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Altes Papier

Alles rund um den Geocache an sich.

Moderator: Los Muertos

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Lakritz
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Beitrag von Lakritz »

Ich hab als Kind mal ein "mittelalterliches Pergament" gemacht, indem ich das Papier komplett in (mit Wasserfarbe gefärbtem) Wasser eingeweicht und zerknüllt habe. Das geht natürlich nicht, wenn man vorher es mit wasserlöslichen Farben oder einem Tintenstrahldrucker beschriftet.
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Crazy
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Beitrag von Crazy »

Okay, denke damit ist alles gesagt.

Und was sagt ihr zu dem Text? Ist jetzt natürlich zusammenhanglos, aber wie findet ihr den Text an sich?
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-tiger-
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Beitrag von -tiger- »

Trotzdem nochmal zum Papier: "altes" Papier bekommt man auch in manchen Druckereien, die sich z.B. auf exclusives Briefpapier etc. spezialisiert haben. Das ist dann professionell gealtert oder wirklich alt und nichtmal teuer. Altes Papier hat dazu nen typischen Geruch, vielleicht kennst du ja jemanden mit nem feuchten, schimmligen Keller, wo man das Papier mal ne Woche oder zwei einlagern kann...

Zum Text: Klingt nicht wirklich alt, wenns authentisch werden soll, besorg dir paar Bücher oder Zeitungen aus den 30ern, um ein Gefühl für die damalige Sprache zu bekommen. Dazu wurde in den 30ern noch in alter deutscher Schrift geschrieben. Wenn du es richtig hübsch machen willst, such dir eine nette Oma, die das noch kann, und lass dir den Text von Hand aufschreiben. Du kannst ja dann das Ergebnis einscannen und auf das gealterte Papier drucken. Der Aufwand ist natürlich nicht unerheblich, aber wenn du dir schon so nen Stress mit dem Papier machst, wäre es fast verschwendung, den Text einfach so draufzudrucken. Eine Kleinigkeit stört mich noch, dein Drucker macht eine dünne helle Linie, wo wohl eine Düse ausgefallen ist, das stört zusätzlich den "Handschrift-Effekt".

Bleibt natürlich die Frage, wieviel Aufwand du wirklich treiben willst ;)

Tiger
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ts1
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Beitrag von ts1 »

Großer Fehler!
Zu der Zeit hat man noch in Sütterlin/Fraktur geschrieben.
Also bitte stilecht bleiben. 8)

Damit wird der Cache natürlich nicht gerade einfacher, wenn man im Taschenlampenlicht sich 60 Jahre zurück erinnern muß...
MfG Thomas
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Lakritz
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Beitrag von Lakritz »

Nicht unbedingt. Nicholas klingt mir französisch... ;) ... und die lateinische Schrift wurde auch von vielen Deutschen beherrscht.
Evtl. könnte auch Schreibmaschinenschrift verwendet werden. Da gibt's auch Fonts, die kleine Typenfehler simulieren.
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Crazy
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Beitrag von Crazy »

:lol: Mann o mann seid ihr pingelig. Aber DANKE für die erneuten Tips! Hmmmm, eigentlich wollten wir den Cache nicht mit der Sprache aus den 30ern noch erschweren. Ist auch so schon komplex genug. Denke mal, daß wir insgesamt "etwas" veraltet geschrieben haben und das muß reichen. Der Cache ist auch mittlerweile fast fertig. Es fehlt noch Alpha- und Beta-Test, insofern werden wir solch größere Aktionen erst bei einem der nächsten Caches einfließen lassen, denn dem Cache wird höchstwahrscheinlich noch der 2.Teil folgen.
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Kleinalrik
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Noch ein Alterungstipp:

Beitrag von Kleinalrik »

Das meiste wurde ja schon gesagt.

Nur soviel: Aus 1939 erhaltenes sieht weit weniger mitgenommen aus, als Dein (sehr schön gealtertes) Dokument suggeriert.

Da Dokumente aus dieser Zeit durchaus ordentlich archiviert wurde, kann man bestenfalls folgende Alterungen erwarten:

- Brüchigkeit des Papiers (im Backofen hinzubekommen)
- Vergilbung des Papiers (unterschiedlich, wenn im Stapel oder Ordner gelagert, so gut wie gar nicht außer an den Kanten)
- Mini-Eselsohren und leichte Verfilzung in den Ecken oben rechts und unten rechts (Papier im Stapel (nicht einzeln!) mit dem Fingernagel bearbeiten
- eingerissene Lochung (Blatt abheften und mehrfach hintereinander dran rucken)
- rostiger Abdruck einer Büroklammer (zitronensaftnasse, abisolierte Büroklammer (Isolierung mit Feuerzeug abfackeln) dran und eine Woche liegen lassen)
- verblaßte Stempel, verblaßte Unterschriften (Tinte mit Wasser verdünnen)

Wurde das Dokument gefaltet, neigt es dazu, an den Falzen und den Kanten stärker zu verschleißen:

- 90° Ecken anfeuchten und die Ecken und die Kanten (aber nicht die Flächen!) an der Schuhsohle entlangrubbeln. Dokument erst im gefalteten Zustand in den Ofen (und Faltzustand mit Büroklammern fixieren).

Kleine Verfeinerung:
- ein zweites Blatte (gleichgroß oder 2mm kleiner) leicht verdreht drauflegen und dann unter die Höhensonne oder normale Sonne.

- Archivstempel (wenn man hat) drauf. Andere Tinte nehmen, aber diese auch verwässern! Wenn man hat, verschiedene Archivstempel mit unterschiedlich intensiver Stempelfarbe drauf (Archivauflösungen und Umarchivierungen)

- Gelesen- und Bearbeitungsvermerke drauf

- Etwas makabres Detail: Amtliche Schreiben von 1939 haben als Gruß oder Abschiedsformel "H... H.....!" - darauf sollte man aber verzichten können.

Deine (durchaus schöne) Alterung erinnert eher an Piratenschatzkarte. Sehr stimmungsvoll und mittelalterlich anmutend (obwohl da wichtige Urkunden auf Tierhäuten geschrieben wurden).

Da gibt es, wie die vorherigen Posts zeigen, etliche Varianten. Meine (welche nicht der Weisheit letzter Schluß ist) sieht so aus:

- Tintendruckerschrift eine Woche einwirken lassen (dann ist sie nahezu wasserfest)
- Papier mehrfach hintereinander fest zerknüllen und wieder entfalten (bricht die Oberfläche auf)
- Papier in schwarzem Tee einweichen (zwischen zwanzig Minuten und einem Tag)
- das nasse Papier entfalten und heiß bügeln (verkürzt die Trocknungszeit, Falten bleiben erhalten)
- Den Brandrand bei Sonnenschein mit einer Lupe einbrennen, so hat man Kontrolle über den Randverlauf - und dauert nach meiner Erfahrung nicht länger als das Handabfackeln. Je nach Belieben das Papier in Form einer Tierhaut zurechtfackeln.
- Fett- und Wachsflecken drauf (Wachs hinterher wieder abkribbeln)
- Papier falten (und zwar längs und quer jeweils gedrittelt, nicht einfach mitteln) und Faltecken abfackeln, bis Löcher im Papier sind.
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mattes + paulharris
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Beitrag von mattes + paulharris »

Also ich (PaulHairris) lese beruflich bedingt viel aus den 30er Jahren, allerdings juristisches Zeugs. Das ist durchgehend in altdeutscher Schrift gedruckt und auch noch nicht sooo nahgedunkelt sondern allenfalls vergilbt und mit Gebrauchsspuren versehen. Sogar die Reichsgesetzblätter von 1850 sind bloß vergilbt und wirken irgendwie brüchig.
Ich würde es also nicht ganz so sehr "eindunkeln" sondern bloß vergilben lassen und in Sütterlin oder altdeutsch schreiben, damit es authentisch wirkt.
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C9H14NO3
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Beitrag von C9H14NO3 »

Ehrlich gesagt: Das Dokument in Sütterlin zu schreiben finde ich absolut "net nett".
Nicht jede/r kann heute noch Sütterlin lesen; ich zumindest nicht. Und es würde mich schon ärgern wenn das Finden des Caches daran scheitert, dass ich die Schrift nicht lesen kann.

Gruß

Björn
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mattes + paulharris
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Beitrag von mattes + paulharris »

Hast recht, unterwegs auf Sütterlin zu treffen, dürfte ärgerlich sein. Aber wenn der Text in die Cacheschreibung eingebunden werden sollte und man das Zeugs zu Hause übersetzen kann, dürfte es kein Problem sein.
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