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Mischverhältnis Natriumpersulfat/Wasser und Lagerung der Ätz

Basteleien analog und digital mit Strom und Spannung.

Moderator: radioscout

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DunkleAura
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Mischverhältnis Natriumpersulfat/Wasser und Lagerung der Ätz

Beitrag von DunkleAura »

hallo leute

wie ist eigentlich das ideale/richtige mischverhältnis von natriumpersulfat und wasser? dass man problemlos platinen ätzen kann.

und in was lager ich die angesetze ätzlösung am besten? reicht dafür zum beispiel eine normale petflasche?

danke, gruss DunkleAura
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Thaliomee
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Re: Mischverhältnis Natriumpersulfat/Wasser und Lagerung der Ätz

Beitrag von Thaliomee »

reicht dafür zum beispiel eine normale petflasche?
Ich würde solche Mischungen niemals in Behältnissen (Flaschen) aufbewahren, in denen normalerweise Lebensmittel gelagert werden. Also würd ich in einem Drogeriemarkt (also Spinnrad oder so) eine braune Glasflasche kaufen.

Alles andere läßt sich doch in sekundenschnelle ergoogeln ;) Aber ich denke es ist billiger jemand zu fragen, der es regelmäßig macht und ihm eben die Datei zu schicken. Ich würd mir jedenfalls für ein paar Platinen den Streß nicht machen, die Sachen zu kaufen. Gut, jetzt löte ich aber auch gern :D
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DunkleAura
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Re: Mischverhältnis Natriumpersulfat/Wasser und Lagerung der Ätz

Beitrag von DunkleAura »

Thaliomee hat geschrieben:Ich würde solche Mischungen niemals in Behältnissen (Flaschen) aufbewahren, in denen normalerweise Lebensmittel gelagert werden.
dieses mantra hab ich schon gehört… jedoch lebe ich alleine also keine armen kinderchen die sich vergiften könnten…
Thaliomee hat geschrieben:Aber ich denke es ist billiger jemand zu fragen, der es regelmäßig macht und ihm eben die Datei zu schicken. Ich würd mir jedenfalls für ein paar Platinen den Streß nicht machen, die Sachen zu kaufen.
ja, das wäre mir auch lieber. jedoch kenne ich leider niemanden der dies regelmässig macht.
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tomcat3
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Re: Mischverhältnis Natriumpersulfat/Wasser und Lagerung der Ätz

Beitrag von tomcat3 »

Hallo,

ich bin mir zwar nicht sicher, ob man wirklich noch selber ätzen sollte, aber gut.
Eine Anleitung mit Mischungsverhältnis gibt es z.B. unter
http://www.exclaim.de/artikel/bericht/5 ... etzen.html

Vorher solltest du vielleicht auch das Sicherheitsdatenblatt ansehen. (Gibt es beim kleinen r als Download)
Als Behälter würde ich ebenfalls den vorgeschlagenen Glasbehälter nehmen. Es geht nicht nur darum jemanden davor zu bewaren das Zeug zu trinken, sondern der PET-Behälter wäre dann Sondermüll und nicht mehr zum Recycling zu gebauchen (Schon gar nicht für Lebensmittel).

Eventuell kann man sich den Aufwand (Anschaffungen) auch sparen und die Leiterplatte (ich nehme mal an das es eine werden soll) ggf. bestellen.
StarGoose
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Re: Mischverhältnis Natriumpersulfat/Wasser und Lagerung der Ätz

Beitrag von StarGoose »

leiterplatten bestellen lohnt sich für einzelanfertigungen oder kleinserien fast nie

mit der richtigen technik (fotoreaktive platinen, laserdrucker usw.) kann man schon sehr hochwertige eigene platinen herstellen
warum auch nicht? geht auch meistens viel schneller (und auch am sonntag und mitten in der nacht ;) ) als irgendwo extra zu bestellen und ist für eigenentwicklungen auf jeden fall vorzuziehen
man muss ja sowieso ein platinenlayout fertigen

die alternative ist da aber eventuell schlicht mit lochrasterplatinen zu arbeiten
auch komplizierte sachen gehen damit herzustellen und ganz ohne ätzen
erfordert eventuell mehr aufmerksamkeit und gedult dafür fällt der reproteil des layoutes, das entwickeln und ätzen weg und man kann direkt loslegen
(bei einfachen sachen mit etwas übung sogar direkt aus dem schaltplan ganz ohne vorher ein layout zu erstellen)

in abwandlung der exlaim anleitung würde ich übrigens immer glastöpfe/schüsseln verwenden (hab schon "komische" plasteschüsseln erlebt die auf wärme und merkwüdige säuren reagiert haben und nicht dicht hielten)
und die platine auch nicht wie dort zu sehen dermaßen großflächig wegätzen... "profis" lassen die nicht benutzten teile der kupferkaschierung großflächig als masseflächen stehen und schonen damit ihr ätzmittel , außerdem wird dadurch die ätzzeit auch oftmals stark reduziert

das mischungsverhältniss des ätzmittels zu wasser steht eigentlich überall in den anleitungen zu dem kram mit dabei^^

man kann übrigens auch ohne erwärmung des ganzen arbeiten dann dauert der ätzvorgang nur länger was nicht unbedingt schlechter sein muss
im winter tut es auch der tick die schale schlicht auf die heizung zu stellen

ich selbst verwende zwar auch "unsachgemäß) punica saft flaschen für den ganzen kram aber ich habe hier auch keine kinder und vor allem ist der lagerbereich schlich außerhalb der reichweite kleiner kinder und nochdazu abschließbar

sollte man sich eventuell mal überlegen dort auch so nette sachen wie den abflußreiniger usw. unter verschluß zu halten ;)
thomas_st
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Re: Mischverhältnis Natriumpersulfat/Wasser und Lagerung der Ätz

Beitrag von thomas_st »

Ich sehe es eigentlich genauso, wie StarGoose: das Mischverhältnis ist eigentlich vorgegeben. Auf den Tüten die man bei C, R, ... kaufen kann, steht die Wassermenge mit drauf. Davon würde ich nicht abweichen.

Zum Aufbewahren würde ich wirklich keine Lebensmittelflaschen nehmen wollen, da diese Lösung eigentlich recht "appetitlich" aussieht und man somit nicht gewarnt wird. Man kann so vorsichtig sein, irgendwann setzt doch jemand die Flaschen an den Mund ...

Zum kalt und lange Ätzen: da habe ich eher schlechte Erfahrungen gemacht - da kommt es dann gerne mal zu Unterätzungen. Ansonsten kann man mit dem Natriumpersulfat sehr gute Ergebnisse erzielen - bis runter zu 0,3 / 0,4 mm. Übrigens hat ein Versuch mit dem sonst so hochgelobten Gemisch HCl / H2O2 bei mir deutlich (!) schlechtere Ergebnisse gezeigt.

Zum Herstellen lassen von LP: für mittlere und große Serien gerne, bei kleinen Serien oder Prototypen eher nicht - da ist mir der Aufwand und die Wartezeit bis ich ie LP in den Händen halte und loslegen kann einfach zu groß.

HTH,
Thomas(_st)
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DunkleAura
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Re: Mischverhältnis Natriumpersulfat/Wasser und Lagerung der Ätz

Beitrag von DunkleAura »

okay danke schon mal für die tipps, werde sie verarbeiten vorallem die url zur modder seite war toll.

danke.

gruss DunkleAura
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Andy_KEH
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Re: Mischverhältnis Natriumpersulfat/Wasser und Lagerung der Ätz

Beitrag von Andy_KEH »

StarGoose hat geschrieben:leiterplatten bestellen lohnt sich für einzelanfertigungen oder kleinserien fast nie
Das möchte ich so aber nicht stehen lassen.
Mal abgesehen davon, dass z.B. selbstgemachte doppelseitige Platinen etlichen Einschränkungen unterliegen, würde ich für einzelne, einseitige Platinen immer den "Platinenbelichter.de" vorziehen. Für professionelle Leiterplatten mit Lötstopplack in 2 und mehr Lagen gibt es ebenfalls reichlich günstige Anbieter.
Wenn man nur gelegentlich mal eine Platine ätzt, verbraucht man wahrscheinlich mehr Geld für Fehlversuche und Chemikalien, als gleich die Platine fertigen zu lassen.
Die einzige Ausnahme für mich sind momentan IMS Platinen - die hab ich noch nirgendwo bezahlbar gefunden - nur als Basismaterial.
Gruß aus Niederbayern
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Thaliomee
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Re: Mischverhältnis Natriumpersulfat/Wasser und Lagerung der Ätz

Beitrag von Thaliomee »

Wenn man nur gelegentlich mal eine Platine ätzt, verbraucht man wahrscheinlich mehr Geld für Fehlversuche und Chemikalien, als gleich die Platine fertigen zu lassen.
Aber dann kann ich doch sowieso gleich Lochraster nehmen (bzw. Streifenraster). Mache ich eigentlich nur und es läuft alles ;)
thomas_st
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Re: Mischverhältnis Natriumpersulfat/Wasser und Lagerung der Ätz

Beitrag von thomas_st »

Andy_KEH hat geschrieben:Wenn man nur gelegentlich mal eine Platine ätzt, verbraucht man wahrscheinlich mehr Geld für Fehlversuche und Chemikalien, als gleich die Platine fertigen zu lassen.
Ok, der angegebene Anbieter scheint wirklich recht preiswert zu sein. Aber für einzelne Platinen ziehe ich (bisher noch) die Selbstherstellung vor: Ich kann mir irgendwie nicht vorstellen, dass für Fehlversuche mehr Geld draufgeht, als für eine professionell hergestellte Platine berappt werden muss. Kann aber auch damit zusammenhängen, dass ich bisher immer selber die Platinen hergestellt habe und gerade eben das 1. Mal (!) eine Platine habe fertigen lassen (ok, waren deren 30).
Andy_KEH hat geschrieben:Die einzige Ausnahme für mich sind momentan IMS Platinen
Reden wir hier übers Hobbysegement oder schon langsam über semiprofessionelle Anwendungen. Wo würde denn bei Hobbyanwendungen der Einsatzbereich für IMS Platinen liegen? Hochleistungs-LED-Arrays vielleicht?

Viele Grüße,
Thomas(_st)
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