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Qualität der Neuerscheinungen im freien Fall?

Von schönen Geocaches, schlechtem Wetter und
exzessiven Schützenfesten.

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JoergKS(eh.DWJ_Bund)
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Re: Qualität der Neuerscheinungen im freien Fall?

Beitrag von JoergKS(eh.DWJ_Bund) »

Zappo hat geschrieben:
webstreicher hat geschrieben:....
Es würde genügen: Ein einfaches flächendeckendes Bekenntnis zur Erkenntnis, daß schöne Caches schön sind und schlechte Caches schlecht - und die Umsetzung dieser Erkenntnis als Owner - und ehrliche Dokumentation in den Notes und Verzicht auf den "Punkt" bei Flachcaches.
DANKE! *Unterschreib*

Ehrliche Logs, kein Runterputzen oder Anmachen von ehrlich loggenden Cacher-Kollegen.

Und wenn dann noch ein Hauch respektvoller Umgang - grad auch beim schreiben irgendwelcher Notes oder Postings - erhalten bleibt, dann klappts auch mit dem Nachbarn äh Cacher-Kollegen.

Eigentlich super einfach, oder etwa nicht?
Wer einen Schreibfehler findet, darf ihn behalten.
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Zappo
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Re: Qualität der Neuerscheinungen im freien Fall?

Beitrag von Zappo »

argus1972 hat geschrieben:..... Fast alle Cacher schwärmen von tollen Nachtcaches, attraktiven Übermultis, herrlichen Wanderungen, tollen Verstecken, cleveren Aufgaben, knochenharten Klettereien, kurzum vom Erlebniswert beim Cachen und suchen dann trotzdem hauptsächlich absoluten Dreck? Sorry, aber Paradoxien dieser Größenordnung sind für mich einfach nicht mehr verständlich!.... ...
Genau: Paradox. Das triffts.

Erklärungsversuch eins: Ich will GEOCACHER sein - also an einem geheimnisvollen Spiel teilhaben, zu den Auserwählten gehören, die spannende und abenteuerliche Sachen machen - kurz: Elite - hier bin ich. Erinnert mich an die sehnsüchtigen Augen der Mofafahrer, wenn wir mit unseren Motorrädern zurück von von großer Tour sonnengebräunt mit Gepäck und Wüstenstaub an der Karre an der Eisdiele standen.

Erklärungsversuch zwei: Geocacher sind hyperaktiv und süchtig - es funktioniert nicht, abzuwarten, bis ein GUTER Cache rauskommt - es funktioniert aber auch nicht, abzuwarten, bis man selbst wieder eine gute Idee hat für einen Cache - die fertig vorbereitete Mickrodose im Gepäck, die Augen auf "Locationscannen" - und schon gibts wieder einen Punkt. Und um den Genuß, den Geschmack gehts auch nicht mehr - nur noch um den augenblicklichen Kick, der aber auch immer weniger wird - also muß für das Glücksgefühl beim 200er schon ein 500er oder 1000er her.

Tja, however: mit meiner Leidenschaft für Namensgebung würde ich mal sagen:

Zusätzlich zu " Morsix Gesetzen" und "Zappos Ergänzung" haben wir nun auch das "Paradoxon des Argus" definiert :D :D :D

Gruß Zappo
------------------------------------------
"Wer schneller lebt, ist früher fertig"
stefan1mk
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Re: Qualität der Neuerscheinungen im freien Fall?

Beitrag von stefan1mk »

Das sich solche Caches eines durchaus positiven Zuspruchs erfreuen ist eine simple Angelegenheit. Mittlerweile kann man sich mit Cachefunden von weniger als 1000 schon nur noch in der Gruppe "Neulinge" einsortieren. Die Zahl derer mit enormer Erfolgsstatistik wird immer größer. Also, was tun um in den Reihen der "Cacher-Elite" mitzuspielen ? Alles Einsammeln was mit geringem Zeitaufwand zu erledigen ist ! Soll man dann im Log schreiben "Gefunden, aber der Cache war sch.." ? Lieber nicht, und schon steht ein weiteres TFTC im Log.

Ich habe kürzlich einen dieser kritischen Logeinträge von Argus gelesen und mich dann entschieden die Location nicht zu besuchen. Zugegeben, die Versuchung war gross, es ist schließlich die Homezone und die möchte man doch bereinigt haben, mal ganz abgesehen vom zusätzlichen Punkt.

So muss wohl jeder für sich entscheiden, welche Caches man einsammelt und welche nicht. Manch einer mag vieleicht auch keine Caches die nur für Premium Mitglieder sichtbar sind ;-), will nicht auf Bäume klettern, oder hat keine Lust einen Großrechner mit modernster Verschlüsselungstechnik in den Wald zu schleppen. Von daher können freundliche, aber kritisch formulierte Logeinträge zum Nachdenken anregen.

Viele Grüße

Stefan
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argus1972
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Re: Qualität der Neuerscheinungen im freien Fall?

Beitrag von argus1972 »

stefan1mk hat geschrieben:Also, was tun um in den Reihen der "Cacher-Elite" mitzuspielen ? Alles Einsammeln was mit geringem Zeitaufwand zu erledigen ist !
Das halte ich für ein Kernproblem des ganzen Hobbies und zwar überall. So lange Grundsprech Fundzahlen einblendet, haben die Sportl Cacher eben Anreiz, alles abzugreifen, was sich so auf der Karte tummelt und in besonders ambitionierten Fällen, die nach meiner Kenntnis erstaunlich zahlreich sind, hauptsächlich gezielt die schnellen Dosen anzugehen.
Eigentlich auch völlig i.O. und das gute Recht der Cacher, wenn es eben nicht genau dadurch den beklagenswerten Qualitätsverfall und den Markt für Dosenmüll erst gäbe!

Mich würde immer noch interessieren, wohin sich Geocaching in unserer mit sehr vielen sehr guten Caches verwöhnten Gegend zukünftig entwickelt und wie die lokale Cachergemeinde hier im Sauerland mit immer mehr immer bescheuerten Dosen umzugehen gedenkt. Zum Glück sind es ja bislang noch nicht so super viele. Suchen, was das Zeug hält und damit wiederum neue Gruselcaches provozieren, weil die ja so gerne und oft gesucht werden, oder in irgendeiner Weise gegensteuern und unsere recht hohe Qualität möglichst erhalten und die Dreckscaches lieber woanders suchen, wenn´s denn schon unbedingt sein muss?
Schade, dass sich hier im Sauerlandforum kaum jemand aus dem Sauerland zu Wort meldet, sind wohl alle dauernd Cachen... :/
DWJ_Bund hat geschrieben: Und wenn dann noch ein Hauch respektvoller Umgang - grad auch beim schreiben irgendwelcher Notes oder Postings - erhalten bleibt, dann klappts auch mit dem Nachbarn äh Cacher-Kollegen.

Eigentlich super einfach, oder etwa nicht?
Eigentlich ja, aber bringt es wirklich den gewünschten Erfolg, wenn alle Welt trotzdem die Dose stürmt und vor allem - wer macht das denn schon?
Ich vermute, ich genieße in lokalen Cacherkreisen inzwischen wegen meiner Ansichten und der Angewohnheit, gerne auch mal auf nackte Kaiser zu zeigen, teilweise einen sagenhaften Ruf, mit dem ich aber lustig leben kann, denn mir kommen, neben meinen eigenen, nur sehr wenige kritische Logs unter, wo es eigentlich meiner Meinung nach durchaus angebracht wäre. Andererseits schaue ich aber auch schon lange absolut nicht mehr auf meine Fundzahl, kann an Caches jahrelang ohne Zuckungen vorbei fahren und habe somit keinerlei Anreiz, Dosen zu suchen, die mir keinen Spaß machen. Vielleicht erleichtert das berechtigte Kritikäußerung, keine Ahnung.
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Fagris
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Re: Qualität der Neuerscheinungen im freien Fall?

Beitrag von Fagris »

Es braucht eben alles seine Zeit... ich habe auch Zeit gebraucht um zu bemerken das man nicht alles suchen muss... Bei mir hat es so lange gedauert bis ich nichtmal mehr Lust hatte zu loggen (online). Sollte ich nun wieder ein "Danke fürs Zeigen" unter meinen Log schreiben so wie ich es immer mache? Oder ein "Danke fürs herumführen" obwohl der Multi scheiße war... oder "Danke fürs Verstecken" obwohl nichtmal die Statistikdose schön war... (Man merkt: ich habe einen Code an dem man ablesen kann was der Cache ist :D schön, schöne Runde, Statistik...).

Das ganze ging einige Zeit bis mir dann bei einem Cache hier in der Ecke son bissl der Kragen geplatzt ist und ich all meinen Frust in den Log gehauen habe ohne dabei beleidigend, denunzierend oder sonstwas zu werden...hat geholfen... Mist bleibt liegen, Schöne Dosen werden gemacht und wenns nur 2 Multis am Wochenende sind... who Cares? Aber bis dahin hats eben gedauert...

Am Anfang war es noch "Erstmal 100 Dosen finden, dann bist Du nicht mehr ganz grün..." das nächste Ziel war 500...aber mich jetzt bis zur 1000 weiter so verbiegen.... niet! Aber ich glaube so geht es vielen vielen anderen Cachern auch...und die einen legen dann im Laufe der Zeit den Dreck (weil sie genau DAS suchen) und die anderen legen Tradis wofür man auch mal 3 Kilometer laufen muss... (mit erstaunlichen Fundzahlen... 3 im Monat oder so :D)... die Statistikdose hat 10 in der Woche...

Liebe Grüße
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argus1972
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Re: Qualität der Neuerscheinungen im freien Fall?

Beitrag von argus1972 »

Da ich gestern spät am Abend in der Nähe beruflich zu tun hatte, wollte ich mir auf dem Weg zum Wagen diesen Cache mal eben ansehen: http://coord.info/GC2VM5G

Leider wieder mal ein klarer SBA-Kandidat, wenn auch mitten in der Stadt.

Obwohl - es hätte ja gutgehen können. Immerhin 3 Stück gefunden, prompt einen gelegt und natürlich Griff ins Klo! :kopfwand:

Es ist zum Knochenkotzen! :zensur:

Aber wenigstens viele DNF-Logs, zum Glück sehr deutliche Kritik, aber bislang badauerlicherweise keinen Mut, die böse Spalte aus dem Logmenü zu wählen.

Naja ...

Nachtrag, weil ich es gerade sehe: http://coord.info/GC2VQ4A
Diesmal hat es Meinerzhagen erwischt. Auch wieder ein Meisterwerk. Den hatte ich nicht gesehen bisher. Zum Glück wurde der Reviewer aktiv, was aber stolze Sucher nicht vom FTF und der Mitnahme des tollen Punkts abhielt. :kopfwand: :irre:

Sehenswert auch die Note vom Owner: Wenn auch nichts stimmt, muss er doch nicht zwischenzeitlich disabled werden, oder? :motz:
Und wieder mal Verhältnis Funde zu gelegten Caches 2:1. Es darf nicht wahr sein!
Wenn DAS die Mentalität der Geocacher ist, dann sehe ich wirklich schwarz für unser Hobby.

Nachtrag2.0:

Ich habe mir erlaubt, eine Bookmarkliste "Sinnfreie Dosen an suboptimalen Orten" anzulegen. Wenn jemand konkrete Dosentipps und Erfahrungsberichte dazu hat, pflege ich die zur Warnung an alle Cacher gerne ein, denn ich packe ansonsten nur Caches darauf, die ich selbst gesehen und besucht und mir damit ein Bild von dem Teil gemacht habe. Vorschläge unter konkreten Angaben der Gegebenheiten vor Ort nehme ich unter Hinweis auf Fremdinformation gerne auf.
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stefan1mk
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Re: Qualität der Neuerscheinungen im freien Fall?

Beitrag von stefan1mk »

Da hätte ich auch noch einen für deine Bookmarkliste http://coord.info/GC2VPY1
Scheinbar habe ich das nur falsch verstanden mit dem Geocaching, der besondere Reiz dieses Caches sind die vielen Muggel ;-) aha !

Eine weitere Serie in Kierspe scheint mir auch so ein Fall zu sein http://coord.info/GC2VQRX
habe ich mir zugegbenermaßen gar nicht erst angeschaut. Da fahre ich heute lieber 200 Km zu einem interessanten Event Cache, als dass ich solche Dosen sammle.
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webstreicher
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Re: Qualität der Neuerscheinungen im freien Fall?

Beitrag von webstreicher »

argus1972 hat geschrieben:Da ich gestern spät am Abend in der Nähe beruflich zu tun hatte, wollte ich mir auf dem Weg zum Wagen diesen Cache mal eben ansehen: http://coord.info/GC2VM5G
Den habe ich mir gerade angeguckt. Klarer Fall. Bei dem anderen, den der Argus erwähnt hat, vermisse ich eine Begründung vom Reviewer. Der Cache wurde doch ein Tag früher freigegeben und auf einmal "stimmt vorne und hinten nichts"? Wenn ein Cache archiviert wird, sollte nach meiner Meinung der letzte Log die Begründung dafür liefern (sofern das nicht schon von einem Cacher erledigt ist). Es wäre auch eine Lehre für die nächsten "Klogreifer".

Gruß!
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argus1972
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Re: Qualität der Neuerscheinungen im freien Fall?

Beitrag von argus1972 »

Ich vermute, die Reviewer können nichts dazu! Sie können zwar NSG checken, aber sicherlich keine Schulhöfe oder sonstige Abwegigkeiten. Das ist Sache der Community, auf solche Dinge aufmerksam zu machen.
Zudem liegt der Verdacht nahe, dass angesichts der Dosenberge hin und wieder auch mal nur mit halbem Ar**** reviewed wird, was ich durchaus verstehen kann. Ich arbeite zur Zeit ähnlich :ops: . Wer viel macht, macht auch Fehler.
Davon abgesehen - dass die angesprochene Dose offenbar vollkommen missglückt ist, ging anscheinend erst aus der Note vom Owner samt seltsamer Ansichten zum Schlafzustand beim Umbau hervor und wer weiß, was da noch alles war.
Naja, trotzdem etwas eigenartig.

Es ändert aber nichts an der Tatsache, dass immer mehr Müll als Cache verkauft wird.
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Biesen03
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Re: Qualität der Neuerscheinungen im freien Fall?

Beitrag von Biesen03 »

Ja, schön wäre es….
- wenn der erste Cache erst nach hundert Funden gelegt werden dürfte.
Dann wäre die Europhie über das
„Tolle Versteck hinter dem Laternenpfahl an der Ecke“
(Im Duschbereich von unserem Waldi) verflogen.
Man staunt am Anfang eben über die im Laufe der Zeit als alltäglich empfundenen Döschen.
Meine Homezohne halte ich aber sauber - Punkt.
Beim vorbeifahren nehm ich den Tradi aber schon mal mit (– oder eben auch nicht ;) ). Wenn ich 10 Spitzencache angehe, täten mir neune wegen der nicht vergebenen Schleife leid. Deshalb der Griff zum Beifang.
Vor meiner ersten eigenen Dose hab ich auch feste überlegt.
Wo nur ??? Die interessanten Orte sind ja verdost. Aber irgendeinen Sinn sollte man schon verfolgen, wenn man andere Cacher bespaßen will. Sei es mit einem interessanten blauen Haken, einem schönen Ort, einem kleinem Spaziergang oder langen Wanderung, einem kreativen Versteck welches Freude bereitet, einer großen Dose für TB`s / Coin`s und und und
Na ja,Drecksdosen, bedanken tu ich mich schon – bin halt höflich erzogen.
Aber ich gelobe auch mal Besserung.
Da werde ich deshalb mal die Owner der Drecksdöschen, die ich in Zukunft finde, ins Forum verweisen.
Das kennen nämlich auch längst nicht alle Frischlinge.
Nur Kritik hilft meiner Meinung nach nicht, auch wenn sie konstruktiv ist. Am besten ist es weiterhin gute Cache legen. Die bleiben eben viel länger in guter Erinnerung.
...Sauerländer dürfen das...
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