Diese Website existiert nur weil wir Werbung mit AdSense ausliefern.
Bitte den AdBlocker daher auf dieser Website ausschalten! Danke.

Abfrage des bayrischen Staatsministeriums

Der Pfadfinder schützt Pflanzen und Tiere.

Moderator: radioscout

JoergKS(eh.DWJ_Bund)
Geomaster
Beiträge: 962
Registriert: Mi 21. Sep 2005, 10:11
Wohnort: Nahe Kassel

Abfrage des bayrischen Staatsministeriums

Beitrag von JoergKS(eh.DWJ_Bund) »

Hallo Zusammen,

nach meinen Informationen läuft grad eine Abfrage des Bayrischen Staatsministeriums für Umwelt und Gesundheit (StMUG) bei zahlreichen Verbänden (Jagd, Forst, Naturschutz) und Organisationen zum Themenbereich "Freizeit und Natur", in dem das Thema Geocaching eine Rolle spielt. Die Angeschriebenen werden um Stellungnahme zu einem Entwurfstext zu Geocaching für eine Informationsseite des StMUG bis zum 20.5. aufgefordert.

U.a. wird im Entwurfstext zu Geocaching explizit darauf hingewiesen, dass nach "Art. 38 Abs. 1 BayNatSchG das Zurücklassen eines Caches in der freien Natur nicht erlaubt, daher jedenfalls die Zustimmung eines Grundeigentümers erforderlich sei".

M.E. ist es jetzt Zeit, mögliche Kontakte spielen zu lassen, falls vorhanden.

Herzliche Grüße
Jörg
Wer einen Schreibfehler findet, darf ihn behalten.
Benutzeravatar
adorfer
Geoguru
Beiträge: 7235
Registriert: Mo 4. Jun 2007, 12:41
Wohnort: Germany

Re: Abfrage des bayrischen Staatsministeriums

Beitrag von adorfer »

DWJ_Bund hat geschrieben: U.a. wird im Entwurfstext zu Geocaching explizit darauf hingewiesen, dass nach "Art. 38 Abs. 1 BayNatSchG das Zurücklassen eines Caches in der freien Natur nicht erlaubt, daher jedenfalls die Zustimmung eines Grundeigentümers erforderlich sei".

M.E. ist es jetzt Zeit, mögliche Kontakte spielen zu lassen, falls vorhanden.
Ja, das steht so im Gesetz, seit vielen Jahren, wurde ja auch schon öfters hier festgestellt, aber immer gern schnell wieder unter den Teppich gekehrt.

Was für Kontakte soll man da "spielen lassen"? Die zu einem Lieferanten für Augenbinden, um eine Sammelbestellung zu organisieren, um weiterhin die Augen zu verschliessen und kräftig Reklame für's Geocaching zu machen, in der Hoffnung, dass Geocaching schnell so groß wird, dass die Volksvertreter es dann Legalisieren mit der Begrünung, den Großteil der Bevölkerung nicht kriminalisieren zu wollen?

Obwohl, sichert nicht jeder Cacheowner beim Einreichen eines Listings explizit zu gegenüber Groundspeak, dass er die Erlaubnis des Landeigentümers (oder sonstwie Zuständigen) vorzuliegen hat, um dort einen Cache zu verstecken? Also gibt es doch gar kein Problem, oder?
Adorfer
--
"Die Statistikcacher machen das Cachen kaputt, weil die Muggle die Nase voll haben!" (König Dickbauch)
Benutzeravatar
UF aus LD
Geowizard
Beiträge: 2385
Registriert: Mi 4. Okt 2006, 11:14
Wohnort: 76829 Landau in der Pfalz (Stallhasenhausen)

Re: Abfrage des bayrischen Staatsministeriums

Beitrag von UF aus LD »

Was willst du durch das "spielen lassen von Kontakten" erreichen? Welches Ziel? Wie soll ich dagegen argumentieren?

Auf Basis des BayNatSchG (ggf. i.V. mit dem BayWaldG - wegen des Betretungsrechts und seiner Grenzen) ist es halt verboten. Darauf weise ich hier schon seit Jahren hin.
Jetzt soll das den Betroffenen in einer Infobroschüre bekannt gemacht werden.

Was soll ich meinen ggf. bestehenden Kontakten sagen?
Cacher werden hierzu nicht gefragt, da es keinen zentralen Ansprechpartner gibt. Dies will die "Gemeinschaft" so haben und wehrt sich mit Händen und Füßen dagegen.

"Wer nicht handelt wird behandelt" heißt es und wir werden derzeit behandelt und wollen das so.
Gruß aus der Pfalz
Uwe

Der Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann (Francis Picabia)
Benutzeravatar
wolkenreich
Geomaster
Beiträge: 927
Registriert: Fr 4. Feb 2011, 07:13
Wohnort: Leipzig

Re: Abfrage des bayrischen Staatsministeriums

Beitrag von wolkenreich »

"Wer nicht handelt wird behandelt" heißt es und wir werden derzeit behandelt und wollen das so.
Mitunter sind diese Gesetze, die das zurück lassen von Gegenständen verbieten, zu Zeiten gemacht, wo noch niemand an elektronische Schnitzeljagd dachte?
Es ging damals wohl darum, Müllablagerungen unter Strafe zu stellen, irgendwelche Verschmutzer, achtlose Camper und was weiß ich; da sind wir uns ja einig, dass das verboten gehört.

Vielleicht sollte denen aber mal jemand sagen, dass Geocacher keinen Müll loswerden wollen, sie ihn gemeinhein sogar mitnehmen, wir den Wald als unseren Spielplatz erhalten wollen .. und dass man mit uns reden kann.

und das wir vor allem angehört und nicht wie Stückvieh behandelt werden wollen.

Wenn ich den Threadstarter richtig verstehe, dann ermuntert er uns dazu, zu handeln. Verstehe deshalb die ersten zwei Kommentare nicht.
BildBild
Benutzeravatar
UF aus LD
Geowizard
Beiträge: 2385
Registriert: Mi 4. Okt 2006, 11:14
Wohnort: 76829 Landau in der Pfalz (Stallhasenhausen)

Re: Abfrage des bayrischen Staatsministeriums

Beitrag von UF aus LD »

Art. 33a
Sauberhaltung der freien Natur
(1)
Bei der Ausübung des Rechts nach Art. 21 dürfen bewegliche Sachen in der freien
Natur außerhalb der dafür vorgesehenen Einrichtungen nicht zurückgelassen werden.
Werden Sachen entgegen Satz 1 zurückgelassen, kann die zuständige
Naturschutzbehörde Anordnungen gegen den Verursacher treffen.
Sie kann zurückgelassene Sachen in Verwahrung nehmen und verwerten.
Für die Verwahrung, Verwertung und Herausgabe der verwahrten Sachen sowie für die Herausgabe des Erlöses finden Art. 26 bis 28 Abs. 2, Abs. 3 Satz 3 und Abs. 4 des
Polizeiaufgabengesetzes sinngemäß Anwendung. Die abfallrechtlichen Vorschriften
bleiben unberührt.
BayNatSchG (2005)
Art. 13
Betreten des Waldes

(1) 1 Das Betreten des Waldes zum Zweck des Genusses der Naturschönheiten und zur Erholung ist jedermann unentgeltlich gestattet. 2 Die Ausübung dieses Rechts wird nach Maßgabe der Vorschriften des V. Abschnittes des Bayerischen Naturschutzgesetzes (BayNatSchG) gewährleistet. 3 Weitergehende Rechte auf Grund anderer Rechtsvorschriften bleiben unberührt.
BayWaldG

Da ist nicht von "Müll" o.ä. die Rede
Gruß aus der Pfalz
Uwe

Der Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann (Francis Picabia)
Benutzeravatar
wolkenreich
Geomaster
Beiträge: 927
Registriert: Fr 4. Feb 2011, 07:13
Wohnort: Leipzig

Re: Abfrage des bayrischen Staatsministeriums

Beitrag von wolkenreich »

okay. wenn alles sooooo klar ist, dann unterstützen wir sie besser mit einer Liste von Caches, die gegen diese Regeln verstoßen. (bzw.. sammeln sie selbst ein)

:mrkaktus:
BildBild
Benutzeravatar
imprinzip
Geowizard
Beiträge: 1538
Registriert: Fr 31. Aug 2007, 16:57
Wohnort: BW

Re: Abfrage des bayrischen Staatsministeriums

Beitrag von imprinzip »

wolkenreich hat geschrieben:okay. wenn alles sooooo klar ist, dann unterstützen wir sie besser mit einer Liste von Caches, die gegen diese Regeln verstoßen.

:mrkaktus:
Der Freistaat Cache-frei?
Cool.
Ich bin dabei.
Dann braucht man auch die dort ansässigen Schiedsrichter nicht mehr.

:D
Sandburgenbauen ist bei weitem nicht der dümmste Weg, sich einen Tag am Meer zu versauen (The Glue)
Benutzeravatar
Zappo
Geoguru
Beiträge: 8001
Registriert: So 29. Jan 2006, 10:12
Wohnort: Schröck bei Karlsruhe

Re: Abfrage des bayrischen Staatsministeriums

Beitrag von Zappo »

hmmmm,

meiner Begriffswelt folgend würde ich Caches ganz flockig mit Wegmarkierungen, Gipfelbüchern oder Hinweisschildern gleichsetzen. Die Hinweistafeln für die Nordicwalkingstrecke o.ä. werden ja auch auf irgendeiner Rechtsgrundlage ihre Berechtigung haben.
Und die die Wortwahl des Gesetzestextes ("Sauberhalten") läßt auf die Absicht schließen, Sachen zu verbieten, zu welchen ich das Hinterlassen einer Tupperdose nicht dazuzähle.

Aber ich bin da das Gegenteil eines Experten - nach meiner Einschätzung wird aber weniger nach dem Sinn der Verordnung gefragt werden, sondern eher nach dem Buchstaben.

Das kenne wir hier ja auch vom Forum - und vom Cachen :D

Gruß Zappo
------------------------------------------
"Wer schneller lebt, ist früher fertig"
Benutzeravatar
imprinzip
Geowizard
Beiträge: 1538
Registriert: Fr 31. Aug 2007, 16:57
Wohnort: BW

Re: Abfrage des bayrischen Staatsministeriums

Beitrag von imprinzip »

Bei der Ausübung des Rechts nach Art. 21 dürfen bewegliche Sachen in der freien
Natur außerhalb der dafür vorgesehenen Einrichtungen nicht zurückgelassen werden.
Sandburgenbauen ist bei weitem nicht der dümmste Weg, sich einen Tag am Meer zu versauen (The Glue)
Benutzeravatar
wolkenreich
Geomaster
Beiträge: 927
Registriert: Fr 4. Feb 2011, 07:13
Wohnort: Leipzig

Re: Abfrage des bayrischen Staatsministeriums

Beitrag von wolkenreich »

imprinzip hat geschrieben:
Bei der Ausübung des Rechts nach Art. 21 dürfen bewegliche Sachen in der freien
Natur außerhalb der dafür vorgesehenen Einrichtungen nicht zurückgelassen werden.
Siehste .. Caches sind eben nicht beweglich. Sie haben finale Koordinaten. Und dafür vorgesehene Orte gibts auch: am Wegrand, so sagt es GroundSpeak.

Man, war das einfach :)
BildBild
Antworten