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Klettern lernen

Terrain 5 vom Abseilen bis zum Tauchen

Moderatoren: Zai-Ba, Die Schatzjäger

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Night-Fly
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Re: Klettern lernen

Beitrag von Night-Fly »

joah, der log hört sich wild an... :D
aus heutiger sicht gesehen: falscher lösungsweg um den cache zu loggen...

ich muss aber rückblickend dazu sagen, dass ich zu keiner zeit in ernsthafter gefahr war. ich hab die kräfte die hier horizontal wirken nur total unterschätzt! weiter kommt hinzu, dass ich zu dem zeitpunkt nur eine minimalausrüstung mein eigen nennen drufte was sich inzwischen massiv geändert hat.
einen satz bekommt man von mir immer zu hören: NIMM IMMER MEHR AUSRÜSTUNG MIT IN DEN BAUM ALS DU WIRKLICH BRAUCHST! LIEBER 3 BANDSCHLINGEN MEHR AM GURT, ALS EINE DIE FEHLT! MAN MUSS SICH IMMER SELBST AUS EINER SITUATION BEFREIEN ODER SICHERN KÖNNEN...

Um viel lesen und damit lernen kommt meiner meinung nach auch niemand drum herum wenn man das lernen will... inzwischen ist es ja auch um vieles einfacher leute zu finden, die einem den richtigen umgang mit der ausrüstung näher bringen können... bevor ich mich an dem turm in die "tiefe" gestürzt habe, gingen natürlich viele viele "trockenübungen" in kleiner höhe voraus... inzwischen wird ich aber wohl auch auf erfahrene kletterer zurück greifen, nur waren die damals nicht so reichlich wie heute...
mit dem wissen und der erfahrung die ich heute hab, bräuchte ich für die station wohl nur noch 30-60 minuten mit auf- und abbau der ausrüstung...
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herr_purzel
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Re: Klettern lernen

Beitrag von herr_purzel »

So, jetzt muss ich mir hier auch nochmal zu Wort melden.

Der Thread hat sich anscheinend schon zu einer kleinen Grundsatzdiskussion entwickelt. ;)

Ich unterstelle jetzt mal das hier viele weder einen Kurs besucht haben, noch beruflich oder vereinsmäßig klettern oder über alpinistische Erfahrung verfügen. Die jenigen sich hier aber dennoch so äußern als müsste man klettern studieren. Ich stelle außer Frage das hier aber auch viele Industriekletterer, Kletterlehrer oder welche aus dem DAV sind.

Es ist gut das hier auf die Gefahren hingewiesen wird, denen man sich beim klettern aussetzt und das dass nicht auf die leichte Schulter zu nehmen ist. Wenn ich hier aber bei einigen Usern die hier geschrieben haben mal die vergangenen Beiträge hier im Forum durchforste und dann feststelle das sie selbst erst ein gutes halbes Jahr klettern und genau so angefangen haben wie ich (mitgehen, zuschauen, lernen), dann finde ich es hier teilweise echt anmaßend hier einen auf Kletterguru zu machen.

Letzendlich liegt es ja im Ermessen jedes einzelnen ob er jemanden mitnehmen möchte um ihm das zu zeigen oder eben nicht. Glücklicherweise habe ich noch ein paar nette Leute hier im Forum gefunden die bereit sind einem das mit einer Engelsgeduld zu zeigen. Wichtig ist doch das man als "Neuling" seine Grenzen erkennt!

In diesem Sinne ;)
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herr_purzel
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Re: Klettern lernen

Beitrag von herr_purzel »

Zai-Ba hat geschrieben:Einigen befreundeten Cachern habe ich das mit dem Aufstieg am Seil, etc. auch schon gezeigt.

Ich hoffe Du hast ihm dann auch gleich die Rettung hilfloser Personen im Baum gezeigt? ;)
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herr_purzel
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Re: Klettern lernen

Beitrag von herr_purzel »

Zai-Ba hat geschrieben:Das Problem ist tatsächlich die Haftungsfrage. Ich, als Trainer C Sportklettern, darf Kletterkurse in der Halle und im Mittelgebirge geben. Von Baumkletterkursen wurde in meiner Ausbildung nie gesprochen.
Wer hat denn hier von Kletterkursen gesprochen? Wenn Du jemandem privat zeigst wie man den Baum hoch kommt, dann gibst Du doch keinen Kletterkurs. Oder unterschreibst Du Zertifikate bzw. nimmst Geld dafür? Offiziell wäre das sicherlich etwas anderes.
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Night-Fly
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Re: Klettern lernen

Beitrag von Night-Fly »

herr_purzel hat geschrieben:
Zai-Ba hat geschrieben:Das Problem ist tatsächlich die Haftungsfrage. Ich, als Trainer C Sportklettern, darf Kletterkurse in der Halle und im Mittelgebirge geben. Von Baumkletterkursen wurde in meiner Ausbildung nie gesprochen.
Wer hat denn hier von Kletterkursen gesprochen? Wenn Du jemandem privat zeigst wie man den Baum hoch kommt, dann gibst Du doch keinen Kletterkurs. Oder unterschreibst Du Zertifikate bzw. nimmst Geld dafür? Offiziell wäre das sicherlich etwas anderes.
was hat das mit der haftung zu tun?
wenn ich jemanden bei fahrübungen im straßenverkehr verletze ist das doch nix anderes als würde es auf privatem grund passieren...
stichwort: Garantenstellung
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Re: Klettern lernen

Beitrag von Zai-Ba »

Night-Fly hat geschrieben:stichwort: Garantenstellung
thx, genau darauf läuft's hinaus.
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herr_purzel
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Re: Klettern lernen

Beitrag von herr_purzel »

[quote="Night-Fly
was hat das mit der haftung zu tun?
wenn ich jemanden bei fahrübungen im straßenverkehr verletze ist das doch nix anderes als würde es auf privatem grund passieren...
stichwort: Garantenstellung[/quote]


Was verstehst Du denn unter Fahrübungen? Das der Fahrer nicht im Besitz eines Führerscheins ist? Denn dann ist das sehr wohl ein Unterschied. Ich mag hier auch gar nicht mehr über Haftungsfragen oder sonstiges diskutieren. Das Thema entgleist mal wieder völlig. Ihr weist selbst Leute ein und erzählt mir dann hier einen von Haftungsfragen. Das ist aber wie gesagt auch völlig belanglos. Mir wird ja bereits geholfen. Danke für die Mühe der Aufklärung ,der unabsehbaren Folgen bezüglich Haftung, tödlichen Leichtsinn usw.

Das Thema kann meinetwegen geschlossen werden, langsam wird's echt albern.
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Re: Klettern lernen

Beitrag von Die Schatzjäger »

Nur mal so zur weiteren Information.
Das Buch 'Klettern und Recht' ist bezüglich Haftungsfragen recht informativ, und erklärt auch dass eine Garantenstellung nicht sooo leicht gegeben ist.

Dass Zai-Ba mit einem Trainerschein recht schnell da reinschlittert ist klar, aber einem normalen Kletterer ohne besondere nachgewiesene Qualifikationen kann man im Regelfall nur etwas ans Hemd flicken wenn er grob fahrlässig gehandelt hat.

Eine Garantenstellung liegt normalerweise nur vor wenn:
- Ich Gefahren heruntergespielt habe, um jemanden zum mitgehen zu überzeugen.
- Derjenige sich voll und ganz auf mich verlässt und keine eigenen Entscheidungen trifft.
- Ich demjenigen sage dass er 'nicht selbst zu denken hat' und ich 'den Ton angebe'.
- Derjenige nicht das Wissen hat die Gefahren denen er sich aussetzt selber zu erkennen.

Kurzum, allgemein kann man sagen: Wenn ich jemandem erkläre wie abseilen geht, ich ihm sage 'das ist deine Verantwortung' ich es ihm genau erkläre, und ich eine Hintersicherung schaffe (halten des Bremsseils), dann liegt imho keine Garantenstellung vor, selbst wenn ich noch so erfahren bin, denn

a) derjenige wollte es ausprobieren
b) derjenige weiß auf was er sich einlässt, und welche Gefahren (Höhe, Absturz) drohen
c) ich demjenigen erklärt habe wo (nicht offensichtlichte) Gefahren drohen

Natürlich ist das wieder hinfällig wenn ich grob fahrlässig bei der Aktion gehandelt habe.
(Seil nicht richtig befestigt oä)

Interessant hierbei ist zum Beispiel das 'Piz Bube'-Urteil.

Natürlich ist das alles nicht 100%, und jeder Richter wird das eventuell etwas anders sehen, aber im Regelfall probiert man auch vor Gericht die Eigenverantwortung im Klettersport groß zu schreiben. Ganz sooo schnell gehts dann doch nicht dass man haftbar gemacht wird.

Thomas
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Night-Fly
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Re: Klettern lernen

Beitrag von Night-Fly »

Die Schatzjäger hat geschrieben:Nur mal so zur weiteren Information.
Das Buch 'Klettern und Recht' ist bezüglich Haftungsfragen recht informativ, und erklärt auch dass eine Garantenstellung nicht sooo leicht gegeben ist.
...
Eine Garantenstellung liegt normalerweise nur vor wenn:
...
- Derjenige nicht das Wissen hat die Gefahren denen er sich aussetzt selber zu erkennen.
also ich will nicht kleinkariert sein, aber trifft nicht genau das immer zu?
wenn das kind nämlich erstmal in den brunnen gefallen ist...
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Re: Klettern lernen

Beitrag von Die Schatzjäger »

Da gehts drum ob die Gefahren offensichtlich oder nicht sind.

Wenn ich in 150 Metern Höhe Kletterer oder Wandere, dann weiß ich auch als blutiger Anfänger dass mir der Absturz mit der Konsequenz des Todes droht.

Wenn ich aber in Skitourengelände unterwegs bin, und mein Spezi gesagt hat 'alles ist sicher' gehe ich davon aus dass der die Lawinenlage beurteilen kann, denn ein blutiger Anfänger kann das nämlich nicht.

Im Piz-Bube Urteil ging es darum, dass ein erfahrener Bergtourengeher mit einem Bekannten auf den Piz-Bube gegangen ist, ihm gesagt hat 'er macht das alles schon' ihn überzeugt hat mitzugehen, und bei einer vereisten Querung gesagt hat 'da brauchst du kein Seil' - und dort ist derjenige dann abgestürzt.

Da kamen viele Faktoren und Fehler zusammen, deshalb wurde damals die Garantenstellung angewendet.

Thomas
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