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Wieviel Sicherheit darf es sein?

Terrain 5 vom Abseilen bis zum Tauchen

Moderatoren: Zai-Ba, Die Schatzjäger

andreashk
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Wieviel Sicherheit darf es sein?

Beitrag von andreashk »

Hallo im Forum,

nach vielen vielen Stunden des "nur" lesen (war überings Super hilfreich :D ) jetzt mein erster Post hier im Forum.
Ich bzw. wir machen jetzt auch die T5er der Umgebung, dabei bin ich auf folgendes Filmchen zum Winkeleisen gestoßen:
http://www.youtube.com/watch?v=xdjM0Zdg ... re=related
Eigentlich super cooler Cache, keine Frage!!!
:shocked: Was meint Ihr zu der Abseilaktion aus 40 Meter mit Grigri ohne jede weitere Sicherung :shocked: .
Bin ich so eine Heulsuse oder liegt es an der bereits vergangenen Jugend?
Mit meinem ID und ASAP an zwei Seilen würde ich das ja auch wagen, aber sooooo.....

Wie seht Ihr das?

Gruß
AndreasHK

PS: Um es klar zu sagen, ich will hier niemand anprangern oder so... Jeder ist für sich selbst verantwortlich etc. Also bitte nich falsch verstehen!!!
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Helgules
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Re: Wieviel Sicherheit darf es sein?

Beitrag von Helgules »

Ohne I'D never.

mfG

H.
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Ein guter Cacher überlegt erstmal
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nightrider
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Re: Wieviel Sicherheit darf es sein?

Beitrag von nightrider »

Bei jedem Abseilgerät gehört die Hintersicherung dazu...

Sicher ist sicher.....

;)
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adorfer
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Re: Wieviel Sicherheit darf es sein?

Beitrag von adorfer »

andreashk hat geschrieben: Was meint Ihr zu der Abseilaktion aus 40 Meter mit Grigri ohne jede weitere Sicherung
Ob Du aus 20m, 40m oder 120m "ohne weitere Sicherung" abstürzt, das macht vom Ergebnis (für Dich) keinen Unterschied mehr.
Will sagen: Die Entscheidung, ob Du (selbst) redundant arbeiten möchtest, die musst Du schon vorher (ab 10m möglicher Sturzhöhe?) treffen und solltest dann auch konsequent durchziehen.
Und ja, ohne Konsequenz geht's nicht, sonst siegt bei jedem neuen Cache wieder das "Schnell-Schnell"

Und was nun die konkreten Winkeleisen-Videos anbelangt:
Die fehlende Hintersicherung am Grigri ist da meines Erachtens (in Anbetracht der Erfahrenheit der Benutzer) vermutlich kein Problem.
- Problematisch kann zum einen die Länge der Abseilstrecke bei Personen über 70kg werden. Da sollte man nicht vergessen, nach 20m mal einen Pause einzulegen um nochmal nach dem Grigri zu fühlen.
- Was mich persönlich stört, ist die konsequente Helmverweigerung einiger.
Nirgendwo mit dem Kopf anzuschlagen, das kann man noch der eigenen Geschicklichkeit verdanken, aber ohne Helm und Bewegungsfreiheit 5m unter jemandem zu hängen, der mit "losem" Karabinern und einem Grigri hantiert, das würde mich ernsthaft in Panik versetzen.
Adorfer
--
"Die Statistikcacher machen das Cachen kaputt, weil die Muggle die Nase voll haben!" (König Dickbauch)
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do1000
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Re: Wieviel Sicherheit darf es sein?

Beitrag von do1000 »

Mit Grigri jeder Zeit auch ohne Hintersicherung. Schließe mich jha an.

Grüße

do1000
FarLion
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Re: Wieviel Sicherheit darf es sein?

Beitrag von FarLion »

nightrider hat geschrieben:Bei jedem Abseilgerät gehört die Hintersicherung dazu...
Wo bleibt dann der Vorteil eines Halbautomaten gegenüber Achter/Tuber? :???:

Der liegt doch genau darin, als alleiniges Element der Sicherungskette ausreichend sicher zu sein, ohne die zusätzlichen Kunstgriffe einer Hintersicherung.

Also ich vertraue meinem Eddy auch ohne.
Viele Grüße,
FarLion
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Night-Fly
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Re: Wieviel Sicherheit darf es sein?

Beitrag von Night-Fly »

-jha- hat geschrieben:...
Ob Du aus 20m, 40m oder 120m "ohne weitere Sicherung" abstürzt, das macht vom Ergebnis (für Dich) keinen Unterschied mehr.
Will sagen: Die Entscheidung, ob Du (selbst) redundant arbeiten möchtest, die musst Du schon vorher (ab 10m möglicher Sturzhöhe?) treffen und solltest dann auch konsequent durchziehen. ...
die praxis ist oft anders als das was man so aus büchern kennt...
gefährlich wird es IMMER ERST AB 10m... alles unterhalb davon kann man gefahrlos abstürzen...
hab ich gestern sogar in der BLÖD gelesen, ick schwör! :gott:

ich weise an dieser stelle nochmal aur meine Kletterwette hin...

FarLion hat geschrieben:
nightrider hat geschrieben:Bei jedem Abseilgerät gehört die Hintersicherung dazu...
Wo bleibt dann der Vorteil eines Halbautomaten gegenüber Achter/Tuber? :???:

Der liegt doch genau darin, als alleiniges Element der Sicherungskette ausreichend sicher zu sein, ohne die zusätzlichen Kunstgriffe einer Hintersicherung.

Also ich vertraue meinem Eddy auch ohne.
der vorteil ist ganz klar, dass man mal frei "arbeiten" kann und nicht ständig die hand am seil haben muss...

was spricht denn gehen eine hintersicherung? warum haben halbautomaten verschiedene zulassungen? und warum haben einige eine paniksicherung und andere wieder nicht? und kann ein halbautomat überhaupt technisch gestört sein bzw. ausfallen?

fragen über fragen und niemand kann sie beantworten...

wer hier an den 2-3euro für nen stück reepschnur spart, kann dafür vielleicht sicher ne risikolebensversicherung bei der hannoversche leben kaufen.

ich geh mal davon aus, dass alle hintersicherung-verweigerer noch nie durchgerutscht sind durch einen halbautomaten. im übrigen findet man bei jedem halbautomaten auch eine GEBRAUCHSANWEISUNG... lesen schaden in diesem fall nur der dummheit. aber im grunde ist das auch alles gar nicht so schlimm, das ganz leben ist ein lernprozess... ;)
im zirkus funktioniert das lernen von tricks mit tieren auch oft über schmerzen. also hals- und beinbruch!!! ;)
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buddeldaddy
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Re: Wieviel Sicherheit darf es sein?

Beitrag von buddeldaddy »

Bei der Länge des Seiles dürfte das Eigengewicht des Seiles schon hilfreich sein die Sicherung darzustellen.

Mal davon abgesehen, das in den Bergen jeder schmunzeln würde über die Materialschlacht, die wir abhalten.

Achter, Hintersicherung und ab die Post an 2x 80m Halbseil.

Die Gefahr beim Grigri sehe ich nur im Panikfall, falls es zu einer Fehlbedienung kommt. Für die Unerfahrenen Grigribenutzer würde ich auch eine Hintersicherung anraten.

Wenn viel Gebamsel um mich rum ist, sichere ich mich auch hinter beim Grigri. Aber auch nur weil ich mal das falsche Seil gegriffen habe (Unaufmerksam) und zwei Meter gerauscht bin. Zum Glück war die Erfahrung vom Segel im Blut: Alles loslassen, so konnte ein Grounder abgewendet werden.

Im Grigri-Standartanwendungsfall lasse ich das sein, den benutze ich eh nur für die Rauf, loggen, runter Nummern unter 10m. Ab höher kommt eh ganz anderes Geraffel zum Einsatz und da ist das Hintersichern PFLICHT
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Wer Rechtschreibfehler findet, kann sie gerne behalten.
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Aceacin
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Re: Wieviel Sicherheit darf es sein?

Beitrag von Aceacin »

Witzig finde ich auch, dass da 1000 Bandschlingen in einem lüttigen Drahtkarabiner drin hängen... Ich vertraue einer einzelnen Bandschlinge auch mehr als so ungesicherten Karabinern. Wobei, hier würde ich auch redundant arbeiten, also mal 'ne 2. dazu nehmen.
Mhh... Auf der einen Seite Drahtkarabiner und dann wieder Delta-Schraubglieder. Ja und dann noch die ineinander verschlungenen Bandschlingen... :???:

Naja, jeder, wie er mag. Ich würde da lieber direkt 'ne 180er nehmen und nicht 'ne 120er mit ner 40er verlängern. Wann schmilzt nochmal sowas durch? Aber wie war das nochmal mit 'ner Standsicherung, die quasi unter einem angeschlagen ist. Aua Rücken im Falle eines Falles, würd ich mal vermuten...

Grigri mag ich persönlich nicht zum Abseilen. Da nehm ich doch lieber 'ne Tube oder 'ne Acht. Hintergesichert natürlich. Oder ich nehm mein Petzl Stop.

CU,
Aceacin
Vielleicht sind wir doch blinder, als wir auf den ersten Blick sehen können.
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rheingauer
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Re: Wieviel Sicherheit darf es sein?

Beitrag von rheingauer »

Ich vertraue dem Grigri 100%. Ob GriGri oder I'd macht IMO keinen Unterschied. Hintersicherung macht da vielmehr Sinn wenn man mal über das Seil nachdenkt. Wir haben das heute auch noch mal besprochen. Das vor Ort verwendete 100m Statikseil hat schon einiges auf dem Kerbholz. Genau für diesen Fall (freie Abseiler) habe ich ein zweites ausreichend langen Statikseil samt ASAP und dem ganzen Geraffel wie Fallddämpfer. Das Nichtverwenden beim Winkeleisen ist in mein weiterhin vollkommenes Vertrauen in die vor Ort verwendete Ausrüstung geschuldet.

Das ein ASAP funktioniert haben wir hier festgestellt (dort Verwendung da Sturmgeschädigter Baum, Seile über zwei verschiedene Gabeln)... http://www.youtube.com/watch?v=FX9yq5vFeUo dabei war die Abseilgeschwindigkeit wirklich moderat.

jha hat mit seiner Helmmahnung uneingeschränkt recht. Ich hatte heute beim Würzburger Bismarckturm auch einen auf ;)
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