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Wieviel Sicherheit darf es sein?

Terrain 5 vom Abseilen bis zum Tauchen

Moderatoren: Zai-Ba, Die Schatzjäger

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Aceacin
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Re: Wieviel Sicherheit darf es sein?

Beitrag von Aceacin »

Ist wohl eine Frage der Gescdhwindigkeit. Wenn ich mich 15 Meter Vollstoff im Achter abseile, is das Teil hinterher ziemlich heiß. Wenn ich langsam mache, nicht.
Ebenso wird's mit nem Petzl Stop oder 'nem Grigri sein. lass ich langsam laufen, dann isses beinahe egal. Vollstoff, zum Beispiel die 30-40 Meter Nistertalbrücke, dann isses am Besten, wenn das Seil ca. einen Meter über dem Boden aufhört und danach kann man sich 'nen Spiegelei auf dem Teil braten. Wie oft das dann die Federn mitmachen...?
Also lieber immer schön gemütlich.

CU,
Aceacin
Vielleicht sind wir doch blinder, als wir auf den ersten Blick sehen können.
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andreashk
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Re: Wieviel Sicherheit darf es sein?

Beitrag von andreashk »

Hi,

das Thema ob ID oder Petzl Stop oder Tupe oder Acht ist immer sehr subjektiv.
Eins muss ich vielleicht noch erklären.
Die meisten T5er mache ich mit meinem 11 jährigen Sohn zusammen. So nach dem Motto der Sohn geht hoch und holt das Logbuch, unten in Ruhe loggen und der Papa bringt es zurück.
Wir haben da ganz langsam und niedrig angefangen.
Der erste T5 war ein STABRU-Bäumchen ca. 5m, da sind mir noch mit recht einfachen Mitteln hoch, Aufstieg mit Croll Pantin links und rechts eine Trittschlaufe mit Steigklemme.
Da war Tobias noch 10 Jahre und ich hatte doch große Sorge, bei dem Gedanken er soll selbst im Baum wechseln zwichen Croll auf Abseilgerät etc....
Also habe ich das Ganze so eingebaut das ich meinen Sohn von unten mit einem Petzl Stop fern abgeseilt habe.
Bei kleiner Höhe ging das ja noch, jedoch ist das nichts für den Baum und natürlich auch nichts für das Seil. Ferner ist der Petzl Stop bei meinem Gewicht sehr schwer zu dosieren.

Dann haben wir beim GeoClimbing T5 Event in Korb die Technik mit Petzl ID mit Steigklemme und Trittschlaufe gesehen.
Dort haben wir das jeder mal getestet in Verbindung mit einem "gutem" static Seil.
Super Sache, besonders aus dem Blickwinkel eines Vaters. Daher finde ich die Panik-Funktion auch sehr hilfreich.
Daher klettern wir nun mit Edelrid Super Safty 11mm und zusätzlich haben wir noch einen ASAP mit Fangstoßdämpfer für die richtig hohen Cache gekauft. Natürlich ist das einiges zum schleppen, dafür habe wir ein gutes Bauchgefühl.

Mein Motto ist eben: :roll: "Am Montag geht wieder ins Büro / in die Schule" :roll:

Jetzt denken bestimmt einige :irre: "Der hatt doch den totalen Schlag schräg!" :irre:

Egal, ich halte hier mal die Sicherheits-Fahne hoch. ;)

Viele Grüße
Andreas

PS: In den Pfingstferien machen Tobias und ich den 4 tägigen Outdoor Felskletterkurs vom DAV auf der schwäbischen Alb. Also von dieser Seite auch noch die Basics. :D
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SabrinaM
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Re: Wieviel Sicherheit darf es sein?

Beitrag von SabrinaM »

Letzte Woche an einem nicht sehr hohen Baumcache... (die Dose hing so auf 8 Metern, schätze ich mal). Ich bin mit Croll und Handsteigklemme hoch, mit I'D runter. Mein Kletterpartner mit Prusikschlingen hoch und mit ATC runter. Nun hatten wir seine Tochter dabei, die wollte auch mal (Gurt und Brustgurt für sie waren vorhanden)...
Also haben wir ein zweites Seil eingebaut, Dynamikseil, mittels Kambiumschoner, an einem niedrigeren Ast (was sich im Nachhinein als Fehler herausgestellt hat...). Die Kurze hat mein I'D und die Handsteigklemme bekommen und wurde von Papa zusätzlich übers Dynamikseil Toprope gesichert. Nach einem Meter musste sie "umbauen" auf Abseilen und runter, nachdem sie dann gute 2 Meter geschafft hatte das ganze nochmal. Klappt. Danach ist sie so flink hoch zur Umlenkung des Sicherungsseils, das wir uns alle geärgert haben, das wir die nicht am Cache eingebaut haben. Das hätte sie auch geschafft...
Jetzt überlegt der puristisch kletternde Papa, ob er nicht auch in diesen Technik-Krams investiert... :roll: Ist ihm wohl doch nicht sicher genug, ihr seine Methoden beizubringen. ;)

Ich persönlich halte nicht viel von einem zweiten Seil in normalen Klettersituationen. Das ist mir mehr im Weg als das es nützt. So viel Vertrauen habe ich in meine Ausrüstung, und der Anschlag- und Ankerpunkt wird sorgfältig ausgewählt. Beim Umbau sichere ich mich zusätzlich. Wenns mal an ganz lange Abseilstrecken in Höhlen oder ähnliches gehen sollte, dann sieht das sicher anders aus und ich fühle mich dann auch ganz sicher an 2 Seilen wohler. (Ach so, das Seil schlagen wir grundsätzlich so an, das der Kletterer bei einem Problem abgelassen werden kann. So viel Sicherheit gönn ich mir grundsätzlich.)

Hier, mit einem unerfahrenen Kind, fand ich die zusätzliche Sicherung aber durchaus sinnvoll. Kinder kommen manchmal auf komische Ideen, besonders wenn irgendwas nicht so funktioniert wie es soll. Und wenn dann das I'D plötzlich geöffnet wird, oder am Karabiner gefummelt wird, dann ist das 2. Seil vielleicht doch nicht schlecht...
Ostnostalgie
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Re: Wieviel Sicherheit darf es sein?

Beitrag von Ostnostalgie »

Hallo Miteinander,

mit großem Interesse hab ich diesen Thread gelesen. Ich mache erst seit kurzem die erste T5er. Bisher wurde ich immer bis jetzt aus meiner Sicht von einem Erfahrenen T5 Klettere begleitet. Er hat mir eigentlich das meiste gezeigt was ich bisher gelernt habe. Unter anderem auch den Umgang mit dem Chinch und vor allem der Umbau am Seil. Jetzt hat mir dieser Thread und andere, so wie die gesammelte Erfahrung (wenig aber man lernt ja jedes mal dazu) gezeigt das das was mir beigebracht wurde und so wie wir bis jetzt immer rangegangen sind sehr gefährlich ist.
Da kommen so Sachen wie hier angesprochen Abseilen ohne Hintersicherung, in meinem Fall mit dem Chinch. Oder das nicht sichern der Croll und der Handsteigklemme per Karabiner.
Ja ich sollte mich wirklich schämen aber ich hab halt nun mal dem jennigen vertraut. Jetzt achte ich ab sofort auf mehr Sicherheit. Oder auch beim Abseilen das Sichern des Seiles mit nur einer Bandschlinge und nur an einem Pfosten.

Jetzt zu meiner eigentlichen Frage:

Wie schaut es beim Aufstieg aus, stört der Prusik wenn ich eine kurze Strecke mit Chinch und Hansteigklemme klettere(Umlenkung über die Handsteigklemme)? Sollte der Prusik erst vor dem Abseilen und vor dem Ausbau der Handsteigklemme eingebunden werden? Oder eben gleich von Anfang an?

Ja die Frage eines blutigen Anfängers!
Ich nehme es niemanden übel wenn er jetzt sagt ich bin total bescheuert.

Grüße

Ostnostalgie
team B-A-M-M
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Re: Wieviel Sicherheit darf es sein?

Beitrag von team B-A-M-M »

Ostnostalgie hat geschrieben:.... Oder das nicht sichern der Croll ...
Habe ich da was Entscheidendes verpasst? Wie sichert man eine Croll mit 'nem Karabiner?

Micha.
Erst wenn die letzte Filmdose gefunden,
der letzte feuchte Logstreifen signiert
und der letzte Kilometer sinnlos in der Gegend herumgefahren ist,
werdet ihr merken dass Statistikpunkte alleine nicht glücklich machen!
Ostnostalgie
Geocacher
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Re: Wieviel Sicherheit darf es sein?

Beitrag von Ostnostalgie »

Ähm blöd geschrieben, ich meine Oben keinen Karabiener anzubringen um das Seil vor dem rausrutschen aus der Croll zu sichern.
DerTonLebt
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Re: Wieviel Sicherheit darf es sein?

Beitrag von DerTonLebt »

Genau das meinte B-A-M-M.

Das geht nämlich beim Croll nicht (im Gegensatz zum Basic)
Abseilen und aufseilen ist nicht klettern!
Ostnostalgie
Geocacher
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Re: Wieviel Sicherheit darf es sein?

Beitrag von Ostnostalgie »

Jo hab da gerade richtig was verwechselt. Sorry hab es gerade im Katalog von Petzl noch mal nachgeschaut. :kopfwand:
Zai-Ba
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Re: Wieviel Sicherheit darf es sein?

Beitrag von Zai-Ba »

Du bist ja total bescheuert! :P ;) (das wollte ich schon immer mal ungestraft sagen/schreiben dürfen)
Naa, es gibt immer mehrere Blickwinkel.

Hier tummeln sich viele Leute, die sich vom Material und den Methoden an BG geprüften Höhenarbeitertechniken orientieren. Auf-/Abstieg nur mit I'D, alles nur im redundantem ASAP-System und auf jeden Fall und immer nen Kombiarbeitsgurt, man könnte ja plötzlich an nem orthostatischen Schock sterben.

Der Absatz oben ist absichtlich plakativ geschrieben, um mal einen anderen Blickwinkel aufzuzeigen.

Dass du keinen Absturz erlebt hast, ist nicht unbedingt deinem übermäßigen Glück zuzuschreiben. Sicherheit ist wichtig, Redundanz ist gut, aber das Wichtigste ist die graue Masse, die bei den meisten zwischen den Ohren schwappt. Mitdenken und Augen aufmachen. Man kann methodisch zwar einiges dafür tun, um Fehler zu vermeiden, idiotensicher kriegt man's nicht.

So, und jetzt zu deinen Fragen:
Wenn du das Abseilen mit Cinch sicher drauf hast, wird dir ein Prusik nicht unbedingt soo viel mehr Sicherheit bringen. Der ist beim Abseilen mit Achter/ATC ganz angenehm um mal stoppen zu können.
Offiziell darfst du beim Cinch aber das Bremsseil nicht loslassen (s. DAV Sicherungskonzept). Wenn ich im Cinch hängend loggen will, knüpfe ich kurz unterm Gerät einen Knoten (Sackstick oder Schleifknoten(auf die Richtung aufpassen!)) ins Seil.

...nehmt das ganze da oben bitte mich auf die Goldwaage, ich hab grad keine zeit für feinere Überarbeitung (die sicher nötig ist). Muss weg...


keep caching, Zai-Ba

Wenn du einen vertrauenswürdigen Fixpunkt zum Abseilen hast (z.B. gesunder Baum, Durchmesser >30cm), reicht der und dann reicht auch eine Bandschlinge. Bei nem Geländer ist da mehr Vorsicht geboten. Weißt du ob da Metall oder Rost unter'm Lack ist? Weißt du wie gut die Stützen einbetoniert sind? etc.
Abenteuer ist eine von der richtigen Seite betrachtete Strapaze.
Gilbert Keith Chesterton (1874-1936)
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de_Bade
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Re: Wieviel Sicherheit darf es sein?

Beitrag von de_Bade »

Zai-Ba hat geschrieben:Wenn ich im Cinch hängend loggen will, knüpfe ich kurz unterm Gerät einen Knoten ins Seil.
machst du das wirklich, oder empfiehlst du das nur?
Orthographie und Interpunktion dieses Postings sind willkürlich und frei erfunden. Jegliche Übereinstimmungen mit geltenden Regeln sind zufällig und in keinster Weise beabsichtigt.
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