Diese Website existiert nur weil wir Werbung mit AdSense ausliefern.
Bitte den AdBlocker daher auf dieser Website ausschalten! Danke.

Braucht man mehr Öffentlichkeitsarbeit für Geocaching?

Geocaches von Mitteldeutschland bis zur sächsischen Schweiz.

Moderator: El_Rolfo

El_Rolfo
Geomaster
Beiträge: 854
Registriert: So 5. Jun 2005, 10:24
Wohnort: Germany

Re: ...

Beitrag von El_Rolfo » Di 21. Aug 2007, 23:10

Annegrit hat geschrieben:....

Das Hobby ist denk ich noch nicht so richtig in der breiten Öffentlichkeit wahrgenommen, oder?
... ;-)

Wie auch immer, vielen Dank für deine Meldung MuKli, ich melde mich.

LG, Annegrit
Ich glaube auch nicht, dass das so gut ist, wenn es in der breiten Öffentlickeit wahr genommen wird.

Das Suchen der Caches ist die eine Sache: Wenn ein Cache jedes Wochenende 2-10 Mal besucht wird, brauche ich nicht mehr zu suchen, dann führt ein Trampelpfad zum Versteck.
Bestes Beispiel bei einem meiner Caches: Ich schreibe in die Beschreibung, dass die Wege nicht verlassen werden sollen und gebe noch die Waypoints der Weggabelungen an und der dritte Log lautet: Habe den direkten Weg zur Dose genommen - war zwar schwerer, aber ich war schneller dort.

Vor zwei Wochen haben wir ein Geocacher-Team kurz vor einem Cache getroffen. Die Suche war etwas schwierig und einer aus dem Team knickte Äste ab, schlug sich durchs Dickicht - die Abrissbirne des Monats. Aus dem Log erfuhr ich dann später, dass es sich um den 5. gesuchten Cache handelte.

Diese unvernünftigen Leute werden mehr, je mehr Leute das Hobby haben. Einer von zwanzig reicht, um einen neuen Pfad ins Dickicht zu schlagen. Habt ihr euch mal einen Trampelpfad zu einer Dose angeschaut, die in zwei Jahren 20 Mal besucht wurde? Teilweise möchte ich dann meine eigenen Dosen weg räumen.

Auch nicht schön: Das Verstecken!
In den Medien wird das Hobby interessant und mit einem Hauch von Indiana Jones dargestellt. (Die Filmmusik läuft übrigens bei jedem zweiten Bericht im TV im Hintergrund!) Also wird es für Jeden interessant "gemacht" - Zuschauerquoten sind wichtig. :twisted:
Hat man ein paar Caches gefunden, muss natürlich auch selbst etwas versteckt werden. Am Anfang sucht man natürlich die einfachen Caches (manche ändern das nie!) - also werden auch solche versteckt: Es werden Plastikdosen (meist nur Filmdosen) in die Landschaft geworfen ohne sich über die Folgen Gedanken zu machen und wenn sie feucht werden oder verschwinden, wird sich nicht darum gekümmert. Cacher von weiter her, ziehen frustriert wieder ab. :evil: Sich um diese Caches zu kümmern, macht aber auch ARBEIT! Resultat: Er findet ein anderes Hobby und der Müll bleibt im Wald liegen.

Noch schlimmer wird es, wenn diese Cacher erwarten, jeden Cache lösen zu können und wenn es einmal etwas schwerer wird, sich über den Owner zu beschweren, dass er etwas falsch gemacht hat. Zum Suchen gehört auch das NICHT finden. Ich hatte vor einer Woche das Problem mit einen Holländer, der sich darüber beschwert hat, dass mein Cache nicht Kinderfreundlich ist. Dabei hatte er nur an einem Abzweig einen falschen Wanderweg genommen.
Auch der Misserfolg gehört zum Cachen (und macht es erst interessant), aber das scheinen einige vergessen zu haben.

Wir haben hier in Sachsen und speziell im Raum Chemnitz - Zwickau - Vogtland eine sehr gute Mischung von Caches und wenige "Müllplätze" - auch weil es nicht so viele Cacher gibt und die, die neu dazu kommen können gute Beispiele nutzen. Wir haben hier natürlich auch genug Landschaft dafür. :D
Es gibt Cacher, die sehr viel Mühe in die Ausarbeitung ihrer Caches stecken und viele neue Ideen haben - auch von Neulingen, die zu unserem Hobby kommen.
Werden es aber mehr, werden auch die schlechten - auch einfachen - Beispiele mehr. Da liegt dann die Filmdose hinter der Bushaltestelle, wo der Owner früh zur Arbeit fährt. Schon mal dort gewesen? Es lohnt sich!!! :x Und soll ich mir jetzt anmaßen, einen meiner Meinung nach schlechten Cache einfach weg zu räumen? Das steht keinem zu. Es gibt dann oft das Argument: "Du mußt ihn ja nicht suchen." Ich weiß das aber in der Regel erst, wenn ich dort gewesen bin!!!

Ich hoffe, hier meine Gründe klar gemacht zu haben, dass mir die bisherige Berichterstattung über Geocaching VÖLLIG reicht. Ein Fernsehbericht und ein Zeitungsartikel im Quartal reicht. Hoecker war ja nach Erscheinen seines Buches jede Woche auf irgend einem Sender auf Promotiontour zu sehen.

Es gibt Geocaching inzwischen seit ca. 7 Jahren und ich bin seit 5 Jahren dabei. Seitdem ist manches besser aber auch einiges schlechter geworden. Die finanzielle Schranke, die Anschaffung eines GPS-Gerätes wird immer niedriger, da ja inzwischen schon Handys mit GPS Funktion auf dem Markt sind.

Geocaching ist ein Hobby - kein Sport - das durch eine größere Anzahl der Teilnehmer inzwischen NICHT besser wird. Das war vor 5 Jahren anders, da mußte man zu einem Cache noch 100 km fahren.
Inzwischen bekomme ich aber an einem Wochenende bei einem Radius von 20km ca. 100 Logs bei den Caches in der Umgebung. Das ist in Regionen wie Leipzig und Hamburg sicher noch viel schlimmer.

Also: Macht was ihr denkt, aber überdenkt auch die Folgen, die die Berichterstattung hat.

Gruss Rolf

(So viel wollte ich eigentlich gar nicht schreiben!)

Werbung:
smo
Geomaster
Beiträge: 694
Registriert: Fr 8. Jul 2005, 09:51
Kontaktdaten:

Beitrag von smo » Mi 22. Aug 2007, 08:58

Gut gebruellt, Rolf :)
Koennen dir eigentlich nur zustimmen, aber das Problem ist eben dass die Promo so und so kommt. Vielleicht sollte ich meinen Vortrag ja noch mal bisschen abaendern und nochmal halten. Aber von den Filmdosenwerfern kommt da eh keiner.

Noch ist die Cachequalitaet hier in ASZ,Z,V auch unserer Meinung nach sehr hoch, aber in der letzten Zeit haeufen sich auch "schlechte" Caches massiv (unter anderem Kirchencaches, so mancher Adoptivling, Ortsansichten mit Micros in den Baum geworfen sowie gewisse "Abenteuercaches"). Und irgendwie scheint auch ein bizarrer Wettbewerb ausgebrochen zu sein wer welche Stelle zuerst bedost, ob der Cache dann schoen ist, ist die Frage die zuletzt gestellt wird. Wenn ich mir so anschaue womit der Fichtelberg z.B. okkupiert ist, dann koennt ich kotzen.

Okay, unser Baerenblick ist auch nicht grade das Beispiel fuer einen tollen Cache, aber zur Ehrenrettung muessen wir sagen dass wir den schon oefters wieder wegraeumen wollten, aber gebeten wurden den doch liegen zu lassen.

Aber das sind meist "gestandene" Cacher, weniger der oft angeklagte Neuling. Darum denk ich, richtige Information ist wichtiger als gar keine.

Aber ob die bei o.g. Zeitungssimulation rueberkommt darf nat. mit Recht bezweifelt werden.

Viele Gruesse
Lucie & Steve

spectra
Geocacher
Beiträge: 107
Registriert: Di 7. Nov 2006, 23:18

Beitrag von spectra » Mi 22. Aug 2007, 12:09

Scheisse Steve, du hast wie immer den Nagel auf den Kopf getroffen und direkt angesprochen. (Ich trau mir sowas nicht)
Nach dem Lesen der Beiträge von Dir und insbesondere von Rolf muss ich Euch beiden voll zustimmen.
Man sollte wirklich mal drüber nachdenken, ob das massive Ausdehnen des Hobbys durch Publikmachung egal welcher Art in unserem Sinne ist.
Soo lange sind wir noch nicht dabei, aber wenn ein alter Hase wie Rolf hier seine Meinung zum Besten gibt, dann ist echt was dran.

Es gibt auch einen anderen negativen Punkt - nicht das massive Suchen, sondern das massive Nicht-Suchen wegen Massenbedosung..


Auch wir wollten von Anfang an mit unseren gelegten Caches unseren "Gästen" etwas besonderes bieten. Am Anfang war auch bei uns der Gedanke, mal etwas "Nachwuchs" anzulocken, damit es in Sachen Caches mal etwas "vielfältiger" und "bunter" wird. Es ging ja recht schnell, und wir mussten schon weiter weg fahren zum Cachen.
Anfangs war ich froh, wenn mal jemand was gelegt hat. Aber auch bei uns ist es so, dass manche ihr Hobby vom "Cachen gehen" mehr in Richtung "Cache legen" geändert haben - aus den üblichen Gründen.
Die Qualität hat schon arg nachgelassen (Ja, Steve - fühl mich selbst auch angesprochen wg. Kranichsee). Eine Serie jagt die nächste, fehlt nur noch dass Micros kommen.
Auch bei uns ist der "bizarre Cachekrieg" ausgebrochen. Ich habe echt schon überlegt, meine Caches wegzuräumen, damits nicht zu affig wird und die anderen mehr Platz für ihre Cachehighlights haben.
Was mir nämlich auch aufgefallen ist; Je mehr Caches, desto weniger Besuche pro Caches, desto höher der Wartungsaufwand. Besonders betroffen sind die aufwändigen Multis, denen wg. der vielen Tradis oder "Fast-Drive-In-Kurz-Multi-Mysteries" keine Aufmerksamkeit zukommt.
Nicht auszudenken, wenn jetzt noch ein paar Kiddies aufgrund einer Reportage mit GPS und Micro losziehen.

Ich ärgere mich seit geraumer Zeit so dermaßen, dass ich gewissen Personen vom Cachen erzählt und mit Technik ausgestattet habe.

Bei uns ist der Cachekrieg schon soweit fortgeschritten, dass Foundlogs gelöscht werden, weil sie nicht den "gehobenen Ansprüchen" der Owner entsprechen. Auch beim Cachelegen prügelt man sich ums Versteck - wers eher published bekommt, hat gewonnen. So ein Rotz..

Rolf hat recht, Publikmachung machts schlimmer - versaut einem die Lust am Hobby. Wenn ich jetzt so nachdenke - hätte ich aufs Eröffnungspost nicht antworten sollen.


Viele Grüsse
Hendrik

smo
Geomaster
Beiträge: 694
Registriert: Fr 8. Jul 2005, 09:51
Kontaktdaten:

Re: ...

Beitrag von smo » Mi 22. Aug 2007, 15:34

El_Rolfo hat geschrieben: Auch nicht schön: Das Verstecken!
In den Medien wird das Hobby interessant und mit einem Hauch von Indiana Jones dargestellt. (Die Filmmusik läuft übrigens bei jedem zweiten Bericht im TV im Hintergrund!) Also wird es für Jeden interessant "gemacht" - Zuschauerquoten sind wichtig. :twisted:
Grins, grade kam ein Newsalert von Google rein:

Indiana Jones für Computer-Freaks
Netzeitung - national,Germany Ein neuer Trend schafft das, woran
Mütter und Freundinnen oftmals scheitern: Geocaching lockt Nerds
raus ins Freie. Caroline Benzel war mit ihnen auf ..

spectra
Geocacher
Beiträge: 107
Registriert: Di 7. Nov 2006, 23:18

Beitrag von spectra » Do 23. Aug 2007, 10:17

Bei so viel Liebe zum Detail ärgern die beiden sich über den Medien-Hype, der sich gerade zum Thema entfaltet und dazu führt, dass rasend schnell neue Caches von zweifelhafter Qualität entstehen. «Es ist einfach ärgerlich, wenn man ein Versteck wochenlang austüftelt und jemand anderes dann einfach seinen Cache abwirft, ohne Rätsel und ohne besondere Mühe», sagt Andy
Genau mein Reden..

El_Rolfo
Geomaster
Beiträge: 854
Registriert: So 5. Jun 2005, 10:24
Wohnort: Germany

Beitrag von El_Rolfo » Do 23. Aug 2007, 12:48

spectra hat geschrieben:
Bei so viel Liebe zum Detail ärgern die beiden sich über den Medien-Hype, der sich gerade zum Thema entfaltet und dazu führt, dass rasend schnell neue Caches von zweifelhafter Qualität entstehen. «Es ist einfach ärgerlich, wenn man ein Versteck wochenlang austüftelt und jemand anderes dann einfach seinen Cache abwirft, ohne Rätsel und ohne besondere Mühe», sagt Andy
Genau mein Reden..
Ist das Zitat jetzt aus dem Artikel? Kann man den irgendwo lesen?

Gruss Rolf

spectra
Geocacher
Beiträge: 107
Registriert: Di 7. Nov 2006, 23:18

Beitrag von spectra » Do 23. Aug 2007, 14:48

El_Rolfo hat geschrieben:
Ist das Zitat jetzt aus dem Artikel? Kann man den irgendwo lesen?

Gruss Rolf
http://www.netzeitung.de/internet/717373.html

Gruss Hendrik

smo
Geomaster
Beiträge: 694
Registriert: Fr 8. Jul 2005, 09:51
Kontaktdaten:

Beitrag von smo » Di 11. Sep 2007, 23:51

Weis jemand was aus der Sache geworden ist?

Viele Gruesse
Steve

Willi
Geocacher
Beiträge: 118
Registriert: Sa 27. Aug 2005, 18:50
Wohnort: Dresden

Beitrag von Willi » Do 13. Sep 2007, 18:58

smo hat geschrieben:Wenn ich mir so anschaue womit der Fichtelberg z.B. okkupiert ist, dann koennt ich kotzen.
Deine Wortwahl ist mal wieder ausgezeichnet Steve! :evil: Wir sind hier in einem Forum und nicht in einem Chat. Im Cafe zur Wiese kannst du vielleicht so reden, aber ich würde mir schonmal etwas genauer überlegen, was man denn hier so schreibt...
Wenn dir die Caches am Fichtelberg nicht gefallen...ok, aber wenn du bessere Ideen hast(davon gehe ich jetzt mal aus, deinem Beitrag nach zu urteilen), dann lege doch einen neuen Cache dorthin. Wenn du mir eine freundliche Mail schreibst, dann wäre ich sogar bereit meine Caches zu entfernen. Der Grund für die Micros dürfte ja auch klar sein, aber ich weiß auch das es Möglichkeiten gibt einen größeren Cache zu verstecken, also bitte sehr.

Rolf's langem Beitrag kann ich übrigens komplett zustimmen.

Gruß Willi

@spectra:
spectra hat geschrieben:Scheisse Steve, du hast wie immer den Nagel auf den Kopf getroffen und direkt angesprochen. (Ich trau mir sowas nicht)
Willst du etwa auf das Sprachniveau von Steve herab sinken?

smo
Geomaster
Beiträge: 694
Registriert: Fr 8. Jul 2005, 09:51
Kontaktdaten:

Beitrag von smo » Do 13. Sep 2007, 22:03

Willi hat geschrieben:
Ach, ist schon okay dass jemand der ohne Mitfahrgelegenheit nur schwierig ueber die Stadtgrenzen von Dresden hinauskommt dort, knapp 150 km entfernt, "Caches" legt.

Uebrigens, kannst mal schnell nachschauen ob der Abfahrtslauf noch da ist? Grade eben , beim Lesen deines "Beitrages" kam folgendes rein:
PedroKV couldn't find Fichtelberg-Abfahrtslauf (Traditional Cache) at 9/13/2007

Log Date: 9/13/2007
Why micro in so big forest? We were there about 1 hour, but without succes. And lot of people there. Satellites have a good
day today, we were going 20m ahead, after 20m arrow show us we have to go 20m back.. At the end I destroyed my sunglasses
when looking for the cache. But nice view there.
Willi hat geschrieben: @spectra:
spectra hat geschrieben:Scheisse Steve, du hast wie immer den Nagel auf den Kopf getroffen und direkt angesprochen. (Ich trau mir sowas nicht)
Willst du etwa auf das Sprachniveau von Steve herab sinken?
Steht doch da dass er sich nicht traut...

Steve

Antworten