

Ich denke, daß Gruppencachen tierisch Spaß macht, man kann sich während der Suche nett unterhalten und ist auch nicht so allein. Andererseits steigt natürlich die Gefahr einen Cache durch solche Aktionen zu enttarnen bzw. die Obrigkeit auf den Plan zu rufen. Sicher gibt es Lokationen, an denen das ziemlich egal ist; legen wir halt ein paar Meter weiter einen neuen Schatz aus und die Sache ist gebongt.

Andererseits gibt es natürlich auch Verstecke, die in sehr sensibler Gegend anzutreffen sind; man wird dort naturgemäß sehr argwöhnisch bekuckt bzw. riskiert (bei der derzeitigen Sicherheitslage) die Alarmierung von "Sicherheitskräften" und dergl.

Für mich persönlich (und wohl auch für viele andere) ist es höchst spannend ein bißchen illegal zu sein, Gottseidank gibt es ja bei uns (noch) keine entsprechenden Reglementierungen und Verbote.

Ich hoffe, daß das auch noch lange so bleibt und möchte mit diesem Beitrag ein wenig Sensibilität für dieses Thema schaffen. Wie seht ihr das? Bin ich zu ängstlich/vorsichtig? Sind meine Bedenken überflüssig? Sehen das die anderen vielleicht genauso?

Grüße einen schönen Tag noch...
viele Grüße

Jürgen

***** it's lonely in the saddle since the horse died *****
Digitali
Geocacher
Beiträge: 296
Registriert: So 10. Aug 2003, 11:39

Beitrag von Digitali »

Gerade habe ich von einem anderen Cacher aus Nuernberger Gegend eine Mail mit einem Log bekommen. Er hat einen Cache schon vor laengerer Zeit direkt an Bahngleisen, wo auch ein ICE entlangfaehrt, versteckt. Der letzte Geocacher wurde wohl vom Lokfuehrer gesehen, dieser hat wahrscheinlich gleich die Polizei gerufen.

Mittlerweile sollte man wohl doch genau ueberlegen wo man seine Caches versteckt. Es muss nicht sein, dass man andere Geocacher dadurch in peinliche Situationen bringt. Dauert bestimmt nicht mehr lange bis der erste Geocacher in Deutschland verhaftet wird. :)
charly1959
Geonewbie
Beiträge: 2
Registriert: Do 1. Apr 2004, 07:42

Beitrag von charly1959 »

Hallo zusammen, hier möchte ich erstmals auch meinen Senf dazugeben.
Es wurde ja schon viel über die Frage, warum man diese Tupperdosen sucht, geschrieben. Und so vielfältig wie diese Beweggründe sind, sind auch die Menschen, die dahinter stecken. Und deshalb werden wir auch immer solche Problematiken haben. Ob es das Problem mit "gefährlichen" Caches ist (siehe auch gerade den vorherigen Beitrag, einen Cache an einem aktiven Bahngleis halte ich für gefährlich) oder Caches an zufällig "besonderen" Orten (Phillip beim Bergen und Zurücklegen eines Caches neben dem Amerikanischen Generalkonsulat), wir haben immer ein gewisses Risiko. Es kommt m.E. immer darauf an, wie der Einzelne sich verhält. Ich wurde auch schon mehrmals darauf angesprochen, was ich jetzt genau da mache. Und hatte immer positive Reaktionen. Vielleicht ist auch schon einer derjenigen, die mich angesprochen haben, so zum Geocachen gekommen. Und im besten Fall nimmt man halt die Ordnungshüter in Grün mit zum Cache und zeigt Ihnen, was man da gesucht hat oder gerade sucht. Gerade beim Nachtcache ist das interessant, die haben auch starke Taschenlampen und können gleich mitsuchen...
Das ist halt meine Art, mit sowas umzugehen. Allerdings halte ich mich auch an Sperrschilder und Verbote (na, zumindest weitestgehend), ich halte nichts davon, mit dem Auto bis zum Cache über gesperrte Forststrassen zu fahren und mich dann mit dem Förster auseinander setzen zu müssen.
Gerade bei Little Nightmeer ist mir aufgefallen, dass die umliegende Jugend das Gelände für Lagerfeuer in der Nacht nutzt. Das da die Grünen mal öfters rumfahren und extrem intelligent schaun, wenn sie 6 Jugendliche mit Taschenlampen rumlaufen sehen, ist doch klar.
Also, zusammengefasst, ich glaube es kommt darauf an, wie wir uns verhalten und wie wir auf die anderen zugehen um Ärger zu vermeiden.
Benutzeravatar
º
Geoguru
Beiträge: 3438
Registriert: Mi 11. Feb 2004, 21:03
Wohnort: Port Melbourne, VIC
Kontaktdaten:

Beitrag von º »

Hi Jürgen - ich denke Deine Bedenken sind nicht unbegründet, aber da scheiden sich auch direkt die Geister: Manche finden es spannend wenn man aufpassen muss nicht von Geomuggles erwischt zu werden - andere finden solche Caches einfach nur scheisse (ich z.B.) und wünschen sich Caches wo man was machen muss. Beim "Notausgang" kann man zwar auch erwischt werden (oder wenn man verträumt ist sich auf dem Werksgelände der MTU wiederfinden), aber das "sieh zu wie du den Cache unentdeckt in die Finger bekommst" steht nicht im Vordergrund.

Man sollte Caches so verstecken dass sie lange halten und das beinhaltet auch, dass es möglich ist sie unentdeckt zu bergen. Das zum rein technischen Teil ... was das für einen Eindruck auf unsere Geomuggles und Mitbürger macht - hmmm da denke ich nochma drüber nach.
Bild
Benutzeravatar
Transdat
Geocacher
Beiträge: 54
Registriert: Do 19. Feb 2004, 14:11

Beitrag von Transdat »

Charly hat es schön geschrieben: Es kommt drauf an wie der Einzelne sich verhält.
Nur kurz zum Notausgang, ich möchte das Thema hier nicht ausbreiten, allzuvielen steht die Suche ja noch bevor: Ich denke schon, daß Notausgang grenzwertig ist. Man kann ihn (umsichtiges Verhalten vorausgesetzt) tatsächlich bergen ohne bemerkt zu werden, man kann aber auch (und deshalb sorge ich mich ein wenig) da völlig unbedarft reinspazieren und dafür sorgen, dass der Spuk schnell ein Ende hat. Bei er momentan herrschenden Sicherheitslage reicht es aus wenn (von den 'richtigen' Leuten Taschenlampenlicht gesehen wird.
ZUsammen gefasst: Es ist möglich ihn unentdeckt zu bergen aber seine Haltbarkeit hängt in hohem Maße von der Vernunft der Cachergemeinde ab.

eine schöne Woche!
viele Grüße

Jürgen

***** it's lonely in the saddle since the horse died *****
Antworten