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Wie sicher ich meinen Nightcache vor 'Tagcachern'

Wer reitet so spät durch Nacht und Wind?

Moderatoren: carhu, Lakritz

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Wie sicher ich meinen Nightcache vor 'Tagcachern'

Beitrag von º »

TKKR hat geschrieben:Wir haben den wunderbaren Nightcache 'Mission Echo' dummerweise und zufällig tagsüber gelöst und wurden dafür abfällig als Tagcacher 'beschipft. Wir betrachten das jetzt als unser Markenzeichen (Dank an dieser Stelle an Windi).
Aber hat nicht jeder Nachtcache das 'Problem', dass er auch tagsüber gefunden werden kann? Nicht, dass das nicht erlaubt wäre. Wenn ich mir aber mehrere Wochen Gedanken mache, welche Fein- und Gemeinheiten ich im Wald verstecke, wünsche ich doch auch, dass diese Arbeit entsprechend gewürdigt wird und der Cache wie vorgesehen gesucht wir.
Also, Wie kann ich (wenigstens) die erste Station gestalten, dass ein weiterkommen bei Helligkeit unmöglich wird.

Grüße aus Ulm, wo es auch dunkle Wälder gibt,
Tagcacher© Kai
Nachdem die ersten Finder bei Mission Echo durchgekommen sind und nicht gerade wenige davon den Cache am Tag gemacht haben, stellt sich mir natürlich auch diese Frage.
Heute nacht hab ich deshalb auf meinem "Testgelände" einen neuen Reflektor getestet. Ergebnis:
  • bis 50 m sichtbar mit einer LED Stirnlampe
  • bis 120 m sichtbar mit Mini Maglite AA
  • bis 240 m sichtbar mit Maglite 5D
  • bis 300 m sichtbar mit Maglite 5D + Fernglas 8x
  • bis 350 m sichtbar mit Maglite 5D + Fernglas 8x + Richtungsangabe
Die letzten beiden Entfernungen sind natürlich mit Vorsicht zu geniessen, denn das setzt ein gutes Fernglas voraus was auch richtig eingestellt ist. Sobald ein Auge auch nur ein bisschen akkomodieren muss sieht man nichts mehr.

Weiterhin hängt die Sichtbarkeit massiv von Luftfeuchtigkeit ab. Gerade Nachts wird es ja schnell klamm/diesig und dann kann der Reflektor statt auf 240 m nur noch auf 180 m oder noch weniger erkannt werden. Logischerweise gehört zu diesem Einflußfaktor auch in welcher Höhe der Reflektor angebracht wird, denn in Bodennähe wird es schneller feuchter als weiter oben.

Der Reflektor ist gerade mal zwei cm2 groß, was ihn am Tag sehr schwer erkennbar macht. Ich hatte echte Probleme meine Reflektoren mit dem Fernglas zu finden, obwohl ich wusste wo sie sind. Man verwechselt sie gerne mit Licht was durch Bäume fällt.

Eine Bauanleitung wird es demnächst für die Finder meiner Nachtcaches online geben.

Gute Nacht :wink:
Philipp

P.S.: Bei Training Unit Three kommt der Reflektortyp bereits zum Einsatz
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ums_team
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Beitrag von ums_team »

Ich glaube nicht, dass es wirklich möglich ist, einen Cache absolut nachtverpflichtend zu gestalten. Man kann sicher den Einstieg verdammt schwierig machen, aber es stellt sich natürlich auch die Frage, was eigentlich das Ziel ist.
Im Vordergrund steht sicher der Spass an der Sache. Einen Nachtcache am Tag zu machen, erfordert genaue Überlegung, wie sich das jeweilige Szenario bei Nacht darstellt, und was sich der Verstecker gedacht haben könnte. Erst mit solchen Überlegungen, einiger Fantasie und einigem Aufwand (suchen...) lässt sich ein Nachtcache tags machen (Beispiel Station 5 von Little Nightmeer). Das ist zwar nicht genau der Spass, den sich der Verstecker ausgedacht hat, aber was soll's?
Ich würde es einfach akzeptieren, wenn jemand die Sache anders angeht. Allerdings finde ich, im Log sollte dies dann auch so beschrieben werden.
Gruß
Ulrich
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Schnüffelstück
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Beitrag von Schnüffelstück »

Erstens: Reflektoren so weit weg, dass man sie mit einer starken Lampe gerade noch gut sieht. Bei einem Test meiner Reflektoren ging mit einer Mini-Maglite (2xAA) GAAAARNIX. Mit der guten Sigma-Radllampe sowie einer mittleren Maglite (2xMono) konnte ich nur mit viel Phantasie, reichlich Gottvertrauen und dem Wissen des Cache-Anpflanzers etwas erkennen. Hätte aber auch sonstwas sein können. Mit dem dicken Halogenbrenner schreit der Reflektor durch den halben Wald "NIMM MICH!!!" - Dunkelheit vorausgesetzt.
Zweitens: Reflektoren an helle Stellen. Werfen die Bäume genug Schatten, kann man auch untertags mit einer wirklich hellen Lampe den Reflektor sehen. Hat man eine Lichtung o.ä., in die so richtig die Sonne reinbrennt, ist der Reflektor bei Tageslicht quasi unsichtbar.
Drittens: Die Zielkoordinaten deuten ins wirklich fiese Dickicht. Dornröschen läßt grüßen. Untertags heisst das: Rein in den Kampfanzug, Integralhelm aufsetzen und mit Machete/Kettensäge/Bergepanzer/Napalm den Wald kleinmachen - und hoffen, dass man den Cache nicht ebenso kleinmacht. Obwohl, wird schwierig bei einem vergrabenen Cache, also mit der Fräse den Wald kleinmachen und hoffen, dass der Cache stabil genug ist. Nachts sucht man einfach den wasserdicht vergossenen winzigen LED-Blinker, der 24/7 blinkt. Untertags muss man 10cm danebenstehen (wir erinnern uns an die Sache mit den Dornen und dem Kampfanzug...), um ihn zu sehen, nachts lotst er einen wenigstens ohne Umweg zum Cache. Die Idee mit der Fräse würde sicher den Jägern gefallen (keine Bäume mehr => kein Wildverbiss mehr, außerdem hat man immer schön freie Schussbahn) aber es deckt sich wohl kaum mit unseren Idealen der sozialverträglichen Ausübung unseres Hobbys.
Viertens: Nachtcaches machen nachts einfach mehr Spaß. Wer sich den unbedingt nehmen will, den kann man nur schwer zu seinem Glück zwingen.

Schnüffelstück
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Beitrag von º »

Also wie versprochen die Bauanleitung:

Reflektorbau für ME und TU3 finder
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TKKR
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Beitrag von TKKR »

Irgendwie kommt die Frage ja über Umwege von mir hierher.
Am Wochenende bin ich über eine nette Tagcachersicherung gestolpert.
Lohnt sich!
Der Alte Wald hat es in sich. Ist fast zu schade dort nur in der Dunkelheit 8) rumzulaufen.
TKKR
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Beitrag von TKKR »

Idefix
Da muss sich Philipp mit dem 'Umweg' über Karin wohl noch was neues einfallen lassen.
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Beitrag von º »

Naja - der war mit Hirn gelöst und nicht mit stumpfem gucken ... abgesehen davon hab ich schon eine Idee wie man den Tagcacheersicher machen kann.
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TKKR
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Beitrag von TKKR »

Hirn einschalten war aber nicht ausdrücklich verboten oder ?!
:o
Was ich noch sagen wollte: Hat trotzdem wahnsinnig Spaß gemacht.
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Beitrag von º »

Ganz und garnicht :) bei Aalen gibt's eben keinen Nachtcache, deshalb hab ich mir keine große Mühe mit der Tagcachersicherung gegeben, denn ich glaube die Locals haben am Tag wirklich keine Chance
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radioscout
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Beitrag von radioscout »

Ich würde keine Tagcachersicherung einbauen. Entweder ist der Cache so attraktiv, daß jeder ihn bei Nacht machen will oder er ist es nicht wert, "gesichert" zu werden.
Für Hochsicherheitscacheverstecker, die dennoch alles sichern müssen, gibt es einige Möglichkeiten: Elektronik in min. einer Stage, die entweder einen Dämmerungsschalter oder eine Zeitsteuerung enthält.
Diese könnte auch gleich ein Signal (SMS o.Ä.) senden, sobald sie ihre Information preisgibt und damit "das böse F-Wort" alarmiert.
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