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Cache im Naturschutzgebiet

Der Pfadfinder schützt Pflanzen und Tiere.

Moderator: radioscout

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HerrK
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Beitrag von HerrK »

Mal eine allgemeine Frage zu diesem Thema:
Darf mich ein Förster oder Landschaftswärter (und wie sie alle heißen) festhalten und/oder nach meinem Ausweis verlangen?

@ radioscout:
Von welchem Land sprechen wir?
Dragon-Cacher
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Beitrag von Dragon-Cacher »

Hallo HerrK,
HerrK hat geschrieben:Mal eine allgemeine Frage zu diesem Thema:
Darf mich ein Förster oder Landschaftswärter (und wie sie alle heißen) festhalten und/oder nach meinem Ausweis verlangen?
Zur Vermeidung einer Straftat darf dich jeder Bürger bis zum Eintreffen der Polizei festhalten (§ 127 I StPO der bekannte Jedermann-Paragraph).
Da es sich hier aber wohl kaum um eine Staftat, sondern eher um eine Ordnungswiedrigkeit handelt, trifft dies nicht zu.
Deinen Ausweis verlangen kann der Förster natürlich, wenn du ihm den nicht zeigst und weiter gehst, kann er dann aber auch nichts machen. Der Förster hat ja keine hoheitlichen Aufgaben und daher brauchst du dich ihm gegenüber auch nicht auszuweisen.

Allerdings sollte dies im Sinne des Naturschutzes kein Freibrief sein immer schön querfeldein durch die Botanik zu stapfen. Liegt der Cache in einem Naturschutzgebiet dann sollte man sich schon auf die Wege bzw. direkt angrenzenden Gebiete beim Cachen beschränken.

Viele Grüße
Mathias :wink:
Team Dragon-Cacher

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Kite Guy
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Beitrag von Kite Guy »

Kann mir irgendwer sagen wo steht das ich ein Naturschutzgebiet nicht betreten darf ?

Das Bundesgesetz sagt das das Land das regelt, beim Land sagt das Landschaftsgesetz das es das Landesforstgesetz regelt und da steht das man den Wald jederzeit zu Erholungszwecken betreten darf ausser er ist durch Schilder oder Zaun gesperrt.

Also wo steht das man in NRW Naturschutzgebiete nicht betreten darf ?
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Kite Guy
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Beitrag von Kite Guy »

Ok, also anscheinend regeln die Untern Landschaftsbehören die Naturschutzgebiete und zumindest für Bonn ist das Betreten der Gebiete außerhalb der Wege verboten. Siehe:
http://www.bonn.de/umwelt_gesundheit_pl ... index.html
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Windi
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Beitrag von Windi »

Also wenn ich etwas herumgoogle und nach "Landschaftsschutzgebiet" suche steht eigentlich überall dabei dass das Betreten außerhalb befestigter Wege verboten ist.
Hier z.B. eine Naturschutzgebietsverordnung (was für ein Wort) der Region Hannover: http://www.region-hannover.de/deutsch/d ... -VO-HA-183
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HoPri
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Beitrag von HoPri »

Starglider hat geschrieben: Davon abgesehen verstehe ich die Gehirnakrobaten nicht, die wenn sie von offiziellen Nasen beim Geocachen angetroffen werden, immer sofort genau erzählen müssen, was sie hier machen.
Diesem Unverständnis kann ich mich nur voll und ganz anschließen. :cry:

HoPri
Roland_Deschain
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Beitrag von Roland_Deschain »

HoPri hat geschrieben:
Starglider hat geschrieben: Davon abgesehen verstehe ich die Gehirnakrobaten nicht, die wenn sie von offiziellen Nasen beim Geocachen angetroffen werden, immer sofort genau erzählen müssen, was sie hier machen.
Diesem Unverständnis kann ich mich nur voll und ganz anschließen. :cry:

HoPri
Dann will ich mich als "Gehirnakrobat" doch mal melden. Ja, ich bin's, der sich hat erwischen lassen, also schlagt mich, teert mich, federt mich.
Ist allerdings nicht gerade so, dass ich nicht eine Palette an Ausreden bereit habe, was das angeht, das fängt mit der dicken Kameratasche an, die ich meist mitschleppe.
Wenn der Förster aber direkt nach dem seltsamen Gerät fragt, das man in der Hand hat und er "solchen Leuten" schon öfter begegnet ist, fällt mir leider spontan keine gute Ausrede ein.
Cachalot
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Beitrag von Cachalot »

Oh je, geht die Diskussion wieder los :-(

Es ist sehr schade, das es mit den Caches von tpo zuerst ein paar der schönsten Caches in der Gegend trifft. Jedenfalls hat er eben einige Caches wohl aus Vorsicht vorläufig disabled.

Das Problem ist ja grundsätzlicher Natur. Wenn man es ganz genau nimmt ist ja schon das reine Auslegen einer Box oder eines Mikros Umweltverschmutzung, bzw. Missachtung von Privatbesitz. Auch außerhalb deklarierter Naturschutzgebiete. Von da her dürften wir überhaupt keine Caches mehr auslegen, außer auf eigenem Privatland, bzw. mit ausdrücklichem Einverständnis des Landbesitzers.

Mit dem zuständigen Förster habe ich mich vor "Bonn grillt" eine Weile unterhalten und ihm das Prinzip des Geocachens erklärt. Sofern die Suchenden eine angemessene Rücksicht auf die Natur nehmen hätte er gegen Geocachen eben so wenig wie gegen Pilzesammler, obwohl beides laut Verordnungen im Naturschutzgebiet am falschen Ort stattfindet. In wie weit sich seine Meinung durch akute Vorkommnisse geändert hat weiß ich natürlich nicht.

Ich denke, das hier ein Einzelfall etwas aufgeblasen wird und wir schnell wieder Ruhe kriegen. Zudem sind, wenn überhaupt, neue Caches problematisch, die in kurzen Abständen oft besucht werden. Der 2-wöchige, oder monatliche Besuch von älteren Caches sollten unproblematisch sein, zumal die Wintersaision bevorsteht.

Hoffen wir einfach, das sich die Lage in wenigen Wochen wieder beruhigt und wir - mit angemessener Rücksicht auf die Natur - weiter unserem Hobby fröhnen können.

@ roli_29: Dein Cache hat ja schon seit Anfang immer wieder Logs erhalten, die von der Schwierigkeit berichten, einige Leute schrieben, das sie den "halben Wald" umgegraben haben ohne fündig zu werden. Ohne Dich jetzt kritisieren zu wollen, aber vielleicht wäre das Problem kleiner, wenn alle Stationen schnell und zuverlässig gefunden werden können. Und eben nicht irgendwelche komischen Typen mit Rucksack und elektronischen Geräten in der Hand lange Zeit an der gleichen Stelle herumsuchen und dabei alles platt trampeln. So etwas fällt auf. Meistens negativ.

Nichts gegen kniffelige Caches, aber in Anbetracht der aktuellen Situation vielleicht lieber in "unproblematische" Umgebung.
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moenk
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Beitrag von moenk »

Cachalot hat geschrieben:schrieben, das sie den "halben Wald" umgegraben haben ohne fündig zu werden. Ohne Dich jetzt kritisieren zu wollen, aber vielleicht wäre das Problem kleiner, wenn alle Stationen schnell und zuverlässig gefunden werden können.
Genau das verlange ich auch schon lange. Wenn das nicht geht, logg ich auch lieber DNF als weiter zu wühlen.
Suchst Du noch oder loggst Du schon?
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Tut-Cache-Amun
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Beitrag von Tut-Cache-Amun »

Mein Senf: Ich wohne ja im Bayerischen Wald in Grafenau! Direkt am Nationalpark Bayerischer Wald, dem größten zusammenhängendem Waldgebiet in Deutschland! Daran anschließt sich der "Naturpark Bayerischer Wald". Wir waren hier auch schon ziemlich fleißig am Cache legen. Jedoch haben wir unsere Caches so gelegt, dass man die offiziellen und ausgewiesenen Wanderwege nicht verlassen muß!
Sehr gut gelöst ist das bei den Caches "Borkenkäfer", "Am Rachel", "Sagwasserklause"! Diese liegen alle im Kerngebiet des Nationalparks, wo man sich normalerweise nicht einen einzigen Schritt neben den Wanderweg erlauben darf!
Von TKKR weiß ich, dass die sogar der Nationalparkverwaltung eine E-Mail geschickt haben - falls ein Rancher den Cache zufällig findet! Bis jetzt hat es noch keine Probleme gegeben!

Wenn ich mir dann jedoch, den Cache "Sumpfmeisenhaus im Klosterfilz" ansehe, von unserem geliebten Kollegen Eagle54 - da muß ich dem Log von CHALOC zustimmen! Abseits der Wege, muß nicht sein, wenn genügend Möglichkeiten direkt neben den Wanderwegen (ohne diese verlassen zu müssen) bestehen!

Also ich würde sagen, du verlegst die Stages unter Steine neben den ausgewiesenen Wanderwegen! Gut tarnen, damit keine Muggles ihn finden - ein geübtes Cacherauge findet den Cache sicher!

Gruß aus dem Bayerischen Wald
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